Naturbewußtsein bei FTF Jagd außer Kraft ?

RSG

Geowizard
Ich habe heute einen Cache in meiner Region gefunden und mich sehr über das Naturbewußtsein meiner Cacherkollegen geärgert.

Es geht um : http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=6eb28f8c-ecc0-4d0a-8516-772112206066&log=y

Welche Erfahrungen habt Ihr so damit ?
 

pebbles1305

Geocacher
Hallo Ralf,

ich hab es mal bei einem der Sprößlinge im Hildener Wald erlebt! Eine Wildschweinrotte kann nicht schlimmer wüten.

Traurig, wie rabiat manche von uns mit der Natur umgehen!

"Wir haben die Erde von unseren Eltern nicht geerbt, sondern wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen." (Altes Indianersprichwort)
So sollte man sich auch verhalten!

Ich versuche möglichst keine Spuren zu hinterlassen!
 

carbolineum

Geocacher
Hi,

das scheint nicht nur bei der FTF-Jagd so zu sein. In Ratingen waren vor kurzer Zeit an einer Multistation sämtliche Bäume in der Nähe "ausgegraben", Moose an Baumwurzeln wurden einfach abgerissen und daneben geschmissen. Traurig so was :(

Gruss Michael
 

usimo

Geocacher
Auch ganz weit vorne die Herrschaften die mit dem Wagen bis vor den Cache fahren. Weil man ja Zeit verliert wenn man den Weg wandert....

Aber was regen wir uns auf?

Ist Ähnlich wie bei den Hundebesitzern. Die 'Herrchen' die die Hinterlassenschaften der Hunde liegen lassen ziehen den ganzen Ruf der Beseitiger runter.

Machste halt nix dran!

Gruß
Uwe
-usimo-
 

pebbles1305

Geocacher
usimo schrieb:
Auch ganz weit vorne die Herrschaften die mit dem Wagen bis vor den Cache fahren. Weil man ja Zeit verliert wenn man den Weg wandert....

-usimo-

Das hab ich letztens auch erlebt! Ein Cache 6 Stationen und bei jeder wurde der Wagen im Wald umgeparkt! Immer schön über die Forstwege!
 

Bunsenbrenner

Geocacher
carbolineum schrieb:
das scheint nicht nur bei der FTF-Jagd so zu sein... In Ratingen waren vor kurzer Zeit an einer Multistation sämtliche Bäume in der Nähe "ausgegraben", Moose an Baumwurzeln wurden einfach abgerissen und daneben geschmissen. Traurig so was :(

Die Owner könnten sowas schon im Keim ersticken... indem sie einfach keine Micros, Petlinge oder sonst was mitten im Wald vergraben und dann so nen nutzlosen Hint wie "unter Moos" oder "Micro" geben.

Oft ist es auch so, dass wenige Meter neben dem eigentlichen Versteck eine markante Baumwurzel oder ähnliches liegt/steht. Da frage ich mich immer wieder, warum muss man das Dingen dann mitten in der Pampa vergraben, wenn es in direkter Nachbarschaft super Verstecke gibt???

Solange sich viele Owner darüber keine Gedanken machen, wird es auch weiterhin Cacher geben, die den halben Wald umpflügen. Davon möchte ich mich gar nicht freisprechen, den meisten anderen wirds wohl ebenso ergehen... gerade, wenn man eine weite Anreise hatte und ohne diese Station aufgeben müsste.
 

Zappo

Geoguru
Bunsenbrenner schrieb:
......Die Owner könnten sowas schon im Keim ersticken... indem sie einfach keine Micros, Petlinge oder sonst was mitten im Wald vergraben und dann als Hint "unter Moos" oder "Micro" geben.........
Genau: Aussagekräftige Hints und Spoilerfotos sind in der freien Natur eigentlich Pflicht.

Allerdings ein Trost (...aber bitte nicht als Entschuldigung für naturvandalisches Verhalten nehmen): Die von uns als negativ empfundenen umgepflügten Böden, zerflederten Baumstümpfe usw schaden weniger, als man denkt - das Wildschwein macht in weitaus größerem Umfang Ähnliches, die losgerissene Rinde ermöglicht anderen Tieren Zugang zu Insektenlarven usw.....

Als Owner muß man sich eben heutzutage bei der gewachsenen Anzahl der Mitspieler überlegen, wie man was versteckt bzw. wo man die Leute überhaupt noch hinführen kann - auf die ruhige, verwunschene Lichtung im Wald muß man da wohl verzichten.

Gruß Zappo
 

Teddy-Teufel

Geoguru
Bunsenbrenner schrieb:
... wird es auch weiterhin Cacher geben, die den halben Wald umpflügen. Davon möchte ich mich gar nicht freisprechen, den meisten anderen wirds wohl ebenso ergehen... gerade, wenn man eine weite Anreise hatte und ohne diese Station aufgeben müsste.
Nix da. Erstens werden unsere Caches mit dem Hintergedanken an Brechstangencacher gelegt, manchmal hilft aber auch nicht einbetonieren. Zweitens braucht man keine morschen Stubben schützen. Und drittens: Was wir hochheben wird wieder so hingelegt wie es lag. Vielleicht ist diese Meinung unterdessen veraltet aber wir haben mal "gelernt" der Nachfolgende soll nicht merken, daß schon Jemand gesucht hat.
Anders herum ist es eben bei manchen Leute so: Giftpilze werden umgestoßen und breit getreten, weil sie ja giftig sind. :irre:
 

blackbeard69

Geomaster
Du sprichst von sowas?

Ich finde, im Idealfall sollte man nur am Eintrag im Logbuch sehen, dass überhaupt ein Cacher da war. Auch wenn das zugegebenermaßen ein ziemlich hoher Anspruch ist, den ich auch nicht immer erfüllen kann. Aber ich kann mir ja wenigstens Mühe geben.

Beispielsweise dieser DNF hat auch diesen Hintergrund gehabt.

Und nicht jede "Abrissbirne des Monats" hat zwei Beine -- manchmal, wie sich hier anschließend herausstellte, sind es mit hoher Wahrscheinlichkeit echte Wildschweine gewesen.

Thomas
 

friederix

Geoguru
Zappo schrieb:
Genau: Aussagekräftige Hints und Spoilerfotos sind in der freien Natur eigentlich Pflicht.
Genau das ist das Problem.
Hatten letztens auch wieder so einen Fall (Multi), bei dem die Koords in einer Ritze im Baumstamm unter Moos versteckt waren. ( Etwas größer als ein Nano - natürlich ohne Hint) Aber alle schimpfen auf Micros im Wald ... :???:
Wer vermutet dann nicht beim nächsten Baum ähnliches...

Aber keine Sorge, wir sind fürsorglich mit den Bäumen umgegangen. Und die Cacher vor uns wohl auch. Suchspuren gab es jedenfalls nur an totem Gehölz. (naheliegend)
 

Bunsenbrenner

Geocacher
Teddy-Teufel schrieb:
Nix da. Erstens werden unsere Caches mit dem Hintergedanken an Brechstangencacher gelegt, manchmal hilft aber auch nicht einbetonieren.

Ja, das ist ja schon mal sehr löblich! Wenn viele andere Owner ähnlich denken würden, gäbs die Problematik gar nicht erst.

Zweitens braucht man keine morschen Stubben schützen.

Was sind morsche Stubben? Morsche Baumstämme oder Wurzeln? :???:

Und drittens: Was wir hochheben wird wieder so hingelegt wie es lag.

Selbstverständlich! Aber mal Hand aufs Herz, bei Hunderten gefundenen Caches hast Du noch nie mal etwas, ich sage mal intensiver gesucht, und ausversehen abgebrochen oder abgerissen? Das kann ich nicht glauben...

Selbst wenn ich, und alle nachfolgenden Cacher, noch so vorsichtig sind und anstrengen alles wieder genauso zu hinterlassen und die Moosplatte exakt wieder so hinlegen, wie sie vom Baumstamm entfernt wurde, sieht man spätestens nach 1 Woche doch schon "leichte" Veränderungen in der ähmmm... Natur...

Würde der Owner gar nicht erst nen Micro an so nem Ort verbuddeln, hätte sich das Thema Vandalismus zumindest an dieser Station von selbst erledigt.
 

Teddy-Teufel

Geoguru
Bunsenbrenner schrieb:
Was sind morsche Stubben? Morsche Baumstämme oder Wurzeln? :???:
Das Gleiche wie Baumstumpf, wir sagen hier so dazu. Früher bin ich mit meinem Vater in den Wald zum Stubben roden. Da wurden sogar die dicken Wurzeln noch ausgegraben und hinterher das Loch fein säuberlich wieder zu geschaufelt. War ne Sauarbeit, das dann ofenfertig zu zerkleinern.:^^:
Bunsenbrenner schrieb:
Selbstverständlich! Aber mal Hand aufs Herz, bei Hunderten gefundenen Caches hast Du noch nie mal etwas, ich sage mal intensiver gesucht, und ausversehen abgebrochen oder abgerissen? Das kann ich nicht glauben...
Na gut ich gehe auf 95% runter. Jedenfalls wenn ich denke, da oder da könnte der Cache sein, dann reiße ich nicht gelich das Stück Borke weg sondern versuche vorher ob es denn so fest ist, daß die Dose da nicht hiunter sein kann. Mir ist es aber mal passiert, da war der Cache in einem Zaunpfahl, als ich die Kappe abzog, rauschte das Ding 1,5m runter im Rohr. Da bin ich dann nochmal hin und habe mit einem improvisierten langen Haken doch tatsächlich den Cache heraus bekommen aber auch nur weil der Owner an dem Petling einen Haken dran hatte, der ist wohl beim Abziehen mit hoch gerutscht und dann abgepfiffen. :lachtot:
 

radioscout

Geoking
Teddy-Teufel schrieb:
Zweitens braucht man keine morschen Stubben schützen.
Einspruch!
(Morsche) Baumstümpfe und hohle (tote) Bäume sind Lebensräume vieler Tiere, darunter auch seltener und streng geschützter Arten.

In morschen Baumstümpfen leben z.B. Käfer, von denen es nicht mehr viele gibt.
Wer stört Baumstumpf zerstört oder die Tiere stört, kann eine ganze Population vernichten.
 

Teddy-Teufel

Geoguru
radioscout schrieb:
Teddy-Teufel schrieb:
Zweitens braucht man keine morschen Stubben schützen.
Einspruch!
(Morsche) Baumstümpfe und hohle (tote) Bäume sind Lebensräume vieler Tiere, darunter auch seltener und streng geschützter Arten.

In morschen Baumstümpfen leben z.B. Käfer, von denen es nicht mehr viele gibt.
Wer stört Baumstumpf zerstört oder die Tiere stört, kann eine ganze Population vernichten.
Ist ja klar, von Dir mußte ja sowas kommen, denkst Du auch dran, daß es Tiere gibt, z.B: Wildschweine, die auch Käfer und Engerlinge mögen und sich deshalb schon mal an morschem Holz vergreifen? :^^:
 

juba

Geomaster
aber er hat recht!
Wenn du schon mal einen Alpenbock oder Nashornkäfer gesehen hast, dann weißt du, warum auch morsche "Stubben" schützenswert sind...
außerdem: eine Wildschweinrotte wühlt punktuell einen Bereich um und zieht dann weiter. Danach können sich Flora und Fauna an dieser Stelle wieder erholen.
Aber eine Cache-Stelle wird von den Cachern immer wieder aufs neue aufgesucht, plattgetrampelt, durchwühlt und nicht in Ruhe gelassen! Das ist etwas ganz anderes, als eine Rotte Wildschweine, die nur einmal alle paar Monate an dem Ort vorbei kommt.
 

radioscout

Geoking
juba schrieb:
Aber eine Cache-Stelle wird von den Cachern immer wieder aufs neue aufgesucht, plattgetrampelt, durchwühlt und nicht in Ruhe gelassen!
Wenn es nur eine Stelle wäre...
Bei vielen fies versteckten Caches sind die Baumstümpfe im Umkreis von einigen 10-100 m zerstört.
 

ElliPirelli

Geoguru
juba schrieb:
außerdem: eine Wildschweinrotte wühlt punktuell einen Bereich um und zieht dann weiter. Danach können sich Flora und Fauna an dieser Stelle wieder erholen.
Aber eine Cache-Stelle wird von den Cachern immer wieder aufs neue aufgesucht, plattgetrampelt, durchwühlt und nicht in Ruhe gelassen! Das ist etwas ganz anderes, als eine Rotte Wildschweine, die nur einmal alle paar Monate an dem Ort vorbei kommt.
Na, der Bolzplatz, an dem ich gestern beim Abenteuerspielplatz vorbei kam, sieht nicht so aus, als ob die Rotte punktuell gesucht hat.
Es sei denn, Du meinst den gesammten Platz zwischen den Toren.
Oder sie haben Fußball gespielt und der Ball war unter der Grasnarbe....

So eine flächig aufgewühlte Wiese hab ich selten gesehen.

Irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß es in unserer Gegend scheinbar nicht so schlimm ist. Nur selten finde ich Caches, wo massive Suchspuren der Vorgänger zu sehen sind. Mal von den Trampelpfaden Richtung Cache abgesehen.
 

greiol

Geoguru
Naja, neu ist das Phänomen nicht. Bloß sehen es die Besucher der ersten Woche nicht immer so deutlich, weil der Prozess meist schleichend ist. Liegt ein Cache erst mal ein paar Wochen mit ungenauen Koordinaten im Wald und hat den aussagekräftigen Hint "Baum", kann man davon ausgehen, dass er am einzigen Baum der Gegend liegt dessen Wurzeln nicht blank geputzt sind. Nanos im Totholz geben selbigem den Rest, denn der Hint sagt "ihr wollt euch doch nicht den spass verderben". Gekoppelt mit der hohen Cacherdichte in Rhein-Ruhr bleiben die Flurschäden damit leider nicht aus.

Auch in diesem Fall wurde mal wieder ein Mikro im Wald versteckt und die Logs legen nahe, dass eine Menge Leute dort schon bei Schnee gescharrt haben (fällt ja wieder was drauf) und auch danach mehrfach dort waren bis die Filmdose endlich entdeckt wurde. Muss man einen Cache so verstecken?

Die Frage die du stellt ist berechtigt, muss aber unbedingt von der Frage "Naturbewusstsein beim Verstecken außer Kraft?" begleitet werden.
 
OP
RSG

RSG

Geowizard
greiol schrieb:
Naja, neu ist das Phänomen nicht. Bloß sehen es die Besucher der ersten Woche nicht immer so deutlich, weil der Prozess meist schleichend ist..............

Mal zurück zum konkreten Fall im Eingangsposting, umso schlimmer fand ich das hier nach so kurzer Zeit. Ich war unter den ersten 10 Findern, wenn ich mir die ganzen Notes und DNF´s vor dem FTF durchlese bekomme ich einen Eindruck was dort so abgegangen ist.

Das scheint von den Kollegen aber niemanden zu interessieren da die Reaktion bislang gleich null ist.
 

Flixsi

Geocacher
Das was ich hier lesen muss ist echt jämmerlich.

Bin früher schon viel in der Natur gewesen und heute durch das Geocachen eben wieder. Wenn ich einen Multi angehe, dann nehm ich in der regel auch den Parkplatz den der Owner angegeben hat, denn er wird sich ja schon was dabei gedacht haben, denn niemand kennen den Weg den man laufen muss besser als er, also nimmt er auch einen Parkplatz der zum Schluss auch wieder gut zu erreichen ist.

Wenn man dann in den Wald geht und etwas sucht, das mal ein Ast abbricht ok, aber wenn ich etwas suche, dann verlässt man diesen Ort wie man ihn vorgefunden hat, der Cacher nach mir will dich auch noch was zum suchen haben und nicht den Spuren folgen.
Sorry so habe ich es gelernt.
 
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