Diese Website existiert nur weil wir Werbung mit AdSense ausliefern.
Bitte den AdBlocker daher auf dieser Website ausschalten! Danke.

Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Lost places wie Industrieruinen und alte Bunker

Moderator: nightjar

Benutzeravatar
kohlenpott
Geowizard
Beiträge: 2301
Registriert: Mo 22. Mai 2006, 18:53
Wohnort: Kohlenpott

Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von kohlenpott »

RSKBerlin hat geschrieben:
kohlenpott hat geschrieben:Ich frage mich sowieso immer häufiger, wofür da überhaupt ein Cache rein muß. Wen ein LP interessiert, der kommt auch so an die nötigen Infos...
Vielleicht machst Du einfach mal Urlaub in Cottbus, in Magdeburg oder in Stralsund und guckst Dir an, was hier in der Gegend - völlig legal und eigentlich ohne jemanden zu stören (wenn! man sich denn unauffällig verhält) - geht. Ich denke, Du wärst a) überrascht und würdest b) die Diskussion noch besser verstehen.
Aber genau das ist doch das Problem! Du wirst es nie schaffen, dass sich die heutige Cachermeute entsprechend verhält! Es sind zwar nur ein paar Prozent aber in absoluten Zahlen werden die Chaoscacher immer mehr. Und da hilft nur konsequentes vermeinden von LP-Dosen. Sonst wird es immer weniger öffentlich zugängliche LPs geben und Du kriegst dann irgendwann auch keine mehr beim Reviewer durch! Klar, bei euch in der Pampa wo keine Menschen/Cacher wohnen ist das Problem noch nicht so akut wie hier aber irgendwann wird auch bei euch die Archivkeule kreisen. Nur eine Frage der Zeit. :(

Achja, um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Ich bin absoluter LP-Fan und habe die Caches früher (TM) gerne gemacht. Aber die Zeit ist einfach vorbei, es ist besser man läßt die LPs unbedost und genießt sie so, wie sie sind und hoffentlich lange bleiben...
Benutzeravatar
radioscout
Geoking
Beiträge: 24702
Registriert: Mo 1. Mär 2004, 00:05
Wohnort: Aachen

Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von radioscout »

Fadenkreuz hat geschrieben: Mit dem Artikel wird sich nichts ändern. Der beste Schutz einer Location ist es, wenn sie cachefrei bleibt.
+1

Und wenn doch ein Cache rein "muß": man kann auch mit einfach erreichbaren und einfach findbaren QtA durch ein Gebäude führen und eine Geschichte erzählen. Und zwar so, daß man nirgendwo klettern muß. Dann können auch einzelne Cacher den Cache finden und benötigen weder auffällige Ausrüstung noch ein großes Cacherrudel zum Lösen schwieriger Aufgaben.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)
Benutzeravatar
Kurmainzer
Geocacher
Beiträge: 83
Registriert: Mo 19. Jan 2015, 16:36

Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von Kurmainzer »

RSKBerlin hat geschrieben:Falls Ihr bei Euch LPCs bei Euren Reviewern nicht durchbekommt, dann habt Ihr Eure Reviewer wohl sauergefahren. Hier bei uns gibt es damit überhaupt keine Probleme. Aber das Konzept "höfliche Kommunikation in Verbindung mit wahrheitsgemäßer und sachlicher Sachverhaltsschilderung" scheint in manchen Kreisen leider unbekannt zu sein. Und Mark, das stimmt einfach nicht. In Mitteldeutschland werden ständig neue LPCs gelegt und relativ problemlos freigeschaltet. Aber wir haben hier auch noch Locations, die solche Caches hergeben. Insofern kann ich die offensichtliche Verwirrung der westdeutschen Diskutanten hier auch ein wenig verstehen...
Es gibt sicherlich mehrere Gründe, warum westdeutsche Reviewer sich kleinlicher anstellen als die im Osten; teils mit vorauseilendem Gehorsam eher ablehnen als durchwinken (siehe nur das Beispiel mit dem eigenen Geochecker: https://forum.geoclub.de/viewtopic.php?f=115&t=76746).
Einige der Wessi-Reviewer scheinen leider der Realität entrückt und sehen sich weniger als Teil der cachenden Gemeinde, sondern als willfährige Gehilfen (Lakaien) von G$.
Sicherlich gab es in der Vergangenheit auch viele, viele Caches, wo Reviewer hinters Licht geführt wurden und fälschlicher Weise Sachen abnickten, die sie gleich hätten archivieren oder gar nicht freischalten dürfen.
Die Bevölkerungsdichte im Westen dürfte einmal mehr zu Problemen führen, als im Osten. Was hier "Lost Place" ist, befindet sich oftmals in Nähe von Wohnbebauung oder führte auch schon ohne Geocaching zu Problemen: Stress mit den Anwohnern, Begegnungen mit der Polizei, Ärger mit den Pächtern/ Besitzern; Graffiti-Künstler, destruktive Kids, Paintball- und Softair-Battles, bishin zu Altmetalldieben, die dafür auch Wände aufstemmen.
Wenn ich alleine überlege, wieviele Kasernen es zu Zeiten des Kalten Kriegs in Westdeutschland gab und wie wenige davon noch in Betrieb sind - der Rest wurde durch Konversionsprojekte komplett umgepkrempelt: entweder privatisiert oder platt gemacht. Ehemalige Industrieruinen sind meist ebenso abgerissen oder einer anderen Nutzung zugeführt.
Als "Lost Place" gilt hier teilweise schon eine ausrangierte Maschine, ein altes Trafohäuschen oder eine nicht mehr genutzte Autobahnauffahrt. Das ist leider nicht vergleichbar mit "Stadt im Wald", den "Heilstädten Beelitz" oder den Ruinen von Prora.

Dennoch - die Probleme mit Cachern sind auch hier die gleichen.
Die Gruppe "Platz da - jetzt komm ich!" ist auch im Westen leider ebenso vertreten, ergänzt um die Fraktion "Wir machen eine 20 LPCs an einem Tag Challenge", wie auch die Teams, die in Kompaniestärke einfallen.

Unterhaltung wird bitte auf dem Silbertablett serviert - kostenfrei und jederzeit verfügbar.

"Ich ziehe los, weil ich LPCs gut finde und mit den Bannern mein Profil schmücke. Ich scheiß auf Kalender und sonstige Owner-Wünsche - Geocaching ist für alle da! Wer meint, was anderes im Listing schreiben zu müssen und sich nachher über unseren Auftritt beschwert, bekommt einen NA-Log on top! Der Cache muss MIR dienen. Wenn dem Owner das nicht passt oder der Cache durch unsere Aktivitäten verbrennt, hat der Owner selber schuld. Hätte da ja keinen legen müssen!"

So oder so ähnlich denken leider auch einige der Cacher im Westen. Das hat dann auch nicht unbedingt etwas mit Lost Places zu tun - das wird bei anderen Caches auch so gehandhabt - vom Leitplankentradi (D1/T1) bis zur handgeschnitzten Elfenbeintruhe des mit 1.234 FPs ausgezeichneten Mystery-Multis (D5/T5).

Traurig. Ist aber so.
Benutzeravatar
Fadenkreuz
Geoguru
Beiträge: 3062
Registriert: Mi 12. Sep 2012, 08:37

Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von Fadenkreuz »

RSKBerlin hat geschrieben:aber sie sind nicht das einzige Problem.
Eine Seite, die sich auf die Fahne geschrieben hat, dass sie die Rechtslage erklären wolle, sollte nicht schon ganz zu Anfang eine Fehlinformation wie "betritt man als Gruppe ein leerstehendes Gebäude, greift schon § 124 StGB" verbreiten. Den Rest des Artikels lese ich mir vielleicht später mal durch, obwohl ich wenig Hoffnung auf eine korrekte Darstellung der Rechtslage habe.
RSKBerlin hat geschrieben: Und an das Märchen vom guten Urbexer glaubt auch nur jemand, der auch an die Parkbanktradifee glaubt.
Ja, mag sein, dass auch unter Urbexern Chaoten ihr Unwesen treiben. In einem LP war mal "Urbexing rulez" an die Wand geschmiert.
Benutzeravatar
Zappo
Geoguru
Beiträge: 8000
Registriert: So 29. Jan 2006, 10:12
Wohnort: Schröck bei Karlsruhe

Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von Zappo »

radioscout hat geschrieben:Und wenn doch ein Cache rein "muß": man kann auch mit einfach erreichbaren und einfach findbaren QtA durch ein Gebäude führen und eine Geschichte erzählen. Und zwar so, daß man nirgendwo klettern muß. Dann können auch einzelne Cacher den Cache finden und benötigen weder auffällige Ausrüstung noch ein großes Cacherrudel zum Lösen schwieriger Aufgaben.
Auch ein Aspekt.

Bei Stationen, die das Erklettern des Schornsteines oder das Erreichen des zweiten Stocks ohne Treppe voraussetzen, ist es schwer, Unauffälligkeit zu fordern - egal, was für Klamotten die Leute anhaben. In LPs habe ich normalerweise den Foto um und die Hände in den Taschen. Fürs Cachen wollte ich von diesem Verhalten eher wenig abweichen.

Wem das zuwenig Kitzel ist, soll einfach sein Kopfkino einschalten*. Wenn er sowas hat. Als "Schatten" in Locations auftauchen, unbemerkt irgendwo was ablesen und als Schatten unbemerkt wieder zu verschwinden ist MIR Challenge und Erlebnis genug. Wer natürlich mit Kind und Kegel in Masse einläuft, im Innenhof wegen des schlechten Empfangs auf seinen Provider schimpft, im Erreichen der Station eher nur die technisches Hindernis sieht und voll der Meinung ist, "ich DARF das, was ich hier mache", der hat sich DIESES Reizes schonmal beraubt.

Ob das die beste Geschichte ausbügeln kann, bin ich noch am Rätseln :D

Gruß Zappo

*Schon die einfache verinnerlichte Vorstellung: "Wenn ich erwischt werde, muß ich mit Cachen aufhören - sofort und für immer" verleiht manchem Standardcache schon ein wenig mehr Pfeffer.
------------------------------------------
"Wer schneller lebt, ist früher fertig"
Benutzeravatar
mattes + paulharris
Geomaster
Beiträge: 773
Registriert: Di 31. Aug 2004, 19:21
Wohnort: Dortmund

Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von mattes + paulharris »

Auf dieser verlinkten Seite steht nichts als Mumpitz!
Gesetzestexte wild zusammenkopiert und vollkommen falsch interpretiert / erläutert.

Ach ja, ich mag eigentlich lost places zum cachen und fotografieren. Aber das unbekümmerte duch die Gegend getrampele vieler Mitcacher ohne Rücksicht auf Verluste ist mir auch schon häufiger unangenehm aufgestoßen.

PaulHarris
Bild
Benutzeravatar
JR849
Geowizard
Beiträge: 2082
Registriert: Sa 18. Nov 2006, 23:16
Kontaktdaten:

Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von JR849 »

Je mehr Cacher desto mehr Probleme, das ist allgemein bekannt. Artikel im Geocaching-Magazin http://wampenschleifer.de/neues/sa-1403 ... -wie-bolle helfen dabei wenig, aber vielleicht würden die ja auch einen Artikel "Wie verhalte ich mich korrekt beim LP-Cachen" drucken, dann wären zumindest einmal die Käufer von Printmedien informiert. ;)
Paus-online
Geocacher
Beiträge: 198
Registriert: Do 16. Jul 2009, 23:57
Wohnort: Bad Sobernheim

Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von Paus-online »

Eigentlich sollte man sich als Owner bewusst sein, dass man mit dem Legen eines Caches Verantwortung übernimmt. Verantwortung für die Location und für die Konsequenzen, die der Einfall mehr oder minder großer Zahlen von Cachern dort hat.

Wenn man dann feststellt, dass die Location den Cache nicht (mehr) aushält, dann hat man genug Möglichkeiten (zu denen ich die Einrichtung eines Kalenders nicht zähle), die Zahl der Besucher zu verringern, angefangen bei der Umgestaltung des Caches, der Veröffentlichung auf einer anderen Seite oder gar dem vollständigen Verzicht, ihn auf irgendeiner Plattform zu publishen und z.B. nur durch Mundpropaganda bekannt zu machen.

Genau den gegenteiligen Effekt hat es natürlich, wenn der Owner die Caches in seinem Blog bewirbt, am Final durch Bereitstellung alkoholischer Getränke zur Spontanparty einlädt oder ein Cache im Geocaching-Magazin breitgetreten wird.

An der Tatsache, dass eine immer größere Anzahl Idioten unter den Geocachern ihr Unwesen treibt, wird sich wohl nichts ändern lassen. Also finde ich den Ansatz, die Cacher über ein angemessenes Verhalten an Lost Places aufzuklären zwar nicht schlecht, aber für die Lösung des Problems für ziemlich wirkungslos.

Und bevor eine entsprechende Bemerkung dazu kommt: Es ist richtig, dass ich meines Wissens keinen eurer Caches besucht habe. Außerdem hält sich die Anzahl der von mir in den neuen Bundesländern gefundenen Geocaches in Grenzen. Für den Fall ist das aber irrelevant. Tatsache ist: Ihr habt Caches gelegt, die anscheinend Besucherzahlen eines kleinen Freizeitparks generieren sollen. Und jetzt, wo ihr sie habt, beschwert ihr euch über die Auswirkungen des Ansturms. Und die Bereitschaft, etwas daran zu ändern, beschränkt sich nur auf Maßnahmen, die die Besucherzahlen nicht verringern...
Sillytoppi
Geocacher
Beiträge: 227
Registriert: Sa 10. Mär 2012, 09:45
Wohnort: Westmünsterland

Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von Sillytoppi »

Paus-online hat geschrieben:...oder ein Cache im Geocaching-Magazin breitgetreten wird.
Meines Wissens sind die im Geocaching Magazin beschriebenen LP bereits archiviert. Soll aber nicht heißen, dass die vorher oder nachher nicht überrannt waren/werden. Die Caches selbst existieren jedoch nicht mehr.
Benutzeravatar
Zappo
Geoguru
Beiträge: 8000
Registriert: So 29. Jan 2006, 10:12
Wohnort: Schröck bei Karlsruhe

Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von Zappo »

Paus-online hat geschrieben:….An der Tatsache, dass eine immer größere Anzahl Idioten unter den Geocachern ihr Unwesen treibt, wird sich wohl nichts ändern lassen...
Ohne jetzt ein Lamento über den Untergang des Abendlandes anzustimmen - die Idioten werden ÜBERALL mehr. Was mir mittlerweile in Hobby und Beruf so als völlig danebenes Verhalten begegnet, lässt einen manchmal nur noch den Unterkiefer runterhängen. Und was man erklären muß - unbegreiflich.

Warum soll es da bei den Urbexern anders sein? ALLE leiden unter den Quereinsteigern, die einfach mitmachen, ohne durch "belehrende Hände" in Form von Sozialisierung durch Hobbykollegen gegangen zu sein.

Gruß Zappo
------------------------------------------
"Wer schneller lebt, ist früher fertig"
Antworten