Hybrid-Letterboxen

Beliba

Geocacher
Hybrid- Letterboxen fristen bei Groundspeak ein Nischendasein, dabei gehören sie, wie ich finde, zu den interessantesten Cachetypen überhaupt.
Damit meine ich nicht die Tradis, die mit einem (Kinder)Stempel aufgepeppt werden, um ein Icon zu erhalten, sondern die "echten" Letterboxen, die einen Clue enthalten und am ehesten mit Wandermultis zu vergleichen sind.
Einige von ihnen sind, mit voneinander abweichenden Clues, sowohl als Hybride bei Groundspeak als auch auf der deutschen Letterboxing Platform eingestellt. Als Beispiel aus meiner Gegend nenne ich mal "GC4NR9Y Westener Letterbox."
Andere sind nur als Hybrid gelistet z.B. "GC4BJB2 Laufwasserkraftwerk Dörverden."
Ähnliche Beispiele gibt es sicher auch anderswo in Deutschland.
Und hier kommt Ihr ins Spiel. Sind Euch Hybridboxen, die diese Kriterien erfüllen, bekannt?
 

Zappo

Geoguru
Beliba schrieb:
....Sind Euch Hybridboxen, die diese Kriterien erfüllen, bekannt?...
Ja, meine :) zB. GCVBBN

oder auch andere:

GC6226M

Sind leider nicht in "Südschweden" - wie Dein Beispiel. Vielleicht wäre hilfreich, wenn Du Dein Zielgebiet definieren würdest.

Man muß allerdings dazu bemerken, daß "reine Wegbeschreibungsnavigation" von GC mittlerweile abgepfiffen wird, da keine GPS_Nutzung damit verbunden ist. D.h. der gewollte Trend geht tatsächlich zum "Normalcache" mit Stempelgimmicks.

Anderseits gibts natürlich auch viele Multis (ohne Hybrid), bei denen man nicht nur den Koordinaten nachlaufen (oder an Stationen lustige und tricky Dinge tun)muß, sondern sich den Weg irgendwie zurechtnavigieren muß.

Z.B.

GCRWTD

Gruß Zappo
 
OP
B

Beliba

Geocacher
Zappo: Mein Zielgebiet ist weit gespannt. Es umfaßt, grob gesprochen, alle Gebiete, in denen es wenige "echte" Letterboxen gibt, also Deutschland nördlich der Mainlinie.
Hier gehen mir nämlich langsam aber sicher die Letterboxen aus.
In der Pfalz wiederum gibt es noch genug Letterboxen, die ich laufen kann, da braucht es keine Hybridboxen.
Mit der GPS Nutzung zwischendurch hab ich keine Probleme, solange ich nicht die ganze Zeit auf das Gerät stieren muß.
Gruß Beliba
 

hcy

Geoguru
Beliba schrieb:
Und hier kommt Ihr ins Spiel. Sind Euch Hybridboxen, die diese Kriterien erfüllen, bekannt?
Ja klar, ein paar gibt es schon. Umso überraschter war ich als ich meine erste Tradi-Letterbox gefunden hatte, hab nicht verstanden was das sollte, die Clues machen doch eine Letterbox überhaupt aus. Aber da kommt auch GS ins Spiel, Caches bei denen kein GPS nötig ist werden ja nicht veröffentlicht, und das legen manche Reviewer so eng aus, dass es schwierig ist richtige Letterboxen zu listen.
Es gibt übrigens auch den umgekehrten Weg, Multis die vom Ablauf nur mit Clues funktionieren und damit eher Letterboxen sind als manch anderer Cache mit dem Icon.
 

Zappo

Geoguru
hcy schrieb:
Es gibt übrigens auch den umgekehrten Weg, Multis die vom Ablauf nur mit Clues funktionieren und damit eher Letterboxen sind als manch anderer Cache mit dem Icon....
Ich würde Clues oder Wegefindungsmechaniken nicht so eng als Letterboxentypisch bezeichnen. Das könnte auch Cachetypisch sein. Könnte.

Daß viele Multis nur aus Stationen bestehen, die der "Erzeugung" von Station- und Finalkoordinaten dienen, ist einerseits der Tatsache geschuldet*, daß eben diese Koordinaten zu liefern sind. Aber auch der Tatsache, daß so etwas eben am einfachsten ist. Clues schreiben, daß die bzw. alle Leute es verstehen, ist garnicht so einfach.
UND es ist natürlich auch so, daß viele einfach nachmachen, was es so gibt.
Wie "geht" Multi? Stationen - aha. Das alte Lied: Schnulli oft vorgemacht=Schnulli oft nachgemacht.

Es ist ja nicht verboten, den Kollegen unterwegs mithilfe von Bildern, Hinweisen, Chinesen, Peilaufgaben o.ä. zu leiten. Und es gibt ja auch Leute, die genau DAS am liebsten machen - mich eingeschlossen. Deshalb wohl auch die Bitte des Threadstarters.

Irgendwie habe ich den Eindruck, zu Anfangszeiten** haben sich die Leute etwas offener damit auseinandergesetzt, was man mit dem Spiel so anfangen kann und sind zu eigenen Ergebnissen und Interpretationen gekommen. Heute wird die Kreativität eher in die Dehnung der Guidelines, Spitzfindigkeiten und Extrawürste gesteckt.

Gruß Zappo

* daß Geocacher eh nur nem Pfeil hinterherlaufen können, halte ich in dem Fall für ne Unterstellung :)

** Nein, früher war nicht ALLES besser (die Cacher schon) :)
 
OP
B

Beliba

Geocacher
Das Problem ist doch, dass genau diese reizvolle Aufgabe, das Leiten der Kollegen mithilfe von Bildern, Hinweisen, Peilungen etc., mühsam und zeitaufwendig für den Owner ist. Viele machen sich diese Mühe nicht, weil man das Ziel, Cacher zum Ort ihrer Begierde zu locken, auch einfacher erreichen kann.
Diejenigen, die diese Wegbeschreibungen (Clues) ob mit oder ohne GPS-Einsatz schätzen, bilden eine, verschwindend kleine?, Minderheit.
Die machen dann Letterboxing wie ich,- Cachen findet bei mir nur noch am Rande statt-, und überlassen den Punktejägern das Feld.
Das Problem ist halt mein Wohnort in Nordwestdeutschland. Bis zur Pfalz ist es weit. Eine Letterboxing-Community gibt es hier halt nicht. Und schöne Wander- und/oder Waldmultis werden auch immer seltener.
Gruß Beliba
 

ColleIsarco

Geowizard
Hallo,

um mal wieder zur ursprünglichen Frage zurückzukehren. Ich komme zwar nicht aus Nordwestdeutschland, aber es soll ja auch Menschen in anderen Gegenden geben, die an solchen Dosen interessieret sind. Daher mal meine Erfahrung mit diesen Typ von Caches:
Schade, schade!: Eigentlich eher ein Offset-Cache, aber verdeutlicht das Prinzip ganz gut.
Star Wars - The Letterbox
Der Feuerdrache Zoromir (Ein Familien-Geocache): Station 1 braucht noch ein GPS, aber ab dann geht es ohne weiter.
Grube Blücher (#4)
Heimatkunde 4 - Rittershäuser Haubergs-Letterbox: Beim Finale muss gepeilt werden, dass geht zur Not mit Kompass und Schrittezählen.

Gruß
ColleIsarco
 

MadCatERZ

Geoguru
Also meine erste LBH hat pro Forma(nach Reviewerhinweis) eine Peilung drin, geht aber auch wunderbar "ohne": GC536H5
Bei meiner zweiten muss man schon ein wenig suchen, wenn man das GPS in der Tasche lässt: GC5J0JB
Die dritte führt die geneigten Sucher wiederum bis zum Ziel: GC6CP42

Schön gemacht sind GC2NKGH und GC2MG1T
Erwähnenswert ist noch GC501DX, die hier einen denkwürdigen Popcornthread begründet hat.
Alle anderen auf meiner Fundliste setzen mehr GPSr-Einsatz voraus
 

Börkumer

Geoguru
wenn mal Urlaub an der Nordsee fällig wird:

https://coord.info/GC49CZR bzw. http://bit.ly/2qy8lfK

interessant ist immer wieder, wie viele Geocacher unbedingt nach fehlenden Zahlen aus einem (seit Ewigkeiten nicht mehr vorhandenen) Petling fragen, statt einfach mal zu lesen. :D
Vor allem wenn das dann auch noch unbedingt im Log stehen muss ...
 
OP
B

Beliba

Geocacher
Hallo,
da sind dann ja doch einige Tipps für Boxen eingetrudelt.
Danke dafür.
ColleIsarco: Die Boxen, die du vorschlägst, sind doch recht weit entfernt. Mal sehen, ob ich irgendwann mal in die Gegend(en) komme.
MadCatErz: Ich mochte Groundspeak nach zehn Jahren nicht mehr alimentieren, und kann deshalb deine Boxen leider nicht sehen.
Börkumer: Borkum ist tatsächlich die einzige Ostfriesische Insel, die ich nicht kenne. Die Box ist vorgemerkt.
Ansonsten würde ich mich freuen, wenn es noch weitere Tipps gibt.
Ein Tipp von mir: Die Boxen im Kreis Verden sind allesamt lohnenswert.
Gruß
Beliba
 

hcy

Geoguru
Aus deinem ersten Posting ging nicht direkt hervor, dass du Tips für Letterboxen haben willst. Ich hab tatsächlich nur eine die mit Clues funktioniert und noch nicht archiviert ist. Dafür aber sehr schön:
https://www.geocaching.com/geocache/GC374A6_fest-verwurzelt-die-blatterbox
 

satanklaus

Geomaster
Beliba schrieb:
Das Problem ist doch, dass genau diese reizvolle Aufgabe, das Leiten der Kollegen mithilfe von Bildern, Hinweisen, Peilungen etc., mühsam und zeitaufwendig für den Owner ist.

Beliba schrieb:
Die machen dann Letterboxing wie ich,- Cachen findet bei mir nur noch am Rande statt-, und überlassen den Punktejägern das Feld.
Das Problem ist halt mein Wohnort in Nordwestdeutschland. Bis zur Pfalz ist es weit. Eine Letterboxing-Community gibt es hier halt nicht.

Beliba schrieb:
Und schöne Wander- und/oder Waldmultis werden auch immer seltener.

Na dann mach doch aus der Not eine Tugend und geh mit gutem Bsp. voran.
Anstelle sonstwo hin zu fahren oder sich zu ärgern, dass es vor Ort nix Interessantes gibt, leg halt mal vor.
Lege einen Cache oder von mir aus eine Letterbox genau so, wie du dir die Sache vorstellst oder wie du sie gerne machen würdest.
Dann haben alles was davon - und vielleicht finden sich ja Nachahmer? Ich habe auch irgendwann mal angefangen, mir meine eigenen Kletterdosen zu legen....

Da "Ownern" aber ja irgendwie auch vom Feedback der Besucher lebt, wirst du wahrscheinlich ohne existierende Letterboxing-Community wieder bei Geocaching (ich sage nicht Groundspeaking) landen. Aber das muss ja nicht schlimm sein.
 

Zappo

Geoguru
satanklaus schrieb:
....Na dann mach doch aus der Not eine Tugend und geh mit gutem Bsp. voran.
Anstelle sonstwo hin zu fahren oder sich zu ärgern, dass es vor Ort nix Interessantes gibt, leg halt mal vor.....
Nun ja, das ist ja jetzt eine eher unbefriedigende Aussage zu der - weder ungewöhnlichen noch unlauteren - Anfrage, ob jemand Dosen kennt, die dem eigenen Beuteschema entsprechen.

Eine Kletterdose mag man sich noch selbst legen können (obwohl man eigentlich auch einfach SO auf den Baum kann, wenns einem unbedingt drückt) - aber mit Freude einem Clue folgen, dessen Ergebnis man weiß, dürfte ungefähr dem "Lösen" eines selbstgestellten Rätsels entsprechen. Geht nur für gespaltene Persönlichkeiten :)

Vielleicht folgen dann welche der Vorlage und fühlen sich inspiriert - aber da seh ich sogar in diesem Thread eher einen Ansporn als in ner Clue-Dose. Aber ich fürchte, inspiriert von etwas, was einen Aufwand bedeutet ? - das geht ein wenig an der heutigen Zielgruppe vorbei.

Gruß Zappo
 

satanklaus

Geomaster
Zappo schrieb:
Vielleicht folgen dann welche der Vorlage und fühlen sich inspiriert - aber da seh ich sogar in diesem Thread eher einen Ansporn als in ner Clue-Dose. Aber ich fürchte, inspiriert von etwas, was einen Aufwand bedeutet ? - das geht ein wenig an der heutigen Zielgruppe vorbei.

Das war ja genau mein Punkt und ich habe eine Änderung des Blickwinkels angeregt.

Ich zitiere noch mal diese Aussagen des TO:

Das Problem ist doch, dass genau diese reizvolle Aufgabe, das Leiten der Kollegen mithilfe von Bildern, Hinweisen, Peilungen etc., mühsam und zeitaufwendig für den Owner ist.
Und schöne Wander- und/oder Waldmultis werden auch immer seltener.

Das ist eine Sichtweise, die einem oft auch im richtigen Leben begegnet: " Wenn die anderen nur xyz ändern würden, dann ginge es mir viel besser."
Klar, man kann sich darüber ärgern und ewig warten, dass die anderen sich bewegen. Oder man ändert eben selber was. Das kann vielleicht erst mal nur die eigene Einstellung zu etwas sein oder was "Greifbares". Sein eigenes Verhalten kann man am leichtesten beeinflussen, dazu brauch man keinen anderen.

Natürlich kann ich mir so keine schöne Strecke zaubern, die mich dann selber überrascht und staunen lässt. Da stimme ich dir bzgl. Schizophrenie zu :D
Aber bereits das Ausknobeln einer solchen macht doch Spaß: man ist draußen, guckt sich die Gegebenheiten an, entwickelt daraus Ideen, versucht vorhandene Ideen auf die Gegebenheiten abzubilden, bastelt im Keller etc. Und man kann die eigene Erfahrung einfließen lassen: was fand ich anderswo gut, was nervt mich immer, was habe ich noch nirgends gesehen, wie würde mir das Spaß machen?

Sicher, dann sind die Befriedigung und das Erlebnis vielleicht andere, und insofern geht mein Vorschlag wirklich an der ursprünglichen Anfrage vorbei.
Aber man macht auch was Neues, gibt was zurück und kann so letztlich auch ein kleines Stück beeinflussen, wie sich das Spiel entwickelt.

Bei mir war es jedenfalls so und ich habe auf die Weise wirklich Spaß am Ownern gefunden.
 

satanklaus

Geomaster
... ach ja: und ich finde es als Owner immer wieder gut, mit jedem Log und Erlebnisbericht noch mal mit "vor Ort genommen" zu werden und das alles noch mal zu durchleben.
Das lohnt sich am meisten. (Setzt natürlich voraus, dass es was zu erleben gibt) :up:
 

Zappo

Geoguru
satanklaus schrieb:
... ach ja: und ich finde es als Owner immer wieder gut, mit jedem Log und Erlebnisbericht noch mal mit "vor Ort genommen" zu werden und das alles noch mal zu durchleben.
Das lohnt sich am meisten. (Setzt natürlich voraus, dass es was zu erleben gibt) :up:
Ich stimme Dir da in so ziemlich allen Punkten zu. Oder laß mal das Wort "ziemlich" weg :)

Eigentlich ist das Legen solcher Caches -zumindest für mich - eh pure Eigenbefriedigung: Man hat Spaß am Rausfinden von Location und Weg, man hat Spaß an der Herausforderung, mit einigermaßen schönen und eindeutigen Aufgaben/Clues/Beschereibungen die Leute da gut unterhalten ans Ziel zu bringen und man hat Spaß daran, wenn da ein lobendes Log eintrifft und man die Erlebnisschilderung nachvollziehen kann. Und wenn es vor Ort was zu regeln gibt, dann hat man Spaß dran, daß man einen Grund hat, die schöne Stelle wieder aufzusuchen.

So gesehen seh ich in dem Ausdruck "Spaßgesellschaft" nichts Negatives :)

Eigentlich ist beides richtig: So ein Thread führt eventuell dazu, daß sich jemand auch mal SOWAS traut - genauso wie natürlich das Legen eines solchen Caches. Wichtig finde ich aber auch, daß man bei Events und Zusammenkünften auch mal von sowas schwärmt. Vielleicht lässt dann jemand tatsächlich von seinem 08/15 Mikro-Runden-Vorhaben ab und macht was Alternatives.

Ich kapier das eh nicht - überall wird nach Tips und Sensationen gefragt - und wenn man genau guckt, "ownen" die Betreffenden selbst allzuoft total anspruchs- und lieblose Dosen.

Ich bin da jetzt sicher kein Meister - aber ich streng mich im engen Rahmen meiner Möglichkeiten :) eben ein wenig an. Und ich hab nach der Absolvierung eines schönen und aufwendigen Caches im Log oft erwähnt, daß ich als Owner einer lieblosen Runde angesichts solcher Leistung mein GPS weinend in die Tonne treten und mich etwas anderem widmen würde. Seh ich tatsächlich so.

Gruß Zappo
 
OP
B

Beliba

Geocacher
Satanklaus: Du hast völlig recht, Jammern, daß die Anderen keine "vernünftigen" Caches zustandebringen und selber nur 0815-Tüdeldosen legen, ist natürlich, sagen wir mal, suboptimal.
Ich denke aber, daß ich im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten einige Wandercaches und Letterboxen gelegt habe, die sooo schlecht nicht sind.
CG3DH4Y "An der Geestkante". Ein längerer Wandercache, der mit etwas geänderter Wegführung demnächst zur Letterbox verändert wird.
GC38VR "Mythos Moor". Wird auch, weil er etwas in die Jahre gekommen ist, umgebaut werden.
GC51C9G " The Hülsen Cottage", eine klassische Letterbox, die es auch in einer Hybridversion gibt.
"Durch Marsch und Geest", eine klassische Letterbox, die es nur auf der Letterboxing Platform gibt.
Leider haben diese Caches nicht dazu geführt, daß sich andere hiesige Cacher ermutigt gefühlt haben, etwas Ähnliches zu machen.
Es ist tatsächlich so, daß das Entwerfen und Realisieren eines solchen Caches sehr zeit- und arbeitsaufwändig ist.
Das Werfen eines Petlings ins nächste Gebüsch geht deutlich schneller, macht deutlich weniger Arbeit.
Und genauso sehen die allermeisten Caches in meiner Homezone auch aus.
Gruß
Beliba
 
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