Die Positivliste

Zappo

Geoguru
Ich leiere hier mal eine Positivliste an. In dieser sollen Beispiele für ein verständnissvolles Miteinander von Cacher und "Grünen" gesammelt werden - auch als Nachweis, daß sich diese Nutzungen des Waldes nicht immer beißen müssen. Ein bisschen nach dem Motto: "Guck, da gehts doch auch".

Beispiele könnten sein

- Hier cacht der Jäger selber oder zeigt Verständnis
- In Absprache mit dem Jäger wurde eine Station eines Multis verlegt-jetzt ist alles ok.
- Gespräche mit Forstverwaltung und Cachern lehrrreich für beide Seiten verlaufen

aber auch:

- nachdem die Waldranddose immer verbotenerweise mit dem Auto angesteuert wird,
habe ich mich entschlossen, dicht zu machen (Idi*ten)
- Fledermaussaison - Höhlencache geschlossen.

Also wenn Ihr solche Beispiele habt, her damit und hier eintragen - idealerweise mit einer aussagekräftigen Beschreibung und nicht nur mit einem bloßen Link. Eine grobe Ortsbezeichnung ("hier im Pfälzer Wald") wäre ideal - ausgedehnte Diskussionen eher nicht. Soll ja eine Beispielsammlung geben - Für Details und Diskussionen bitte ich entsprechend ein neues Thema aufzumachen.

Gruß Zappo
 

moenk

Administrator
Teammitglied
Hasbruch zwischen Oldenburg und Bremen. Der Förster meldet sich bei GC an nur um Nachrichten zu verschicken, dass Geocaches ab vom Weg im Naturschutzgebiet liegen und bietet an nach Möglichkeiten zusammen zu suchen um das zu vermeiden. Für mich ein positives Beispiel!
 

KukiHN

Geocacher
Mich hat die Woche auch ein Jäger angemailt da einer meiner Nachtcaches durch sein Revier geht und die Jagt wohl ziemlich stört. Nach einigen sachlich freundlichen und konstruktiven Mails werde ich einfach den Cache in einen Tagcache umbauen womit beide Seiten zufrieden sind. Er hat mir auch auf meine Anfrage hin eine Karte mit seinem Revier gemailt wo auch "für Geocaching geeignetere Gebiete" vermerkt waren ;)

Einfach sachlich und erwachsen miteinander kommunizieren, dann passt das :D
 

JR849

Geowizard
Bei einer meiner Dosen hat sich der Jäger ins Logbuch eingetragen und seinen Unmut über die, jagdlich gesehen, unglücklich gelegte Dose beklagt.
Ergebnis: Das Wild hat dort jetzt wieder seine Ruhe und bei den folgenden Dosen habe ich darauf geachtet, wo ich die Cacher hinschicke.
 

hk@gg

Geocacher
Revierförster sammelt meine (jagdstörende) Dose ein und gibt sie bei zu Hause persönlich ab und schlägt ein alternatives Versteck vor.

Retzlaff Zerrentin GC1M2Z0
 

Apfeldieb

Geocacher
Wir waren im Sommer 09 im Lonetal (das liegt in Baden-Württemberg) unterwegs. Wir hatten von dem Multi bereits einige Stages an einem anderen Tag zuvor bewältigt und brachen da wegen einbrechender Dunkelheit ab. Da wir nun an der Stage weiter machen wollten, dacht ich mir, vielleicht gibts ja auch eine Abkürzung, um direkt zu der besagten Station zu gelangen, ansonsten hätten wir weit um den Berg herum laufen müssen. Das GPSr zeigte auch einen Weg an, der aber nur komischerweise über eine Wiese zu erreichen war. Also gingen wir dort hin, aber da war kein Weg (mehr), alles zugewuchert. Also sagten wir uns, ok, also doch außen rum.
In dem Moment sah ich einen Geländewagen über die besagte Wiese brettern, brettern, das ist der richtige Ausdruck. Ich dachte noch so bei mir, was das für ein Irrer sei....es war der Jäger/Förster. ;)
Er fragte uns ganz sachlich, was unsere Absichten seien, die ich ihm dann auch erklärte, dass ich einen Weg nach oben auf den Berg suche. Ich hab das Wort Geocaching noch gar nicht genannt, da nannte es der Förster und sagte, dass er das Hobby toll findet, er auch nichts dagegen habe, er den Multi kenne und sogar wisse, wo das Final ist (hat er uns aber nicht verraten ). Wir sollten nur immer schön auf den Wegen bleiben, da eine Gruppe von Wildschweinen mit ihren Frischlingen bereits hier im Tal ein ganzes Maisfeld verwüstet haben. Die Schwarzkittel seien dieses Jahr spät dran mit ihrer Nachkommenschaft (lag wohl auch am langen Winter 08/09).
Nach ein paar kleinen Plaudereien über Natur und Geocaching erwähnte er dann noch einen Nachtcache, den sie aber blocken mussten aus verständlichen Gründen.

Das war bisher unser einzigstes Erlebnis mit der Forstbehörde, wie ich finde, ein absolut positives noch dazu.
 

hustelinchen

Geoguru
Ich hatte vor wenigen Wochen bei einem meiner Caches einen Log eines Cachers, der von einer netten Begegnung mit einem Förster erzählt.

http://www.geocaching.com/seek/log.aspx?LUID=560bfc1b-020b-4c90-851a-3036e1839718
 

Geo-rupp

Geonewbie
Ich hatte letzten Samstag eine klasse Begegnung mit der Forst.

Ein Freund und ich wollten einen schönen Multi im Windecker Land machen und haben uns (Anfänger :-/) ziemlich mit der Zeit und der schnellen Dunkelheit verschätzt und mussten nach der 2 Station abbrechen. :eek:ps:

Als wir dann im dunklen auf dem Heimweg von einer Pfütze und die nächsten gelatscht sind kam dann hinter uns ein Geländewagen angefahren. :schockiert:
Mit nassen Füßen und ziemlich durch gefroren haben wir uns auf eine Standpauke eingestellt... :motz:

Der Wagen hält, das Fenster geht runter und ein Herr mittleren Alters mit ner knallroten Mütze grinst uns an und sagt:" Na, gefunden ?"
Wir ham wohl geguckt wie die Dinos vorm aussterben :???: . Der Kerl hat erst nen Lachanfall bekommen und meinte nur "Ich mein den Cache ihr Experten, ich weiß bescheid". :lachtot:
Zur Krönung hat er uns dann noch mitgenommen und zum Parkplatz gefahren. :gott:

Sehr genial so sollte es sein. Danke Herr Förster (dessen Namen ich vergessen habe :kopfwand: )
 

argus1972

Geowizard
Dann ist das doch auch ein gutes Bespiel für einen Cache, der anscheinend nicht stört und mit dem selbst der Förster problemlos und wohlwollend leben kann.
Soll mal einer sagen, es geht nicht, sowas zu legen.

Welche Dose war das denn?
 

fulbrich

Geocacher
moenk schrieb:
Hasbruch zwischen Oldenburg und Bremen. Der Förster meldet sich bei GC an nur um Nachrichten zu verschicken, dass Geocaches ab vom Weg im Naturschutzgebiet liegen

Moin,
ich weiß ähnliches aus der Region Grefrath/Niederrhein zu vermelden.

Der Förster ist nun auch Mitglied bei groundspeak und bat mich, einen Cache innerhalb von 14 Tagen zu verlegen. Ich fand es fair, daß er ihn nicht selbst entsorgt hat, sondern mich informierte. Er kennt die Cache-Problematik, da er selbst auch im Geocache Foren liest.
 
argus1972 schrieb:
Welche Dose war das denn?
Das würde mich auch sehr interessieren. "Rote Mütze", "Pfützen" und eure Found-Route würde zu GC1J16F passen... Da weiß der Förster tatsächlich Bescheid und hat eingesehen, daß die von ihm liebevoll "Geocatcher" oder "Geodater" genannten Leute keinen Unsinn treiben. Über einen Zettel in der Dose hat er sich sogar mal übers "Sperren" während der Froschwanderung bedankt.


Leute, warum so bescheiden? Eurem Post entnehme ich, daß Ihr auf eigene Veranlassung wegen Froschwanderung den Cache zeitweise gesperrt hattet. Super, lobenswert - genau das gehört u.a. hierher

Zappo, Mod.
 

Geo-rupp

Geonewbie
Nabend,

war in der Tat die Pulvermühle. Wenn wir gewusst hätten das der weiß wo die Dose ist hätten wir ihn ausgeragt :)
 
OP
Zappo

Zappo

Geoguru
Zitat aus dem Listing von

http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=681dd318-b87f-41c5-af4d-f02b45642f66

"Für die Naturschutzgebiete um den Ruhestein haben sich regionale und ortkundige Geocacher mit Vertretern des Naturschutzzentrums Ruhestein und der Forstverwaltung zu einem Dialog zusammengefunden und die nachfolgenden Regeln für das Geocachen in den Naturschutzgebieten um den Ruhestein aufgestellt.
Diese Regeln sind interne Vereinbarungen zwischen dem Naturschutzzentrum und den Geocachern." Zitatende, Fettung von mir

Das Ergebnis: Viele nichtstörende Caches in einer der beeindruckendsten Gegenden vom Schwarzwald. Gewinner : Alle.

Gruß Zappo
 

moenk

Administrator
Teammitglied
Auf dieses Thema wurde gerade besonders hingewiesen: http://blog.geocaching-portal.com/archives/13-Gutes-Beispiel.html
 
OP
Zappo

Zappo

Geoguru
Falkenbrut in Rheinland-Pfalz
Aus Naturschutzgründen werden Kletterer und Wanderer aufgefordert bestimmte Felsen bzw. Felsengruppen vom 1.2. bis zum 1.8. nicht zu beklettern, bzw. deren Umfeld nicht zu betreten. NABU

Deshalb ist der sich dort befindende Earthcache in der Zeit gesperrt
http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=251f95e4-47d9-4e70-b4a7-421c809eaafa

Mein eigener Multi hat dort eine Ablesestation. Die zu ermittelnden Werte sind in dieser Zeit im Listing angegeben, sodaß der Bereich des Felsens nicht betreten werden muß - die Finaldose liegt nicht in diesem Bereich.

Gruß Zappo
 

Maacher

Geocacher
Eine sehr gute Sache ist das hier, danke dafür!

Meine persönlichen Beiträge dazu sind:

1) In Trassem bei Saarburg (RLP) arbeiten wir sehr gerne mit den Landesforsten zusammen: Im Rahmen des Forum 8 Events im vergangenen Jahr konnten wir einiges über Naturschutzaspekte des Geocaching lernen, und wir weihten gemeinsam die Geocaching-Erlebnispfade ein, die Informationen über Geocaching und Naturschutz bieten (der Geocaching-Teil ist dezent in den vorhandenen, sehr empfehlenswerten (da besonderen) Walderlebnispfad integriert). Im Rahmen von Seminaren z.B. für Förster im Trassemer Zentrum wird nun auch das Thema Geocaching konstruktiv diskutiert, wozu ich bereits mehrfach eingeladen wurde.

Was bringts? Eine besseres Verständnis und nachhaltige Zusammenarbeit mit direkten Anlaufstellen auf beiden Seiten, die bereits mehrfach erfolgreich genutzt werden konnten und zu mehreren umweltverträglicheren Verbesserungen bei diversen Caches führten. Das Thema Geocaching sinnvoll und naturverträglich eingesetzt, ein besserer Start für Neueinsteiger, bessere Aufklärung der Geocacher zu Naturschutzthemen, ...

2) In Wellen / Mosel arbeiteten wir für das Forum Phase 5 Event mit Gemeinde und Jagdpächter zusammen. Als kleiner "Dank" wurde ein CITO draus und wir konnten einigen Müll aus dem Wald entfernen. Die Gemeinde unterstützte uns tatkräftig bei der Vorbereitung und Müllentsorgung. Der Jäger verzichtete auf seine Jagd (Nightcache) und machte Vorschläge zur Wegführung. Wir haben uns danach dann noch mit etwas Wein bedankt.

Was bringts? Positives Bild der Geocacher, die den Wald aufräumen statt nur alles kaputt zu trampeln. Weitere Anlaufpunkte, und ein schönes Event, bei dem wir uns keine Sorgen machen mußten, daß irgendwas schief geht (natürlich waren dann doch ein paar Anwohner erschreckt durch die vielen Lampen, aber das konnten wir dann dank der Kontakte gut und unkompliziert (ohne Polizei usw.) aufklären).

Wir werden das auch in 2010 sicherlich weiter vertiefen ...
 
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