🔒
Es gibt neue verfügbare Artikel. Klicken Sie, um die Seite zu aktualisieren.
Ältere BeiträgeHaupt-Feeds

Zeitreise in Goslar

25. Januar 2026 um 13:35

Schon im Vorfeld unseres Urlaubes im Harz, las ich immer wieder Goslar als Empfehlung im Netz. Da wir nicht weit entfernt unsere Unterkunft gebucht hatten, wurde dieser Tipp natürlich mit Hilfe der Geocaching-Karte in Angriff genommen.
Und so führte uns unser erster Ausflug zur Kaiserpfalz. Zwischen 1040 und 1050 unter Kaiser Heinrich dem Dritten erbaut, ist sie heute das größte und bedeutendste Bauwerk des 11. Jahrhunderts in Deutschland. Vor dem imposanten Gebäudekomplex stehend, war ich schon sehr beeindruckt von der Schönheit der damaligen Bauweise. Der Virtual „Die Kaiserpfalz“ stellt Euch vor drei Aufgaben, welche auf dem Gelände erledigt werden müssen, um die Logbedingungen zu erfüllen. Zum Beispiel müsst ihr ein Foto schießen, bei welchem Euch die Spitze der Pickelhaube eines Reiters in den Finger sticht. 😀 Nebenbei könnt ihr auch das Labadventure „Treffen sich mehrere … an der Kaiserpfalz“ plus dazugehörigen Bonus absolvieren.

Die Kaiserpfalz

Neugierig auf soviel uralte Stadtgeschichte geworden, entdeckte ich auf der Karte eine Letterbox ganz nach meinem Geschmack. Bei „Frankenberg“ besteht Eure Aufgabe darin, Euch anhand von Bildern über 10 Stationen zum Finale zu kämpfen. Auf insgesamt 3 km gehts durch die ehemalige Wohngegend der Bergarbeiter des nahegelegenen Rammelsberges. Durch enge wunderschöne Gassen geht ihr auf die Suche nach Bildern an Häusern, besonderen Türklinken oder Ornamenten. Wir hatten das Glück, unterwegs einen super netten Goslarer zu treffen, der unser Interesse an den Gebäuden bemerkte, uns ein bisschen Stadtgeschichte erzählte und ein paar besondere Fotopunkte empfahl. Auch wenn das Finale dann eher unspektulär daher kam, fand ich diese Zeitreise durch das Bergarbeiterviertel einfach wundervoll.

Auf den Spuren der Rammelsberger Bergleute und einer Letterbox 😊

Auf dem Rückweg schauten wir noch bei der wunderschönen Pfarrkirche der Frankenberger Bergleute vorbei und suchten im angrenzenden Park den Tradi „Kloster Frankenberg“. Die Kirche wurde im 12.Jahrhundert auf dem höchsten Punkt der Stadt errichtet. Die unzähligen aufeinandergeschichten Feldsteine bringen einen ins Staunen und zeigen welche beeindruckenden handwerklichen Fähigkeiten die Menschen früher besessen haben müssen.

Ebenfalls auf dem Weg zurück, könnt ihr in der Nähe eines sehr interessanten Ortes noch einen Tradi finden. Der Name „Das Stammhaus der Familie Siemens“ verrät schon, worum es sich hierbei handelt. Das 1692-1693 errichtete Fachwerkhaus versetzte mich auf eine Art und Weise in eine andere Zeit, wie noch kein Gebäude vorher. Die Art der Fenster, der verbaute geschmiedete Stahl, das wunderschöne uralte Tor und die mittlerweile schiefen und schrägen Balken … was wäre, könnten diese 338 Jahre alten Mauern sprechen? Der Bauherr war der Kaufmann und Stadthauptmann Hans Siemens. Bis auf eine Epoche von 138 Jahren war und ist dieses Gebäude bis heute im Familienbesitz der Unternehmerfamilie.

Für uns ging es noch ein bisschen in die Altstadt von Goslar, welche natürlich noch weitere Caches für Euch bereithält. Wir liesen hier allerdings nur die wunderschönen Gebäude und das Flair auf uns wirken und schossen ein paar Bilder.

Da wir nun schon das Leben der Bergleute außerhalb ihrer Arbeitsstätte kannten, war der Besuch des Bergwerkes Rammelsberg natürlich auch ein Muss. Den Weg hinauf zum Berg verkürzen Euch die drei Tradis „Auf dem Weg zum Rammelberg 1-3“. Als einziges Bergwerk der Welt war das Erzbergwerk 1000 Jahre in Betrieb. Im Sommer 1988 wurde es geschlossen und 1992 zum UNESCO Weltkulturerbe. Heute ist es ein Museum und bietet unzählige Einblicke in das Leben der Bergleute während seiner langen Geschichte. Wir erkundeten das Gelände, die alten Anlagen und die wirklich sehr gut gemachten Museen mit dem einfachsten Ticket für 10 Euro pro Person auf eigene Faust und haben das nicht bereut.

Im Anschluss ging es noch auf eine kleine Wanderung zum Mystie „Wim Orca“, welchen wir an einem Abend in unserer Unterkunft gelöst hatten. Das Rätsel hat uns riesigen Spaß gemacht und auch das Finale ist wirklich schön und den Fußmarsch auf alle Fälle wert. Unterwegs kamen wir am Herzberger Teich vorbei, einem für das Bergwerk gebauten Wasserspeicher und konnten auf unserem Weg noch die Tradis „Wasserfall Wintertal“ und „Forstbrücke im Wintertal“ signieren.

Rund um den Herzberger Teich

Zum Abschluss möchte ich Euch noch einen Virtual empfehlen, welchen ihr auf der Karte im Eingangsbereich des Bergwerks Rammelsberg finden könnt. Bei „Weltkulturerbe im Harz“ müsst ihr als Logbedingung an drei Weltkulturerbe-Stellen ein Bild mit dem aktuellen Datum und Euren Cachernamen machen. Dazu geht es natürlich zum Bergwerk Rammelsberg, einem alten Bergmannshaus im Stadtviertel Frankenberg und ein paar Kilometer entfernt zur Huttaler Widerwaage, einem Teil der Oberharzer Wasserwirtschaft. Letzteres ist ein augeklügelt angelegtes Netz aus Teichen und Gräben, welche das Wasser aus den Gruben fern hielten und es gleichzeitig in Energie umwandelten. Für Sammler der Harzer Wandernadel gibt es am Bergwerk und an der Huttaler Widerwaage auch noch einen Belohnungsstempel.

Unsere Logbilder 📸
👂

Das nächste Mal geht es in den Osten des Harzes. In Wernigerode und Umgebung wird es mal wieder sehr staubig, ein wenig modrig, aber geschichtlich sehr interessant 😉. Bis dahin bleibt gesund und neugierig, Eure Chaos_Schnecke Tina 🐌

IMG-20250921-WA0054

chaosschnecke

Zeitreise in Goslar

25. Januar 2026 um 13:35

Schon im Vorfeld unseres Urlaubes im Harz, las ich immer wieder Goslar als Empfehlung im Netz. Da wir nicht weit entfernt unsere Unterkunft gebucht hatten, wurde dieser Tipp natürlich mit Hilfe der Geocaching-Karte in Angriff genommen.
Und so führte uns unser erster Ausflug zur Kaiserpfalz. Zwischen 1040 und 1050 unter Kaiser Heinrich dem Dritten erbaut, ist sie heute das größte und bedeutendste Bauwerk des 11. Jahrhunderts in Deutschland. Vor dem imposanten Gebäudekomplex stehend, war ich schon sehr beeindruckt von der Schönheit der damaligen Bauweise. Der Virtual “Die Kaiserpfalz” stellt Euch vor drei Aufgaben, welche auf dem Gelände erledigt werden müssen, um die Logbedingungen zu erfüllen. Zum Beispiel müsst ihr ein Foto schießen, bei welchem Euch die Spitze der Pickelhaube eines Reiters in den Finger sticht. 😀 Nebenbei könnt ihr auch das Labadventure “Treffen sich mehrere … an der Kaiserpfalz” plus dazugehörigen Bonus absolvieren.

Die Kaiserpfalz

Neugierig auf soviel uralte Stadtgeschichte geworden, entdeckte ich auf der Karte eine Letterbox ganz nach meinem Geschmack. Bei “Frankenberg” besteht Eure Aufgabe darin, Euch anhand von Bildern über 10 Stationen zum Finale zu kämpfen. Auf insgesamt 3 km gehts durch die ehemalige Wohngegend der Bergarbeiter des nahegelegenen Rammelsberges. Durch enge wunderschöne Gassen geht ihr auf die Suche nach Bildern an Häusern, besonderen Türklinken oder Ornamenten. Wir hatten das Glück, unterwegs einen super netten Goslarer zu treffen, der unser Interesse an den Gebäuden bemerkte, uns ein bisschen Stadtgeschichte erzählte und ein paar besondere Fotopunkte empfahl. Auch wenn das Finale dann eher unspektulär daher kam, fand ich diese Zeitreise durch das Bergarbeiterviertel einfach wundervoll.

Auf den Spuren der Rammelsberger Bergleute und einer Letterbox 😊

Auf dem Rückweg schauten wir noch bei der wunderschönen Pfarrkirche der Frankenberger Bergleute vorbei und suchten im angrenzenden Park den Tradi “Kloster Frankenberg”. Die Kirche wurde im 12.Jahrhundert auf dem höchsten Punkt der Stadt errichtet. Die unzähligen aufeinandergeschichten Feldsteine bringen einen ins Staunen und zeigen welche beeindruckenden handwerklichen Fähigkeiten die Menschen früher besessen haben müssen.

Ebenfalls auf dem Weg zurück, könnt ihr in der Nähe eines sehr interessanten Ortes noch einen Tradi finden. Der Name “Das Stammhaus der Familie Siemens” verrät schon, worum es sich hierbei handelt. Das 1692-1693 errichtete Fachwerkhaus versetzte mich auf eine Art und Weise in eine andere Zeit, wie noch kein Gebäude vorher. Die Art der Fenster, der verbaute geschmiedete Stahl, das wunderschöne uralte Tor und die mittlerweile schiefen und schrägen Balken … was wäre, könnten diese 338 Jahre alten Mauern sprechen? Der Bauherr war der Kaufmann und Stadthauptmann Hans Siemens. Bis auf eine Epoche von 138 Jahren war und ist dieses Gebäude bis heute im Familienbesitz der Unternehmerfamilie.

Für uns ging es noch ein bisschen in die Altstadt von Goslar, welche natürlich noch weitere Caches für Euch bereithält. Wir liesen hier allerdings nur die wunderschönen Gebäude und das Flair auf uns wirken und schossen ein paar Bilder.

Da wir nun schon das Leben der Bergleute außerhalb ihrer Arbeitsstätte kannten, war der Besuch des Bergwerkes Rammelsberg natürlich auch ein Muss. Den Weg hinauf zum Berg verkürzen Euch die drei Tradis “Auf dem Weg zum Rammelberg 1-3”. Als einziges Bergwerk der Welt war das Erzbergwerk 1000 Jahre in Betrieb. Im Sommer 1988 wurde es geschlossen und 1992 zum UNESCO Weltkulturerbe. Heute ist es ein Museum und bietet unzählige Einblicke in das Leben der Bergleute während seiner langen Geschichte. Wir erkundeten das Gelände, die alten Anlagen und die wirklich sehr gut gemachten Museen mit dem einfachsten Ticket für 10 Euro pro Person auf eigene Faust und haben das nicht bereut.

Im Anschluss ging es noch auf eine kleine Wanderung zum Mystie “Wim Orca”, welchen wir an einem Abend in unserer Unterkunft gelöst hatten. Das Rätsel hat uns riesigen Spaß gemacht und auch das Finale ist wirklich schön und den Fußmarsch auf alle Fälle wert. Unterwegs kamen wir am Herzberger Teich vorbei, einem für das Bergwerk gebauten Wasserspeicher und konnten auf unserem Weg noch die Tradis “Wasserfall Wintertal” und “Forstbrücke im Wintertal” signieren.

Rund um den Herzberger Teich

Zum Abschluss möchte ich Euch noch einen Virtual empfehlen, welchen ihr auf der Karte im Eingangsbereich des Bergwerks Rammelsberg finden könnt. Bei “Weltkulturerbe im Harz” müsst ihr als Logbedingung an drei Weltkulturerbe-Stellen ein Bild mit dem aktuellen Datum und Euren Cachernamen machen. Dazu geht es natürlich zum Bergwerk Rammelsberg, einem alten Bergmannshaus im Stadtviertel Frankenberg und ein paar Kilometer entfernt zur Huttaler Widerwaage, einem Teil der Oberharzer Wasserwirtschaft. Letzteres ist ein augeklügelt angelegtes Netz aus Teichen und Gräben, welche das Wasser aus den Gruben fern hielten und es gleichzeitig in Energie umwandelten. Für Sammler der Harzer Wandernadel gibt es am Bergwerk und an der Huttaler Widerwaage auch noch einen Belohnungsstempel.

Unsere Logbilder 📸
👂

Das nächste Mal geht es in den Osten des Harzes. In Wernigerode und Umgebung wird es mal wieder sehr staubig, ein wenig modrig, aber geschichtlich sehr interessant 😉. Bis dahin bleibt gesund und neugierig, Eure Chaos_Schnecke Tina 🐌

Sachsengott Krodo, Elfenecke & Jungbrunnen

04. Januar 2026 um 18:06

Zuersteinmal möchte ich Euch Allen ein glückliches und gesundes neues Jahr wünschen. Ein Jahr voller Abenteuer und Erlebnisse in denen ihr schöne Erinnerungen schafft. Es war ruhig in den letzten Wochen hier im Blog. Mein Privatleben war das letzte Vierteljahr mehr als turbulent und kräftezehrend. Nicht die richtige Zeit um sich hier mit freiem Kopf und viel Kreativität neuen Berichten zu widmen. Ich hoffe jetzt zieht wieder ein wenig mehr Normalität und Alltag in meinem Leben ein und neuen Blogbeiträgen steht nichts im Wege.

Im September 2025 verbrachten wir 14 Tage im Harz. Unsere Erlebnisse möchte ich natürlich gern mit Euch teilen und so habe ich mich entschlossen Euch heute mit auf unseren Ausflug ins wunderschöne Bad Harzburg zu nehmen.
Unser Tag sollte mit einer Seilbahnfahrt auf den Großen Burgberg starten. Vor Ort erhielten wir das Angebot eines Kombitickets für Seilbahnfahrt, Baumwipfelpfad und 5D-Kino, welches wir gern buchten. Zuerst ging es für uns ins 5D-Kino, welches ich Euch nur wärmstens empfehlen kann. Dieses Erlebnis wird mir wohl lange in Erinnerung bleiben. Die tolle Geschichte, die wunderschönen Bühnenbilder und das einmalige Gefühl mitten im Geschehen zu sein, sind wirklich erwähnenswert und nach ein paar Minuten flauem Gefühl im Magen konnte ich die Vorstellung auch in vollen Zügen auskosten.

Ein paar Protagonisten des 5D-Films „Hickhack um die Harzburg“

Danach ging es auf die etwa 3-minütige Fahrt mit der 1929 erbauten Seilbahn auf den 483 Meter hohen Großen Burgberg. Fast lautlos schwebt die Gondel über den Kronen der Bäume und lässt Euch weit über den schönen Nationalpark blicken. Oben angekommen ging es für uns als Erstes zur Canossa-Säule auf dem Aussichtsplateau des Berges. Hier könnt ihr das geforderte Bild für den Virtual „Burgberg Bad Harzburg“ schießen und die Aussicht über Bad Harzburg und die angrenzenden weiten Wälder geniesen.

die Seilbahn
Canossa-Obelisk

Danach machten wir uns auf, zur Erkundung des Berges und der Überbleibsel der ehemaligen Harzburg. Gut geeignet, um einen ersten Überblick zu bekommen, war dafür der AdventureLab „Die Harzburg auf dem Burgberg“. Neugierig auf Alles was es da oben zu entdecken gibt, nahmen wir die Herausforderung an und begaben uns auf die 14 Stationen des Multicaches „Burg und Besinnung“. Der erste Teil führt Euch über den großen Burgberg, zeigt Euch die einstigen Burganlagen und bringt Euch die Geschichte näher. So steht ihr unter anderem irgendwann vor einer, wie ich finde ziemlich coolen, stählernen Statue des Sachsengottes KRODO. Diese wurde 2007 durch den Förderverein mit Hilfe von Spendengeldern hier errichtet. In vorchristlicher Zeit soll hier schon einmal eine KRODO-Statue gestanden und die vier Elemente des Lebens Sonne, Erde, Wind und Wasser symbolisiert haben. Im Rahmen der Christanisierung um 780 nach Christus soll Karl der Große diese zerstören lassen haben. Wir hatten wieder einmal großes Glück mit dem Wetter und so eröffnete sich uns sogar ein Blick auf den Brocken.

Der zweite Teil des Multi´s führt Euch auf den angrenzenden Sachsenberg. Über ca. 1,7 km geht es auf dem Themenweg an wunderschöne Plätze, welche zu Ruhe und Einkehr einladen. Habt ihr alle Werte richtig ermittelt, steht einem Log nichts im Wege. In jedem Fall lasst ihr Euch hier auf eine wunderschöne, nicht ganz leichte Wanderung ein, welche sich wirklich lohnt. Es eröffnen sich tolle Aussichten und die Möglichkeit die Ruhe und Schönheit der Natur in vollen Zügen zu erleben.

Eindrücke vom Besinnungsweg

Mittlerweile war es ziemlich spät geworden und die Zeit reichte nicht mehr für unseren Besuch des Baumwipfelpfades. Nach der Seilbahntalfahrt fragten wir deshalb einfach das Personal, ob wir unser gebuchtes Angebot auch auf den nächsten Tag verschieben könnten. Dies war kein Problem und wir erhielten Karten für den Baumwipfelpfad am Folgetag. Den Zeitfaktor sollte man bei einem Besuch des großen Burgberges wirklich nicht außer Acht lassen. Es gibt einfach wirklich viel zu sehen und zu erleben.
Und so beschlossen wir am kommenden Tag wiederzukommen und unseren Tag am Radauwasserfall ganz in der Nähe ausklingen zu lassen. Etwa 2km von Bad Harzburg entfernt befindet sich dieser malerische Wasserfall . Über eine steile Felsklippe stürzt das Wasser etwa 22m in die Tiefe. Der Name des Naturschauspiels lässt einen hohen Geräuschpegel vermuten. Tatsächlich hört man zwar das Wasser, aber nicht so, das es solch einen Namen rechtfertigen würde. Stattdessen geht der Name auf das Flüsschen Radau zurück, aus welchem seit 1859 Wasser abgezeigt und dekorativ über den Felsen geleitet wird. So wurde damals ein Ausflugsziel für die zunehmende Zahl an Kurgästen und Urlaubern in der Nähe von Bad Harzburg geschaffen. Während ihr vor der Felswand steht und den Anblick wirken lasst, könnt ihr die Fragen zum Earthcache „Der Radau-Wasserfall“ beantworten.

Für uns ging es also einen Tag später nocheinmal nach Bad Harzburg. Unser erstes Ziel war der Baumwipfelpfad, welcher sich seit 2015 unterhalb des großes Burgberges über die Baumkronen schlängelt und an 50 Stellen Wissenswertes zum Thema Wald bereithält. Am Ende befindet sich seit 2020 die Baumschwebebahn. Mit 12-15 km kann man fast lautlos in sanften Serpentinen die ca. 1000m vom großen Burgberg hinab zum Baumwipfelpfad schweben. Bei unserem nächsten Besuch wird das sicher in die ToDo-Liste aufgenommen. Auf dem Rückweg konnten wir noch die Tradis „Waldkirche im Kalten Tal“ und „Die Wiese im Kalten Tal“ finden und signieren.

Natürlich wollten wir noch ein bisschen mehr von dem wunderschönen Ort sehen und so verschlug es uns in die Innenstadt zum Jungbrunnen. Der Brunnen erzählt mit seinen witzigen Figuren, welche der Metallgestalter Jochen Müller aus Quedlinburg schuf, vom Jugendwahn und der Unsinnigkeit und der Komik dahinter. Es gibt rund um das Wasserspiel viel zu entdecken und hier könnt ihr Euch auch auf die Suche nach den Antworten zum Adventure „Hugo auf der Suche nach der ewigen Jugend“ machen.

Inzwischen war es Nachmittag geworden und der lockte uns auf Kaffee und Kuchen zu einem weiteren interessanten Ziel in Bad Harzburg. Dem Café Winuwuk.  Am Waldrand der Elfenecke, einem Gebiet zwischen Breitenberg und dem Elfenstein befinden sich zwei Gebäude, welchen einem Glauben machen, im Land der Gnome, Elfen und Feen angekommen zu sein. Die Kunstausstellung Sonnenhof und das Kaffeehaus Winuwuk. Auch innen erwartet Euch eine wirklich märchenhafte Einrichtung, leckerer Kaffee und hausgemachter Kuchen. Für uns gab es an diesem Tag Rhabarber-Schmand-Kuchen mit einer Baiserhaube. Fabelhaft war er, aber etwas anderes hätten wir hier auch nicht erwartet. Nur ein paar Schritte entfernt könnt ihr zudem noch den Tradi „Winuwuk“ finden.

Solltet ihr auch mal nach Bad Harzburg kommen oder es jetzt sogar planen, so könnte ihr ganz nebenbei auch das Adventure „Die merkwürdigen Labs im Harz“ spielen. An allen fünf benötigten Punkten sind wir heute in diesem Bericht schon ganz zufällig vorbeigekommen.
Zum Abschluss des Tages ging es für uns noch 13 Fahrminuten entfernt zur Verlobungsinsel ins Okertal. Einen Cache gibt es dort noch nicht, aber wahre Naturschönheit und eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel. Wir waren gefesselt von dieser schönen Stelle und saßen lange auf den Steinen am Ufer und genossen den wilden Harz.
Wer nun gern noch ein paar bewegte Bilder zu unseren zwei wunderschönen Tagen in Bad Harzburg sehen möchte, für den hat maecky1978 auch noch unseren Tag in zwei Teilen auf seinem Youtube Kanal veröffentlicht. Teil 1 nimmt Euch mit auf den Großen Burgberg und den Besinnungsweg, Teil 2 zum Baumwipfelpfad, dem Café Winuwuk und der Verlobungsinsel. Und natürlich würde er sich auch über ein Abo mächtig freuen.

👂

Wir bleiben im Harz und so nehme ich Euch das nächste Mal mit nach Goslar. Zu einer tollen Letterbox und so allerlei alter interessanter Stadtgeschichte. Bis dahin eine schöne Zeit, Eure Chaos-Schnecke Tina 🐌

20250919_150359

chaosschnecke

Sachsengott Krodo, Elfenecke & Jungbrunnen

04. Januar 2026 um 18:06

Zuersteinmal möchte ich Euch Allen ein glückliches und gesundes neues Jahr wünschen. Ein Jahr voller Abenteuer und Erlebnisse in denen ihr schöne Erinnerungen schafft. Es war ruhig in den letzten Wochen hier im Blog. Mein Privatleben war das letzte Vierteljahr mehr als turbulent und kräftezehrend. Nicht die richtige Zeit um sich hier mit freiem Kopf und viel Kreativität neuen Berichten zu widmen. Ich hoffe jetzt zieht wieder ein wenig mehr Normalität und Alltag in meinem Leben ein und neuen Blogbeiträgen steht nichts im Wege.

Im September 2025 verbrachten wir 14 Tage im Harz. Unsere Erlebnisse möchte ich natürlich gern mit Euch teilen und so habe ich mich entschlossen Euch heute mit auf unseren Ausflug ins wunderschöne Bad Harzburg zu nehmen.
Unser Tag sollte mit einer Seilbahnfahrt auf den Großen Burgberg starten. Vor Ort erhielten wir das Angebot eines Kombitickets für Seilbahnfahrt, Baumwipfelpfad und 5D-Kino, welches wir gern buchten. Zuerst ging es für uns ins 5D-Kino, welches ich Euch nur wärmstens empfehlen kann. Dieses Erlebnis wird mir wohl lange in Erinnerung bleiben. Die tolle Geschichte, die wunderschönen Bühnenbilder und das einmalige Gefühl mitten im Geschehen zu sein, sind wirklich erwähnenswert und nach ein paar Minuten flauem Gefühl im Magen konnte ich die Vorstellung auch in vollen Zügen auskosten.

Ein paar Protagonisten des 5D-Films “Hickhack um die Harzburg”

Danach ging es auf die etwa 3-minütige Fahrt mit der 1929 erbauten Seilbahn auf den 483 Meter hohen Großen Burgberg. Fast lautlos schwebt die Gondel über den Kronen der Bäume und lässt Euch weit über den schönen Nationalpark blicken. Oben angekommen ging es für uns als Erstes zur Canossa-Säule auf dem Aussichtsplateau des Berges. Hier könnt ihr das geforderte Bild für den Virtual “Burgberg Bad Harzburg” schießen und die Aussicht über Bad Harzburg und die angrenzenden weiten Wälder geniesen.

die Seilbahn
Canossa-Obelisk

Danach machten wir uns auf, zur Erkundung des Berges und der Überbleibsel der ehemaligen Harzburg. Gut geeignet, um einen ersten Überblick zu bekommen, war dafür der AdventureLab “Die Harzburg auf dem Burgberg”. Neugierig auf Alles was es da oben zu entdecken gibt, nahmen wir die Herausforderung an und begaben uns auf die 14 Stationen des Multicaches “Burg und Besinnung”. Der erste Teil führt Euch über den großen Burgberg, zeigt Euch die einstigen Burganlagen und bringt Euch die Geschichte näher. So steht ihr unter anderem irgendwann vor einer, wie ich finde ziemlich coolen, stählernen Statue des Sachsengottes KRODO. Diese wurde 2007 durch den Förderverein mit Hilfe von Spendengeldern hier errichtet. In vorchristlicher Zeit soll hier schon einmal eine KRODO-Statue gestanden und die vier Elemente des Lebens Sonne, Erde, Wind und Wasser symbolisiert haben. Im Rahmen der Christanisierung um 780 nach Christus soll Karl der Große diese zerstören lassen haben. Wir hatten wieder einmal großes Glück mit dem Wetter und so eröffnete sich uns sogar ein Blick auf den Brocken.

Der zweite Teil des Multi´s führt Euch auf den angrenzenden Sachsenberg. Über ca. 1,7 km geht es auf dem Themenweg an wunderschöne Plätze, welche zu Ruhe und Einkehr einladen. Habt ihr alle Werte richtig ermittelt, steht einem Log nichts im Wege. In jedem Fall lasst ihr Euch hier auf eine wunderschöne, nicht ganz leichte Wanderung ein, welche sich wirklich lohnt. Es eröffnen sich tolle Aussichten und die Möglichkeit die Ruhe und Schönheit der Natur in vollen Zügen zu erleben.

Eindrücke vom Besinnungsweg

Mittlerweile war es ziemlich spät geworden und die Zeit reichte nicht mehr für unseren Besuch des Baumwipfelpfades. Nach der Seilbahntalfahrt fragten wir deshalb einfach das Personal, ob wir unser gebuchtes Angebot auch auf den nächsten Tag verschieben könnten. Dies war kein Problem und wir erhielten Karten für den Baumwipfelpfad am Folgetag. Den Zeitfaktor sollte man bei einem Besuch des großen Burgberges wirklich nicht außer Acht lassen. Es gibt einfach wirklich viel zu sehen und zu erleben.
Und so beschlossen wir am kommenden Tag wiederzukommen und unseren Tag am Radauwasserfall ganz in der Nähe ausklingen zu lassen. Etwa 2km von Bad Harzburg entfernt befindet sich dieser malerische Wasserfall . Über eine steile Felsklippe stürzt das Wasser etwa 22m in die Tiefe. Der Name des Naturschauspiels lässt einen hohen Geräuschpegel vermuten. Tatsächlich hört man zwar das Wasser, aber nicht so, das es solch einen Namen rechtfertigen würde. Stattdessen geht der Name auf das Flüsschen Radau zurück, aus welchem seit 1859 Wasser abgezeigt und dekorativ über den Felsen geleitet wird. So wurde damals ein Ausflugsziel für die zunehmende Zahl an Kurgästen und Urlaubern in der Nähe von Bad Harzburg geschaffen. Während ihr vor der Felswand steht und den Anblick wirken lasst, könnt ihr die Fragen zum Earthcache “Der Radau-Wasserfall” beantworten.

Für uns ging es also einen Tag später nocheinmal nach Bad Harzburg. Unser erstes Ziel war der Baumwipfelpfad, welcher sich seit 2015 unterhalb des großes Burgberges über die Baumkronen schlängelt und an 50 Stellen Wissenswertes zum Thema Wald bereithält. Am Ende befindet sich seit 2020 die Baumschwebebahn. Mit 12-15 km kann man fast lautlos in sanften Serpentinen die ca. 1000m vom großen Burgberg hinab zum Baumwipfelpfad schweben. Bei unserem nächsten Besuch wird das sicher in die ToDo-Liste aufgenommen. Auf dem Rückweg konnten wir noch die Tradis “Waldkirche im Kalten Tal” und “Die Wiese im Kalten Tal” finden und signieren.

Natürlich wollten wir noch ein bisschen mehr von dem wunderschönen Ort sehen und so verschlug es uns in die Innenstadt zum Jungbrunnen. Der Brunnen erzählt mit seinen witzigen Figuren, welche der Metallgestalter Jochen Müller aus Quedlinburg schuf, vom Jugendwahn und der Unsinnigkeit und der Komik dahinter. Es gibt rund um das Wasserspiel viel zu entdecken und hier könnt ihr Euch auch auf die Suche nach den Antworten zum Adventure “Hugo auf der Suche nach der ewigen Jugend” machen.

Inzwischen war es Nachmittag geworden und der lockte uns auf Kaffee und Kuchen zu einem weiteren interessanten Ziel in Bad Harzburg. Dem Café Winuwuk.  Am Waldrand der Elfenecke, einem Gebiet zwischen Breitenberg und dem Elfenstein befinden sich zwei Gebäude, welchen einem Glauben machen, im Land der Gnome, Elfen und Feen angekommen zu sein. Die Kunstausstellung Sonnenhof und das Kaffeehaus Winuwuk. Auch innen erwartet Euch eine wirklich märchenhafte Einrichtung, leckerer Kaffee und hausgemachter Kuchen. Für uns gab es an diesem Tag Rhabarber-Schmand-Kuchen mit einer Baiserhaube. Fabelhaft war er, aber etwas anderes hätten wir hier auch nicht erwartet. Nur ein paar Schritte entfernt könnt ihr zudem noch den Tradi “Winuwuk” finden.

Solltet ihr auch mal nach Bad Harzburg kommen oder es jetzt sogar planen, so könnte ihr ganz nebenbei auch das Adventure “Die merkwürdigen Labs im Harz” spielen. An allen fünf benötigten Punkten sind wir heute in diesem Bericht schon ganz zufällig vorbeigekommen.
Zum Abschluss des Tages ging es für uns noch 13 Fahrminuten entfernt zur Verlobungsinsel ins Okertal. Einen Cache gibt es dort noch nicht, aber wahre Naturschönheit und eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel. Wir waren gefesselt von dieser schönen Stelle und saßen lange auf den Steinen am Ufer und genossen den wilden Harz.
Wer nun gern noch ein paar bewegte Bilder zu unseren zwei wunderschönen Tagen in Bad Harzburg sehen möchte, für den hat maecky1978 auch noch unseren Tag in zwei Teilen auf seinem Youtube Kanal veröffentlicht. Teil 1 nimmt Euch mit auf den Großen Burgberg und den Besinnungsweg, Teil 2 zum Baumwipfelpfad, dem Café Winuwuk und der Verlobungsinsel. Und natürlich würde er sich auch über ein Abo mächtig freuen.

👂

Wir bleiben im Harz und so nehme ich Euch das nächste Mal mit nach Goslar. Zu einer tollen Letterbox und so allerlei alter interessanter Stadtgeschichte. Bis dahin eine schöne Zeit, Eure Chaos-Schnecke Tina 🐌

Lasst die Spiele beginnen

08. Dezember 2024 um 17:41

Vor ein paar Tagen ging es für uns in die Umgebung von Wilsdruff. Dort findet ihr eine nicht unerheblich favorisierte Cacheserie von Familie walkaholic, welche wir schon vom LP-Multi “Der letzte Russe” kennen.
Insgesamt warten momentan 14 Büchsen der etwas ausgefalleneren Art auf Euch. Die meisten sind Mysteries, welche ihr im Vorfeld zu Hause lösen solltet. Der Name der Serie “Lets play” ist hierbei Programm. Mit Hilfe von Umschreibungen sind Spiele zu errätseln, welche ihr dann auch vor Ort wieder findet. Manchmal müsst ihr auch einfach Fragen beantworten, welche zum Thema am Versteckort passen. Die Serie ist keine Runde im klassischen Sinne. Sie liegt um den Ort Wilsdruff verstreut und muss somit mit Hilfe des Cachermobils angegangen werden. Eine Planung bietet sich also im Vorfeld an, damit man zeit- und ressourcensparend von einem Cache zum Nächsten kommt. Der Kontakt mit den Ownern bescherte uns schon im Vorfeld Tipps, welche Caches man zusammen von einem Parkplatz aus, erledigen kann und welche Reihenfolge am sinnvollsten ist.

Und so ging es für uns am 1.Advent früh bei winterlichen Temperaturen, aber blauem Himmel und Sonnenschein, auf einen Tagesausflug gen Osten. Im Gepäck zwei prall gefüllte Powerbanks und zwei Thermoskannen. Start sollte nämlich sinnvollerweise “Let´s play #9” werden. Das ist der einzige Cache dieser Serie, zu dem ihr außer einer Powerbank weitere Hilfsmittel benötigt. Nämlich 500ml über 80°C heißes und 500ml unter 10°C kaltes Wasser. Wer jetzt verduzt schaut, ja, uns ging es ebenso. Da wir eine dreiviertel Stunde Fahrzeit vor uns hatten, füllte ich zu Hause sprudelnd kochendes Wasser in eine Thermoskanne. In eine weitere kam Wasser, welches ich die letzte Nacht im Kühlschrank aufbewahrt hatte, versetzt mit einer Ladung Eiswürfel. Da wir ja nicht genau wussten, was uns erwartete und wir Sorge hatten, das das heiße Wasser bei den herrschenden Außentemperaturen zu schnell abkühlen könnte, hatte Maecky1978 noch seinen Esbit-Kocher und Kochgeschirr im Schlepptau. Man weiß ja nie. 😉

An den Parkkoordinaten angekommen, welche ihr in den meisten Fällen aus dem Checker erfahrt, ist als erstes ein Schlüssel zu suchen, welcher sich nicht lange vor uns verstecken konnte. Dort erfuhren wir auch den finalen Ort des Caches. Und so ging es, bewaffnet mit den Thermosflaschen und dem Schlüssel zum Ziel unserer Begierde. Was genau ihr mit den Flüssigkeiten machen müsst, spoilern wir jetzt nicht. Nur, das ein gutes Gefühl für Temperatur und ein weiteres kleines Gefäß von Vorteil sind. Wir hatten auf der Thermosflasche einen Trinkbecher als Deckel, welcher sich als überaus praktisch erwies. Gesamt fünfmal müsst ihr die gestellte Aufgabe erfüllen und plopp … fällt Euch das Logbuch in die Hände. Oder zu Boden 😄, aber beim nächsten Cache der Serie werdet ihr schlauer sein.

Danach könnt ihr im wahrsten Sinne des Wortes noch die Nummer #10 der Runde spielen. Das Auto muss dazu nur ein paar Meter bewegt werden.
Da wir unseren Weg so sinnvoll wie möglich gestalten wollten, entschieden wir uns zur #12 und #6 zu fahren, welche am weitesten entfernt von unserem Wohnort liegen und uns im Verlauf weiter Richtung Heimat zu arbeiten. Wir nutzten für beide Caches den Parkplatz der Nummer 12 und liefen zuerst zum “Let´s play #6”, bei welchem ich Euch Schreibzeug oder eine Notizapp empfehle. Auch wenn die Aufgabe erstmal machbar klingt, so war ich ihr doch dreimal nicht gewachsen und freute mich am Ende über die Notizen von Maecky. Nummer 12 der Serie macht ihrem Namen wieder alle Ehre. Werdet Dancing Cacher. Spaß ist defintiv gesichert.

an der #10
meine Solarpowerbank war heute eine gute Wahl
auf dem Weg zu Nummer #6
verkabeln
KOnzentration
Frostiges
Maecky in Startpostion – 3,2,1 …. Dancing 🙂
ich lege mich oft mit Brombeeren an – und verliere

Weiter ging es beim “Let´s play #13” , bei welchem uns der Owner samt tierischer Begleitung überraschte. Hier konnten Maecky und puppilein ihr Merkvermögen testen, während ich mit einem netten Smalltalk und dem Streicheln der Fellnase beschäftigt war.

Und schon konnte es für uns weitergehen. Nummer #1 und der Multi 3.1 waren das nächste Ziel. Zwischenzeitlich war auch LilaWölkchen zu uns gestoßen, welche bis dahin noch beruflicher Tätigkeit nachgehen musste. Sie kam auch sofort am Minimulti zum Einsatz und konnte ihre Geschicklichkeit und Schnelligkeit unter Beweis stellen. So ging es zügig weiter zum “Let´s play #1”, an welchem Maecky und puppielein ihre sportlichen Fähigkeiten gleich mehrfach einsetzen. Auch hier durfte final wieder gespielt und in Erinnerungen geschwelgt werden.

Das Wetter meinte es mehr als gut mit uns und so lies die Dämmerung auf sich warten und wir konnten uns noch in ein oder zwei Abenteuer stürzen. Also ging es für uns als nächstes zum “Let´s play #2”. Auch hier durfte wieder ein Klassiker gespielt werden, um an das Logbuch zu gelangen. Ziemlich cool gewählt fanden wir auch die Örtlichkeiten. Keine langen Wege vom angegebenen Parkplatz und so versteckt, das die Behausungen keiner großartiger Muggelgefahr ausgesetzt sind und man ganz ungestört, die gestellten Aufgaben erledigen kann.

Langsam dämmerte es und da wir den Abend auf dem Wilsdruffer Weihachtsmarkt bei einem Event des Let´s Play- Owners ausklingen lassen wollten, setzten wir uns nur noch die Nummer #4 als Ziel. Nachdem die Cachermobile abgestellt waren, unternahmen wir einen kleinen Waldspaziergang und konnten auch hier die Behausung samt “Spielzeug” schnell finden. LilaWölkchen meisterte die Aufgabe wieder sehr professionell und so stehen wir nun in 9 von 14 “Let´s play” – Logbüchern.

Inzwischen kam die Dunkelheit recht schnell und so ging es für uns ins Stadtinnere zum “Lichterfest”, welches am 30.11. und 01.12.2024 stattfand. Nachdem wir den idyllischen kleinen Markt mit seinem wunderschönen Baum erkundet, den ein oder anderen Glühwein probiert und uns mit Spezialitäten gestärkt hatten, begann auch schon das Event. Vor dem alten Rathaus versammelte sich eine beachtliche Menge an Geocachern und fachsimpelte bis 19 Uhr das Feuerwerk begann. Alles in Allem war es ein toller Tag mit sehr außergewöhnlichen und empfehlenswerten Caches. Auch wenn ihr von weiter her anreist, wird sich ein Besuch der “Let´s play´s” von walkaholic und seinem Team lohnen. Wir sagen Danke für das Austüfteln, Bauen und Warten dieser Highlights und kommen für die fünf fehlenden Caches der Serie und anderer Perlen der Owner bald wieder.

das alte Rathaus
ein echt schöner Baum
Blick ins Getümmel
Weihnachtsstimmung
das Eventlogbuch
unser Erinnerungsstück
Let’s Play the Audio 😀

Müsst ihr vielleicht in nächster Zeit einen LP-Liebhaber beschenken und wisst nicht wie? Im nächsten Beitrag zeige ich Euch, wie ich das Problem neulich gelöst habe. Bis dahin wünsche ich Euch eine besinnliche Weihnachtszeit, Eure Chaos_Schnecke Tina

Das Weltbad Karlsbad – Teil 2

24. Juli 2025 um 16:31

Rund um die Karlsbader Promenade prägen Felswände, Wald und bergiges Gelände das Bild. An vielen Stellen kann man in relativ kurzer Zeit, auf allerdings steil ansteigenden Wegen, Aussichtspunkte erklimmen, die an jeder Stelle einen einzigartigen und immer wieder atemberaubenden Blick auf die Stadt gewähren. Los ging es für uns an der Goetheaussicht. Der Tradi „Newton a jablko“ bietet in den Wegpunkten zwei Parkplätze und verkürzt Euch den Weg zum Aussichtsturm. Dieser 42m hohe, 1889 erbaute Turm steht auf 638m Höhe und wurde 2018 komplett und wunderschön saniert. 165 Stufen führen zum Ausblick über die Stadt, im Inneren befindet sich ein Ausflugscafé. Für den hier befindlichen Virtual „GOETHOVA VYHLIDKA / GOETHE’S VIEW“ müsst ihr nichts weiter tun, außer ein Foto von Euch vor Ort zu schießen.

An der Goetheaussicht

Um den Sonnenuntergang zu beobachten, eignet sich der Aussichtspunkt „Drei Kreuze“, welcher mit drei, im 17. Jahrhundert aufgestellten, überdimensionalen Holzkreuzen an die Rekatholisierung der Stadt erinnert. Hier könnt ihr auch den Tradi „Tri krize“ finden. Einen Parkplatz, von dem aus ihr den nicht allzu langen Gang zum Cache antreten könnt, findet ihr auch hier in den Wegpunkten. Für müde Wanderer wartet ein Restaurant. Wie schon am Beginn erwähnt, soll ein Hirsch die erste Thermalquelle entdeckt haben. Bei einer Jagd sprang dieser auf der Flucht vor Karl IV. und seinem Gefolge von einem Felsvorsprung und landete in einem Tümpel mit warmen Wasser, dem heutigen Sprudel. Karl IV. testete die Heilwirkung an sich selbst und badete in dem Gewässer. Dauraufhin befahl er die Gegend um die Quelle zu besiedeln. Laut dieser Legende entstand das Kurbad. Die Räte der Stadt entschieden 1851 diesem Hirsch ein Denkmal zu setzen, aber der recht rebellische Baron August von Lützow war der Meinung, das solch ein Gelände nur eine Gemse bewältigen kann. Er kam der Stadt zuvor und lies anstatt des Hirsches eine Gemsenstatue errichten. Diese solltet ihr auf alle Fälle besuchen und den Blick hinunter zum Sprudel bestaunen. Der Earthcache „AGT 128: Skalni suk Jeleni skok / Hirschsprung“ führt Euch auf eine Wanderung um die Gemsenstatue herum. Der Virtual „Kamzik“ kann ganz nebenbei mit erledigt werden. Unterwegs könnt ihr drei Aussichtspunkte besuchen. Die Petershöhe mit ihrem Gipfelkreuz eröffnet Euch einen weiten Blick auf das gesamt Kurviertel. Am 11. November 1712 soll der russische Zar bei seinem Besuch die Höhe bestiegen und seine Initialen in ein Holzkreuz geritzt haben. Den Weg ein Stück weiter bergab, findet ihr das älteste Aussichtsgebäude der Gegend, den Mayer´s Gloriette Pavillion. Schon seit 1804 eröffnet der hölzerne Unterstand den Ausblick auf die Kurstadt. Noch ein Stückchen bergab könnt ihr dann die Gemse bestaunen. Seit 1851 schaut sie von hier aus auf die Stadt und hat sich zum Symbol für sie entwickelt. Wer eine Pause benötigt, findet auch hier bei all diesen schönen Aussichten ein Restaurant mit Biergarten und für das Cachermobil bei N50°13.287, E012°52.545 eine günstige Parkmöglichkeit. Von dieser aus, kann es auch gleich zum berühmtesten Aussichtsturm von Karlsbad gehen, dem Diana-Turm. Der Weg ist kurz, aber steil und eröffnet immer wieder Blicke auf die Stadt. Unterwegs quert ihr die Seilbahn und könnt das aller 15 Minuten verkehrende Transportmittel sicher auch bei der Fahrt bestaunen. Sie bewältigt ihre 167m Höhenunterschied seit 1908 und bringt viele Besucher auf die 556m hohe „Freundschaftshöhe“ und wieder zurück. Oben angekommen, könnt ihr entweder mit dem Fahrstuhl oder über die 150 Stufen den Aussichtsturm erklimmen und den Blick, zum Beispiel auf das Erzgebirge, geniesen. Ein Foto, genau an dieser Stelle geschossen, erfüllt schon die Bedingungen für den Virtual „Diana – Virtual Reward“. Wieder unten angekommen, könnt ihr Euch auch hier im historischen Restaurant stärken, den Mini-Zoo oder das Schmetterlingshaus besuchen. Den Tradi „Diana „ könnt ihr hier auch finden. Im zweiten Anlauf gelang uns hier auch ein Fund.

Dianaturm und die Gemsenstatue

Jeder Cacher hat sicher schon einmal den Satz „Ohne unser Hobby wären wir hier wohl nie her gekommen“ gesagt, zumindest aber gehört. So erging es natürlich auch uns, denn auf der Suche nach lohnenswerten Büchsen, mussten wir natürlich auch die typischen Touristenrouten verlassen. Bei der Vorbereitung fiel mir auf der GC-Karte auf, das Karlsbad einen Flughafen hat. Da ich das bis dahin nicht wusste und auch nicht erwartet hatte, führte uns ein Abstecher zu den da versteckten Dosen. Mit dem Tradi „Letiste Karlovy Vary“ begannen wir unsere Erkundungstour um den kleinen feinen Airport, der etwas anderen Art. Hat man den leicht zu findenden und unspektakulären Petling geloggt, kann man super zum Lab „Mezinárodní letiště Karlovy Vary“ übergehen. Innerhalb einer kleinen Runde kann man die fünf interessantesten Punkte des Flughafens besuchen und dabei sogar einen Blick ins Innere des Abfertigungsgebäudes werfen. Dieses Objekt fand ich persönlich am interessantesten, denn es ist einem Triebwerk nachempfunden und sieht ziemlich futuristisch aus. Wer alle Labpunkte erfolgreich absolviert hat, kann ganz in der Nähe, die thematisch passende Bonusdose finden. Dieser Flughafen ist wirklich einen Besuch wert. Neben dem auffälligen Gebäude überrascht er noch mit seiner Einsamkeit. Zumindest als wir vor Ort waren, trafen wir, außer zwei Sicherheitsleuten, keine Menschenseele. Nichts was man, an einem Flughafen erwartet.

Am Karlsbader Flughafen

Als ich die Karte nach interessanten Dosen mit hohen Favoritenzahlen durchforstete, fiel mir der Tradi „BOHATICE“ ins Auge. Mit 63% Favoritenpunkten ausgezeichnet, machte er mich neugierig und wir sollten nicht enttäuscht werden. Wenn ihr hier loggen wollt, empfiehlt es sich, eigene Wood Coins zu besitzen oder zumindest welche zum tauschen parat zu haben. Die mittlerweile sehr beliebten CWGs, nämlich Czech Wood Geocoins, stammen, wie der Name schon sagt ursprünglich aus Tschechien und für Sammler ist das Land von daher natürlich ein Eldorado. Der Besuch dieser Tauschbörse in Form eines Regularversteckes, ist wirklich empfehlenswert. Die Tauschregel 1 gegen 1 sollte dabei bitte im Sinne Aller beherzigt werden. Wir konnten vor Ort kein Logbuch finden und haben mittels unserer eigenen Woodcoins „geloggt“. Ob das so gedacht ist oder nicht, konnten wir nicht so wirklich herausfinden, in jedem Fall ist es eine schöne Idee. Begeistert hat uns auch das Weihnachtshaus, welches eigentlich ein Barockschloss ist. Anfang der 2000er wurde das wunderschöne Gebäude von einem Privatunternehmer aufwendig saniert. Es beherbergt heute einige Sammlungen, wie zum Beispiel ein Teddybär- und ein Weihnachtsmuseum. Außerdem gibt es eine märchenhafte Verkaufsausstellung von Weihnachtsschmuck und ein gemütliches kleines Café. Um den Tradi „Zamek Doubi a Vanocni dum“ zu finden, müsst ihr das Haus nicht besichtigen. Uns hat ein regnerischer Nachmittag hinein gelockt und trotz nicht ganz preiswertem Eintritt hat es uns am Ende gut gefallen und wir konnten ein paar Abstecher in unsere Kindheit unternehmen. Ganz nebenbei und vollkommen unerwartet, prankte auf einem Teddybär in der Ausstellung plötzlich das GC-Zeichen und ein TB-Code. Eine schöne Überraschung, die uns sehr gefreut hat. Nicht vollkommen fern, aber doch etwas außerhalb der Touristenströme findet ihr das Jan Becher Museum und vor ihm eine riesige Becherovka-Flasche. Auch ohne einen Blick auf die GC-Karte zu werfen, muss man hier natürlich ein Foto schießen. Und damit habt ihr auch schon die Anforderungen für den Virtual „17. pramen alias 13. pramen Karlových Varů“ erfüllt und könnt Euch nun vielleicht ein Schlückchen des Kräuterlikörs gönnen. Etwas oberhalb der Kolonnaden mit ihren Quellen findet ihr ein sehr beeindruckendes Bauwerk. Die russisch-orthodoxe Kirche Peter und Paul. Ich bin mir sicher, wenn ihr in Karlsbad seid, habt ihr ihre weithin strahlenden goldenen Zwiebeltürme schon von irgend einem Ort aus entdecken können. Diese wunderschöne Kirche schafft es leicht, zwischen all den anderen zauberhaften Bauwerken hervorzustechen und weithin auf sich aufmerksam zu machen. Vor Ort könnt ihr den Mystie „Rusky kostel / Russian church“ lösen und nicht weit entfernt finden. Den zwischen 1893 und 1898 vom Architekt Gustav Wiedermann errichtete Sakralbau solltet ihr unbedingt besuchen und auch den Innenraum während der Öffnungszeiten besichtigen.

Tradi „BOHATICE“
Im Teddybärmuseum
Weihnachtshaus
Virtual am Jan Becher Museum
die russische Kirche

Wie bereits erwähnt, ist Karlsbad von steilen Hängen umgeben. Dies führte Anfang der 1900er Jahre dazu, das man Seilbahnen errichtete. Eine führt, wie ihr ja bereits wisst, zum Aussichtsturm Diana. Eine weitere, zwischen den engen Häuserzeilen der Stadt versteckte Standseilbahn, führt vom Zentrum zum Hotel Imperial. Das „märchenhafte“ Großhotel wurde 1912 eröffnet und ist von vielen Stellen der Stadt sichtbar. Bis 1959 gab es eine dritte Seilbahn, welche von einem der Badehäuser ebenfalls zum Hotel Imperial führte. Da sie immer seltener genutzt wurde, stellte man sie schließlich ein. 1913 begann der Bau einer vierten Bahn. Diese sollte etwa von der Sprudelkolonnade zum Aussichtspunkt „Drei Kreuze“ führen. Der erste Weltkrieg unterbrach die Bauarbeiten und auch danach wurden sie leider nicht wieder aufgenommen. Heute sind nur noch Reste zu erkennen. Wer auf Geschichts- und Informationstour rund um die Karlsbader Seilbahnen gehen will, dem möchten wir den Multi „Karlovarske lanove drahy / Carlsbad cableways“ empfehlen. Er führt Euch, mit seinen Stationen, an alle bestehenden und stillgelegten Strecken.

Blick von der Diana-Seilbahn
das Hotel Imperial
die Diana-Seilbahn
In der Seilbahn zum Hotel Imperial

Um Euch in Tschechien, und Karlsbad im Speziellen, gut zurecht zu finden, möchte ich Euch gern noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, die uns vor Ort gut geholfen haben. Tschechien hat keinen Euro, sondern eine eigene Währung. Um auf Nummer sicher zu gehen, würde ich Euro in die Landeswährung Kronen tauschen. So ist man auch an jedem Parkautomat gerüstet. Wir haben eine Wechselstube direkt an der Grenze genutzt, später aber bemerkt, das wir im Zentrum einen etwas besseren Wechselkurs bekommen hätten. Da wir gern flexibel sind, würde ich das jedoch immer wieder so machen, denn die gültige Währung sofort dabei zu haben, wenn man ins Landesinnere fährt, finde ich nicht falsch. Wir haben im Vorfeld eine Unterkunft im Internet gebucht. Da wir am liebsten Selbstversorger sind, wählen wir meist eine Ferienwohnung. Sehr empfehlen können wir die Penzion Blanka, K Přehradě 23, Karlovy Vary mit ihrer wirklich sehr sehr netten Gastgeberin. Hier ist WLAN vorhanden, ihr könnt Frühstück zubuchen, Euren Cacherhund mitbringen und das alles um die 50€ pro Nacht. Die Pension liegt auch günstig, um direkt zu längeren Wanderungen in die Höhen um Karlsbad zu starten. Falls ihr einkaufen müsst, so ist das auch kein Problem. In Karlsbad findet ihr Supermärkte wie zum Beispiel Globus oder Lidl, genau wie in Deutschland auch. Da wir ja für unser Hobby ab und an Internet und mobile Daten benötigen, ist die Frage nach der Netzabdeckung durchaus angebracht. Diese ist vor Ort sehr gut, wir hatten nicht ein einziges Mal Probleme. Vorab sollte man sich allerdings informieren, ob Leistungen im Ausland im persönlichen Handytarif abgedeckt sind. Nicht das nachträgliche unschöne Kosten auf Euch zukommen. In jedem Fall ist es günstig, sich im Vorfeld, je nachdem welche App oder welches Gerät ihr nutzt, die Caches der Gegend offline zu speichern, sowie sich Offlinekarten zu besorgen. Das bevorzuge ich allerdings immer, wenn ich Touren plane. Weiterhin empfehle ich, sich die Listings und die Hints der Caches, die man besuchen möchte, vorher zu übersetzen. Ich habe einfach den Google Übersetzer bemüht und das Ergebnis in die persönlichen Notizen des Caches gespeichert. So hatte ich vor Ort alles parat. Vertraut bitte nicht darauf, das die Cachebeschreibungen in mehreren Sprachen aufgebaut sind, nur weil es sich bei Karlsbad um eine Touristenhochburg handelt und es recht nah an der deutschen Grenze liegt. Ich habe nur in einem Cache ein deutsches und in ein paar mehr, ein englisches Listing gefunden. Gängig ist aber durchaus nur die Landessprache. Ich persönlich habe dann meinen Log in deutsch geschrieben und eine Google-Übersetzung in tschechisch angefügt. Ich finde es einfach schön, wenn man dem Owner die Wertschätzung entgegenbringt, ihm ein paar Worte in der Landessprache zu hinterlassen. Wahrscheinlich möchtet ihr unterwegs auch Euren Hunger und den Durst stillen. An jedem Aussichtspunkt, findet ihr urige Gasthäuser, die meist auch mit Biergärten zum Verweilen einladen. Im Karlsbader Zentrum können wir für die Schnellrestaurantfreunde den Old Carlsbad Grill empfehlen. Burger, Hot Dogs, Eis und ähnliches sind dort wirklich sehr lecker und werden frisch vor Euren Augen zubereitet. Für den etwas längeren Aufenthalt und den Genuss eines echten tschechischen Bieres, können wir Euch Goethe´s Beer Haus in der Nähe des großen Sprudels ans Herz legen. Sehr sehr leckeres Essen, viele Bierspezialitäten, eine wirklich tolle Atmosphäre und äußerst herzliches Personal, welches Euch in beinah allen Sprachen bedienen kann, erwarten Euch im ersten Stock eines wunderschönen Hauses. Die Preise sind natürlich in einer solchen Gegend nicht wirklich günstig, aber überteuert wäre auch die völlig falsche Bezeichnung. Nun noch einige Tipps zum parken im Stadtgebiet. Die gesamte Kurpromenade ist Fußgängerzone und an den angrenzenden Straßen ist parken schier unmöglich. Jede Parklücke gehört zu irgendeinem der unzähligen Hotels. Ehe ihr also Ärger bekommt, möchtet wir Euch drei Parkmöglichkeiten in fußläufiger Nähe zum Zentrum empfehlen. Die Stunde parken kostet meist 50 Kronen, das sind ca. 2€ pro Stunde oder 440 Kronen, also ca.18 € pro Tag. Bei N50°13.267 E012°53.122 und bei N50°13.717 E012°51.858 findet ihr bewachte Parkhäuser. Einen offenen, etwas preiswerteren Parkplatz, der aber sehr günstig liegt, könnt ihr bei N50°13.062 E012°53.134 nutzen.

Goethes Beer House
Goethes Beer House
Pension Blanka
Old Carlsbad Grill
Im Café Atlantik

Zum Schluss bleibt mir nur noch der Wunsch, Euch auf Karlsbad und die dortigen Cacheabenteuer neugierig gemacht zu haben. Ich würde mich freuen, wenn ihr eine Reise in diese wunderschöne Stadt unternehmt. Wie immer wäre es toll, von Euch und Euren Erlebnissen zu erfahren, natürlich beantworte ich Euch auch gern weitere Fragen.

Karlsbad die zweite Audio

Da die große Bunkerparty in Wünsdorf ja immer näher rückt, gehts im nächsten Beitrag schon mal in diesen Ort der etwas anderen Art. Bis dahin sende ich liebe Grüße, Eure Chaos_Schnecke Tina 🐌

IMG-20240826-WA0034

chaosschnecke

Das Weltbad Karlsbad – Teil 1

13. Juli 2025 um 18:32

Wie im letzten Bericht vorhergesagt, möchte ich Euch heute zu einem Ausflug nach Tschechien einladen. Der gesamte Bericht ist bereits vor einiger Zeit im Geocaching- und Outdoormagazin „Rucksackabenteuer“ erschienen, für welches ich einige Jahre geschrieben habe. Da ich Euch den wunderschönen Ort aber auch hier gern ans Herz legen möchte, kommt jetzt hier der erste Teil. Und nicht wundern, die Bilder wurden zu unterschiedlichen Jahreszeiten aufgenommen, da wir meist jedes Jahr einmal mindestens einen Tag in Karlsbad verbringen.

Die Lage Karlsbads ist für ein Bad besonders geeignet: Ein romatisches Tal, durchflossen von dem Flüsschen Tepl, ist von allen Seiten von schön gestalteten und zum Teil bewaldeten Bergen umgeben und bildet so eine eigene idyllische Welt. Dort vergisst man leicht die Schwierigkeiten und Sorgen des Lebens, die weit hinter diesen Bergen wohnen“ So hat 1829 der Schriftsteller Wolfgang Adolph Gerle den Kurort beschrieben, der zu den berühmtesten und traditionsreichsten der Welt gehört. Dieser Beschreibung kann ich nichts hinzufügen, denn selten war ich nach einem viertägigen Kurzurlaub so positiv gestimmt, geerdet und entspannt. Die heilende Wirkung der Thermalquellen von Karlsbad soll schon im 14. Jahrhundert bekannt gewesen sein. Der Sage nach, soll ein Hirsch auf der Flucht vor Jägern, in einen warmen Tümpel gesprungen sein und so das heilende Nass entdeckt haben. Das Wasser der Quellen wurde ab 1370 zunächst für Heilbäder genutzt , ab dem 16. Jahrhundert kamen die Trinkkuren hinzu, die tausende von Kurgästen jährlich heute noch in Anspruch nehmen und von denen gesagt wird, das man sie am besten nutzt, bevor man sie braucht. Zwischen 1580 und 1700 durchlebte die Stadt eine schwere Zeit. Durch Hochwasser, Brände und den 30-jährigen Krieg wurde Karlsbad fast vollständig zerstört. 1707 erhielt die Stadt durch Kaiser Joseph alle Privilegien einer Königsstadt, 1711 und 1712 besuchte der russische Zar Karlsbad, wodurch der Stadt reichliche Förderungen zu Gute kamen. Der Arzt David Becher, den wir heute hauptsächlich durch den Kräuterlikör Becherovka kennen, schrieb Abhandlungen zur heilenden Wirkung der Quellwässer und machte die Stadt so immer bekannter und ihre Trinkkuren immer beliebter. Seit 1795 gibt es eine Kurgebühr, die seither zum Aufbau und Instandhaltung der Stadt genutzt wird. Ein Großteil der wunderschönen Bauten, die die Promenade heute noch zieren, wurden in dieser Zeit errichtet. Vor fast jedem Haus befindet sich im Gehsteig eine Hinweistafel zum Gebäude. Ich bin immer noch beeindruckt, das dort Zahlen wie 1707, 1719 oder 1756 zu lesen sind. Auch das riesige beeindruckende Grandhotel Pupp am Ende der Flaniermeile mit knapp 230 Zimmern und einem Casino, blickt auf eine über 320-jährige Geschichte zurück. In seiner heutigen Form wurde es 1877 errichtet. Der Blick auf das riesige Ensemble lässt einem den Atem stocken, die Hotelangestellten, welche in Uniformen und golden Transportwagen, die Autos der Gäste be- und entladen, verbreiten einen Hauch von Luxus und versetzen einen ein bisschen in eine andere Zeit.

Grandhotel Pupp & Hotel Imperial

In der Stadt findet man mehrere wunderschöne Kolonnaden. Das sind historische Kureinrichtungen in Form von Säulengängen aus verschiedenen Bauepochen. Sie kommen kunstvoll verziert aus strahlendweißem Holz oder auch altgriechisch mit vielen Säulen, Sandsteinstatuen und -verzierungen daher. So unterschiedlich sie aber auch erscheinen, eins haben sie immer gemeinsam, sie beherbergen die Heilbrunnen und bieten den Besuchern ein stilvolles Trinkerlebnis. Die Anwendung der Heilquellen ist vielfältig. Störungen des Verdauungssystems, Stoffwechselstörungen, Diabetes mellitus, Gicht, Übergewicht, Parodontose, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Leber-, Gallen- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen sowie onkologische Leiden sollen die Trinkkuren lindern. Im Untergrund von Karlsbad ist noch Vulkanismus aktiv. Eruptionen und Ausbrüche gibt es zwar keine mehr, aber der „heiße Atem“ in der Erde sorgt für die Erwärmung der Quellen. Und davon gibt es so einige in der Stadt. Insgesamt sind 79 Austritte dokumentiert, 13 davon werden für die Trinkkur verwendet. Die Wassertemperatur bewegt sich dabei zwischen 30 und 73 Grad. Und so sieht man zu jeder Jahreszeit viele Leute mit den typischen Bädertassen von Quelle zu Quelle laufen und das Wasser geniesen. Diese historischen Schnabeltassen kann man in jeder möglichen Ausführung an den Souvenirständen erwerben. Genauso beliebt und ebenfalls an jeder Ecke zu haben, sind die beliebten Karlsbader Oblaten, ein dünnes Gebäck mit verschiedenen Füllungen. Kurz erwärmt, kann man sie in den Fußgängerzonen kaufen und während des Spaziergangs geniesen oder zu mehreren Stück verpackt, als Erinnerung oder Mitbringsel mit in die Heimat nehmen. Man kann sich Reiseführer kaufen, eine Stadtführung machen, sich einfach zwischen die vielen Touristen und Kurgäste mischen und die Stadt auf eigene Faust erkunden. Wir haben uns natürlich für eine Abenteuertour mittels Geocaching entschieden und es nicht bereut.

Wie man sich vorstellen kann, sind physische Verstecke an so einer Touristenattraktion schwer umzusetzen. Selbst wenn man unauffällige Verstecke findet oder schafft, so kann es im schlechtesten Fall wahrscheinlich Stunden dauern, bis man Zugang zum Objekt der Begierde erlangt. Dennoch haben wir uns an einen Tradi gewagt. Nachdem wir in eine ähnliche Umgebung, wie an einem Raststättencache ankamen und auch Mitmenschen antrafen, die sich dementsprechend verhielten, brachen wir ab und entschieden uns für zwei Earthcaches, einen Virtual und eine vielversprechende Letterbox. Der Earthcache „MINERAL SPRINGS OF KARLSBAD“ erzählt Euch im Listing allerlei Interessantes zu den Thermalquellen, welche ihr alle in der Nähe findet. Eine einfache Frage gilt es per Mail zu beantworten und ein Foto von Euch oder einem persönlichen Gegenstand an einer der drei Quellen Svoboda, Hadi oder Sadový dem Log zuzufügen. Das Foto lässt sich unterwegs gut schießen, an einem der gewünschten Punkte kommt ihr sicher vorbei, es heißt nur einfach die Augen offen zu halten. Nicht weit entfernt, könnt ihr den Virtual „Mlýnská kolonáda“ absolvieren. Die Mühlkolonnade ist die größte, sehr beeindruckende Kolonnade und beherbergt fünf Quellen. Mit Hilfe eines Bildes im Cache sucht ihr an diesen Wasserstellen Buchstaben, die am Ende eine Mailadresse ergeben, welche Euch den Log ermöglicht. Zusätzlich benötigt ihr ein Foto von Euch innerhalb der 124 Säulen, die das Dach der Kolonnade tragen. Ihr müsst eine schöne Stelle finden, bei der ihr beide Uhren des Bauwerkes mit im Bild habt. Auf der Kolonnade findet ihr zwölf Statuen, die jeweils einen Monat des Jahres verkörpern. Als Bonusaufgabe könnt ihr Euch mit der Figur Eures Geburtsmonates ablichten.

Weiter gehts mit dem Touristenstrom zu „Vřídlo“, einem Earthcache am Wahrzeichen von Karlsbad. Die heiße Quelle ist die beeindruckendste der Stadt und in einem separaten modernen Gebäude untergebracht, welches 1975 errichtet wurde. Vorher beheimatete erst eine gußeiserne, dann eine hölzerne Kolonnade den Sprudel. Zuviel möchte ich an dieser Stelle gar nicht über den sehenswerten Geysir erzählen, denn Vieles benötigt ihr für die Beantwortung der Cachefragen. Vor Ort haben wir allerdings nichts gefunden, was uns diesbezüglich weitergeholfen hätte, alle Antworten konnten wir aber gut im Netz finden. Außerhalb des Gebäudes fällt Euch vielleicht am Ufer der Tepl, genau wie uns, eine Menschenansammlung und aufsteigender Wasserdampf auf. Dort wird Quellwasser in den Fluss abgeleitet und bildet abstrakte Formen und verschiedene Farben auf dem Grund und an der Ausflußstelle, welche durch die mineralischen Inhaltstoffe des Wassers entstehen. Dieses Prinzip nutzt Karlsbad für die Herstellung von Souvenirs. Unter der Quelle, in den Tiefen des Erdreichs, werden Rosen mit Quellwasser umspült und so „versteinert“. 30-minütige Touren in den Untergrund kann man von Mai bis Oktober und am Besten im Voraus unter https://splzak.cz/cs/online buchen.

Unterwegs im Untergrund

Ein Stück weiter flußaufwärts findet ihr eine, mit dem Schriftzug „Karlovy Vary“ verzierte Brücke über die Tepla. Der Blick entlang des Flusses bis zum Grandhotel Pupp, gesäumt mit den wunderschönen geschichtsträchtigen Häusern, laden zum Fotografieren ein. An dieser Stelle könnt ihr auf der Geocachingkarte eine Letterbox entdecken, welche unser Interesse schon lange vorher zu Hause erweckte. Mit einer Schwierigkeit von fünf, 81% Favoritenpunkten und nur durchschnittlich 60 Funden im Jahr stellt sie eine Herausforderung dar, die wir nur zu gern annahmen. „Dacinci-Code“ ist an die Handlung und den Film „Der Da Vinci Code“ angelehnt, den man zur Lösung des Caches aber nicht unbedingt gesehen haben muss. Los gehts mit einem Videolink im Listing. Alles Weitere müsst ihr nun selbst herausfinden. Wer entschlüsselt hat, wohin die Reise nach dem Schatz geht, wird schon mit einer tollen ersten Station belohnt. Und wenn man denkt, man ist der finalen Behausung sehr nahe gekommen, findet man sich erstaunt, an einem Tisch mit einer metallenen glänzenden Scheibe wieder, die einen vor die nächste mysteriöse Herausforderung stellt. Bei Fragen hilft die Ownerin recht schnell und unkompliziert weiter. Dieses Abenteuer ist wirklich uneingeschränkt empfehlenswert.

Ein Paar Einblicke in die Stationen der Letterbox
Karlsbad Teil 1 – Hörversion 😁

Im nächsten Bericht gehts auf die Berge und zu den Aussichten links und rechts des Flusses Tepl und zu ein paar Orten abseits des Touristenstroms.. Ich hoffe, ich konnte Euch etwas neugierig machen und ihr freut Euch auf die Fortsetzung. Bis dahin eine schöne Woche und seid lieb gegrüßt, von Eurer Chaos_Schnecke Tina

B Karlsbad Stadt (45)

chaosschnecke

❌
❌