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Polizei-Einsatz wegen Petling

Gusti

Geocacher
Ich blätter durch den Polizeibericht und finde das hier -- ein Einsatz wegen einem Petling am Verkehrsschild.

http://www.polizei.bayern.de/muenchen/news/presse/aktuell/index.html/246442

1429. Unbekannte befestigten verdächtigen Plastikzylinder an einem Verkehrsschild – Maxvorstadt
Ein unbekanntes Pärchen wurde dabei beobachtet, wie es zwischen zwei Verkehrsschildern einen zylindrischen Gegenstand mit Klebeband befestigte.

Polizeibeamte sperrten den Bereich um das Verkehrsschild in der Karlstraße ab und untersuchten diesen auf Sprengstoff.

Nach den Untersuchungen des Gegenstandes konnte Entwarnung gegeben werden.

Bei dem Zylinder handelt es sich um einen Zielpunkt einer Geocaching-Route. Die Ermittlungen nach dem unbekannten Pärchen, das den verdächtigen Zylinder angebracht hatte, dauern noch an.

http://www.polizei.bayern.de/content/2/4/6/4/4/2/20160816-1429_TSgSx.jpg
 

Angrab

Geocacher
Der dürfte dann wohl verbrannt sein. Wobei ich Dosen an Verkehrsschildern eh komplett idotisch finde.Warum soetwas überhaupt gemacht wird ist mir ein Rätsel.
 
OP
G

Gusti

Geocacher
Ich find grad in der Zeitung* von Mittwoch:

Eine Rechnung werden die beiden anderen Personen nicht bekommen, die die Polizei sucht. Schließlich haben sie nichts Verbotenes getan, als sie ein Geocaching- "Final" an einem Verkehrszeichen anbrachten. Gedankenlos war es aber allemal, weswegen die Polizei mit ihnen gerne reden möchte. Polizisten sperrten die Karlstraße ab, Spezialisten untersuchten den mit Klebeband befestigten Gegenstand auf Sprengstoff - nur um kurz darauf Entwarnung zu geben.

Die zwei dürften auch eher Finder als Owner gewesen sein.


*Süddeutsche Zeitung, Nr. 189, Mittwoch, 17. August 2016, Seite R3
 

MadCatERZ

Geoguru
Es heisst ja auch Geocaching und nicht Urbancaching. Klingt so, als hätte da ein Owner noch eine freie Stelle auf der Karte gefunden und mit einem Qualitätspetling versehen. Vermutung II: "Schnell und muggelfrei geloggt"
 

radioscout

Geoking
MadCatERZ schrieb:
Es heisst ja auch Geocaching und nicht Urbancaching. Klingt so, als hätte da ein Owner noch eine freie Stelle auf der Karte gefunden und mit einem Qualitätspetling versehen. Vermutung II: "Schnell und muggelfrei geloggt"
+1
 

KGE

Geocacher
Und gerade nach den Vorfällen der letzten Zeit dürften die Sicherheitskräfte in Bayern und insbesondere in München schwer "elektrifiziert" * sein





* Aufmerksam, wachsamer, nervöser
 

MadCatERZ

Geoguru
SoASach schrieb:
=2

MadCatERZ schrieb:
Es heisst ja auch Geocaching und nicht Urbancaching. [...]

Ach, gibts im urbanen Umfeld keine Geo-daten, sind das dann Urbaninaten?

Auch aktive Vulkankrater haben Koordinaten, trotzdem werden dort keine Caches versteckt. Wenn ich irgendwo in der Pampa einen Petling hinter ein Schild klemme, ist das etwas ganz anderes als in einer vermuggelten Gegend wie bspw. einer Stadt, wo jederzeit jemand aus dem Fenster gucken kann. Nur weil der stolze Owner eines Stadtmikros seinen hochwertigen Qualitätspetling unbeobachtet hinter das Schild kleben konnte, heisst das nicht, dass die Horden von Punktesammlern auch allesamt unbeobachtet/unbemerkt bleiben.
 

BenOw

Geomaster
KGE schrieb:
Und gerade nach den Vorfällen der letzten Zeit dürften die Sicherheitskräfte in Bayern und insbesondere in München schwer "elektrifiziert" * sein
* Aufmerksam, wachsamer, nervöser
Ach, die sind eigentlich ziemlich cool. Also jedenfalls nicht nervös. Die Münchner (und auch die hiesige Land-)Polizei ist extrem professionell und sieht solche Spiele mit viel Toleranz, solange nicht wirklich eine Gefährdung auftritt. Zeigt ja auch die Pressemeldung.

Bin ein bisserl befasst mit Sicherheitsaspekten und die haben keine richtig offenen Baustellen, wo sie nervös sein müssten, wie auch die Raktion auf den Amoklauf aus dem Stand gezeigt hat. Hauptproblem ist eher die öffentliche Wahrnehmung und die schnelle Social-Media-Überreaktion, mit der sie adäquat umgehen müssen. Aber auch da haben sie ihre Hausaufgaben schon gemacht (siehe Twitter- und Facebook-Auftritt der Münchner Polizei).

Geocaching sehen die entspannt. Aber natürlich müssen sie auf besorgte Notrufe reagieren. Und sie werden jede Gelegenheit zur Öffentlichkeitsarbeit/-erziehung nutzen (vgl. die Kampagne der Bundespolizei bzgl. Caches an Bahnanlagen).
 

schatzi-s

Geomaster
Das Dumme ist aber, dass es solche Caches schon sehr haeufig gibt und genau diese Dosen gerne von Anfaengern gemacht werden.

Und was macht der Neuling, nachdem er von seinen 20 gefundenen Dosen 10 am Schild entdeckt hat?! Genau, er folgt seinen Trieb auch mal eine Dose verstecken zu wollen und macht es natuerlich so, wie er es gelernt hat...

Und schon haben wir eine schlechte Dose mehr als schlechtes Beispiel fuer den naechsten Beginner...
 
OP
G

Gusti

Geocacher
Das Dumme ist aber, dass es solche Caches schon sehr haeufig gibt und genau diese Dosen gerne von Anfaengern gemacht werden.
Und was macht der Neuling, nachdem er von seinen 20 gefundenen Dosen 10 am Schild entdeckt hat?! Genau, er folgt seinen Trieb auch mal eine Dose verstecken zu wollen und macht es natuerlich so, wie er es gelernt hat...
Und schon haben wir eine schlechte Dose mehr als schlechtes Beispiel fuer den naechsten Beginner...
Ich würde jetzt die Qualität eines Multis (der "Geocaching-Route") nicht an dem Final festmachen. Und wenn das die Dose ist, die ich meine, ist es ein ziemlich guter Multi!

Nur weil der stolze Owner eines Stadtmikros seinen hochwertigen Qualitätspetling unbeobachtet hinter das Schild kleben konnte, heisst das nicht, dass die Horden von Punktesammlern auch allesamt unbeobachtet/unbemerkt bleiben.
Wieder einer, der einen Multi nur am Final misst.
Und von der Polemik mal abgesehen: Na und? Dann werden die "Horden von Punktesammlern" halt bemerkt. Die Polizei kommt, wenn sie gerufen wird. Egal was, sie kommt -- das ist ihr Job. Auch dann, wenn die Polizei weiß, "hier liegt eine Dose": wenn jemand die Polizei wegen irgendwelcher Beobachtungen zu dieser Dose ruft, kommt sie trotzdem...
 

radioscout

Geoking
Gusti schrieb:
Ich würde jetzt die Qualität eines Multis (der "Geocaching-Route") nicht an dem Final festmachen. Und wenn das die Dose ist, die ich meine, ist es ein ziemlich guter Multi!
Und warum versaut man einen ansonsten guten Multi mit einem widerlichen Final?
Nach einem guten Essen trinkt man schließlich auch nicht irgendein übles chemisches Gesöff.
 

MadCatERZ

Geoguru
Gusti schrieb:
Nur weil der stolze Owner eines Stadtmikros seinen hochwertigen Qualitätspetling unbeobachtet hinter das Schild kleben konnte, heisst das nicht, dass die Horden von Punktesammlern auch allesamt unbeobachtet/unbemerkt bleiben.
Wieder einer, der einen Multi nur am Final misst.
Und von der Polemik mal abgesehen: Na und? Dann werden die "Horden von Punktesammlern" halt bemerkt. Die Polizei kommt, wenn sie gerufen wird. Egal was, sie kommt -- das ist ihr Job. Auch dann, wenn die Polizei weiß, "hier liegt eine Dose": wenn jemand die Polizei wegen irgendwelcher Beobachtungen zu dieser Dose ruft, kommt sie trotzdem...

Korrektur: Wieder einer, der einen Cache an Versteck, Behältnis und Umfeld misst(und auch am Listing). Ich gebe ja gerne zu, dass so eine Einstellung ziemlich altbacken und unmodern ist und mich aus der Riege der allesfindenden Alphacacher ausschließt - allerdings fahre ich persönlich sehr gut damit, Locations mit Muggelgarantie weitgehend zu meiden.

Und zu dem Na und: Genau diese Einstellung reitet unser schönes Hobby weiter in die Breouille: Ich werde beim Bergen der Dose bemerkt - na und? Die Anwohner sind mißtrauisch - na und? Oh, ich habe die Trickdose kaputtgefummelt - na und? Alles egal, solange ICH ganz persönlich den Fund für mich verbuchen kann, ist das alles egal. Und wenn die Dose wegkommt - na und? Irgendwer legt schon 'ne neue Dose aus.
 
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