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 Betreff des Beitrags: Dialog zum Thema Naturverträgliches Geocaching
BeitragVerfasst: Di 19. Jan 2010, 19:17 
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Antwort und Gesprächsangebot auf Thread viewtopic.php?f=105&t=41418&start=0

Hallo liebe Leserinnen und Leser.

In den zurückliegenden Jahren haben wir (DWJ) immer wieder mal zu hören bekommen, dass wir uns nicht zum Sprachrohr für die Geocachingszene erklären sollen.

Auch zum jetzigen Zeitpunkt kommt diese Forderung anlässlich der gemeinsamen Erklärung von Deutschen Wanderverband mit Deutscher Wanderjugend und Gerätehersteller Garmin zum Thema „Naturverträgliches Geocaching“ auf. (http://www.garminonline.de/outdoor/geocaching/naturvertraeglich/index.php und http://wanderverband.de/Positionspapier_Naturvertragliches_Geocaching_12_1_2010.pdf)

Ich weiß gar nicht, wie oft schon klar und deutlich lesbar kommuniziert wurde: Wir wollen kein Sprachrohr oder Vertreter sein, wir sagen das auch überhaupt nicht (z.B. http://www.ksmichel.de/?p=765 bzw. bitte Forensuche oder Suchmaschine benutzen)! Es wird munter weiter behauptet – allerdings nur noch von einigen wenigen Personen übrigens. Nun gut…


Inhaltlich:
Wie man vielfach hier im Forum oder in Blog(kommentaren) lesen kann, scheint inhaltlich das Papier wohl weitestgehend in Ordnung zu sein. Kunststück, das allermeiste gibt gesetzliche Regelungen und/oder vom Geocacher als OK angehakte Nutzungsbedingungen wieder, die zudem selbstverständlich sein müssten.

Warum also so ein Papier? Das ist wie mit den Parkgeboten und Geschwindigkeitsbegrenzungen, das ist auch alles festgeschrieben, aber nicht wenige verstoßen leider dagegen. Sensibilisierung tut Not!


Geocaching ist gewachsen. Je mehr Geocacher, desto mehr „schwarze Schafe“ gibt es dann auch in diesem Hobby. Warum sollte das – statistisch betrachtet – anders sein, als z.B. bei Kanuten, Mountainbikern oder Höhlengängern usw.? Eine allgemeine Verunglimpfung _der Geocacher_ findet im Übrigen durch das Papier nicht statt.

Eigentlich besteht beim Geocaching konzeptbedingt über die Schatzversteckdatenbanken sogar ein supergutes Rückmeldeinstrument, was es in anderen Sportarten so nicht gibt! Das Logbuch!

Die Selbstkontrolle der geocachenden Naturnutzer könnte schnell und effizient ebenjene „schwarze Schafe“ outen (wenn denn der Wille eines jeden einzelnen dazu da ist), um ein sauberes Hobby voranzubringen. Brecht ggf. die Suche ab, wenn vom Owner vehement gegen Gesetze oder Richtlinien verstoßen wird und loggt das auch. DAS würde dem Hobby wirklich helfen und der „Gegenseite“ so manches Argument rauben!


Zum Argument: Warum positioniert sich der Deutsche Wanderverband in dieser Sache, wo er doch so gar nichts von Geocaching versteht? Ist er überhaupt „zuständig“?

Die Naturschutzwarte der Wandervereine vor Ort schauen – wie andere Naturschutzorganisationen natürlich auch – genau auf alle externen Entwicklungen, die den Naturschutz tangieren können. Sei es bei Pilze- oder Mineraliensammlern, Crossmountainbikern, Hobbytierforschern, Skifahrern, Kletterern usw.

Aber auch z.B. bei Planungen für Windkraftanlagen, die – bei aller Sinnhaftigkeit – durchaus schon mal das Landschaftsbild oder Vogelfluglinien gehörig stören können, werden sie sich melden. Als sog. Träger öffentlicher Belange werden sie dazu sogar behördlicherseits aufgefordert, entsprechende Stellungnahmen abzugeben.


Noch eine geäußerte These: „Wandervereine hätten nichts mit Geocaching zu tun.“
Mal überlegen: Geocacher laufen ähnlich wie die Wanderer durch Feld, Wald (dank Betretungsrecht) und Flur über Wege zum Ziel. Die Wanderer zur schönen Aussicht und zum Ausflugslokal, die Geocacher zum Schatzversteck und ggf. auch zum Ausflugslokal.

Ach ja, und das u.a. auf 200.000 km Wanderwegen, die durch enorme, ehrenamtliche Arbeit der Wegewarte der Wandervereine aufrechterhalten und zur Besucherstromlenkung markiert werden, damit sich möglichst keiner ins Nirwana verläuft und dabei ggf. die Natur schädigt.

Die Methode Geocaching wird – nicht nur – von Wandervereinen als Instrument zur Umweltbildung eingesetzt (der Nabu bspw. macht per Geocaching auf schützenswerte Streuobstwiesen aufmerksam uvm.). Geocaching ist also eine sinnvolle Ergänzung zu anderen naturkundlichen Wanderformen und besonders für Kinder, Jugendliche und junge Familien einsetzbar.

Und noch etwas zum Selbstverständnis:
Der ADAC (ein automobiler Verband) inseriert und plakatiert auch jedes Jahr vor Einschulung der ABC-Schützen, das langsam und rücksichtsvoll gefahren werden soll, obwohl das allgemein hin wirklich jedem Autofahrer bekannt sein sollte. Ist der ADAC dafür „zuständig“?

Zur Verbreitung über DPA & Co.: Nun, die DPA hat die Information über Naturverträgliches Geocaching aufgenommen und damit haben es (automatisch) andere Medien (un)gekürzt wiedergegeben.

Welcher sinnvolle Verbreitungskanal sollte sonst gewählt werden, um die vielen geocachenden Naturnutzer zu erreichen?
Das Geoclub-Forum? Es ist (moenk, bitte verzeih) nun wirklich nicht die gleichverteilte Repräsentanz aller Geocacher in Deutschland. Es gibt eine Menge Geocacher, die nicht forenaffin sind oder die thematischen Blogs lesen, dieser Personenkreis würde nicht angesprochen werden.

Die Nutzer von Opencaching.de? Nun, dann würden alle deutschen Nutzer der weltgrößten Schatzversteckdatenbank nicht erreicht werden. Wäre einigen bestimmt auch nicht Recht.

Dann gab es noch die These, dass es das Ziel von DWV/DWJ sei, dass man nur als Mitglied „mitreden“ dürfe. Oder das der Wanderverband auf Groundspeak rumhaken wolle, weil angeblich nicht genug in Sachen Umweltschutz getan wird oder dann noch der konstruierte Zusammenhang mit Ehrennadeln und Wandervereinsmitgliedschaften (viewtopic.php?p=657490#p657490) bzw. der vermutete Seitenhieb auf Groundspeak (viewtopic.php?p=657737#p657737)

Einer schrieb auch über spaxschraubende Wegemarkierer, dabei gibt es nicht nur innerhalb unseres Verbandes schon lange praktizierte Lösungen zur Befestigung von Wegemarkierungszeichen (per Holzdübel oder umweltverträglicher Kleber, statt Metallschraube, weil der Holzstamm forstwirtschaftlich betrachtet sonst wertlos wäre durch die autom. Aussortierung durch den Metalldetektor im Sägewerk).

Oder der Vorwurf, dass eine Instrumentalisierung durch Garmin und DWV/DWJ erfolgen würde (viewtopic.php?p=658354#p658354)

Oder dass Garmin sogar geocaching.com bzw. opencaching.de übernehmen wolle…
http://austrian-reviewer.blogspot.com/2 ... er+Blog%29
bzw. viewtopic.php?f=52&t=41507

Vermutetes Strategieziel von Garmin, Monopolstellung in Sachen Geocaching zu erreichen...

Ohje… Das wird hier nicht weiter kommentiert. (Ich hab da noch die Geocaching-Weltherrschaftsvermutung von vor ein paar Jahren in Erinnerung --> Forensuche!)


In Blog(kommentaren) oder auch hier im Forum habe ich ein paar gute Beiträge und Ideen gelesen:

U.a. von Carnosaurus: "...Owner: bitte *vernünftige* Hints und Spoiler! Das würde evtl. die Auswirkung in der Natur auch beträchtlich minimieren."
Da gibt es nichts hinzuzufügen! (viewtopic.php?f=9&t=38447)

Oder von den Usern „feinsinnige“ bzw. „Bursche“: viewtopic.php?p=657731#p657731
(besonders ab: "Selbst wenn Garmin Opencaching.de noch heute übernehmen könnte ...")
bzw.
viewtopic.php?p=657973#p657973
viewtopic.php?p=657977#p657977
viewtopic.php?p=657848#p657848


Zum Schluss:
Ich glaube, es gibt Möglichkeiten, gute Wege für einen gemeinsamen Dialog auf vielen Ebenen (Kommune, Forst, Nationalparke, Wandervereine usw.) zu beschreiten.

Nun möchte und hat die Geocachingszene eben keine gemeinsame Interessenvertretung, wie es sie sonst bei sehr vielen Sportarten in Form von Vereinen oder Dachverbänden gibt. Das ist auch völlig ok. Es macht den Dialog zwischen (behördlichen) Naturschutzaktiven und Geocacherszene nicht einfacher, aber nicht unmöglich.

Andererseits – behaupte ich – sind eine Menge Geocacher selbst Naturschutzaktive. Also sollten wir die gemeinsamen Interessen identifizieren und einen Konsens finden, damit eben Naturverträgliches Geocaching raumgreifen kann. Ein Dialogbeginn kann durchaus hier im Forum sein, weitere Wege zur Beteiligung in gleicher Augenhöhe werden sich finden

Schaden kann diese Strategie doch wohl keinem, oder sehe ich das falsch?

Herzliche Grüße
Jörg Bertram
Geschäftsführer
Bundesgeschäftsstelle
Deutsche Wanderjugend
Wilhelmshöher Allee 157
34121 Kassel
Telefon 0561/400498-0
Telefax 0561/400498-7

http://www.wanderjugend.de
http://www.jugend-wandert.de

_________________
Wer einen Schreibfehler findet, darf ihn behalten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialog zum Thema Naturverträgliches Geocaching
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 03:51 
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Beiträge: 4032
Wohnort: Germany
Schaden tut es, wenn Geocaching noch weiter in die Presse gepusht wird.
Denn egal was derzeit passiert, es bleiben die negativen Töne im Vordergrund. Siehe auch die Presseresonanz auf dieses Positionspapier.
Und selbst es nicht negativ ist: Geocaching verträgt kaum noch mehr neue Cachers. Daher ist es schädlich, mehr neue Cacher anzulocken als schon so durch Mundpropaganda (und gut betreut) dazustoßen.
Sollen die Leute doch GPS-Mission spielen oder meinetwegen Tourenwandern.

Wie gut die Medienreklame den "behandelten" CAches tut sieht man doch hier in Rhein-Main zu genügen. Kaum wird ein Cache -ggf. auch mit Zustimmung des Owners- in der Presse vorgestellt, da ist er auch schon gemuggelt...

_________________
-jha-
--
"Und wenn sie Dich morgen fragen ob Du einen Mysterie suchen willst: Sag einfach nein!" (t.m.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialog zum Thema Naturverträgliches Geocaching
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 04:46 
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Beiträge: 1542
Wow, ein ziemlich langes Statement für so eine "kleine Sache"! :roll:
DWJ_Bund hat geschrieben:
Brecht ggf. die Suche ab, wenn vom Owner vehement gegen Gesetze oder Richtlinien verstoßen wird und loggt das auch. DAS würde dem Hobby wirklich helfen und der „Gegenseite“ so manches Argument rauben!

Und auf die Punkte verzichten? So manchen Statistiker höre ich hier "Gehts noch?" schreien. :/
DWJ_Bund hat geschrieben:
Der ADAC (ein automobiler Verband) inseriert und plakatiert auch jedes Jahr vor Einschulung der ABC-Schützen, das langsam und rücksichtsvoll gefahren werden soll, obwohl das allgemein hin wirklich jedem Autofahrer bekannt sein sollte. Ist der ADAC dafür „zuständig“?

Die Plakate hängen überall, sprich, es erreicht beinahe jeden Autofahrer (mal abgesehen davon dass eine große Zahl der Bevölkerung Auto fährt).
Hängt einfach in die Nähe jeden Caches ein großes Schild und man kann sichergehen, dass es jeder Cacher sieht und damit auch mehr erreicht wird. Ein Positionspapier, irgendwo in der rauchigen Kammer zusammengeschrieben, von Garmin der Stempel draufgehauen und dank den Medien noch ausgeschlachtet, irgendwie nicht die feine Art den Cachern zu sagen, dass sie sich besser verhalten sollen.
DWJ_Bund hat geschrieben:
Welcher sinnvolle Verbreitungskanal sollte sonst gewählt werden, um die vielen geocachenden Naturnutzer zu erreichen?
Das Geoclub-Forum? Es ist (moenk, bitte verzeih) nun wirklich nicht die gleichverteilte Repräsentanz aller Geocacher in Deutschland. Es gibt eine Menge Geocacher, die nicht forenaffin sind oder die thematischen Blogs lesen, dieser Personenkreis würde nicht angesprochen werden.

Mit dem Positionspapier hat man weit mehr Muggels als Cacher erreicht, zumal es gezielt an die Presse ging. Vielleicht sind die damit neu rekrutierten Cacher (hach schön, ein neues Hobby) ja besser in Sachen Naturschutz und können uns jetzt tatkräftig unterstützen die Natur um die Dosen besser zu schützen.
Ihr wollt Cacher ansprechen? Dann sind die Foren, Blogs und der direkte Kontakt, beispielsweise auf Mega-Events, die bessere Lösung.
DWJ_Bund hat geschrieben:
Oder dass Garmin sogar geocaching.com bzw. opencaching.de übernehmen wolle…
http://austrian-reviewer.blogspot.com/2 ... er+Blog%29

Warum nicht gleich: "Dort steht, dass Garmin geocaching.com und opencaching.de gekauft hat!!!" Hört sich besser an und ist noch weiter weg von der eigentlichen Aussage im Artikel. :kopfwand:

DWJ_Bund hat geschrieben:
...Geocaching ist gewachsen. Je mehr Geocacher, desto mehr „schwarze Schafe“ gibt es dann auch in diesem Hobby. ...
...Schaden kann diese Strategie doch wohl keinem, oder sehe ich das falsch?...

Kann ich da einen Widerspruch erkennen? :irre:
Je mehr "Werbung", desto mehr Cacher (, desto mehr Deppen), desto mehr Dosen, desto mehr Spuren und Störungen im Wald, desto mehr Probleme. Den Rest habe ich weiter oben schon geschrieben. :zensur:
Ich will keinem verbieten mit Geocaching anzufangen, aber ich würde mich auch nicht mit einem Pressefuzzi treffen, auf einen "tollen Artikel" stolz sein und für Geocaching Werbung machen um noch mehr potentielle Naturverschandler, Fledermausstörer, Filmdosenwerfer und TFTC-Logger ins Boot zu holen.

Warum wurde dieses Positionspapier überhaupt "mit Garmin erstellt"? Braucht man für sowas einen Sponsor oder soll der Name in irgendeiner Weise die Cacher beeinflussen? Beim Positionspapier Schulwandern ging es doch auch ohne irgendwelche Firmen mit einzubeziehen, oder wollte Scout oder Herlitz nicht mitziehen?

Der Inhalt des Papiers ist nicht zu bemängeln, eigentlich ist es mehr die Art und Weise wie man hier die Cacher anspricht, wieder einmal alle Cacher über einen Kamm schert, keinen Cacher um seine Meinung gefragt hat und eigentlich nur Werbung für Garmin, die Wanderjugend und Geocaching gemacht hat.
:gott: Top Job, ganz toll gemacht!

_________________
Geocaching, oder die Suche nach der Tupperdose


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialog zum Thema Naturverträgliches Geocaching
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 09:28 
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-jha- hat geschrieben:
Und selbst es nicht negativ ist: Geocaching verträgt kaum noch mehr neue Cachers. Daher ist es schädlich, mehr neue Cacher anzulocken als schon so durch Mundpropaganda (und gut betreut) dazustoßen.
So richtig diese Aussage auch ist, so weltfremd ist sie auch. Geocaching wird immer beliebter und damit automatisch immer bekannter und somit gibt es immer mehr, die es wenigsten ausprobieren wollen.
Auf der anderen Seite möchte ich jetzt nicht wissen, wieviele Cacher massiv gegen die Presse sind und gleichzeitig auf jedes Megaevent rennen, die ja von der Umwelt überhaupt nicht wahrgenommen werden :roll: :roll: . Und die Megas schießen ja auch wie Pilze aus dem Boden :roll: .
Also bitte nicht nur auf die Presse schießen, auch die selbst verursachte Öffentlichkeitsarbeit mal beachten. Die ist nämlich oft auch nicht die Beste :/


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialog zum Thema Naturverträgliches Geocaching
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 09:40 
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Geoguru
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Ich messe Leute an ihren Taten und was sie mit denen erreichen, nicht an dem was sie behaupten erreichen zu wollen .

Und ich warte noch auf den Tag wo das was Jörg Bertram tut mit dem übereinstimmt was er behauptet zu beabsichtigen wo doch jede Aktion die publik wird das bewirkt was was er ja angeblich überhaupt nicht beabsichtigt. So ungeschickt kann eigentlich keiner sein.

Wenn der Wanderverband wirklich Geocacher hätte ansprechen wollen dann wäre der einzige zielführende und effektive Weg eine Kooperation mit Groundspeak gewesen um die Mitglieder von geocaching.com und opencaching.de direkt anzumailen.

_________________
We apologize for the inconvenience


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialog zum Thema Naturverträgliches Geocaching
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 10:52 
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Beiträge: 2889
Starglider hat geschrieben:
Wenn der Wanderverband wirklich Geocacher hätte ansprechen wollen dann wäre der einzige zielführende und effektive Weg eine Kooperation mit Groundspeak gewesen um die Mitglieder von geocaching.com und opencaching.de direkt anzumailen.

Du bringst es für mich auf den Punkt und ich möchte das mit meinen Worten kurz erklären.

Der eingeschlagene Weg auf Geocachern Einfluss zu nehmen war/ist zum scheitern verurteilt und das aus mehreren Gründen.

1) Ihr habt die bisherige Diskussion nicht weiter geführt, sondern seit petzen gegangen.
2) Ihr habt euer positives Image an eine Firma verkauft.
3) Ihr habt in dem Dokument bestehende Gesetzte so dargestellt und aufgeführt, als würden die Geocacher sie nicht beherzigen.

Wie fühlt man sich,

wenn man selber die Bereiche von Naturschutzgebiete besser kennt als die Naturschützer
wenn man alles versucht den Kommerz aus seinem Hobby zu halten
wenn man auf Events und Rudelcachen die Problematik Mensch und Natur greifbar zu machen

und muss so was in dieser Form lesen.

Es reicht einer um eine Pflanze zu zertreten, der Fledermaus die Reserven zu stehlen und das geschieht aus Unwissenheit, Ignoranz und leider auch aus Vorsatz. Die Minderheit, die das macht, erreicht ihr nicht mit so einer Veröffentlichung. Für die mit Vorsatz ist das eher ein Antrieb: jetzt erst recht. Die anderen sind sicher nicht aufgeklärter nach der Lektüre, weil sie den Zusammenhang mit ihren eigenen Taten nicht sehen.

Wenn ihr was erreichen wollt: Geht auf Events, lauft mit den Geocachern oder ladet die Geocacher zu euren Veranstaltungen ein. Verbalisiert die Sache und lebt es besser vor!

_________________
.
"Die fernunft siget!" (J.J.Hemmer 1790 Mannheim)
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 Betreff des Beitrags: Re: Dialog zum Thema Naturverträgliches Geocaching
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 11:56 
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Registriert: Mi 17. Mai 2006, 09:42
Beiträge: 739
Inhaltlich ist das Postionspapier höchstens in Detailfragen zu diskutieren, wobei fraglich ist, ob dies derzeit sinnvoll wäre. An anderer Stelle ist in diesem Forum zu lesen, dass ein ehrenamtlicher Naturschützer zum Oberreviewer wurde und (regional noch sehr begrenzt) über Caches "richtet".

Wir haben nun 2 Möglichkeiten, wir können weitermachen wie bisher und das Papier, dem wir inhaltlich nichts entgegen zu setzen haben, zerreden indem wir gegen die Verfasser hetzen, paranoide Verschwörungstheorien verbreiten und uns gegenseitig bemitleiden, dass das Geocachen nicht mehr so ist, wie vor 2/4/6/8 Jahren. (Das ist wohl davon abhängig, wer wann dazu kam.) Mit ziemlicher Sicherheit wird dies aber dazu führen, dass immer mehr Naturschützer zu Oberreviewern werden und dass zum Legen eines caches ein irgendwie geartetes "Genehmigungsverfahren" notwendig wird.

Die Alternative wäre eine Diskussion darüber, wie eine solche Entwicklung verhindert werden kann.

Scheinbar sind einige der Meinung, dies könnte durch Pressboykott, PMonly und ähnliche "Vertuschungsmaßnahmen" geschehen. Deren Meinung akzeptiere ich!

Diejenigen die diesen Weg für einen Irrweg halten, möchte ich ermutigen, sich an einer konstruktiven Diskussion zu beteiligen!

Wie können möglichst viele Geocacher sensibilisiert werden, sowohl beim Legen als auch beim Suchen so zu agieren, dass einerseits der Spaß erhalten bleibt, es andererseits aber zu weniger Konflikten mit anderen Interessengruppen, wie Naturschützern, Jägern, Landwirten und mit Behörden kommt?

Wie kann die "Gemeinschaft" selbst dafür sorgen, dass die schwarzen Schafe unter uns, die "Krawallcacher", die "Bombenverstecker", die "Umweltignoranten" etc. gebremst werden, bevor der Schaden irreparabel wird?


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialog zum Thema Naturverträgliches Geocaching
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 12:10 
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Geomaster
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Beiträge: 699
Wohnort: Noerdliche Hemisphere: Nizza des Nordens, Suedliche Hemisphere: Schoenster Hafen der Welt
Mal ne ganz bloede Frage:
Wer auch immer sich hier mit "den Geocachern" vorher ins Benehmen setzen sollte, an wen soll der sich wenden? GS, unsere "Pressestelle", einzelne Blogbetreiber, moenk, das Forum hier, oder alle user einzeln anschreiben... :irre:
Sorry, das ist alles nonsens. So lange wir uns nicht organisieren und damit einen oder zwei Ansprechpunkte haben, werden andere Organisationen bei uns reinspucken und claims auf vermeintlich unseren Feldern abstecken.
Ich weiss sehr wohl, wie schoen, die unentdeckte geheime Zeit war, aber daran haben alle mitgearbeitet, dass diese so nicht mehr existiert, sei es durch etliche Freunde zu infizieren, sei es durch Blogs oder andere Mediengeilheit.
Spaetestens wenn wir mit (irrwitzigen oder auch vernuenftigen) Verboten ueberzogen werden, schreit die Haelfte nach einer Interessenvertretung.
Weder der Gesetzgeber noch eine andere Organisation wird jeden einzelnen um Rat fragen, das ist Fakt. Was wollen die mit 20.000 unterschiedlichen Antworten. Monatelang sortieren um sich ein Bild zu machen? Oder hier 50 Seiten Thread text durchlesen mit allen OTs und Anfeindungen? Klasse Bild!
Sowas wird also immer wieder passieren, und seien wir froh, dass es nur die Wanderjugend war meinetwegen mit Garmin Logo. Das naechste Mal kann es der Jagdverband sein mit ganz anderen Zielen.
:kopfwand:
Wir liegen vielleicht mit Dosen weit vorne, aber was Organisationen angeht haben uns andere Laender weit abgehaengt.
just my 2 cent.

P.S. Ich kenne das Vorgehen von einzelnen Wanderverbaenden gegen Moutainbiker in den spaeten 80ern, da ist das hier ein Sturm im Wasserglas. Was meint Ihr warum sich unorganisierte MTBler zusammengeschlossen haben? Stichwort 2 m Regelung etc... Mit dieser Erfahrung ist mir der Ton des Papiers Wurscht.


Zuletzt geändert von Alpini am Mi 20. Jan 2010, 12:40, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Dialog zum Thema Naturverträgliches Geocaching
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 12:12 
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Beiträge: 2828
Kann mich KoenigDickBauch nur anschließen, es ist etwas anderes wenn gesagt wird: Geocacher müssen sich an dies und das halten (was indirekt nichts anderes heißt: sie (die Mehrheit) würde es bisher nicht tun) als wenn gesagt wird: Wir freuen uns das Geocacher in Sachen Naturschutz sensibilisiert sind, die Natur achten und wollen zukünftig Naturschutz und Geocaching noch enger zusammenwachsen lassen indem wir insbesondere für Neueinsteiger Aufklärungsarbeit leisten, bieten Informationsveranstalltung an, die nicht nur von Geocacher sondrn auch von der breiten Bevölkerung besucht werden können, um Natur und Naturschutz näher zu bringen.

Das läßt sich sicher besser formulieren, aber inhaltlich sollte ungefähr klar sein, wie man "für" oder "gegen" etwas Arbeit kann. Es sind nicht die weißen Scharfe, denen es gilt eines über den Deckel zu ziehen, sondern sie sind es, die es zu gewinnen gilt, um gemeinsam die schwarzen Scharfe vom weiß zu überzeugen.

_________________
Cachen mit Handy und PDA - das benutze ich:
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 Betreff des Beitrags: Re: Dialog zum Thema Naturverträgliches Geocaching
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 12:46 
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Beiträge: 342
Wohnort: Nahe Kassel
Hallo (, hier kommt eine umfangreiche Antwort).

JR849 hat geschrieben:
Wow, ein ziemlich langes Statement für so eine "kleine Sache"! :roll:

Nunja, manches könnte man (ich) auch kürzer schreiben, doch meine bisherige (Foren)Erfahrung zeigt, dass dann mit unter Mißverständnisse beim Leser aufkommen. Dann schreib ich lieber umfänglicher.

Und so klein finde ich die Sache nicht, schließlich schaut man an mancher (behördlicher) Stelle auf das (denen eher unliebsame) Hobby Geocaching. Der Schriftverkehr bzw. Anrufe (u.a. Anzeigenandrohungen, Abmahnungen mit Unterlassungsverpflichtungserklärung, Anrufe durch Polizeien, Naturschutzbehörden oder genervte Grunsdtückseigner) die bei uns in der Geschäftsstelle auflaufen, zeugen nun mal davon. Ich lade Dich gern ein, diese entgegenzunehmen und zu bearbeiten.

JR849 hat geschrieben:
...
DWJ_Bund hat geschrieben:
Brecht ggf. die Suche ab, wenn vom Owner vehement gegen Gesetze oder Richtlinien verstoßen wird und loggt das auch. DAS würde dem Hobby wirklich helfen und der „Gegenseite“ so manches Argument rauben!

Und auf die Punkte verzichten? So manchen Statistiker höre ich hier "Gehts noch?" schreien. :/

Deswegen schrieb ich:
DWJ_Bund hat geschrieben:
Die Selbstkontrolle der geocachenden Naturnutzer könnte schnell und effizient ebenjene „schwarze Schafe“ outen (wenn denn der Wille eines jeden einzelnen dazu da ist), um ein sauberes Hobby voranzubringen. Brecht ggf. die Suche ab, wenn vom Owner vehement gegen Gesetze oder Richtlinien verstoßen wird und loggt das auch. DAS würde dem Hobby wirklich helfen und der „Gegenseite“ so manches Argument rauben!


Ich kenne selber das Gefühl, kurz vor dem Ziel und dem Erreichen der Statistikpunkte festzustellen, dass man abbrechen und auf die Punkte verzichten muss. Wobei: Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass ich persönlich nicht so wirklich auf die Statistikpunkte aus bin, aber dennoch entäuscht bin, nicht den Schatz heben zu können.

Aber bsp. 30 Meter im NSG ins Unterholz zu laufen und einen Verstoß zu begehen, muss ich nicht haben. Und liegt es bei jedem selbst, wie er/sie sich verhalten möchte. Nur beschwert Euch dann nicht, wenn andere Gruppen (hier z.B. die NSG-Verantwortlichen) Alarm schlagen...

JR849 hat geschrieben:
...
DWJ_Bund hat geschrieben:
Der ADAC (ein automobiler Verband) inseriert und plakatiert auch jedes Jahr vor Einschulung der ABC-Schützen, das langsam und rücksichtsvoll gefahren werden soll, obwohl das allgemein hin wirklich jedem Autofahrer bekannt sein sollte. Ist der ADAC dafür „zuständig“?

Die Plakate hängen überall, sprich, es erreicht beinahe jeden Autofahrer (mal abgesehen davon dass eine große Zahl der Bevölkerung Auto fährt).
Hängt einfach in die Nähe jeden Caches ein großes Schild und man kann sichergehen, dass es jeder Cacher sieht und damit auch mehr erreicht wird. Ein Positionspapier, irgendwo in der rauchigen Kammer zusammengeschrieben, von Garmin der Stempel draufgehauen und dank den Medien noch ausgeschlachtet, irgendwie nicht die feine Art den Cachern zu sagen, dass sie sich besser verhalten sollen.

Du schreibst (für mich klingt das etwas verhöhnend), man möge Plakate in die Nähe der Caches hängen. Ich nannte Plakate und inserieren (bzw. gibt es auch Pressemitteilungen). Also wird über die Medien in fast jedem Jahr auf das Thema Zwecks (erneuter) Sensibilisierung hingewiesen.

Es wird auch nicht in rauchigen Kammern etwas entworfen. Seit mehreren Jahren wird in Naturschutzkreisen über Geocaching und dessen Auswirkungen gesprochen. In Fachzeitschriften und Internetseiten von Jagd, Forst, Naturschutz, Interessenverbänden wird (mehr oder weniger gut) über Geocaching geschrieben und diskutiert. So diskutieren u.a. auch unsere bundesweit verteilt tätigen Naturschutzwarte der Wandervereine über Chancen und Risiken.

Wir als DWJ arbeiten u.a. mit dem WWF (Ostseebüro) zusammen, um im Bereich "Küste" ebenfalls die Sensibilisierung hinsichtlich Naturschutz (im besonderen von Jugendlichen) voranzutreiben.

Übrigens JR849: Bitte prüf nochmal den Hinweis auf die gezielte Herausgabe an die Presse. (Das war die PM vom August 2009 als Reaktion auf das Medienecho wg. des Cacherevents mit der Höhlenrettung BaWü).

JR849 hat geschrieben:
...
Ihr wollt Cacher ansprechen? Dann sind die Foren, Blogs und der direkte Kontakt, beispielsweise auf Mega-Events, die bessere Lösung. ...

Nun, das tun wir seit Jahren über (hochfrequentierte) Geocaching.de (Naturschutzhinweise), bzw. hier allein im Geoclub kannst Du die Statements per Forensuche selbst recherchieren. In den Wandervereinen vor Ort werden bei Geocaching-Aktionen intensiv auf die Naturschutzbelange hingewiesen. Auf Mega-Events auszustellen fehlt uns leider das nötige Geld, wir würden liebend gern auch manche Jugendmesse als Aussteller bedienen, doch das ist mit unserem Budget leider nur arg begrenzt machbar.

Nicht an die große Glocke hänge ich (bisher), dass im Hintergrund so manche Vermittlung (auch) bei Naturschutzproblemen zwischen Owner und Beschwerdeführer stattfindet. Anscheinend muss ich es doch öffentlich mal kundtun...

JR849 hat geschrieben:
...
DWJ_Bund hat geschrieben:
...Geocaching ist gewachsen. Je mehr Geocacher, desto mehr „schwarze Schafe“ gibt es dann auch in diesem Hobby. ...
...Schaden kann diese Strategie doch wohl keinem, oder sehe ich das falsch?...

Kann ich da einen Widerspruch erkennen? :irre:

Bitte führe meine Aussagen nicht aus dem Zusammenhang gerissen an. Es sind zwei Aussagen aus unterschiedlichen Textbereichen.
Fakt ist: Geocaching ist gewachsen.
Meine These ist: Ein konstruktiv geführter Dialog (auf allen Ebenen wie beschrieben) ist allemal zielführender und sinnvoller, als "nicht reagieren" oder "weiter so" oder "Verweigerungshaltung".

JR849 hat geschrieben:
...
Warum wurde dieses Positionspapier überhaupt "mit Garmin erstellt"? Braucht man für sowas einen Sponsor oder soll der Name in irgendeiner Weise die Cacher beeinflussen? Beim Positionspapier Schulwandern ging es doch auch ohne irgendwelche Firmen mit einzubeziehen, oder wollte Scout oder Herlitz nicht mitziehen?

Der Inhalt des Papiers ist nicht zu bemängeln, eigentlich ist es mehr die Art und Weise wie man hier die Cacher anspricht, wieder einmal alle Cacher über einen Kamm schert, keinen Cacher um seine Meinung gefragt hat und eigentlich nur Werbung für Garmin, die Wanderjugend und Geocaching gemacht hat.
:gott: Top Job, ganz toll gemacht!

Nun, für Garmin ist es sicherlich wichtig, dass das schöne Hobby Geocaching von den Geocachern vernünftig und gesetzeskonform praktiziert wird. Die "Erfindung" der Freizeitbeschäftigung Geocaching hat Navigationsgeräteherstellern schließlich ein Marktsegment geschaffen. Kein Unternehmen möchte gern weniger Absatz haben.
Mal angenommen, wenn morgen am Tag eine total restriktive Gesetzgebung aufgrund negativer (Entscheider)Meinung über Geocaching das Geocaching unmöglich machen würde, würden zigtausende Geocacher kaum noch GPS-Geräte mehr benötigen.

Auf der einen Seite freut mich, JR849, dass inhaltlich das Papier nicht zu bemängeln ist. Wir (DWV/DWJ/Garmin) wissen, dass der Großteil der Geocacher vernünftig und sensibel handelt. Aber eben nicht alle. Und je mehr Geocacher es insgesamt gibt, umso mehr müssen Uninformierte und Unsensible Geocacher informiert und sensibilisiert werden, damit es eben nicht mehr Konflikte gibt. Das dient letztlich allen Beteiligten, oder sehe ich das falsch?

Zum Schulwandernpapier: Seit 50 (!) Jahren weisen Wanderverband und Wanderjugend auf die Bedeutung von Schulwandern hin. In den zurückliegenden Jahren wurde schon so mancher Kanal genutzt und mancher Kooperationspartner eingebunden. Diese zu begeistern ist in Zeiten knapper Marketingbudgets nicht leicht. Aber wenn Du einen guten Draht zu Scout oder Herlitz haben solltest, bitte hilf uns dabei...


Zu
Starglider hat geschrieben:
Ich messe Leute an ihren Taten und was sie mit denen erreichen, nicht an dem was sie behaupten erreichen zu wollen .

Und ich warte noch auf den Tag wo das was Jörg Bertram tut mit dem übereinstimmt was er behauptet zu beabsichtigen wo doch jede Aktion die publik wird das bewirkt was was er ja angeblich überhaupt nicht beabsichtigt. So ungeschickt kann eigentlich keiner sein.

Wenn der Wanderverband wirklich Geocacher hätte ansprechen wollen dann wäre der einzige zielführende und effektive Weg eine Kooperation mit Groundspeak gewesen um die Mitglieder von geocaching.com und opencaching.de direkt anzumailen.

Starglider, bitte konkretisiere Deine Aussage, damit ich sie konkret beantworten kann (Dein 2. Absatz).

Meine Antwort allgemein: Durch totschweigen wird sich die Situation nicht bessern.

Kooperation Groundspeak: Hm, je nachdem, wie sich das Hobby Geocaching weiterentwickelt (und ich persönlich hätte nicht mit einer solchen Rasanz gerechnet), kann das in der Tat eine Option sein, um den Naturschutz voranzubringen. Kontakte zu Groundspeak bestehen, daran soll es nicht liegen.

Zu
KoenigDickBauch hat geschrieben:
Starglider hat geschrieben:
Wenn der Wanderverband ...

Du bringst es für mich auf den Punkt und ich möchte das mit meinen Worten kurz erklären.

Der eingeschlagene Weg auf Geocachern Einfluss zu nehmen war/ist zum scheitern verurteilt und das aus mehreren Gründen.

1) Ihr habt die bisherige Diskussion nicht weiter geführt, sondern seit petzen gegangen.
2) Ihr habt euer positives Image an eine Firma verkauft.
3) Ihr habt in dem Dokument bestehende Gesetzte so dargestellt und aufgeführt, als würden die Geocacher sie nicht beherzigen.
...

Zu 1: Dialog: Mit wem konkret (bitte genau benennen)? Die größte Wahrscheinlichkeit, viele (forenaffine) Geocacher zu erreichen, ist m.W. der Geoclub. Und da haben wir (neben der Infoseite Geocaching.de) informiert und ich habe auch diskutiert (und verbale Prügel bezogen, hab aber ein dickes Fell :-) ).

Zu 2: Wir (DWV/DWJ) halten hinsichtlich Naturschutzsensibilisierung eine Zusammenarbeit mit dem Gerätemarktführer im Bereich der Geocacher für sinnvoll. Da gibt es nämlich Informationskanäle hin zu den (Neu)Geocachern z.B. über Publikationen von Garmin und deren Fachhandel. Genau dann erreicht man z.B. die Neueinsteiger und versorgt sie mit sinnvollen Informationen, damit sie nicht möglicherweise die immer gleichen Anfängerfehler machen.

Zu 3: Hm, offensichtlich persönliche Auffassungsache. Da steht z.B.
Zitat:
Das empfohlene Verhalten gilt als Hinweis für alle verantwortungsvollen Geocacher, die wir
zu einem Naturerlebnis im Einklang mit den Belangen des Naturschutzes ermuntern möchten.
Mit unseren Empfehlungen und Hinweisen möchten wir möglichst so viel Geocacher wie
möglich erreichen und sie motivieren, uns bei einem nachhaltigen Umgang mit der Natur zu
unterstützen.

Wie hättest Du es denn formuliert? Lass mal hören!

Auftritt auf Events: Wenn wir die personellen (ehrenamtlich als auch hauptamtlich) und finanziellen Ressourcen hätten, würden wir gewiß den direkten Kontakt suchen. Auch über Events. Denn da hast Du Recht, die persönliche Ansprache kann in solchen Fällen am meisten überzeugen.

Ich komme zum Schluss, könnte aber glatt noch mehr schreiben.

Ich halte fest: Inhalt des Papiers ist ok, aber Informationsweg in manchen Augen nicht ok?

Ok, dann last uns gemeinsam nach Methoden und Wegen suchen und sie praktizieren, damit es weniger Probleme gibt.

Herzliche Grüße
Jörg

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