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AdvLab erkennt Fake GPS als unerlaubte App

baer2006

Geoguru
Ich denke, ich habe deutlich gemacht, dass ich nicht zu den 'Fundzählern' gehöre
Im Gegenteil. Du hast als Beleg deiner "Erfahrung" beim Geocaching deine Fundzahl genannt - und sonst nichts. Das zeigt für mich, dass du die Fundzahl als den entscheidenden Faktor ansiehst.

Dein Verweis auf "bescheißen" schlicht unsachlich.
Ich definiere "bescheißen" als "bewusstes(!) (und nicht nur versehentliches) Ignorieren und aktives Ungehen von vorgegebenen Spielregeln" (im konkreten Fall, dass man bei einem AL die Station physisch besuchen muss). Und genau das tust du, und propagierst es sogar. Ob du dich dabei "nur selbst bescheißt" (wie in so einem Zusammenhang oft gesagt wird), lasse ich offen. Aber am Bescheißen an sich ändert das nichts.

Wenn Du mir "dogmatisch" und "verunglimpfen" zuschreibst, was Dein gutes Recht sei, dann erwarte ich schon den Beleg, woran Du das festmachst.
Lies einfach nochmal deine Postings. Du schreibst Dinge wie "So dogmatisch bin ich nicht" - das sagt eindeutig, dass du Vertreter der Gegenmeinung für "dogmatisch" hältst.

Ich schrieb ja, dass ich in persönlichen Gesprächen meine Haltung vertrete.
Und warum dann nicht hier?
Ich will einfach nicht, und das zu tun steht mir doch wohl frei, [...]
... ach so, du willst nicht. Na dann. Aber dann nehme ich mir heraus, das als "ganz schwach" zu bezeichnen.

[...] in einem so großen und bekannten Forum diesen Gegenwind noch verstärken, denn es dürften ja nicht nur Geocacher dieses Forum verfolgen ...
Jetzt wird's lächerlich :LOL:!

*plonk* (<-- ja, das ist sehr 90er, aber passt hier einfach)
 

Theseus

Geocacher
In der Eingangsfrage ging es um jemanden, der nicht mehr mobil ist und weiterhin AL spielen möchte.

Ich glaube es geht hier um Teilhabe. Menschen, die trotz Einschränkung an einem Spiel teilnehmen wollen, sollte es möglich sein, gerade wenn es wie beim Geocaching um Spaß geht und man dadurch niemandem etwas wegnimmt oder sich einen unlauteren Vorteil verschafft.

Ich habe einen Menschen mit ALS in meinem Umfeld, der sich nicht mehr bewegen (außer die Augen) und mittlerweile auch nicht mehr sprechen kann. Zunächst hatte er Spaß daran, Rätsel für Caches zu lösen und bezog Freude daraus, auch wenn er nicht mehr an die Dose konnte. Rätsel lösen für andere ist aber nicht befriedigend, also blieben Optionen, die gegen die Spielregeln verstoßen, mit Eintragen durch mich ins materielle Logbuch oder einfach so online loggen, ohne im materiellen Logbuch zu stehen. Man könnte auch einen Text in die Logs einbauen, der es dem jeweiligen Owner erklärt, aber das wollte er nicht.

Was also tun?

Ich finde, die Teilhabe am Spiel überwiegt gegenüber dem Beharren auf starren Regeln.

Wir haben mal Pucks für Rollstuhlhockey hergestellt. Die sahen deutlich anders aus als die für Menschen im Rollstuhl annähernd völlig unbenutzbaren Originale. Es war ein Verstoß gegen eine Spielregel, hier: die Beschaffenheit des Spielgeräts, aber niemand hatte ein Problem damit. Die Teilhabe war wichtiger als die einzelne Regel, das fand auch der Verband.

Verschiedene Sportarten zeigen ähnliche Aufweichungen auf, warum nicht auch im Geocaching. Eine nicht hörende Handballerin (Leistungssport), die in einer hohen Liga spielte, habe ich öfters erlebt. Sie hätte ständig Zeitstrafen wegen Nichtniederlegens des Balles bekommen, weil sie den Schiedsrichterpfiff nicht hören konnte. Hat sie aber nicht, jeder Schiedsrichter und auch die Gegenspielerinnen stellten sich darauf ein, es gab Zeichensprache (man lernte auch noch was) oder Klopfen auf dem Hallenboden (ja, sie konnte das spüren!) und man dehnte die Regeln fair aus, um ihr die Teilhabe am Sport zu ermöglichen. Das war sogar für alle ein Gewinn und das, obwohl es um Punkte und Auf- und Abstiege (auch finanzielle Auswirkungen) ging.

Der Mensch mit ALS freut sich im Übrigen über AL, weil dadurch auch ein eigenständiges Loggen und eine Erhöhung des Coiunters möglich ist. Ist der Counter wichtig? Für diesen Menschen, der sonst fast nichts mehr kann: Eindeutiges Ja. Soll der nun dieses Wenige nicht machen dürfen, weil an allen Regeln immer festgehalten werden muss? Ich finde nein.
 
OP
S

Siby001

Geocacher
Im Gegenteil. Du hast als Beleg deiner "Erfahrung" beim Geocaching deine Fundzahl genannt - und sonst nichts. Das zeigt für mich, dass du die Fundzahl als den entscheidenden Faktor ansiehst.
Deine Art zu denken, ist wirklich aufschlussreich.
Ich habe nicht geschrieben, dass die Fundzahl entscheidender Faktor für Erfahrung sei.
Dennoch ist doch nicht zu bestreiten, dass man jemanden der eine 'Sache', sagen wir mal 1000 mal macht, mehr Erfahrung zuschreiben dürfte, als jemanden, der diese Sache 100 mal gemacht hat.
Ich definiere "bescheißen" als "bewusstes(!) (und nicht nur versehentliches) Ignorieren und aktives Ungehen von vorgegebenen Spielregeln" (im konkreten Fall, dass man bei einem AL die Station physisch besuchen muss). Und genau das tust du, und propagierst es sogar.
Ich habe das "propagiert"? Von 'propagiert' leitet sich Propaganda ab.
Ne, davon lese ich nichts in meinen Texten.
Ich lese nur, dass ich die Nutzung von FakeGPS nicht in dem Maße 'verurteile', wie es angeblich die meisten gern tun, in dem sie der 'reinen Lehre' zusprechen.
Das sehe ich lediglich flexibler, weil es niemandem Schaden zufügt noch in irgendeiner Weise 'systemrelevant' ist.
In jeder sozialen oder institutionellen Gruppierung müssen wir immer mit Ausreißern rechnen, die sich von der reinen Lehre abheben.
Ob du dich dabei "nur selbst bescheißt" (wie in so einem Zusammenhang oft gesagt wird), lasse ich offen. Aber am Bescheißen an sich ändert das nichts.
Es ist okay, wenn Du das so wertest. Ich denke, das lässt sich fraglos vielseitiger bewerten.
Lies einfach nochmal deine Postings. Du schreibst Dinge wie "So dogmatisch bin ich nicht" - das sagt eindeutig, dass du Vertreter der Gegenmeinung für "dogmatisch" hältst.
Ein interessanter Automatismus, den Du hier andeutest.
Ich schrieb, dass ICH nicht so dogmatisch bin. Ich schrieb nicht, dass alle anderen, die es nicht so sehen, automatisch dogmatisch sind.
Vielleicht haben wir einfach ein unterschiedliches Verständnis vom Begriff 'Dogmatisch'.

Beispiel zum Verständnis:
wenn jemand in einem politischen Diskurs sagt, er sei zum Thema X nicht 'Grün', sind dann damit alle anderen von ihm als 'Grüne' definiert? Nein.
Wenn ich sage, ich sehe die Regeln eines Spiels nicht so dogmatisch“, dann sage ich nur, dass ICH das so meine, nämlich aus meinem Verständnis über 'dogmatisch'.
Ich schrieb ja auch, dass ich die Regeln lieber flexibel nutzen möchte. Damit sage ich doch nicht automatisch, dass alle anderen unflexibel sind.
Menschen haben über Begriffe nun mal durchaus unterschiedliche Auslegungen.
Also sollte man auf solche Automatismen einer Selbstaussage lieber verzichten, bevor man das Verständnis nicht geklärt hat.
Und warum dann nicht hier?

... ach so, du willst nicht. Na dann. Aber dann nehme ich mir heraus, das als "ganz schwach" zu bezeichnen.
Nun gut, dann ist das für Dich so, und ich kann damit leben, dass Du meine Haltung nicht nachvollziehen willst.
Jetzt wird's lächerlich :LOL:!

*plonk* (<-- ja, das ist sehr 90er, aber passt hier einfach)
Mal abgesehen davon, dass ich hier nicht der einzige bin, der nicht seinen Echtnickname angibt, erscheint mir Deine Aussage doch erneu aufschlussreich.
Packst Du gern Menschen in eine Kiste? Hier in die 90er - und stellst kategorisch fest, dass die hier nicht ins Forum passen.
Wow, das ist ja mal eine mutige Aussage für eine Selektion.
Da habe ich ja Glück gehabt, dass dieses Forum ein freies Meinungsforum ist.
 
OP
S

Siby001

Geocacher
In der Eingangsfrage ging es um jemanden, der nicht mehr mobil ist und weiterhin AL spielen möchte.

Ich glaube es geht hier um Teilhabe. Menschen, die trotz Einschränkung an einem Spiel teilnehmen wollen, sollte es möglich sein, gerade wenn es wie beim Geocaching um Spaß geht und man dadurch niemandem etwas wegnimmt oder sich einen unlauteren Vorteil verschafft.


Ich finde, die Teilhabe am Spiel überwiegt gegenüber dem Beharren auf starren Regeln.


Der Mensch mit ALS freut sich im Übrigen über AL, weil dadurch auch ein eigenständiges Loggen und eine Erhöhung des Coiunters möglich ist. Ist der Counter wichtig? Für diesen Menschen, der sonst fast nichts mehr kann: Eindeutiges Ja. Soll der nun dieses Wenige nicht machen dürfen, weil an allen Regeln immer festgehalten werden muss? Ich finde nein.
Danke für Deinen Beitrag.
Genau darum geht es auch in meinem Fall.
Ich bin sehr lange Zeit mit diesem Menschen auf Cachingtour gewesen und nun kann er aufgrund einer systemischen Erkrankung nicht mehr raus.
Das trifft und belastet ihn sehr, weil er aus diesem Spiel viel Lebensfreude gewonnen hat.

Dieses Beharren auf Regeln beklage ich und wünsche mir mehr Flexibilität.
Dafür werden mir hier Vorwürfe und zornige Emotionen zugeworfen, jedoch auch Zustimmung.
Wer die Option zum reinen Fundzählen ausnutzt, soll es tun, wenn er meint, das bringe ihm etwas.
Er schadet niemandem, auch nicht der Geocaching-Idee.
Jeder sollte sich frei entscheiden können und nicht durch Einhaltung einer 'Reinen Lehre' in die Schranken verwiesen werden.
Es ist doch nur ein Spiel und es geht um nichts menschlich existenzielles.
 

radioscout

Geoking
Es gibt noch eine Möglichkeit, die höchstwahrscheinlich funktioniert: "GPS-Spoofing".

Suche mal nach

hackrf gps simulator

Damit kommt man u. a. zu einem Open-Source-Projekt, welches ganz oben angezeigt wird. Es gibt auch andere. Such Dir das für Dich beste aus den Suchergebnissen aus.

Sofern die App nur die Koordinatenquelle auswertet, sollte das funktionieren.
Wenn ich die Fake-GPS-Erkennung entwickelt hätte, würde die auch andere Parameter auswerten: die Signalstärke und deren Verlauf, die Bewegung der gelieferten Koordinate zum Ziel und zwischen den anderen Koordinaten (Fahren und gehen statt gigantischer Sprünge) usw.

Du mußt darauf achten, daß das Händi keine echten Satelliten empfängt und Dein Signal nicht nach außen dringt und dort stört.



Ein Hinweis zum genannten SDR: ich habe nach dem gesucht, weil es der einzige ist den ich kenne. Ein Verlag aus Aachen, der früher in Gangelt saß, macht dafür viel Werbung und verkauft auch andere Produkte des Entwicklers und veröffentlicht seine Artikel. Ich bekomme keine Provision für die Erwähnung dieses SDR.
Es gibt auch andere SDR anderer Hersteller. Suche Dir den für Dich am besten geeigneten aus.
 

Paulinchen

Geonewbie
Verändern ja (ist in vielerlei Beziehung eh schon deutlich anders als zu der Zeit, als es losging), aber doch nicht das absolute Grundprinzip ("wir nutzen GPS, um einer gegebenen Location etwas zu finden") komplett in die Tonne treten.
Ja, leider hat sich viel verändert und das eigentlich schöne Outdoorhobby verkommt immer mehr. Ich finde ja man hätte das von Anfang an trennen sollen. So wie die Munzee...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Paulinchen

Geonewbie
Ich geocache seit Jahren mit über 11.000 Funden.
Da dürfte man wohl einiges an Erfahrungen und Wissen gesammelt haben.
Ich vertrete einfach nur eine andere Position, eine, die Geocaching auch anders betrachten möchte.
Wie viele davon sind Lab-Caches? Die Fundzahlen sagen bei den meisten Cacher leider nix mehr aus.
 

Paulinchen

Geonewbie
Ich halte das für ein Gerücht. Deine Aussage ist so gut wie nicht verifizierbar und meines Erachtens auch nicht zutreffend.
Sorry, aber mit so viel heißer Luft ist eine vernünftige Diskussion nicht möglich.
In meinem Umfeld gibt es viele Personen, die weit über 10.000 Labcaches (seit deren Einführung) vom Sofa aus gespielt haben und somit deutlich mehr Funde aufweisen als „ehrliche Cacher“, die outdoor ihre Punkte sammeln. Deshalb sagen die Fundzahlen für mich nichts aus.

Hier mal ein Beispiel, natürlich ohne Namen zu nennen:
  • Traditioneller Cache: 37xx
  • Multi-Cache: 2xx
  • Virtueller Geocache: 8x
  • Letterbox-Hybrid: 6x
  • Alle Event-Geocache-Arten: 2x
  • Event-Geocache: 2x
  • Mega-Event-Geocache: 3
  • Community Celebration Event: 1
  • Mystery-Cache: 26xx
  • Webcam-Geocache: 1x
  • Locationless- bzw. Reverse-Geocache: 3
  • EarthCache: 1xx
  • Wherigo-Geocache: 7x
  • Lab Cache: 97.5xx
Eine Gesamtfundzahl von 104.xxx – hat er damit deiner Meinung nach mehr Erfahrung und Wissen als andere?
Nein, er hat höchstens mehr Zeit auf dem Sofa verbracht und konnte bisher dank Fake-GPS all die Antworten eingeben.
 
Zuletzt bearbeitet:

radioscout

Geoking
Ich sehe schon ein ganz neues Geschäftsmodell: Über eine Fernzugriffsapp steuerbare Händis werden an Orten mit hoher ALC-Dichte installiert und stundenweise vermietet.
Die nächste Stufe: man gibt nur seine Zugangsdaten an und jemand oder ein Script sammelt gegen Bezahlung die Punkte.
 

DL3BZZ

Geoguru
Ich sehe schon ein ganz neues Geschäftsmodell: Über eine Fernzugriffsapp steuerbare Händis werden an Orten mit hoher ALC-Dichte installiert und stundenweise vermietet.
Die nächste Stufe: man gibt nur seine Zugangsdaten an und jemand oder ein Script sammelt gegen Bezahlung die Punkte.
Und Zack, da haste een Jeschäftsmodell :2thumbs:
 

DNF_BLN

Moderator
Teammitglied
Ich sehe schon ein ganz neues Geschäftsmodell: Über eine Fernzugriffsapp steuerbare Händis werden an Orten mit hoher ALC-Dichte installiert und stundenweise vermietet.
:ironie:
Bei deiner Datenpreisgabeparanoia verstehe ich diesen Vorschlag nicht. Es sei man zieht (du selbst) das Geschäft hoch und dann ist es wie immer. Money Money Money :wink:
 
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