Für die Rückkehr des Wolfes !

Blindmulch

Geocacher
Eines vorweg:
Ich bin voll dafür, das auch hier nach Deutschland der Wolf zurückkehrt.


Aber, wie käme oder kommt ein sich selbstbezeichnender " Naturfreund " damit klar ?
Könnten " Plastedosen-im-Wald-verstecker " ; Wanderer etc. damit leben ?

Wir kamen letztens beim gemeinsamen Mittagessen auf dieses Thema. Mein Alter Herr fing damit an, das er es faszinierend findet, wie doch der Wolf seinen Weg zurück in alte Gebiete findet. ( Und das aus dem Mund eines Menschen, der schon seit 37 Jahren zu den Grünröcken gehört ) Nun ist er aber auch zum Glück jemand, der nicht alles so eng sieht und auch Wanderer, Radfahrer, Hundebesitzer und sogar Cacher im Wald ( unser Eigentum ) duldet, solange alles im Rahmen und auf den Wegen bleibt.

Und dann kam nämlich die oben gestellten Fragen in ähnlicher Form !

Gruß, Ludger
 

adorfer

Geoguru
Blindmulch schrieb:
Aber, wie käme oder kommt ein sich selbstbezeichnender " Naturfreund " damit klar ?
Könnten " Plastedosen-im-Wald-verstecker " ; Wanderer etc. damit leben ?
Warum nicht.
Ich hätte auch nichts gegen die Rückkehr von Luchs und Braunbär.
Dann bräuchte es weniger Jäger und das Problem mit den "im Wald frei laufenden Hunden" würde sich auch schnell lösen.
 

SabrinaM

Geowizard
Warum sollte der Wolf ein Problem sein? Ich halte einen Wolf für weniger gefährlich für den Menschen als ein Wildschwein. Wenn ich wüsste, das ich in einem Wolfsrevier cache, hätte ich genausowenig Angst vor den Tieren wie ich im Harz oder in der Sächsischen Schweiz Angst vor den Luchsen dort habe. Ich wäre aber sehr aufmerksam, um eine Zufallsbegegnung (die ich für eher unwahrscheinlich halte) nicht zu verpassen.

(Im Revier eines Bären wäre ich vorsichtiger. Aber in anderen Gegenden funktioniert auch das, und ich sehe auch da erstmal kein Problem.)
 

Zappo

Geoguru
Blindmulch schrieb:
.......
Ich bin voll dafür, das auch hier nach Deutschland der Wolf zurückkehrt........

Ich erlaube mir mal den Luxus, aufgrund der Tatsache meiner Nichtinformiertheit über dieses komplexe Thema keine Meinung zu haben :D :D :D .
Bei Wildkatze und Luchs sieht es da anders aus - find ich gut. Ich weiß sogar, wo es welche hat bzw. öfters gesichtet wurden - geh aber da nicht hin. Die Bedingungen für die Besiedelung dürften aber nach meinem Kenntnisstand einfacher zu schaffen bzw. teilweise schon vorhanden sein - sieht beim Wolf wahrscheinlich anders aus.

Zappo
 

argus1972

Geowizard
Ich wäre sehr dafür.
In anderen Regionen funktioniert es anscheinend auch ohne größere Probleme.

Jedenfalls habe ich noch nie gehört, dass Gebiete in Osteuropa, in denen der Wolf noch heimisch ist, dank Angriffen auf Menschen plötzlich entvölkert wären.

Trotzdem wäre der Aufschrei in den umliegenden Siedlungen garantiert SEHR laut.

Der Mensch ist immer noch das furchterregendste Raubtier.
 

radioscout

Geoking
Ich würde mich über Wölfe und Luchse sehr freuen. Im NP Eifel soll es Wildkatzen und Luchse geben. Ich wäre sehr froh, wenn ich mal eines dieser scheuen Tiere sehen würde.

Der Mensch gehört AFAIK nicht zum Beuteschema von Wölfen , Wildkatzen und Luchsen.

Ich habe jedenfalls keine Angst vor diesen schönen Tieren.

Wenn die Anwesenheit von Wölfen dazu führen würde, daß Hundebesitzer ihre Hunde an der Leine führen, wäre das schon ein Grund, die Wiederansiedlung zu fördern.
 

quercus

Geowizard
angriffe auf menschen gab es noch nie, wenn man nicht gerade durch die verschneite weite der sibirischen tundra wandert und auf ein rudel hungrige wölfe stößt, passiert nie etwas. der wolf war immer nur nahrungs-konkurrent, nie feind. die geschichten sind nur entstanden, um den hass und die verfolgung zu schüren.

heute stellt der wolf keinerlei bedrohung, sondern nur eine bereicherung für unser land dar. auch in zukunft wird es maximal ein paar rudel in den weiten der östlichen wälder und ehemaligen militärflächen geben. für mehr ist einfach kein platz, der wolf ist kein kulturfolger, er meidet den menschen und ist sehr scheu. die warscheinlichkeit jemals einen zu sehen liegt bei quasi null prozent. da ist es schon warscheinlicher, dass man mal einen waschbär, marderhund oder ein seltenes muffeltier sieht.

die argumente der jäger sind zu 100% fürn arsch. sorry, aber da werden wieder die gleichen dinge auf den tisch gebracht, wie vor 300 jahren.

das der wolf auch haustiere reißt ist bekannt, wenn auch meist übertrieben wird. aber wir leben nicht mehr in der zeit, in der eine familie dem untergang geweiht ist, wenn sie ein paar stück vieh verliert. sagen wir mal, in deutschland werden pro jahr 300 schafe gerissen, dann ist das etwa ein schaden von 30.000 €. das ist nichts, wenn man das mal mit wildschäden durch schwein/hirsch/reh vergleicht, sind das echte nichtigkeiten.
außerdem bekommen die schäfer in den betroffenen gebieten die wolfsicheren zäune bezuschusst/komplett bezahlt. schäfer haben eh in den letzten 3000 jahren gelernt mit dem wolf zu leben :D

es sind immer die jäger und viel zu oft die sensationsgeilen journalisten, die die ängste in den köpfen der menschen schüren.

aber ein problem gibt es wirklich, dass kann man nicht von der hand weisen und war hier in brandenburg auch schon mal akut: wenn sich wölfe mit verwilderten haushunden paaren, entstehen bastarde, die unter umständen gefährlich werden können. das kommt aber fast nie vor. im brandenburgischen fall hatte der wolf nur noch drei beine. daher ist es notwendig, dass die rudel und populationen von naturwächtern und eigentlich auch jägern überwacht werden.

also, ich würde jedem wolf ein begrüßungsgeld zahlen, leider wird dieses noch viel zu oft von betonköpfen in blei ausgezahlt
 

quercus

Geowizard
eins noch: ich finde, die meisten NCs würden sehr an atmosphäre gewinnen, wenn man wüsste, dass es in dem entsprechenden gebiet wölfe gibt ;)
 
A

Anonymous

Guest
Schon mal was zum ansehen...
 

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Blindmulch

Blindmulch

Geocacher
quercus schrieb:
angriffe auf menschen gab es noch nie, wenn man nicht gerade durch die verschneite weite der sibirischen tundra wandert und auf ein rudel hungrige wölfe stößt, passiert nie etwas. der wolf war immer nur nahrungs-konkurrent, nie feind. die geschichten sind nur entstanden, um den hass und die verfolgung zu schüren.

heute stellt der wolf keinerlei bedrohung, sondern nur eine bereicherung für unser land dar. auch in zukunft wird es maximal ein paar rudel in den weiten der östlichen wälder und ehemaligen militärflächen geben. für mehr ist einfach kein platz, der wolf ist kein kulturfolger, er meidet den menschen und ist sehr scheu. die warscheinlichkeit jemals einen zu sehen liegt bei quasi null prozent. da ist es schon warscheinlicher, dass man mal einen waschbär, marderhund oder ein seltenes muffeltier sieht.

die argumente der jäger sind zu 100% fürn arsch. sorry, aber da werden wieder die gleichen dinge auf den tisch gebracht, wie vor 300 jahren.

das der wolf auch haustiere reißt ist bekannt, wenn auch meist übertrieben wird. aber wir leben nicht mehr in der zeit, in der eine familie dem untergang geweiht ist, wenn sie ein paar stück vieh verliert. sagen wir mal, in deutschland werden pro jahr 300 schafe gerissen, dann ist das etwa ein schaden von 30.000 €. das ist nichts, wenn man das mal mit wildschäden durch schwein/hirsch/reh vergleicht, sind das echte nichtigkeiten.
außerdem bekommen die schäfer in den betroffenen gebieten die wolfsicheren zäune bezuschusst/komplett bezahlt. schäfer haben eh in den letzten 3000 jahren gelernt mit dem wolf zu leben :D

es sind immer die jäger und viel zu oft die sensationsgeilen journalisten, die die ängste in den köpfen der menschen schüren.

aber ein problem gibt es wirklich, dass kann man nicht von der hand weisen und war hier in brandenburg auch schon mal akut: wenn sich wölfe mit verwilderten haushunden paaren, entstehen bastarde, die unter umständen gefährlich werden können. das kommt aber fast nie vor. im brandenburgischen fall hatte der wolf nur noch drei beine. daher ist es notwendig, dass die rudel und populationen von naturwächtern und eigentlich auch jägern überwacht werden.

also, ich würde jedem wolf ein begrüßungsgeld zahlen, leider wird dieses noch viel zu oft von betonköpfen in blei ausgezahlt

Nicht immer alles und jeden sofort über einen Kamm scheren, das ist Unfair. Mein Alter Herr ist wie gesagt auch Jäger, steht dem aber absolut positiv entgegen.
Von Ihm kam der Kommentar, das, wenn in unseren Wäldern Wölfe auftauchen würden, der Wald für alles und alle andere Verboten werden sollte !

Anders herum mein Schwiegervater. Kann alles, weiß alles und meint, Wölfe seien gefährlich, dieses insbesondere für Kinder ! Ein aufgeklärter Jetztmensch !

Gruß, Ludger
 

Zappo

Geoguru
Ich zitier mal was Lustiges

quercus schrieb:
.......im brandenburgischen fall hatte der wolf nur noch drei beine. daher ist es notwendig, dass die rudel und populationen von naturwächtern und eigentlich auch jägern überwacht werden.......

Hilft das gegen 3 Beine? :D :D :D

Nöh, im Ernst....

Vielleicht doch mal berücksichtigen, daß es nicht DIE Jäger gibt. Genausowenig wie DIE Cacher usw....Bisserl entspannter bitte. Danke.

Gruß Zappo
 

sax76

Geocacher
Um Gottes willen! Laut DJZ haben die Wölfe in diesem Jahr schon 18 !11!elf Schafe gerissen. http://www.djz.de/447,1675/. Wann sind wohl die ersten Kinder dran?
 
A

Anonymous

Guest
UM GOTTES WILLEN! Wir brauchen unbedingt Selbstschußanlagen um uns vor der Landplage noch schützen zu können. :irre:
 
Was heisst "Für die Rückkehr des Wolfes !"...
Kann man hier abstimmen? Werden Unterschriften gesammelt? :???:
Oder darf "der Wolf" auch einfach ohne unsere Zustimmung kommen? ;)
Wenn der im Odenwald wieder auftaucht schmeiss ich ne Party....
 

sax76

Geocacher
Sax76 schrieb:
Um Gottes willen! Laut DJZ haben die Wölfe in diesem Jahr schon 18 !11!elf Schafe gerissen. http://www.djz.de/447,1675/. Wann sind wohl die ersten Kinder dran?
um es noch mal klar zu sagen :D
http://www.youtube.com/watch?v=JAReq4WMmqI
 

arbalo

Geomaster
radioscout schrieb:
Ich würde mich über Wölfe und Luchse sehr freuen. Im NP Eifel soll es Wildkatzen und Luchse geben. Ich wäre sehr froh, wenn ich mal eines dieser scheuen Tiere sehen würde.

Der Mensch gehört AFAIK nicht zum Beuteschema von Wölfen , Wildkatzen und Luchsen.

Ich habe jedenfalls keine Angst vor diesen schönen Tieren.

Wenn die Anwesenheit von Wölfen dazu führen würde, daß Hundebesitzer ihre Hunde an der Leine führen, wäre das schon ein Grund, die Wiederansiedlung zu fördern.

kannst du mir mal erklären wieso du dich für die wiederansiedlung von "freien" wölfen einsetzt / befürwortest, seinen "bruder" den hund aber an der leine sehen möchtest?
 

quercus

Geowizard
da habt ihr mich falsch verstanden, natürlich will ich nicht alle jäger oder reporter über einen kamm scheren, ganz im gegenteil. ich versuche immer wieder zu betonen, dass eine einigung in welcher diskussion auch immer, oft vor ort im einzelgespräch klappen kann.

da habt ihr aus meinen text etwas herausgelesen, was ich so nicht meinte. es sind die argumente "der jäger" nicht "aller jäger" und es sind die "sensationsgeilen journalisten" die über die wölfe hier berichten, nicht alle reporter, die über wölfe berichten.

also, um es noch mal klar zu stellen: hier in brandenburg wird die diskussion ja recht leidenschaftlich geführt und da kommen nun mal die "böser wolf macht alles kaputt" argumente aus der jägerschaft. http://www.moz.de/index.php/Moz/Article/category/Bernau/id/309143. sowas ließt man halt immer wieder. da wird gemutmaßt und interpretiert bis zum geht nicht mehr. wenn der wolf wirklich so effektiv die rehwildbestände regulieren könnte, wäre wohl jeder förster dankbar. es wäre sehr viel billiger, den jägern die pacht zu streichen und noch wildfleisch zu schneken und dafür auf die kosten für zaunbau zu verzichten.

ihr müsst euch vorstellen, in unserem wahlkreis gibt es eine partei die heißt Bauern – Jäger – Angler (BJA) und die hatten in ihrem wahlprogramm, dass aus ca 12 punkten bestand, stehen: wiedereinführung der jagd auf den wolf :kopfwand:

das ist sehr mit der latent vorhandenen ausländerfeindlichkeit hier im osten zu vergleichen. wir haben hier die höchten wählerprozente für DVU, NPD und co und selbst bürger, die von sich selber behaupten aufgeklärt zu sein, lassen ihre ressentiment gegenüber menschen mit migrationshintergrund ständig durchscheinen. und das bei außländerquoten von 1-2%, man sieht und trifft (außer auf der straße) hier nie ausländer.
und wenn eine partei sich überlegt, mit einem thema wählerstimmen zu gewinnen, das sich gegen vielleicht 20 individuen richtet, sehe ich da klare parallelen, die mich oft erschrecken.
 

Zappo

Geoguru
quercus schrieb:
da habt ihr mich falsch verstanden, natürlich will ich nicht alle jäger oder reporter über einen kamm scheren, ganz im gegenteil. ich versuche immer wieder zu betonen, dass eine einigung in welcher diskussion auch immer, oft vor ort im einzelgespräch klappen kann.

da habt ihr aus meinen text etwas herausgelesen, was ich so nicht meinte. es sind die argumente "der jäger" nicht "aller jäger" und es sind die "sensationsgeilen journalisten" die über die wölfe hier berichten, nicht alle reporter, die über wölfe berichten.
.......
danke für Deine Klarstellung

zappo
 

radioscout

Geoking
arbalo schrieb:
kannst du mir mal erklären wieso du dich für die wiederansiedlung von "freien" wölfen einsetzt / befürwortest, seinen "bruder" den hund aber an der leine sehen möchtest?
Weil Wölfe keine inkompetenten Besitzer haben, die die schönen Tiere falsch erziehen oder sogar "scharf machen".

Erst kürzlich wieder:
Kinder spielen im Schnee, rennen herum. Hund ohne Leine kommt, rennt auf die Kinder zu, der Vater der Kinder schafft es gerade noch zu verhindern, daß schlimmeres passiert.
Unverschämter Kommentar des Hundebesitzers: "Mein Hund mag keine laufenden Leute und erst recht keine Kinder. Nehme Sie ihre Kinder weg". Dazu noch ein paar Beschimpfungen der übelsten Art.

Wie viele Menschen wurden von falsch erzogenen Hunden angegriffen?

Wie viele Menschen wurden von Wölfen angegriffen?


Ich habe nichts gegen Hunde. Aber ich habe etwas gegen Leute, die mit ihrem Hund nicht umgehen können und ihn zu einer Gefahr für die Allgemeinheit oder sogar absichtlich zu einer Waffe machen.
 
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