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Spontane 1200km zum Eismeer

01. März 2026 um 15:16

Anfang Februar diesen Jahres erreichte uns, womit wir uns auch beschäftigten, immer wieder die Nachricht der zugefroreren Ostsee. Dieses Phänomen tritt nicht häufig auf. Nach einer kompletten Vereisung im Winter 1986/ 1987 kam das erst dreimal wieder vor. Im Winter 1995/1996, 2011 und 2018. Wann also wäre die nächste Möglichkeit dieses Naturschauspiel zu sehen? Spontan jetzt, dachten wir uns. Natürlich überlegten wir kurz. Von Chemnitz aus ist es schon ein ziemlich verrücktes und spritintensives Abenteuer. Wegen beruflicher und privater Verpflichtungen blieb uns nur ein einziger Tag: der 15. Februar 2026.
Ein paar Tage vorher schaute ich auf ein paar Webcams am Ostseestrand. Zum Beispiel in Warnemünde. Leider sah es dort so gar nicht nach Eismärchen aus. Als Landratte mit Mittelsgebirgshintergrund blieb mir nur die Möglichkeit einen Einheimischen nach dem richtigen Reiseziel an der Küste zu fragen. Sofort kam mir das Orgateam des diesjährigen Megaevents „Lost in MV 4 ever“ in den Sinn. Auf meine Nachfrage erfuhr ich, das wir Ostküsten wählen müssten, Stralsund, Rügen und Prerow wären vereist. Ein Blick auf die Webcam der Gorch Fock bestätigte die Information und weckte riesige Vorfreude in uns.

Webcam „Gorch Fock“ am 14.02.26 morgens

Und so stand unser Ziel Stralsund fest, denn mit einem Anfahrtsweg von 530km in ca.fünf Stunden war dies die „kürzeste“ Entfernung. Und so startete unsere spontane Reise zum Eismeer am 15.02.26 um 4:18 Uhr bei minus 2 Grad in Chemnitz. Und bis auf 2 kurze Pausen ging es ohne Unterbrechnungen, aber mit einem schönen Sonnenaufgang an die Küste.

Gegen 9:16 Uhr standen wir bei minus 9 Grad, himmelblauem wolkenlosen Himmel und strahlendem Sonnenschein an der Gorch Fock in Stralsund, schauten in die weiße Weite und konnten unser Glück kaum fassen.

Vier Stunden blieben uns, bis wir die Heimfahrt wieder antreten mussten und diese wollten wir so gut als möglich nutzen. Schon zu Hause hatte ich mich wie immer ein wenig vorbereitet, natürlich in dem Wissen, das wir nicht alles schaffen würden. Aber lieber zu viele mögliche Vorhaben, als zu wenig. Und so starteten wir mit dem „Gorch Fock (I) Virtual“. Hier heißt es nicht nur ein Foto schießen. Nachdem ihr ein nicht allzu schweres Puzzle zusammensetzen müsst, heißt es noch drei Stationen aufzusuchen und Fragen zu beantworten. Erst die daraus entstehende Mailadresse und ein Foto von Euch oder einem persönlichen Gegenstand berechtigt Euch zum Log. Danach erledigten wir die „Wartungsrunde im Hafen“, ein Lab-Adventure, welches ebenfalls mit nicht ganz so einfachen Fragen daher kommt. Nicht weit von einem Labstandort entfernt, könnt ihr den Tradi „Speicherstadt Stralsund“ finden. Dieser Cache liegt seit August 2008 und hat durch seine touristenfreundliche Örtlichkeit seitdem fast 12.300 Funde. Er ist übrigens ein Werk des Owners „lexparka“, welcher sehr aufwendige und beeintruckende Caches in dieser Region legt. Ich hoffe noch dieses Jahr ein paar davon besuchen und Euch hier darüber berichten zu können. Für uns ging es weiter zum Tradi „Fischfutter“. Mit seiner Terrainwertung von 4 an der Kaimauer, kann man sich schon denken, wohin die Reise geht. Und so stieg maecky1978 beherzt über die Befestigung die Leiter hinunter und befreite die Dose zum Loggen aus ihrer Halterung. Normalerweise hängt man als Cacher hier über der plätschernden Ostsee, heute konnte man sehr entspannt darauf stehen.

Terrain 4 & Tina vs. Kormoran
gefunden: „Speicherstadt Stralsund“
vereister Blick nach Hiddensee

Und wenn man einmal in Stralsund ist, bietet sich ein Ausflug zur Insel Rügen natürlich an. Und so ging es für uns über den 1937 fertiggestellten Rügendamm und die Ziegelgrabenbrücke. Die Zugbrücke ist 133m lang und führt von Stralsund zur Insel Dänholm und weiter zur Insel Rügen. Diese erste Strelasundquerung ist über die alte B96 befahrbar, die Bahnstrecke Stralsund-Sassnitz führt darüber, ebenso ein Fuß- und ein Radweg. Seit 2007 verbindet die neue Strelasundquerung über 4,1 km Stralsund mit der Insel Rügen. Die Schrägseilbrücke mit ihren 128m hohen Stahlträgern entlastet den alten Rügendamm und gilt als modernes Wahrzeichen. Über sie führte uns aber erst unsere Rückfahrt.

Alte und neue Strelasundquerung (Bild: Reiseland Rügen)

Aber zurück zum alten Rügendamm und der Insel Dänholm, Hier findet ihr auch den ein oder anderen interessanten Cache. Wir hatten unsere neue Leiter im Gepäck und wagten uns so an den zu Hause bereits gelösten Mystie „Das heißt AUF und nicht IN Rügen“. Auf unserer Liste standen noch einige weitere Caches auf der Insel Dänholm. Geschafft haben wir sie leider nicht mehr, dennoch möchte ich Euch noch zwei ans Herz legen. Da wäre zum einen der Tradi „Sternschanze Dänholm, welcher Euch in die Nähe eines Marinemuseums lockt, Euch ein bisschen Inselgeschichte vermittelt und für den ihr ebenfalls eine Leiter benötigt. Auch sehr spannend klingt das Listing des Tradi´s „Blick auf Stralsund“, bei welchem ihr Euch sportlich und ein wenig ungewöhnlich zum Log bewegen müsst. Für uns ging es nun noch auf einen kurzen Abstecher nach Altefähr auf Rügen, um den Blick noch einmal umzukehren. Schauten wir erst von Stralsund über das Eis auf Altefähr, blickten wir nun genau entgegen gesetzt.

Einsatz unserer neuen Leiter
Altefähr auf Rügen
das war eine unserer besten Spontanitäten 😍

Zurück ging es über die neue Strelasundquerung wieder nach Stralsund. Da sich langsam Hunger breit machte und bei einem Spontanbesuch der Ostsee natürlich nur Fisch in Frage kommt, ging es auf die Suche nach einem Imbissangebot. Und so fanden wir zu einem Fischkutter im Stralsunder Hafen. Hier liegt der „Backfischkönig“ und wartet mit unglaublich leckeren Fischspezialitäten auf Euch. Für uns gab es Fish & Chips, für welche ich sofort wieder losfahren würde. 😋

neue Strelasundquerung
beim Backfischkönig

Inzwischen war es 13 Uhr geworden und wahnsinnig glücklich das Abenteuer angetreten zu haben, ging es für uns wieder heimwärts. Gegen 18 Uhr standen wir mit ca. 1200 km mehr auf dem Tacho wieder in Chemnitz.
maecky1978 hat unsere Zeit in einem tollen Video zusammengefasst. Hier 👆🏻 könnt ihr auch live beim Klettern über die Kaimauer oder den Leitereinsatz dabei sein.
Im Juni kommen wir für zwei Wochen zurück zu unserer geliebten Ostsee und hoffen auf viele Cacheabenteuer, über welche wir Euch hier berichten können.

Webcam „Gorch Fock“ am 01.03.26 … Das Eis ist weg, der Frühling unterwegs ❤
👂

Bis zum nächsten Mal wünsche ich Euch viel Sonnenschein, die Vorfreude auf den Frühling und viele Cacheabenteuer. Bis bald, Eure Chaos_Schnecke Tina 🐌

20260215_093158

chaosschnecke

Spontane 1200km zum Eismeer

01. März 2026 um 15:16

Anfang Februar diesen Jahres erreichte uns, womit wir uns auch beschäftigten, immer wieder die Nachricht der zugefroreren Ostsee. Dieses Phänomen tritt nicht häufig auf. Nach einer kompletten Vereisung im Winter 1986/ 1987 kam das erst dreimal wieder vor. Im Winter 1995/1996, 2011 und 2018. Wann also wäre die nächste Möglichkeit dieses Naturschauspiel zu sehen? Spontan jetzt, dachten wir uns. Natürlich überlegten wir kurz. Von Chemnitz aus ist es schon ein ziemlich verrücktes und spritintensives Abenteuer. Wegen beruflicher und privater Verpflichtungen blieb uns nur ein einziger Tag: der 15. Februar 2026.
Ein paar Tage vorher schaute ich auf ein paar Webcams am Ostseestrand. Zum Beispiel in Warnemünde. Leider sah es dort so gar nicht nach Eismärchen aus. Als Landratte mit Mittelsgebirgshintergrund blieb mir nur die Möglichkeit einen Einheimischen nach dem richtigen Reiseziel an der Küste zu fragen. Sofort kam mir das Orgateam des diesjährigen Megaevents “Lost in MV 4 ever” in den Sinn. Auf meine Nachfrage erfuhr ich, das wir Ostküsten wählen müssten, Stralsund, Rügen und Prerow wären vereist. Ein Blick auf die Webcam der Gorch Fock bestätigte die Information und weckte riesige Vorfreude in uns.

Webcam “Gorch Fock” am 14.02.26 morgens

Und so stand unser Ziel Stralsund fest, denn mit einem Anfahrtsweg von 530km in ca.fünf Stunden war dies die “kürzeste” Entfernung. Und so startete unsere spontane Reise zum Eismeer am 15.02.26 um 4:18 Uhr bei minus 2 Grad in Chemnitz. Und bis auf 2 kurze Pausen ging es ohne Unterbrechnungen, aber mit einem schönen Sonnenaufgang an die Küste.

Gegen 9:16 Uhr standen wir bei minus 9 Grad, himmelblauem wolkenlosen Himmel und strahlendem Sonnenschein an der Gorch Fock in Stralsund, schauten in die weiße Weite und konnten unser Glück kaum fassen.

Vier Stunden blieben uns, bis wir die Heimfahrt wieder antreten mussten und diese wollten wir so gut als möglich nutzen. Schon zu Hause hatte ich mich wie immer ein wenig vorbereitet, natürlich in dem Wissen, das wir nicht alles schaffen würden. Aber lieber zu viele mögliche Vorhaben, als zu wenig. Und so starteten wir mit dem “Gorch Fock (I) Virtual”. Hier heißt es nicht nur ein Foto schießen. Nachdem ihr ein nicht allzu schweres Puzzle zusammensetzen müsst, heißt es noch drei Stationen aufzusuchen und Fragen zu beantworten. Erst die daraus entstehende Mailadresse und ein Foto von Euch oder einem persönlichen Gegenstand berechtigt Euch zum Log. Danach erledigten wir die “Wartungsrunde im Hafen”, ein Lab-Adventure, welches ebenfalls mit nicht ganz so einfachen Fragen daher kommt. Nicht weit von einem Labstandort entfernt, könnt ihr den Tradi “Speicherstadt Stralsund” finden. Dieser Cache liegt seit August 2008 und hat durch seine touristenfreundliche Örtlichkeit seitdem fast 12.300 Funde. Er ist übrigens ein Werk des Owners “lexparka”, welcher sehr aufwendige und beeintruckende Caches in dieser Region legt. Ich hoffe noch dieses Jahr ein paar davon besuchen und Euch hier darüber berichten zu können. Für uns ging es weiter zum Tradi “Fischfutter”. Mit seiner Terrainwertung von 4 an der Kaimauer, kann man sich schon denken, wohin die Reise geht. Und so stieg maecky1978 beherzt über die Befestigung die Leiter hinunter und befreite die Dose zum Loggen aus ihrer Halterung. Normalerweise hängt man als Cacher hier über der plätschernden Ostsee, heute konnte man sehr entspannt darauf stehen.

Terrain 4 & Tina vs. Kormoran
gefunden: “Speicherstadt Stralsund”
vereister Blick nach Hiddensee

Und wenn man einmal in Stralsund ist, bietet sich ein Ausflug zur Insel Rügen natürlich an. Und so ging es für uns über den 1937 fertiggestellten Rügendamm und die Ziegelgrabenbrücke. Die Zugbrücke ist 133m lang und führt von Stralsund zur Insel Dänholm und weiter zur Insel Rügen. Diese erste Strelasundquerung ist über die alte B96 befahrbar, die Bahnstrecke Stralsund-Sassnitz führt darüber, ebenso ein Fuß- und ein Radweg. Seit 2007 verbindet die neue Strelasundquerung über 4,1 km Stralsund mit der Insel Rügen. Die Schrägseilbrücke mit ihren 128m hohen Stahlträgern entlastet den alten Rügendamm und gilt als modernes Wahrzeichen. Über sie führte uns aber erst unsere Rückfahrt.

Alte und neue Strelasundquerung (Bild: Reiseland Rügen)

Aber zurück zum alten Rügendamm und der Insel Dänholm, Hier findet ihr auch den ein oder anderen interessanten Cache. Wir hatten unsere neue Leiter im Gepäck und wagten uns so an den zu Hause bereits gelösten Mystie “Das heißt AUF und nicht IN Rügen”. Auf unserer Liste standen noch einige weitere Caches auf der Insel Dänholm. Geschafft haben wir sie leider nicht mehr, dennoch möchte ich Euch noch zwei ans Herz legen. Da wäre zum einen der Tradi “Sternschanze Dänholm, welcher Euch in die Nähe eines Marinemuseums lockt, Euch ein bisschen Inselgeschichte vermittelt und für den ihr ebenfalls eine Leiter benötigt. Auch sehr spannend klingt das Listing des Tradi´s “Blick auf Stralsund”, bei welchem ihr Euch sportlich und ein wenig ungewöhnlich zum Log bewegen müsst. Für uns ging es nun noch auf einen kurzen Abstecher nach Altefähr auf Rügen, um den Blick noch einmal umzukehren. Schauten wir erst von Stralsund über das Eis auf Altefähr, blickten wir nun genau entgegen gesetzt.

Einsatz unserer neuen Leiter
Altefähr auf Rügen
das war eine unserer besten Spontanitäten 😍

Zurück ging es über die neue Strelasundquerung wieder nach Stralsund. Da sich langsam Hunger breit machte und bei einem Spontanbesuch der Ostsee natürlich nur Fisch in Frage kommt, ging es auf die Suche nach einem Imbissangebot. Und so fanden wir zu einem Fischkutter im Stralsunder Hafen. Hier liegt der “Backfischkönig” und wartet mit unglaublich leckeren Fischspezialitäten auf Euch. Für uns gab es Fish & Chips, für welche ich sofort wieder losfahren würde. 😋

neue Strelasundquerung
beim Backfischkönig

Inzwischen war es 13 Uhr geworden und wahnsinnig glücklich das Abenteuer angetreten zu haben, ging es für uns wieder heimwärts. Gegen 18 Uhr standen wir mit ca. 1200 km mehr auf dem Tacho wieder in Chemnitz.
maecky1978 hat unsere Zeit in einem tollen Video zusammengefasst. Hier 👆🏻 könnt ihr auch live beim Klettern über die Kaimauer oder den Leitereinsatz dabei sein.
Im Juni kommen wir für zwei Wochen zurück zu unserer geliebten Ostsee und hoffen auf viele Cacheabenteuer, über welche wir Euch hier berichten können.

Webcam “Gorch Fock” am 01.03.26 … Das Eis ist weg, der Frühling unterwegs ❤
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Bis zum nächsten Mal wünsche ich Euch viel Sonnenschein, die Vorfreude auf den Frühling und viele Cacheabenteuer. Bis bald, Eure Chaos_Schnecke Tina 🐌

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