Laptop als GPS-Computer?

OHV-TZ-113

Geocacher
Hi Leute,

ich hab da mal eine Frage, bei der ich nicht weiter komme.

Ich habe eine sehr genaue Bluetooth-GPS-Maus, die ich derzeit mit dem N95 Nokia zum Cachen benutze. Bislang dachte ich, dass ja die Maus über die Genauigkeit entscheidet, aber das ist leider Unsinn, da der berechnende Computer - in diesem Fall das Nokia, letzten Endes den Ausschlag gibt. Ich hab also ein sehr genaues GPS und einen denkfaulen Computer.

Ich habe mir mal die Preise angeschaut, für die GPS-Geräte und denke mir so, dass die Dinger z.T. teurer sind, als ein sehr gut ausgestattetes Netbook, wie mein Samsung NC10.

Gibt es eine Software, die im Prinzip das Gleiche macht, wie die kleinen Handcomputerchen? So etwas muss es doch geben, also die Berechnungen vornimmt, Richtung angibt und solche Dinge? Mir ist klar, dass ich das nicht überall mitnehmen kann und will, aber mir gehts hier ums Prinzip.

Gibt es eine Software, die ähnliche Qualitäten wie die kleinen Handcomputer von Garmin & Co. hat und in der Lage ist, mit einer GPS-Mouse zusammen zu arbeiten?

Ich habe dieses GSAK ausprobiert, aber zumindest finde ich darin keine Möglichkeiten, mir die Richtung und Entfernung als Live-Screen anzeigen zu lassen.

Viele Grüße

OHV-TZ :hilfe:
 

team-noris

Geomaster
Wenn Du ernsthaft einen aufgeklappten Netbook durch den Wald schleppen willst und damit cachen gehen willst - gehen wird das schon irgendwie - Spaß wird es keinen machen. Ein Garmin Legend HCX kostet gerademal 140,- € und ist sicher besser geeignet.

GSAK ist ein Programm zur Verwaltung von Caches, nicht um sie zu Suchen.
 
OP
O

OHV-TZ-113

Geocacher
Hi,

wie ich schon schrieb, darum gehts mir nicht direkt.

Wenn Du ernsthaft einen aufgeklappten Netbook durch den Wald schleppen willst und damit cachen gehen willst - gehen wird das schon irgendwie - Spaß wird es keinen machen. Ein Garmin Legend HCX kostet gerademal 140,- € und ist sicher besser geeignet.

Aber wenn Du mal die Hardware vergleichst, dann sind 140 Euro ne ganz schöne Nummer, überleg mal, was alles in einem Netbook steckt und was das für Leistung hat.

Gruß

OHV-TZ
 

Kappler

Geowizard
Ansonsten gabs doch im Elekronik-Unterforum mal einen Thread zum Selbstbauen eines GPS-Geräts. Viel Spass beim Basteln!
Wenn es gut funktioniert, kannst du es ja auf den Massenmarkt werfen und viel billiger als Garmin verkaufen. Das wird ein Riesengeschäft!
 
OP
O

OHV-TZ-113

Geocacher
Ansonsten gabs doch im Elekronik-Unterforum mal einen Thread zum Selbstbauen eines GPS-Geräts. Viel Spass beim Basteln!
Wenn es gut funktioniert, kannst du es ja auf den Massenmarkt werfen und viel billiger als Garmin verkaufen. Das wird ein Riesengeschäft!

Es geht nicht um billiger und auch nicht um das GPS??? Nur um die Software für die Daten? Ich habe bereits einen guten GPS-Sensor und nen leistungsfähigen Computer, was mir aber fehlt, ist die Software zum Auswerten der Signale.

Denn auch so ein GARMIN-Teil ist nichts anderes als Sensor + Computer, aber eben zu nem saftigen Preis. Immer mal das Verhältnis sehen, was so ein Ding kostet.

Ich habe das Netbook im Rucksack eh immer dabei, würde aber eigentlich nur drauf zurückgreifen wollen, wenn mir das Nokia aufgrund der mangelnden Genauigkeit nicht weiterhelfen kann. Ich mag nicht noch ein Gerät kaufen, schon gar nicht in diesen Preislagen.

Ist das so schwer zu verstehen?

Gruß

OHV-TZ
 

imprinzip

Geowizard
Hallo OHV,
schwer zu verstehen ist das sicher nicht, nur wundere ich mich auch, dass du der Meinung bist, mit der Hardware-Lösung vernünftig cachen gehen zu können. Wenn du natürlich nur bei schönem Wetter und T1-2 cachen gehst, ist das sicher kein Problem - umständlich eben. Aber damit musst ja zum Glück nur du zurecht kommen. ;)
Wenn du mal den Cachewolf probierst, hast du alles drin. Verwaltung, Listing und Navigation.
Aber ich persönlich würde auch zu einer adäquateren Lösung raten.
Klar sind 140 euronen kein Pappenstiel, aber es ist eine lohnende Investition, wenn du öfter und vor allem länger und wetterunabhängiger cachen gehen willst.
 

Nojan

Geowizard
Na, wenns nur um die Software geht, schau mal hier ins Software-Forum, Stichwort Cachewolf oder versuch mal http://www.glopus.de. Cachewolf ist eine Komplettlösung fürs paperless-Caching, Glopus kann dafür mit Vektorkarten (OSM) umgehen. Ich habe beides auf meinem PDA, und das ist für mich optimal zur Vorbereitung und zur Annäherung an den Cache. Fürs direkte Suchen im Gelände nutze ich aber mein Etrex Legend HCX, das ist halt robuster.
 
OP
O

OHV-TZ-113

Geocacher
Hi,

danke für die Info ;-)

Klar ist das nicht optimal, weiß ich schon. Irgendwann werde ich mir natürlich auch nen ordentliches GPS kaufen. Aber mir stößt die Preispolitik ein bißchen auf. Die Dinger sind wirklich exorbitant teuer, zum Glück gibts ja wenigstens schon sowas wie OSM, um diese Schiene etwas áuf den Boden zu holen. Teuer immer im Verhältnis betrachtet, was die Dinger eigentlich nur können sollen und was man preisgleich für das Geld an Hardware bekommt. Zum Teil vollständige Laptops mit doch recht teurem LI-Akku, LED-Display, Harddisk, Tastatur usw. während z.B. die Garmin-Geräte meines Wissens nach AA+ NiMH Akku's nutzen, die ich persönlich gar nicht mag.

Aber wie gesagt: Ich bin schon auf der Suche nach so einem Gerät, vielleicht mal als Ausverkauf oder gebraucht. Aber bis dahin möchte ich ja weitercachen und hatte gehofft, mir da mit einer guten Freeware helfen zu können. Ich guck mir Eure Links mal an, danke ;-) :)

:roll:

Gruß & Danke

OHV-TZ
 

team-noris

Geomaster
Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Für 140,- € kriegt man mit einem Etrex Legend ein auf seine Aufgabe optimiertes Gerät, mit sehr guter Akkulaufzeit, stoß- und wasserfest, das auch nicht kaputt geht, wenn es mal in den Matsch fällt und das zudem klein und relativ leicht ist.

Die Dinger sind wirklich exorbitant teuer
Offenbar haben wir unterschiedliche Auffassungen, was exorbitant teuer ist.
 
OP
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OHV-TZ-113

Geocacher
Hi,

glaube nicht, das wir unterschiedliche Auffassungen haben. Natürlich sind das spezialisierte Geräte und das lassen die sich bezahlen. Vom Wert her, sind die Dinger völlig überteuert. Aber das ist ja insofern in Ordnung, dass es genügend Leute gibt, die es kaufen. Jede Ware hat ihren Preis - wenn die Leute es zahlen, bitte. Kann man ja nix gegen sagen.

Aber ich muss das ja nicht unbedingt mitmachen ;-)

Gruß

OHV-TZ
 

MaxED9

Geocacher
Wie wärs denn einfach mit einem anderen Handy :p.

Ich hatte den direkten Vergleich zwischen Garmin eTrex Legend HCx und einem SonyEricsson W810i mit Jentro Bluetooth GPS-Empfänger, die haben sich bei der Genauigkeit nicht oder nur geringfügig unterschieden. Der Nachteil von Handy und GPS-Maus war somit nur die Laufzeit und die nicht vorhandene Möglichkeit den Akku der Maus wechseln zu können oder gar Batterien aus dem nächsten Geschäft zu nutzen, letzteres gilt natürlich auch fürs Handy, ohne Betrachtung von Zubehör.

So gesehen ist die Investition von 140 Euro in ein Outdoor-GPS-Empfänger, der auch bei Regen genutzt werden kann und bis zu 25 Stunden mit einem Satz Batterien oder Akkus läuft, einem Netbook deutlich vorzuziehen.

Mal ganz nebenbei, die GPS-Maus war sicherlich auch nicht grad günstig, im Vergleich zu dem was sie kann ;).
 
OP
O

OHV-TZ-113

Geocacher
Hi,

nee, die GPS-Mouse war auch nicht ganz billig, das ist ja das Problem. Ich habe die halt und würde die gern auch dafür nutzen und nicht schon wieder ein Gerät kaufen.

Bei meiner GPS-Mouse ist ein herkömmlicher Nokia-LI-Akku drin, das war mir wichtig. Ich kann diese NiMH-Akkus nicht ab, hab mir noch nie ein Gerät gekauft, dass solche Dinger nutzt. Auch meine Digicam-Anfänge waren schon immer mit LI-Akkublöcken. Finde ich persönlich wesentlich besser, bin ich immer gut damit gefahren. Und das ist eben auch das Schöne an meiner GPS-Mouse, dass ich diese jederzeit am USB laden kann und gleichzeitig nutzen.

Mein Nokia dagegen... ;-) Das hält nicht mal ein Drittel der Zeit, da ist gegen das Argument nichts einzuwenden, das ist wohl richtig.

;-)

Gruß

OHV-TZ
 
OP
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OHV-TZ-113

Geocacher
Hi,

Das ist natürlich ein wirklich schlagkräftiges Argument

Fein, dass Du Dir darüber den Kopf zerbrichst. Ich mag diese Teile nicht, nimm das doch einfach so als gegeben an. Oder fällt Dir das schwer, dass jemand anderer Auffassung ist??

Gruß

OHV-TZ
 
OHV-TZ-113 schrieb:
Hi,
Vom Wert her, sind die Dinger völlig überteuert.

Vom reinen Materialwert her gebe ich Dir da völlig Recht.

Problem ist, dass man praktisch keine Alternative zu so einem Gerät hat.

In Sachen Handlichkeit, Wasserfestigkeit, Stossunempfindlichkeit, Akkulaufzeit und Ablesbarkeit des Displays bei Sonne wird man allerdings bei einem vergleichbaren Note- oder Netbook auch kein Schnäppchen bekommen. Der Nutzwert der Geräte ist also durchaus gegeben.

Du kannst ja gerne mal das Netbook längere Zeit draußen verwenden. Wenn es kaputt gehen sollte dann kriegst Du ja ein neues zum Schnäppchenpreis. ;)
 
OP
O

OHV-TZ-113

Geocacher
Hi Geo,

da hast Du schon Recht. Ich habe (hatte) ja auch nicht vor, mit dem Ding in der Hand durch die Gegend zu rennen. Meine GPS/Handy-Kombi tut es ja im Prinzip, nur eben wenns genauer werden muss, wird es eng. Beim N95 kannst Du Koordinaten z.B. nur bis 4stellig hinter dem Komma eingeben, bei den meisten Caches oder Umrechnung stehen diese sechststellig da. Das heißt, ich würde das Netbook nur dann nutzen wollen, wenn es nicht mehr weiter ginge, um eine Position doch mal genauer zu prüfen.

Ich hätte gedacht, dass es dafür vergleichbare Freeware gibt, da diese ganze GPS-Geschichte im Endeffekt ja keine Zauberei ist, sondern "simple" Mathematik und diese Garmin-Geräte auch "nur" kleine Computer sind, noch dazu nicht mal extrem leistungsfähig. Aber vermutlich werde ich mir so ein Teil doch holen müssen, weil ich noch kein Programm gefunden habe, dass mir einen echten, adäquaten Ersatz bieten könnte. Die Hoffnung kann ich wohl beerdigen ;-)

War halt nur ein Gedanke, da ich noch andere (leider kostspielige) Hobbys habe und dachte, dass ich mir vielleicht hier nen Euro sparen könnte. Denn im Grunde habe ich ja alles, was ich brauche. Einen guten Computer (günstiger wie so ein Garmin-Teil :irre:) und ein GPS-Empfänger. Hatte halt gehofft, dass man auch aus der Kombi was machen kann.

Trotzdem danke für die konstruktiven Beiträge!

Gruß

OHV-TZ
 
OHV-TZ-113 schrieb:
Das heißt, ich würde das Netbook nur dann nutzen wollen, wenn es nicht mehr weiter ginge, um eine Position doch mal genauer zu prüfen.
...
Aber vermutlich werde ich mir so ein Teil doch holen müssen, weil ich noch kein Programm gefunden habe, dass mir einen echten, adäquaten Ersatz bieten könnte. Die Hoffnung kann ich wohl beerdigen ;-)

Jetzt lieferst Du also konkrete Infos für den Verwendungszweck. :roll:
Hast Du schon mal Cachewolf probiert? Der hat eine Funktion mit der man Wegpunkte annavigieren kann.
Wenn Das Netbook im Rucksack steck und nur gelgentlich rausgeholt werden muss dann könnte das natürlich schon klappen.
Cachewolf biete auch eine komplette Cacheverwaltung mit allen Schikanen.
Läuft auch auf so gut wie allen Betriebssystemen.
Braucht allerdings etwas Einarbeitung aufgrund des Funktionsumfanges.
 

kiozen

Geomaster
OHV-TZ-113 schrieb:
Ich hätte gedacht, dass es dafür vergleichbare Freeware gibt, da diese ganze GPS-Geschichte im Endeffekt ja keine Zauberei ist, sondern "simple" Mathematik und diese Garmin-Geräte auch "nur" kleine Computer sind, noch dazu nicht mal extrem leistungsfähig. Aber vermutlich werde ich mir so ein Teil doch holen müssen, weil ich noch kein Programm gefunden habe, dass mir einen echten, adäquaten Ersatz bieten könnte. Die Hoffnung kann ich wohl beerdigen ;-)

Mit der simplen Mathematik und dem einfachen Prozessor täuscht er sich gewaltig. In einem GPSMap60CSx werkelt zum Beispiel ein OMAP850. Das ist ein digitaler Signalprozessor zusammen mit einem Mikrocontroller. Und die beiden haben für die Darstellung der Vektorkarte ganz schön zu schaffen. Ein Handheld Navi ist mit einem Smartphone durchaus zu vergleichen. Gleiche Technik aber robuster.

Dass Du keine Freeware gefunden hast wundert mich. Ich weiß ja nicht mit welchem Anspruch du an die Sache drangehst, aber Programme die eine Position auf einer Karte anzeigen, gibt es genügend. Da fallen mir doch Navit, Gps Manager, GPS Drive und nicht zuletzt QLandkarte GT sofort ein.

Oliver

der aber auch der Meinung ist, dass ein Laptop auf den Tisch gehört und ein ordentliches Navi in die Tasche.
 
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