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Eventankündigung: Wir kooperieren-Naturschutz und Geocaching

Zwischen hohen Bergen liegt mein Dosenland.

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Waldfreunde
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Eventankündigung: Wir kooperieren-Naturschutz und Geocaching

Beitrag von Waldfreunde »

Hallo,

um die Wogen zu der letzten Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten zu glätten und Kooperation zu zeigen, haben wir in Zusammenarbeit mit dem Umweltamt der StädteRegion Aachen und den Mitarbeitern der biologischen Stationen ein kleines Event angesetzt.

Ziel ist es, die Vorurteile zwischen Naturschützern und Geocachern beiseite zu schieben, gegenseitig Fragen zu stellen und die Natur besser kennen zu lernen. Da so was aber nicht bei einem Stammtisch geklärt werden sollte, findet das Event dort stattt, wo Geocacher und Naturschützer hingehören: in der freien Natur.

Mehr dazu hier: http://www.geocaching.com/seek/cache_de ... bfd69f4fcd

Wir freuen uns auf Euch !
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moenk
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Re: Eventankündigung: Wir kooperieren-Naturschutz und Geocac

Beitrag von moenk »

Doppelpostings gelöscht. Bitte Termine in den Kalender eintragen, dann sind sie gut sichtbar.
Suchst Du noch oder loggst Du schon?
elho
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Re: Eventankündigung: Wir kooperieren-Naturschutz und Geocac

Beitrag von elho »

Nun wo das Event vorbei ist, bleibt fuer diejenigen, die das Wochenende leider nicht in der Aachener Region waren, die Frage, was als Resumee und konkrete Ergebnisse zu berichten ist?

Den Logs zufolge wohl schonmal, dass Caches eine Chance zur Ueberarbeitung erhalten sollen, statt einfach abgeraeumt zu werden, was ja schonmal grossartig ist. :up: :gott:

Was mir aber am Rande noch unklar ist: Sind das Umweltamt, von deren Mitarbeitern hier die Rede ist und die ominoese untere Landesbehoerde von damals Teile ein und desselben Vereins, oder sind das zwei Aemter, die nichts miteinander zu tun haben. :???:
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RaGe
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Re: Eventankündigung: Wir kooperieren-Naturschutz und Geocac

Beitrag von RaGe »

Auch wenn ich nicht aus der Region komme interessiert mich das Ergebnis dieses treffen sehr. Was ich dazu sehr spannend fände wäre wenn die Teilnehmer die da Waren vielleicht jeder die für ihn besonders wichtige Frage und Antwort aufschreiben würde!

Beispiel:
Warum sollte man die Wege nicht verlassen?

Eigengott hat ja sowas schon angefangen in seinem Log...
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radioscout
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Re: Eventankündigung: Wir kooperieren-Naturschutz und Geocac

Beitrag von radioscout »

RaGe hat geschrieben: Warum sollte man die Wege nicht verlassen?
- Weil man auf Tiere oder Pflanzen tritt
- Weil man Tiere stört ("Schutzabstand", Fluchtdistanz).
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)
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RaGe
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Re: Eventankündigung: Wir kooperieren-Naturschutz und Geocac

Beitrag von RaGe »

radioscout hat geschrieben:
RaGe hat geschrieben: Warum sollte man die Wege nicht verlassen?
- Weil man auf Tiere oder Pflanzen tritt
- Weil man Tiere stört ("Schutzabstand", Fluchtdistanz).
Und weil man noch mehr Fläche mit seinem Geruch verpestet... Oder wurde dazu etwas gesagt, dass das falsch ist?
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bene66
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Re: Eventankündigung: Wir kooperieren-Naturschutz und Geocac

Beitrag von bene66 »

RaGe hat geschrieben:Auch wenn ich nicht aus der Region komme interessiert mich das Ergebnis dieses treffen sehr. Was ich dazu sehr spannend fände wäre wenn die Teilnehmer die da Waren vielleicht jeder die für ihn besonders wichtige Frage und Antwort aufschreiben würde!

Beispiel:
Warum sollte man die Wege nicht verlassen?

Eigengott hat ja sowas schon angefangen in seinem Log...
Ich versuchs mal. Ich habe zwar nicht alles mitbekommen (kommt davon, wenn man seinen 4jährigen Sohn mit aufs Event nimmt) aber vielleicht können andere ergänzen und korrigieren.

Deine Frage nach dem Grund des Wegegebotes kann wohl nur vielschichtig behandelt werden. Zum einen geht es darum, dass die Vegetation nicht zertrampelt wird. Auch wenn sie sich weider aufrichtet, beim einem Geocache kommen halt viele an die gleiche Stelle. Andere genannte Gründe waren Bodenbrüter, die es in der Eifel gibt (und gerade in gut zur Tarnung geeigneten Farnen) oder an Felsformationen teilweise sehr seltene Moose und Flechten. (Ich wußte gar nicht, das über den Bestand von Moosen Buch geführt wird)
Vermutlich gibt es noch viel mehr Gründe die nicht alle Aufgeführt wurden.

Eine Frage die Diskutiert wurde, ist "Was ist ein Weg?".
Topographische Karten sind nicht immer aktuell und zeigen neuen Wege noch nicht an und alte, aufgegebene Wege immer noch. Sie geben aber einen guten Anhaltspunkt. Verlassen kann man sich auf Wegkennzeichnungen von Wanderwegen. Ob "althergebrachte Wege" die seit ewigen Zeiten von Einheimischen genuzt werden, zugelassen sind, haben wir nicht offiziell geklärt. Ich hatte aber absolut nicht den Eindruck, das das Umweltamt da den Paragraphenreiter raushängen lassen will.

Was heißt "Versteck direkt am Weg"?
Bereits zwei drei Meter neben dem Weg wurden konsequent abgelehnt. Das Wort "Ausfallschritt" viel ein paar mal. Ohne eine offizielle Aussage zitieren zu wollen - ich denke der wird akzeptiert.

Was für Verstecke sind möglich?
Beispiele hat Eigengott schon in seinem Log gebracht:
Eigengott hat geschrieben:- einen Multicache bauen, bei dem es im NSG nur Ablesestationen gibt (z.B. Fotos zuordnen) und der Final außerhalb des NSGs liegt
- vorhandene Rastplätze, Schutzhütten und ähnliches nutzen, diese Flächen sind teilweise erstaunlich groß und bieten mit etwas nachdenken oft auch gute Versteckmöglichkeiten
- das Versteck mitbringen, also z.B. ein ausgehöhltes Stück Holz oder ähnliches, welches man am Wegesrand ablegen kann
- sich umschauen, oft gibt es nur wenige Meter weiter ein geeignetes Versteck direkt am Weg
Totholz oder Steine, beides natürlich am Wegesrand ("Ausfallschritt"), waren andere Beispiele.

Was sollte beim Verstecken beachtet werden?
So verstecken, das eine "raumgreifende Suche" nicht nötig ist. Das beste Versteck am Wegesrand nutzt nichts, wenn mit dem Gedanken "er muß doch hier irgendwo sein" die umliegenden Quadratmeter ausserhalb des Weges abgesucht werden. Hier helfen Hinweise und Spoilerphotos. Ich glaube auch den Mitarbeiternd es Umweltamtes war klar, das damit nicht der letzte Sucher eingefangen wird - aber es hilft den "Freizeitdruck" auf die Natur zu reduzieren.

Was soll mit Problemcachen geschehen?
Zum einen wurde eindeutig gesagt, daß nur die wenige Cache Problemcache sind.
Hier soll dem Owner Gelegenheit gegeben werden , ggf. Gemeinsam mit dem Umweltamt, einen besseren Platz zu finden. Dieses Angebot zur Zusammenarbeit hat mich am meisten gefreut - schließlich hat auch ein Umweltamt nicht beliebig "Personalressourcen".

Was ist das eigentliche Problem?
Auch im Nationalpark wird der "Freizeitdruck" immer größer. Geocacher sind - das haben die Mitarbeiter vom Umweltamt immer wieder betont - nur eine Gruppe unter vielen. Auf dem Weg sind wir am Campingplatz vorbeigekommen und an Kindergruppen, die sich in und an der Rur vergnügt haben. Bei allem Recht der Menschen auf Erholung und Naturerlebnis (wie sagte einer der Teilnehmer: "der Mensch ist Teil der Natur, kein Fremdkörper") müssen wir die Balance halten.

Fazit
In keinem Wort hatt ich das Gefühl, das wir Geocacher unerwünscht sind. Wir sind für das Umweltamt eine Gruppe unter vielen, die die Natur nutzen und genießen. Wie alle Gruppen sind wir zwar ein Teil des "Freizeitdruckes" aber unser Hobby wurde - bei entsprechender Kooperation - absolut akzepiert.

Nachbemerkung
In Einzelgesprächen auf dem Weg wurden von Geocachern Beispiele gebracht, wo auch "die Behörden" (hier und anderswo) einfach mit Paragraphen um sich werfen oder wiedersprüchliche Schilder aufgestellt haben. Die Beispiele wurden von den anwesenden Amtspersonen durchaus mißbilligt. Auch wenn unsere Behörden besser organisiert sind (sein sollten?) als wir Geocacher - so ganz homogen sind sie Gott sei dank doch nicht.


So ich hoffe das hilft und ich habe den Mitarbeitern des Umweltamt nichts in den Mund gelegt, das sie offiziell nicht hätten sagen dürfen (oder so auch gar nicht gesagt haben). Es ist halt nur "aus dem Gedächtnis". Rein sachlich vielleicht gar nicht so viel neues, aber doch interessant, das wir uns im groben mit dem Umweltamt einig sind - auch wenn in Einzelfragen immer diskutiert werden wird, wo die "toleriebare Grenze" liegt.

bene66
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Ich führe Statistiken um schöne Cache-Erlebnisse zu haben, aber ich cache nicht um eine schöne Statistik zu haben
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Waldfreunde
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Re: Eventankündigung: Wir kooperieren-Naturschutz und Geocac

Beitrag von Waldfreunde »

@bene66

Dem kann man nicht viel hinzufügen. Danke.

Dennoch war dieses Event nicht gedacht, um rechtliche Fragen zu klären. Warum man den Weg nicht verlassen darf, war nicht relevant. Ich diskutiere ja auch nicht mit dem Ordnungsamt, warum ich an einer Stelle parken darf und einer anderen nicht. Interessiert auch keinen wirklich. Es ist einfach so.

Vielmehr sollten wir uns die Fragen stellen:

Wie verhalte ich mich bei der Cachesuche, wenn ich den Weg verlassen muss ?
Beste Lösung natürlich: Cache nicht machen, Owner FREUNDLICH anschreiben wegen der Problematik und auf Besserung hoffen. Es liegt an jedem selber.

Wie lege ich als Owner einen Cache in einem NSG, ohne die Natur zu stören ?
Wie schon erwähnt Ablesestationen, eindeutige Hints, je nach Location einen Earthcache legen, naturgetreue Verstecke selber basteln, etc. Alles Anhaltspunkte, die helfen können.

Denn wenn Natur und Geocaching zusammen funktionieren sollen, werden wir einige Dinge ändern müssen. Mit ein bisschen Fantasie geht das schon.

Und noch eine Sache ist geklärt: Caches, die nicht regelkonform im NSG liegen, werden nicht einfach weggerissen, sondern der Owner wird informiert und gebeten, den Cache entsprechend zu verlegen. Falls es da an Hilfe bedarf, kann man ja einen Reviewer oder andere Cacher um Ideen bitten. Auch die StädteRegion Aachen hilft da gerne aus, wenn auch nur per Email oder Tel. Stichwort "Personalresourcen" - steht ja nicht ständig ein Mitarbeiter von denen im Wald. :D Wendet Euch dann bitte an:

StädteRegion Aachen
A 70.3 Naturschutz, Landschaftspflege, Jagd und Fischerei
Raum 307, Aureliusstraße 30, 52064 Aachen
Tel.: +49(241)51982174
Fax: +49(241)519882174
Mail: Iris.Heinrichs (ä . t .) staedteregion-aachen.de

oder

Biologische Station Kreis Aachen
Daniel Lück (Diplom-Biologe)
Vertragsnaturschutz Südkreis, Gebietsbetreuung
Mail: daniel.lueck (ä . t.)bs-aachen.de
Tel. 02402/12617 -14

Übrigens wurde von Blackbeard auch erwähnt, den Förster anzusprechen, kann sehr hilfreich sein. Initiative zeigen ist das Stichwort. Wer nicht fragt, bekommt keine Antwort.

Gruß Markus
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Waldfreunde
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Re: Eventankündigung: Wir kooperieren-Naturschutz und Geocac

Beitrag von Waldfreunde »

Zappo hatte mich gebeten, einen kleinen Bericht bei Jagd & Forst zu posten.

Den Bericht findet Ihr hier: http://www.geoclub.de/viewtopic.php?f=1 ... 50#p735350
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Zappo
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Re: Eventankündigung: Wir kooperieren-Naturschutz und Geocac

Beitrag von Zappo »

Waldfreunde hat geschrieben:Zappo hatte mich gebeten, einen kleinen Bericht bei Jagd & Forst zu posten.

Den Bericht findet Ihr hier: http://www.geoclub.de/viewtopic.php?f=1 ... 50#p735350
"Kleiner Bericht" ist gut :D :D :D Danke.

So am Rande interessieren würde mich mal die Frage, weshalb die Verantwortlichen nix gegen Caches per se haben, sondern sie nur gerne direkt am Wegesrand hätten. Gibts da ein Verständnis für die Leistung der Geocacher in Bezug auf Hinführen zur Natur u.ä ? Ist es denen recht, wenn -wie durchs Geocachen- viele Leute das NSG angucken und dementsprechend hoffentlich Naturverständnis erweckt wird?

Wenn ich mir die Diskussion ausserhalb von Schutzgebieten anschaue, wo es ganz oft um die Frage geht, ob die Dose überhaupt geduldet wird - wie wenn sowas stören würde :kopfwand:

Vielleicht entsteht da sogar eine Hilfe daraus - so nach der Art: Die Leute vom NSG wollen, daß Cacher dieses besuchen und drin was lesen, also muß auch Jagd/Forst die ausserhalb liegende Dose dulden :D

Z.
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