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Ein Bunkerabenteuer

10. September 2023 um 16:22

Aller paar Monate finden sich ein paar verrückte Menschen zusammen und begeben sich auf der Suche nach außergewöhnlichen Caches in meist dunkle, staubige und enge Locations. So auch am gestrigen Samstag. LilaWölkchen, Maecky1978, Jeti92, der Kabeldesigner und mich zog es zu einem geschichtsträchtigen Ort im tschechischen  Česká Kamenice (Böhmisch Kamnitz) im »Rabštejnské údolí« (Rabsteiner Tal). In einem von vier riesigen Bunkern findet ihr die Letterbox https://coord.info/GC28G7E “Underground”.  Nachdem das Cachemobil abgestellt war, ging es auf einen kurzen Marsch durch den märchenhaften Wald mit den beeindruckenden Sandsteinfelsen und plötzlich standen wir vor der Öffnung in den Untergrund.

der Weg in den Untergrund
Blick aus dem Untergrund
hilft nix, da müssen wir durch 🙂
Blick nach draußen
Auf dem Weg zum Einstieg

Nachdem für jeden Einzelnen eine Einstiegsmöglichkeit gefunden war, (ja, das ist stark abhängig von Umfang, Größe und Gelenkigkeit 😆 und ich bin bei so etwas ein echter Körperklaus) ging es in die Dunkelheit. Vor uns eröffnete sich ein gefühlt endloses Stollensystem, was von Hand in den Sandstein getrieben schien. Immer neue  lange Gänge mit Betonsockeln, auf denen wohl einmal große Tanks gestanden hatten, erschienen im Licht unserer Taschenlampen. Dazwischen ab und zu kleine Räume, deren Bedeutung nicht immer zu erkennen war.

Im Cachelisting findet ihr eine Wegbeschreibung, welcher ihr folgen müsst, um am Ende das schwarze Ungeheuer zu finden, in dessen Bauch sich das Logbuch versteckt. Gemeint ist ein 55m langer Tank, welcher, dem Geruch nach zu urteilen, wohl einmal Benzin enthielt. Im Netz habe ich ein altes Foto gefunden und die Aufschrift übersetzt. Brennbar und  Kraftstoff steht in kyrillischer  Schrift auf der Front.

Finaltank, Bild von sachsenschiene.net
Übersetzung Beschriftung

Also geht es nun IM Bunker noch IN einen Tank und da wiederum ganz ans Ende. Es ist übrigens der einzige Tank, der im Bunker noch vollständig zu finden ist. Einer wurde teilweise und alle Anderen vollständig zerlegt, demontiert und entfernt.

Im und am Tank

Nach einem längeren Aufenthalt am Final bemerkte man immer stärker den Benzingeruch. Nach über 30 Jahren ohne Nutzung, verwundert mich das immer wieder. Dies ist uns nämlich schon desöfteren in Bunkern aufgefallen, in denen Benzin gelagert wurde. Also nutzten wir den nicht weit entfernten Ausgang um ein wenig Frischluft zu tanken und nach dem Start des zweiten Caches zu schauen, den wir uns vorgenommen hatten. Und wir hatten Glück. Der Mystie https://coord.info/GC7Z12H “Werk H – Routinekontrolle [LP]”  kann genau hier gestartet und für den Rückweg genutzt werden. Tatsächlich fragten wir uns an dieser Stelle, wieso wir uns durch den Zugangsspalt am Beginn gequält hatten, wo hier doch ein ganzes Tor offen steht. Die finale Lage der Mysteriedose erklärt die Reihenfolge aber und natürlich ist so ein großer offener Zugang wesentlich unspektakulärer 😆 und weniger was zum angeben 🤣.

das Licht tritt ans Licht 😀
Einer, der ehemals fünf Zugänge

Wieder zurück im Dunkel, begaben wir uns auf die Spuren der Geschichte zum Mystie. Jede Station konnte recht zügig gefunden werden und so standen wir nach ziemlich genau zwei Stunden wieder vor unserer Einstiegsstelle und der Herausforderung zurück ins Tageslicht.

Die Dose selbst, findet ihr im Wald an einem idyllischen Bächlein auf dem Weg zurück zum Parkplatz. Dreckig, glücklich und mit zwei Favoritenpunkten weniger, kamen wir wieder an den Parkkordinaten an. Wie fast immer nach solchen Abenteuern stöberte ich noch ein wenig in der Geschichte und konnte dazu noch Einiges finden.

Bereits 1942 entstand hier ein Rüstungsstandort in einer enteigneten Textilfabrik. Nach etlichen Luftangriffen auf Bremen verlagerte die “Weser-Flugzeugbau GmbH Bremen” ihre Produktion hierher. Im Frühjahr 1944 fanden erste geologische Erkundungen statt und bereits im August desselben Jahres begann man mit dem Bau von unterirdischen Produktionsanlagen. Mittlerweile arbeiteten an diesem Standort ca. 6000 Zwangsarbeiter, KZ Häftlinge aus Flossenburg und Dachau, sowie Kriegsgefangene. Allein das “Werk H”, in dem sich beide von uns besuchten Caches befinden, sollte eine Größe von 40.000 Quadratmetern bekommen, wurde aber nie fertiggestellt. Immerhin könnt ihr hier ca. 3km Gänge erkunden. Nach Kriegsende bis 1957 wurden in den Bunkern Lebensmittel gelagert, danach wurde Werk H durch die ZGSS (Zentralgruppe Sowjetischer Streitkräfte) zum Tanklager umgebaut. Es entstanden 12 Tanks mit einer Länge zwischen 30 und 100 Metern in denen ca. 7,5 Millionen Liter Benzin, Diesel und Kerosin gelagert wurden. Nach dem Abzug der Sowjets übernahm eine tschechische Ölgesellschaft das Objekt. Eine geplante Modernisierung fand jedoch nie statt und so wurden 10 der 12 Tanks abgebaut und entsorgt. Beim Zerteilen der Objekte mit Schweißbrennern und Trennscheiben brannte die Isolierschicht ab, was fast alle Wände im Bunker mit Ruß schwärzte. Heute verewigen sich an diesen Stellen die Urbexer, Geocacher und Besucher.

Rußgeschwärzte Stollenwände

Ein Tank, der, welcher das Letterboxfinal beherbergt, ist noch orginal erhalten. Bei einem anderen wurde die Front entfernt. Vom Rest sieht man jeweils nur noch die Betonsockel. Alles zusammen vermittelt dem Besucher aber sehr gut in welchen Dimensionen hier gelagert wurde. Wenn ihr Bunker mögt, Euch Geschichte interessiert und sich Euch die Möglichkeit eines Besuches bietet, dann kann ich Euch dieses Abenteuer nur empfehlen.

Tank ohne Front
Betonsock
Im Tankinneren

Nach unserem Abenteuer kam der Kabeldesigner noch auf eine, für mich ausgefallene Idee. Er liest nämlich nicht gern bzw. hat keine Zeit dafür. Deshalb möchte er die Beiträge gern von mir vorgelesen bekommen. Natürlich möchte ich kein Podcast werden, aber hier findet ihr den Beitrag das erste mal als Audio, denn wahrscheinlich gibt es noch einige weitere Lesefaule 😉

Ganz in der Nähe befindet sich eine bedoste Flugzeugabsturzstelle. Dahin entführe ich Euch das nächste Mal. Bis dahin, eine schöne Zeit, Eure Chaos_Schnecke Tina

Challenge angenommen

19. Januar 2025 um 14:12

Schon einige Zeit fiel uns ein interessantes Gelände an der A72 im Vogtland auf, wenn wir diese gen Westen fuhren. Irgendwann schaute ich einmal etwas genauer auf die Karte und mir fiel direkt vor Ort ein interessanter Challengecache vom mir nicht ganz unbekannten Owner huberteff ins Auge. Solltet ihr noch nichts von einer Challenge gehört haben, hier eine kurze Erklärung. Solch ein Cache erscheint immer als Rätsel auf der Karte, liegt aber an den gelisteten Koordinaten. Um ihn als Fund zu loggen, müsst ihr die geforderte Aufgabe, die Euch der Owner stellt, erfüllt haben. Diese können ganz unterschiedlich, von sehr anspruchsvoll bis einfach sein. So sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Es kann gefordert sein, eine bestimmte Anzahl von Klettercaches gefunden zu haben, eine bestimmte Anzahl an Tagen in Folge gecacht zu haben oder eine gewisse Cacheart beispielsweise 100x gefunden zu haben. Oder, oder, oder. Im Listing ist meist der Link zum Challenge Checker von Projekt GC eingearbeitet, über welchen ihr prüfen könnt, ob ihr die Herausforderung bereits bestanden habt oder nicht. In unserem Fall, dem Cache “Get Lost – LP Challenge Cache” besteht die Aufgabe darin insgesamt 100 Geocaches mit dem Atribut”verlassenes Gebäude” gefunden zu haben. Suchen, finden und signieren könnt ihr die Dose natürlich jederzeit. Solange ihr die gestellte Aufgabe noch nicht erfüllt habt, besteht die Möglichkeit mittels einer Bemerkung zu loggen. Gefunden loggt ihr in diesem Fall erst, wenn der Challenge Checker Euch grünes Licht gibt. Und so sah es zum Zeitpunkt unseres Besuches auf unseren Profilen aus:

Maecky1978 fehlen noch 11 LP-Attribute
Ich erfülle die Anforderungen

Und so begaben wir uns an diesem sonnigen, aber sehr kalten Januartag zu dieser Dose. Wie im Cache angegeben, muss kein eingezäuntes Gelände zum Finden und Signieren betreten werden und es ist auch nicht erforderlich dieses Gelände zu erkunden. Aber wenn man mal da ist…😉 und es einen offenen Zugang gibt, dann begeben wir uns natürlich gern auf Abenteuertour.

GC Karte
gefunden und signiert
Luftbild – Internetfund

Wie wir im Nachhinein erfuhren, gibt es wohl einen neuen Besitzer, welcher Besucher auf seinem Gelände nicht so gern sieht. Er hat und das ist uns auch aufgefallen, Räume gesichert und verschlossen. Da wir uns generell auf fremden Grundstücken immer wie Gäste verhalten, ist es natürlich eine klare Sache, das soetwas respektiert und nicht betreten wird. Generell ist unser Anspruch immer, nichts als Fotos und Eindrücke mitzunehmen und nichts als unsere Fußspuren zu hinterlassen. Da bei unserem Besuch ein bisschen Schnee lag, war letzteres diesmal sogar wörtlich zu nehmen.
Los ging es im größten Komplex, welcher in einer Hälfte wohl einmal Hotelzimmer und in der anderen das Restaurant beherbergt hat.

Danach kämpften wir uns durch ein paar lichtere Dornenhecken zu einem der wirklich stark eingewachsenen Bungalows, welche sicher einst als Kinderferienlager dienten. Das Reh, welches uns ganz zu Beginn unseres Besuches über den Weg lief, scheint wohl hier zu wohnen. Zumindest fanden wir unzählige Spuren. Wie auch von wahrscheinlich einem Waschbär.

Weiter ging es vorbei an einer Art Garagen und Versorgungsräumen zum Heizhaus, auf dem der weithin sichtbare Schornstein mit dem Schriftzug “HOTEL” prankt. Hinter dem ehemaligen Restaurant findet man noch kleinere Gebäude mit einer Sauna, einem Aufenthaltsraum, einer Kegelbahn und vermutlich einer Bücherei.

Auf dem gesamten Gelände ist Vorsicht geboten, in der Erde tun sich immer wieder Löcher auf, da Kanaldeckel fehlen oder einfach neben den Schächten liegen. Nicht immer kann man das in der Wiese sofort erkennen. Generell muss ich sagen, habe ich auf einem LP Gelände selten soviel Spuren von Diebstahl gesehen. Hier fehlen quadratmeterweise Fußbodenplatten, Fliesen, Holzpaneele und sogar Treppenstufen. Was noch übrig war, ist dem Vandalismus zum Opfer gefallen, wurde eingeschlagen, zertreten oder zertrümmert. Immer wieder ein trauriger Anblick für uns. Finden konnten wir noch ein paar nicht ganz schlechte Graffiti, welche das triste Grau etwas auflockerten.

Beim Verlassen des Geländes fiel mir noch eine Wäscheleine auf. Wie lange mag sie wohl hier schon ungenutzt ihr Dasein fristen und auf dem Fußmarsch zum Auto eröffnete sich uns ein schöner Blick auf die Talsperre Pirk. Der Blick, welcher dem Hotel “Am See”, den Namen gab, unter dem man das Gelände im Internet immer mal wieder findet.

Blick zur Talsperre
arbeitslose Wäscheleine

Zuhause recherchierte ich ein wenig und konnte in Erfahrung bringen, das das Gelände zu DDR-Zeiten als Ferienheim und Kinderferienlager für die Mitarbeiter eines Espenhainer Betriebes genutzt wurde. Danach, wohl bis 2006, hatte es noch als Hotel und Raststätte geöffnet. Seither setzt Leerstand, Diebstahl und Vandalismus dem Gelände zu. Auch wenn es für mich schwer vorstellbar ist, so wünsche ich dem Ort, das wieder bessere Zeiten kommen mögen. Vielleicht mit Hilfe des neuen Eigentümers.
Bei meiner Recherches stieß ich auf einige alte Ansichtskarten und sogar ein Motiv, welches ich zufällig fast im gleichen Winkel fotografiert habe. Dies Alles möchte ich Euch hier natürlich nicht vorenhalten.

Internetfunde
Fotovergleich
Audioherausforderung 😁

Das nächste Mal stelle ich Euch einen Owner vor, welcher in Treuen und Umgebung wirklich einzigartige Caches legt. Großen und kleinen Geocachern wird hier defintiv ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Außerdem plant er für 2025 ein Event, welches vielleicht in Eurem Kalender landen sollte. Bis dahin, seid lieb gegrüßt von Eurer Chaos_Schnecke Tina

PS: Ich freue mich über ein Abo meines WhatsApp Kanals 🥂https://whatsapp.com/channel/0029Vazmmlt47Xe79maMkV1f

Vom Konsum-Bierchen zum Stasi-Bunker

01. Februar 2026 um 13:28

Natürlich zog es uns in unserem Harz-Urlaub auch an die vergessenen und staubigen Orte, welche aber immer viel zu erzählen haben. In der Nähe von Wernigerode, genauer gesagt in Nöschenrode, befand sich viele Jahre eine Gastwirtschaft. Bereits 1471 als Schleifmühle erbaut, begann mit dem Fremdenverkehr im Harz die gastronomische Geschichte des Anwesens mit dem Namen „Storchmühle“. 1934 erwarb Rudolf Kindermann, ein Magdeburger Industrieller, das Gelände. Er baute es zu einer bedeutenden Ausflugs- und Vergnügungsgaststätte aus, welche auch bei der Prominenz der damaligen Zeit durchaus beliebt war. An das Gelände angeschlossen gab es einen kleinen Tiergarten, Palmen und andere exotische Kübelpflanzen. Im Winter war die Gastwirtschaft geschlossen, die kälteempfindlichen Pflanzen überwinterten in Gewächshäusern des Wernigeröder Schlosses.

Eindrücke der damaligen Zeit (Quelle: Die Storchmühle im Internet)

Nach dem Krieg und der unvermeidlichen Enteignung übernahm die Konsum-Genossenschaft der DDR die Bewirtschaftung. Um 1970 herum wurden die Gebäude in drei Bauabschnitten zeitgemäß umgebaut und bis zur Wende weiterhin gastronomisch genutz.

Die Konsumzeit (Quellen: Die Storchmühle im Internet und DDR-Postkartenmuseum)

Wie bei so vielen geschichtsträchtigen Orten begann mit dem Ende der DDR auch das Ende dieses wunderschönes Ortes. Verfall und Vandalismus folgten. Seit 2009 existiert auf dem Gelände der Multicache „LPC Storchmühle“. Leider sind die Stationen nicht mehr komplett spielbar, durch einen Hint, kann man das Finale aber dennoch problemlos finden. Und so gaben wir uns erstmal ganz der Erkundung des doch recht großen Geländes hin. Besonders eindrucksvoll war der riesige Speisesaal mit seinen runden Öffnungen in der Decke und den ehemals großen Glasfronten. Die Vorstellung, wie lichtdurchflutet dieser Raum einmal gewesen sein muss, fällt nicht schwer. Im Außenbereich entdeckt man zwischen starker Vegetation immer wieder kleine Eindrücke, wie schön es wohl hier einmal gewesen sein muss. Auf verschiedenen Ebenen gab es wahrscheinlich Sitzgelegenheiten und auch einen SB-Imbiss findet man im jetzigen Dschungel. Auch wenn die Stationen des 16 Jahre alten Multis nicht mehr komplett in Ordnung sind, so ist dieser Oldscool LP Cache und dieses geschichtsträchtige Gelände doch immer noch einen Besuch wert.

Noch war unser LostPlace Hunger für diesen Tag nicht gestillt und so ging es ins nur 10 Autominuten entfernte Büchenberg. Hier befindet sich der Multi „Bunker LP-09“. Nachdem ihr die erste Station an den Parkkoordinaten gelöst habt, geht es auf einen kleinen Spaziergang zur ehemaligen Führungsstelle in Kriegs- und Krisensituationen. Über 100 Bunker dieses Typs wurden in den 60er Jahren in der DDR gebaut, um für eventuelle Kriegsfälle vorbereitet zu sein. Die Wände bestehen aus 30 cm Stahlbeton, die Nutzfläche beträgt ca. 140qm. Weitere Infos zu diesem Bunkertyp findet ihr im Listing und auf dieser Webseite. Sobald ihr in den Tiefen verschwunden seid, heißt es Taschenlampen an und die geforderten Informationen suchen. Habt ihr alles gefunden, könnt ihr es Euch auf einer Couch im Bunker gemütlich machen und die finalen Koordinaten errechnen. Ein wirklich empfehlenswertes kleines Abenteuer.
Wenn ihr nun noch Lust auf ein paar bewegte Bilder habt, dann kann ich Euch das Video von maecky1978 über unseren Tag in Wernigerode, der Storchmühle und dem Bunker empfehlen.Schaut doch mal auf seinem Youtube-Kanal vorbei. Über einen Like oder ein Abo würden wir uns ebenfalls sehr freuen.

👂

Das nächste Mal kommen alle Liebhaber der Brockenbahn auf ihre Kosten. Neben einer Fahrt zum Brocken haben wir auch noch den ein oder anderen thematisch passenden Cache gefunden. Bis dahin, bleibt gesund, Eure Chaos_Schnecke Tina 🐌

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chaosschnecke

Vom Konsum-Bierchen zum Stasi-Bunker

01. Februar 2026 um 13:28

Natürlich zog es uns in unserem Harz-Urlaub auch an die vergessenen und staubigen Orte, welche aber immer viel zu erzählen haben. In der Nähe von Wernigerode, genauer gesagt in Nöschenrode, befand sich viele Jahre eine Gastwirtschaft. Bereits 1471 als Schleifmühle erbaut, begann mit dem Fremdenverkehr im Harz die gastronomische Geschichte des Anwesens mit dem Namen “Storchmühle”. 1934 erwarb Rudolf Kindermann, ein Magdeburger Industrieller, das Gelände. Er baute es zu einer bedeutenden Ausflugs- und Vergnügungsgaststätte aus, welche auch bei der Prominenz der damaligen Zeit durchaus beliebt war. An das Gelände angeschlossen gab es einen kleinen Tiergarten, Palmen und andere exotische Kübelpflanzen. Im Winter war die Gastwirtschaft geschlossen, die kälteempfindlichen Pflanzen überwinterten in Gewächshäusern des Wernigeröder Schlosses.

Eindrücke der damaligen Zeit (Quelle: Die Storchmühle im Internet)

Nach dem Krieg und der unvermeidlichen Enteignung übernahm die Konsum-Genossenschaft der DDR die Bewirtschaftung. Um 1970 herum wurden die Gebäude in drei Bauabschnitten zeitgemäß umgebaut und bis zur Wende weiterhin gastronomisch genutz.

Die Konsumzeit (Quellen: Die Storchmühle im Internet und DDR-Postkartenmuseum)

Wie bei so vielen geschichtsträchtigen Orten begann mit dem Ende der DDR auch das Ende dieses wunderschönes Ortes. Verfall und Vandalismus folgten. Seit 2009 existiert auf dem Gelände der Multicache “LPC Storchmühle”. Leider sind die Stationen nicht mehr komplett spielbar, durch einen Hint, kann man das Finale aber dennoch problemlos finden. Und so gaben wir uns erstmal ganz der Erkundung des doch recht großen Geländes hin. Besonders eindrucksvoll war der riesige Speisesaal mit seinen runden Öffnungen in der Decke und den ehemals großen Glasfronten. Die Vorstellung, wie lichtdurchflutet dieser Raum einmal gewesen sein muss, fällt nicht schwer. Im Außenbereich entdeckt man zwischen starker Vegetation immer wieder kleine Eindrücke, wie schön es wohl hier einmal gewesen sein muss. Auf verschiedenen Ebenen gab es wahrscheinlich Sitzgelegenheiten und auch einen SB-Imbiss findet man im jetzigen Dschungel. Auch wenn die Stationen des 16 Jahre alten Multis nicht mehr komplett in Ordnung sind, so ist dieser Oldscool LP Cache und dieses geschichtsträchtige Gelände doch immer noch einen Besuch wert.

Noch war unser LostPlace Hunger für diesen Tag nicht gestillt und so ging es ins nur 10 Autominuten entfernte Büchenberg. Hier befindet sich der Multi “Bunker LP-09”. Nachdem ihr die erste Station an den Parkkoordinaten gelöst habt, geht es auf einen kleinen Spaziergang zur ehemaligen Führungsstelle in Kriegs- und Krisensituationen. Über 100 Bunker dieses Typs wurden in den 60er Jahren in der DDR gebaut, um für eventuelle Kriegsfälle vorbereitet zu sein. Die Wände bestehen aus 30 cm Stahlbeton, die Nutzfläche beträgt ca. 140qm. Weitere Infos zu diesem Bunkertyp findet ihr im Listing und auf dieser Webseite. Sobald ihr in den Tiefen verschwunden seid, heißt es Taschenlampen an und die geforderten Informationen suchen. Habt ihr alles gefunden, könnt ihr es Euch auf einer Couch im Bunker gemütlich machen und die finalen Koordinaten errechnen. Ein wirklich empfehlenswertes kleines Abenteuer.
Wenn ihr nun noch Lust auf ein paar bewegte Bilder habt, dann kann ich Euch das Video von maecky1978 über unseren Tag in Wernigerode, der Storchmühle und dem Bunker empfehlen.Schaut doch mal auf seinem Youtube-Kanal vorbei. Über einen Like oder ein Abo würden wir uns ebenfalls sehr freuen.

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Das nächste Mal kommen alle Liebhaber der Brockenbahn auf ihre Kosten. Neben einer Fahrt zum Brocken haben wir auch noch den ein oder anderen thematisch passenden Cache gefunden. Bis dahin, bleibt gesund, Eure Chaos_Schnecke Tina 🐌

Zeitreise in Goslar

25. Januar 2026 um 13:35

Schon im Vorfeld unseres Urlaubes im Harz, las ich immer wieder Goslar als Empfehlung im Netz. Da wir nicht weit entfernt unsere Unterkunft gebucht hatten, wurde dieser Tipp natürlich mit Hilfe der Geocaching-Karte in Angriff genommen.
Und so führte uns unser erster Ausflug zur Kaiserpfalz. Zwischen 1040 und 1050 unter Kaiser Heinrich dem Dritten erbaut, ist sie heute das größte und bedeutendste Bauwerk des 11. Jahrhunderts in Deutschland. Vor dem imposanten Gebäudekomplex stehend, war ich schon sehr beeindruckt von der Schönheit der damaligen Bauweise. Der Virtual „Die Kaiserpfalz“ stellt Euch vor drei Aufgaben, welche auf dem Gelände erledigt werden müssen, um die Logbedingungen zu erfüllen. Zum Beispiel müsst ihr ein Foto schießen, bei welchem Euch die Spitze der Pickelhaube eines Reiters in den Finger sticht. 😀 Nebenbei könnt ihr auch das Labadventure „Treffen sich mehrere … an der Kaiserpfalz“ plus dazugehörigen Bonus absolvieren.

Die Kaiserpfalz

Neugierig auf soviel uralte Stadtgeschichte geworden, entdeckte ich auf der Karte eine Letterbox ganz nach meinem Geschmack. Bei „Frankenberg“ besteht Eure Aufgabe darin, Euch anhand von Bildern über 10 Stationen zum Finale zu kämpfen. Auf insgesamt 3 km gehts durch die ehemalige Wohngegend der Bergarbeiter des nahegelegenen Rammelsberges. Durch enge wunderschöne Gassen geht ihr auf die Suche nach Bildern an Häusern, besonderen Türklinken oder Ornamenten. Wir hatten das Glück, unterwegs einen super netten Goslarer zu treffen, der unser Interesse an den Gebäuden bemerkte, uns ein bisschen Stadtgeschichte erzählte und ein paar besondere Fotopunkte empfahl. Auch wenn das Finale dann eher unspektulär daher kam, fand ich diese Zeitreise durch das Bergarbeiterviertel einfach wundervoll.

Auf den Spuren der Rammelsberger Bergleute und einer Letterbox 😊

Auf dem Rückweg schauten wir noch bei der wunderschönen Pfarrkirche der Frankenberger Bergleute vorbei und suchten im angrenzenden Park den Tradi „Kloster Frankenberg“. Die Kirche wurde im 12.Jahrhundert auf dem höchsten Punkt der Stadt errichtet. Die unzähligen aufeinandergeschichten Feldsteine bringen einen ins Staunen und zeigen welche beeindruckenden handwerklichen Fähigkeiten die Menschen früher besessen haben müssen.

Ebenfalls auf dem Weg zurück, könnt ihr in der Nähe eines sehr interessanten Ortes noch einen Tradi finden. Der Name „Das Stammhaus der Familie Siemens“ verrät schon, worum es sich hierbei handelt. Das 1692-1693 errichtete Fachwerkhaus versetzte mich auf eine Art und Weise in eine andere Zeit, wie noch kein Gebäude vorher. Die Art der Fenster, der verbaute geschmiedete Stahl, das wunderschöne uralte Tor und die mittlerweile schiefen und schrägen Balken … was wäre, könnten diese 338 Jahre alten Mauern sprechen? Der Bauherr war der Kaufmann und Stadthauptmann Hans Siemens. Bis auf eine Epoche von 138 Jahren war und ist dieses Gebäude bis heute im Familienbesitz der Unternehmerfamilie.

Für uns ging es noch ein bisschen in die Altstadt von Goslar, welche natürlich noch weitere Caches für Euch bereithält. Wir liesen hier allerdings nur die wunderschönen Gebäude und das Flair auf uns wirken und schossen ein paar Bilder.

Da wir nun schon das Leben der Bergleute außerhalb ihrer Arbeitsstätte kannten, war der Besuch des Bergwerkes Rammelsberg natürlich auch ein Muss. Den Weg hinauf zum Berg verkürzen Euch die drei Tradis „Auf dem Weg zum Rammelberg 1-3“. Als einziges Bergwerk der Welt war das Erzbergwerk 1000 Jahre in Betrieb. Im Sommer 1988 wurde es geschlossen und 1992 zum UNESCO Weltkulturerbe. Heute ist es ein Museum und bietet unzählige Einblicke in das Leben der Bergleute während seiner langen Geschichte. Wir erkundeten das Gelände, die alten Anlagen und die wirklich sehr gut gemachten Museen mit dem einfachsten Ticket für 10 Euro pro Person auf eigene Faust und haben das nicht bereut.

Im Anschluss ging es noch auf eine kleine Wanderung zum Mystie „Wim Orca“, welchen wir an einem Abend in unserer Unterkunft gelöst hatten. Das Rätsel hat uns riesigen Spaß gemacht und auch das Finale ist wirklich schön und den Fußmarsch auf alle Fälle wert. Unterwegs kamen wir am Herzberger Teich vorbei, einem für das Bergwerk gebauten Wasserspeicher und konnten auf unserem Weg noch die Tradis „Wasserfall Wintertal“ und „Forstbrücke im Wintertal“ signieren.

Rund um den Herzberger Teich

Zum Abschluss möchte ich Euch noch einen Virtual empfehlen, welchen ihr auf der Karte im Eingangsbereich des Bergwerks Rammelsberg finden könnt. Bei „Weltkulturerbe im Harz“ müsst ihr als Logbedingung an drei Weltkulturerbe-Stellen ein Bild mit dem aktuellen Datum und Euren Cachernamen machen. Dazu geht es natürlich zum Bergwerk Rammelsberg, einem alten Bergmannshaus im Stadtviertel Frankenberg und ein paar Kilometer entfernt zur Huttaler Widerwaage, einem Teil der Oberharzer Wasserwirtschaft. Letzteres ist ein augeklügelt angelegtes Netz aus Teichen und Gräben, welche das Wasser aus den Gruben fern hielten und es gleichzeitig in Energie umwandelten. Für Sammler der Harzer Wandernadel gibt es am Bergwerk und an der Huttaler Widerwaage auch noch einen Belohnungsstempel.

Unsere Logbilder 📸
👂

Das nächste Mal geht es in den Osten des Harzes. In Wernigerode und Umgebung wird es mal wieder sehr staubig, ein wenig modrig, aber geschichtlich sehr interessant 😉. Bis dahin bleibt gesund und neugierig, Eure Chaos_Schnecke Tina 🐌

IMG-20250921-WA0054

chaosschnecke

Zeitreise in Goslar

25. Januar 2026 um 13:35

Schon im Vorfeld unseres Urlaubes im Harz, las ich immer wieder Goslar als Empfehlung im Netz. Da wir nicht weit entfernt unsere Unterkunft gebucht hatten, wurde dieser Tipp natürlich mit Hilfe der Geocaching-Karte in Angriff genommen.
Und so führte uns unser erster Ausflug zur Kaiserpfalz. Zwischen 1040 und 1050 unter Kaiser Heinrich dem Dritten erbaut, ist sie heute das größte und bedeutendste Bauwerk des 11. Jahrhunderts in Deutschland. Vor dem imposanten Gebäudekomplex stehend, war ich schon sehr beeindruckt von der Schönheit der damaligen Bauweise. Der Virtual “Die Kaiserpfalz” stellt Euch vor drei Aufgaben, welche auf dem Gelände erledigt werden müssen, um die Logbedingungen zu erfüllen. Zum Beispiel müsst ihr ein Foto schießen, bei welchem Euch die Spitze der Pickelhaube eines Reiters in den Finger sticht. 😀 Nebenbei könnt ihr auch das Labadventure “Treffen sich mehrere … an der Kaiserpfalz” plus dazugehörigen Bonus absolvieren.

Die Kaiserpfalz

Neugierig auf soviel uralte Stadtgeschichte geworden, entdeckte ich auf der Karte eine Letterbox ganz nach meinem Geschmack. Bei “Frankenberg” besteht Eure Aufgabe darin, Euch anhand von Bildern über 10 Stationen zum Finale zu kämpfen. Auf insgesamt 3 km gehts durch die ehemalige Wohngegend der Bergarbeiter des nahegelegenen Rammelsberges. Durch enge wunderschöne Gassen geht ihr auf die Suche nach Bildern an Häusern, besonderen Türklinken oder Ornamenten. Wir hatten das Glück, unterwegs einen super netten Goslarer zu treffen, der unser Interesse an den Gebäuden bemerkte, uns ein bisschen Stadtgeschichte erzählte und ein paar besondere Fotopunkte empfahl. Auch wenn das Finale dann eher unspektulär daher kam, fand ich diese Zeitreise durch das Bergarbeiterviertel einfach wundervoll.

Auf den Spuren der Rammelsberger Bergleute und einer Letterbox 😊

Auf dem Rückweg schauten wir noch bei der wunderschönen Pfarrkirche der Frankenberger Bergleute vorbei und suchten im angrenzenden Park den Tradi “Kloster Frankenberg”. Die Kirche wurde im 12.Jahrhundert auf dem höchsten Punkt der Stadt errichtet. Die unzähligen aufeinandergeschichten Feldsteine bringen einen ins Staunen und zeigen welche beeindruckenden handwerklichen Fähigkeiten die Menschen früher besessen haben müssen.

Ebenfalls auf dem Weg zurück, könnt ihr in der Nähe eines sehr interessanten Ortes noch einen Tradi finden. Der Name “Das Stammhaus der Familie Siemens” verrät schon, worum es sich hierbei handelt. Das 1692-1693 errichtete Fachwerkhaus versetzte mich auf eine Art und Weise in eine andere Zeit, wie noch kein Gebäude vorher. Die Art der Fenster, der verbaute geschmiedete Stahl, das wunderschöne uralte Tor und die mittlerweile schiefen und schrägen Balken … was wäre, könnten diese 338 Jahre alten Mauern sprechen? Der Bauherr war der Kaufmann und Stadthauptmann Hans Siemens. Bis auf eine Epoche von 138 Jahren war und ist dieses Gebäude bis heute im Familienbesitz der Unternehmerfamilie.

Für uns ging es noch ein bisschen in die Altstadt von Goslar, welche natürlich noch weitere Caches für Euch bereithält. Wir liesen hier allerdings nur die wunderschönen Gebäude und das Flair auf uns wirken und schossen ein paar Bilder.

Da wir nun schon das Leben der Bergleute außerhalb ihrer Arbeitsstätte kannten, war der Besuch des Bergwerkes Rammelsberg natürlich auch ein Muss. Den Weg hinauf zum Berg verkürzen Euch die drei Tradis “Auf dem Weg zum Rammelberg 1-3”. Als einziges Bergwerk der Welt war das Erzbergwerk 1000 Jahre in Betrieb. Im Sommer 1988 wurde es geschlossen und 1992 zum UNESCO Weltkulturerbe. Heute ist es ein Museum und bietet unzählige Einblicke in das Leben der Bergleute während seiner langen Geschichte. Wir erkundeten das Gelände, die alten Anlagen und die wirklich sehr gut gemachten Museen mit dem einfachsten Ticket für 10 Euro pro Person auf eigene Faust und haben das nicht bereut.

Im Anschluss ging es noch auf eine kleine Wanderung zum Mystie “Wim Orca”, welchen wir an einem Abend in unserer Unterkunft gelöst hatten. Das Rätsel hat uns riesigen Spaß gemacht und auch das Finale ist wirklich schön und den Fußmarsch auf alle Fälle wert. Unterwegs kamen wir am Herzberger Teich vorbei, einem für das Bergwerk gebauten Wasserspeicher und konnten auf unserem Weg noch die Tradis “Wasserfall Wintertal” und “Forstbrücke im Wintertal” signieren.

Rund um den Herzberger Teich

Zum Abschluss möchte ich Euch noch einen Virtual empfehlen, welchen ihr auf der Karte im Eingangsbereich des Bergwerks Rammelsberg finden könnt. Bei “Weltkulturerbe im Harz” müsst ihr als Logbedingung an drei Weltkulturerbe-Stellen ein Bild mit dem aktuellen Datum und Euren Cachernamen machen. Dazu geht es natürlich zum Bergwerk Rammelsberg, einem alten Bergmannshaus im Stadtviertel Frankenberg und ein paar Kilometer entfernt zur Huttaler Widerwaage, einem Teil der Oberharzer Wasserwirtschaft. Letzteres ist ein augeklügelt angelegtes Netz aus Teichen und Gräben, welche das Wasser aus den Gruben fern hielten und es gleichzeitig in Energie umwandelten. Für Sammler der Harzer Wandernadel gibt es am Bergwerk und an der Huttaler Widerwaage auch noch einen Belohnungsstempel.

Unsere Logbilder 📸
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Das nächste Mal geht es in den Osten des Harzes. In Wernigerode und Umgebung wird es mal wieder sehr staubig, ein wenig modrig, aber geschichtlich sehr interessant 😉. Bis dahin bleibt gesund und neugierig, Eure Chaos_Schnecke Tina 🐌

Sachsengott Krodo, Elfenecke & Jungbrunnen

04. Januar 2026 um 18:06

Zuersteinmal möchte ich Euch Allen ein glückliches und gesundes neues Jahr wünschen. Ein Jahr voller Abenteuer und Erlebnisse in denen ihr schöne Erinnerungen schafft. Es war ruhig in den letzten Wochen hier im Blog. Mein Privatleben war das letzte Vierteljahr mehr als turbulent und kräftezehrend. Nicht die richtige Zeit um sich hier mit freiem Kopf und viel Kreativität neuen Berichten zu widmen. Ich hoffe jetzt zieht wieder ein wenig mehr Normalität und Alltag in meinem Leben ein und neuen Blogbeiträgen steht nichts im Wege.

Im September 2025 verbrachten wir 14 Tage im Harz. Unsere Erlebnisse möchte ich natürlich gern mit Euch teilen und so habe ich mich entschlossen Euch heute mit auf unseren Ausflug ins wunderschöne Bad Harzburg zu nehmen.
Unser Tag sollte mit einer Seilbahnfahrt auf den Großen Burgberg starten. Vor Ort erhielten wir das Angebot eines Kombitickets für Seilbahnfahrt, Baumwipfelpfad und 5D-Kino, welches wir gern buchten. Zuerst ging es für uns ins 5D-Kino, welches ich Euch nur wärmstens empfehlen kann. Dieses Erlebnis wird mir wohl lange in Erinnerung bleiben. Die tolle Geschichte, die wunderschönen Bühnenbilder und das einmalige Gefühl mitten im Geschehen zu sein, sind wirklich erwähnenswert und nach ein paar Minuten flauem Gefühl im Magen konnte ich die Vorstellung auch in vollen Zügen auskosten.

Ein paar Protagonisten des 5D-Films „Hickhack um die Harzburg“

Danach ging es auf die etwa 3-minütige Fahrt mit der 1929 erbauten Seilbahn auf den 483 Meter hohen Großen Burgberg. Fast lautlos schwebt die Gondel über den Kronen der Bäume und lässt Euch weit über den schönen Nationalpark blicken. Oben angekommen ging es für uns als Erstes zur Canossa-Säule auf dem Aussichtsplateau des Berges. Hier könnt ihr das geforderte Bild für den Virtual „Burgberg Bad Harzburg“ schießen und die Aussicht über Bad Harzburg und die angrenzenden weiten Wälder geniesen.

die Seilbahn
Canossa-Obelisk

Danach machten wir uns auf, zur Erkundung des Berges und der Überbleibsel der ehemaligen Harzburg. Gut geeignet, um einen ersten Überblick zu bekommen, war dafür der AdventureLab „Die Harzburg auf dem Burgberg“. Neugierig auf Alles was es da oben zu entdecken gibt, nahmen wir die Herausforderung an und begaben uns auf die 14 Stationen des Multicaches „Burg und Besinnung“. Der erste Teil führt Euch über den großen Burgberg, zeigt Euch die einstigen Burganlagen und bringt Euch die Geschichte näher. So steht ihr unter anderem irgendwann vor einer, wie ich finde ziemlich coolen, stählernen Statue des Sachsengottes KRODO. Diese wurde 2007 durch den Förderverein mit Hilfe von Spendengeldern hier errichtet. In vorchristlicher Zeit soll hier schon einmal eine KRODO-Statue gestanden und die vier Elemente des Lebens Sonne, Erde, Wind und Wasser symbolisiert haben. Im Rahmen der Christanisierung um 780 nach Christus soll Karl der Große diese zerstören lassen haben. Wir hatten wieder einmal großes Glück mit dem Wetter und so eröffnete sich uns sogar ein Blick auf den Brocken.

Der zweite Teil des Multi´s führt Euch auf den angrenzenden Sachsenberg. Über ca. 1,7 km geht es auf dem Themenweg an wunderschöne Plätze, welche zu Ruhe und Einkehr einladen. Habt ihr alle Werte richtig ermittelt, steht einem Log nichts im Wege. In jedem Fall lasst ihr Euch hier auf eine wunderschöne, nicht ganz leichte Wanderung ein, welche sich wirklich lohnt. Es eröffnen sich tolle Aussichten und die Möglichkeit die Ruhe und Schönheit der Natur in vollen Zügen zu erleben.

Eindrücke vom Besinnungsweg

Mittlerweile war es ziemlich spät geworden und die Zeit reichte nicht mehr für unseren Besuch des Baumwipfelpfades. Nach der Seilbahntalfahrt fragten wir deshalb einfach das Personal, ob wir unser gebuchtes Angebot auch auf den nächsten Tag verschieben könnten. Dies war kein Problem und wir erhielten Karten für den Baumwipfelpfad am Folgetag. Den Zeitfaktor sollte man bei einem Besuch des großen Burgberges wirklich nicht außer Acht lassen. Es gibt einfach wirklich viel zu sehen und zu erleben.
Und so beschlossen wir am kommenden Tag wiederzukommen und unseren Tag am Radauwasserfall ganz in der Nähe ausklingen zu lassen. Etwa 2km von Bad Harzburg entfernt befindet sich dieser malerische Wasserfall . Über eine steile Felsklippe stürzt das Wasser etwa 22m in die Tiefe. Der Name des Naturschauspiels lässt einen hohen Geräuschpegel vermuten. Tatsächlich hört man zwar das Wasser, aber nicht so, das es solch einen Namen rechtfertigen würde. Stattdessen geht der Name auf das Flüsschen Radau zurück, aus welchem seit 1859 Wasser abgezeigt und dekorativ über den Felsen geleitet wird. So wurde damals ein Ausflugsziel für die zunehmende Zahl an Kurgästen und Urlaubern in der Nähe von Bad Harzburg geschaffen. Während ihr vor der Felswand steht und den Anblick wirken lasst, könnt ihr die Fragen zum Earthcache „Der Radau-Wasserfall“ beantworten.

Für uns ging es also einen Tag später nocheinmal nach Bad Harzburg. Unser erstes Ziel war der Baumwipfelpfad, welcher sich seit 2015 unterhalb des großes Burgberges über die Baumkronen schlängelt und an 50 Stellen Wissenswertes zum Thema Wald bereithält. Am Ende befindet sich seit 2020 die Baumschwebebahn. Mit 12-15 km kann man fast lautlos in sanften Serpentinen die ca. 1000m vom großen Burgberg hinab zum Baumwipfelpfad schweben. Bei unserem nächsten Besuch wird das sicher in die ToDo-Liste aufgenommen. Auf dem Rückweg konnten wir noch die Tradis „Waldkirche im Kalten Tal“ und „Die Wiese im Kalten Tal“ finden und signieren.

Natürlich wollten wir noch ein bisschen mehr von dem wunderschönen Ort sehen und so verschlug es uns in die Innenstadt zum Jungbrunnen. Der Brunnen erzählt mit seinen witzigen Figuren, welche der Metallgestalter Jochen Müller aus Quedlinburg schuf, vom Jugendwahn und der Unsinnigkeit und der Komik dahinter. Es gibt rund um das Wasserspiel viel zu entdecken und hier könnt ihr Euch auch auf die Suche nach den Antworten zum Adventure „Hugo auf der Suche nach der ewigen Jugend“ machen.

Inzwischen war es Nachmittag geworden und der lockte uns auf Kaffee und Kuchen zu einem weiteren interessanten Ziel in Bad Harzburg. Dem Café Winuwuk.  Am Waldrand der Elfenecke, einem Gebiet zwischen Breitenberg und dem Elfenstein befinden sich zwei Gebäude, welchen einem Glauben machen, im Land der Gnome, Elfen und Feen angekommen zu sein. Die Kunstausstellung Sonnenhof und das Kaffeehaus Winuwuk. Auch innen erwartet Euch eine wirklich märchenhafte Einrichtung, leckerer Kaffee und hausgemachter Kuchen. Für uns gab es an diesem Tag Rhabarber-Schmand-Kuchen mit einer Baiserhaube. Fabelhaft war er, aber etwas anderes hätten wir hier auch nicht erwartet. Nur ein paar Schritte entfernt könnt ihr zudem noch den Tradi „Winuwuk“ finden.

Solltet ihr auch mal nach Bad Harzburg kommen oder es jetzt sogar planen, so könnte ihr ganz nebenbei auch das Adventure „Die merkwürdigen Labs im Harz“ spielen. An allen fünf benötigten Punkten sind wir heute in diesem Bericht schon ganz zufällig vorbeigekommen.
Zum Abschluss des Tages ging es für uns noch 13 Fahrminuten entfernt zur Verlobungsinsel ins Okertal. Einen Cache gibt es dort noch nicht, aber wahre Naturschönheit und eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel. Wir waren gefesselt von dieser schönen Stelle und saßen lange auf den Steinen am Ufer und genossen den wilden Harz.
Wer nun gern noch ein paar bewegte Bilder zu unseren zwei wunderschönen Tagen in Bad Harzburg sehen möchte, für den hat maecky1978 auch noch unseren Tag in zwei Teilen auf seinem Youtube Kanal veröffentlicht. Teil 1 nimmt Euch mit auf den Großen Burgberg und den Besinnungsweg, Teil 2 zum Baumwipfelpfad, dem Café Winuwuk und der Verlobungsinsel. Und natürlich würde er sich auch über ein Abo mächtig freuen.

👂

Wir bleiben im Harz und so nehme ich Euch das nächste Mal mit nach Goslar. Zu einer tollen Letterbox und so allerlei alter interessanter Stadtgeschichte. Bis dahin eine schöne Zeit, Eure Chaos-Schnecke Tina 🐌

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chaosschnecke

Sachsengott Krodo, Elfenecke & Jungbrunnen

04. Januar 2026 um 18:06

Zuersteinmal möchte ich Euch Allen ein glückliches und gesundes neues Jahr wünschen. Ein Jahr voller Abenteuer und Erlebnisse in denen ihr schöne Erinnerungen schafft. Es war ruhig in den letzten Wochen hier im Blog. Mein Privatleben war das letzte Vierteljahr mehr als turbulent und kräftezehrend. Nicht die richtige Zeit um sich hier mit freiem Kopf und viel Kreativität neuen Berichten zu widmen. Ich hoffe jetzt zieht wieder ein wenig mehr Normalität und Alltag in meinem Leben ein und neuen Blogbeiträgen steht nichts im Wege.

Im September 2025 verbrachten wir 14 Tage im Harz. Unsere Erlebnisse möchte ich natürlich gern mit Euch teilen und so habe ich mich entschlossen Euch heute mit auf unseren Ausflug ins wunderschöne Bad Harzburg zu nehmen.
Unser Tag sollte mit einer Seilbahnfahrt auf den Großen Burgberg starten. Vor Ort erhielten wir das Angebot eines Kombitickets für Seilbahnfahrt, Baumwipfelpfad und 5D-Kino, welches wir gern buchten. Zuerst ging es für uns ins 5D-Kino, welches ich Euch nur wärmstens empfehlen kann. Dieses Erlebnis wird mir wohl lange in Erinnerung bleiben. Die tolle Geschichte, die wunderschönen Bühnenbilder und das einmalige Gefühl mitten im Geschehen zu sein, sind wirklich erwähnenswert und nach ein paar Minuten flauem Gefühl im Magen konnte ich die Vorstellung auch in vollen Zügen auskosten.

Ein paar Protagonisten des 5D-Films “Hickhack um die Harzburg”

Danach ging es auf die etwa 3-minütige Fahrt mit der 1929 erbauten Seilbahn auf den 483 Meter hohen Großen Burgberg. Fast lautlos schwebt die Gondel über den Kronen der Bäume und lässt Euch weit über den schönen Nationalpark blicken. Oben angekommen ging es für uns als Erstes zur Canossa-Säule auf dem Aussichtsplateau des Berges. Hier könnt ihr das geforderte Bild für den Virtual “Burgberg Bad Harzburg” schießen und die Aussicht über Bad Harzburg und die angrenzenden weiten Wälder geniesen.

die Seilbahn
Canossa-Obelisk

Danach machten wir uns auf, zur Erkundung des Berges und der Überbleibsel der ehemaligen Harzburg. Gut geeignet, um einen ersten Überblick zu bekommen, war dafür der AdventureLab “Die Harzburg auf dem Burgberg”. Neugierig auf Alles was es da oben zu entdecken gibt, nahmen wir die Herausforderung an und begaben uns auf die 14 Stationen des Multicaches “Burg und Besinnung”. Der erste Teil führt Euch über den großen Burgberg, zeigt Euch die einstigen Burganlagen und bringt Euch die Geschichte näher. So steht ihr unter anderem irgendwann vor einer, wie ich finde ziemlich coolen, stählernen Statue des Sachsengottes KRODO. Diese wurde 2007 durch den Förderverein mit Hilfe von Spendengeldern hier errichtet. In vorchristlicher Zeit soll hier schon einmal eine KRODO-Statue gestanden und die vier Elemente des Lebens Sonne, Erde, Wind und Wasser symbolisiert haben. Im Rahmen der Christanisierung um 780 nach Christus soll Karl der Große diese zerstören lassen haben. Wir hatten wieder einmal großes Glück mit dem Wetter und so eröffnete sich uns sogar ein Blick auf den Brocken.

Der zweite Teil des Multi´s führt Euch auf den angrenzenden Sachsenberg. Über ca. 1,7 km geht es auf dem Themenweg an wunderschöne Plätze, welche zu Ruhe und Einkehr einladen. Habt ihr alle Werte richtig ermittelt, steht einem Log nichts im Wege. In jedem Fall lasst ihr Euch hier auf eine wunderschöne, nicht ganz leichte Wanderung ein, welche sich wirklich lohnt. Es eröffnen sich tolle Aussichten und die Möglichkeit die Ruhe und Schönheit der Natur in vollen Zügen zu erleben.

Eindrücke vom Besinnungsweg

Mittlerweile war es ziemlich spät geworden und die Zeit reichte nicht mehr für unseren Besuch des Baumwipfelpfades. Nach der Seilbahntalfahrt fragten wir deshalb einfach das Personal, ob wir unser gebuchtes Angebot auch auf den nächsten Tag verschieben könnten. Dies war kein Problem und wir erhielten Karten für den Baumwipfelpfad am Folgetag. Den Zeitfaktor sollte man bei einem Besuch des großen Burgberges wirklich nicht außer Acht lassen. Es gibt einfach wirklich viel zu sehen und zu erleben.
Und so beschlossen wir am kommenden Tag wiederzukommen und unseren Tag am Radauwasserfall ganz in der Nähe ausklingen zu lassen. Etwa 2km von Bad Harzburg entfernt befindet sich dieser malerische Wasserfall . Über eine steile Felsklippe stürzt das Wasser etwa 22m in die Tiefe. Der Name des Naturschauspiels lässt einen hohen Geräuschpegel vermuten. Tatsächlich hört man zwar das Wasser, aber nicht so, das es solch einen Namen rechtfertigen würde. Stattdessen geht der Name auf das Flüsschen Radau zurück, aus welchem seit 1859 Wasser abgezeigt und dekorativ über den Felsen geleitet wird. So wurde damals ein Ausflugsziel für die zunehmende Zahl an Kurgästen und Urlaubern in der Nähe von Bad Harzburg geschaffen. Während ihr vor der Felswand steht und den Anblick wirken lasst, könnt ihr die Fragen zum Earthcache “Der Radau-Wasserfall” beantworten.

Für uns ging es also einen Tag später nocheinmal nach Bad Harzburg. Unser erstes Ziel war der Baumwipfelpfad, welcher sich seit 2015 unterhalb des großes Burgberges über die Baumkronen schlängelt und an 50 Stellen Wissenswertes zum Thema Wald bereithält. Am Ende befindet sich seit 2020 die Baumschwebebahn. Mit 12-15 km kann man fast lautlos in sanften Serpentinen die ca. 1000m vom großen Burgberg hinab zum Baumwipfelpfad schweben. Bei unserem nächsten Besuch wird das sicher in die ToDo-Liste aufgenommen. Auf dem Rückweg konnten wir noch die Tradis “Waldkirche im Kalten Tal” und “Die Wiese im Kalten Tal” finden und signieren.

Natürlich wollten wir noch ein bisschen mehr von dem wunderschönen Ort sehen und so verschlug es uns in die Innenstadt zum Jungbrunnen. Der Brunnen erzählt mit seinen witzigen Figuren, welche der Metallgestalter Jochen Müller aus Quedlinburg schuf, vom Jugendwahn und der Unsinnigkeit und der Komik dahinter. Es gibt rund um das Wasserspiel viel zu entdecken und hier könnt ihr Euch auch auf die Suche nach den Antworten zum Adventure “Hugo auf der Suche nach der ewigen Jugend” machen.

Inzwischen war es Nachmittag geworden und der lockte uns auf Kaffee und Kuchen zu einem weiteren interessanten Ziel in Bad Harzburg. Dem Café Winuwuk.  Am Waldrand der Elfenecke, einem Gebiet zwischen Breitenberg und dem Elfenstein befinden sich zwei Gebäude, welchen einem Glauben machen, im Land der Gnome, Elfen und Feen angekommen zu sein. Die Kunstausstellung Sonnenhof und das Kaffeehaus Winuwuk. Auch innen erwartet Euch eine wirklich märchenhafte Einrichtung, leckerer Kaffee und hausgemachter Kuchen. Für uns gab es an diesem Tag Rhabarber-Schmand-Kuchen mit einer Baiserhaube. Fabelhaft war er, aber etwas anderes hätten wir hier auch nicht erwartet. Nur ein paar Schritte entfernt könnt ihr zudem noch den Tradi “Winuwuk” finden.

Solltet ihr auch mal nach Bad Harzburg kommen oder es jetzt sogar planen, so könnte ihr ganz nebenbei auch das Adventure “Die merkwürdigen Labs im Harz” spielen. An allen fünf benötigten Punkten sind wir heute in diesem Bericht schon ganz zufällig vorbeigekommen.
Zum Abschluss des Tages ging es für uns noch 13 Fahrminuten entfernt zur Verlobungsinsel ins Okertal. Einen Cache gibt es dort noch nicht, aber wahre Naturschönheit und eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel. Wir waren gefesselt von dieser schönen Stelle und saßen lange auf den Steinen am Ufer und genossen den wilden Harz.
Wer nun gern noch ein paar bewegte Bilder zu unseren zwei wunderschönen Tagen in Bad Harzburg sehen möchte, für den hat maecky1978 auch noch unseren Tag in zwei Teilen auf seinem Youtube Kanal veröffentlicht. Teil 1 nimmt Euch mit auf den Großen Burgberg und den Besinnungsweg, Teil 2 zum Baumwipfelpfad, dem Café Winuwuk und der Verlobungsinsel. Und natürlich würde er sich auch über ein Abo mächtig freuen.

👂

Wir bleiben im Harz und so nehme ich Euch das nächste Mal mit nach Goslar. Zu einer tollen Letterbox und so allerlei alter interessanter Stadtgeschichte. Bis dahin eine schöne Zeit, Eure Chaos-Schnecke Tina 🐌

Lasst die Spiele beginnen

08. Dezember 2024 um 17:41

Vor ein paar Tagen ging es für uns in die Umgebung von Wilsdruff. Dort findet ihr eine nicht unerheblich favorisierte Cacheserie von Familie walkaholic, welche wir schon vom LP-Multi “Der letzte Russe” kennen.
Insgesamt warten momentan 14 Büchsen der etwas ausgefalleneren Art auf Euch. Die meisten sind Mysteries, welche ihr im Vorfeld zu Hause lösen solltet. Der Name der Serie “Lets play” ist hierbei Programm. Mit Hilfe von Umschreibungen sind Spiele zu errätseln, welche ihr dann auch vor Ort wieder findet. Manchmal müsst ihr auch einfach Fragen beantworten, welche zum Thema am Versteckort passen. Die Serie ist keine Runde im klassischen Sinne. Sie liegt um den Ort Wilsdruff verstreut und muss somit mit Hilfe des Cachermobils angegangen werden. Eine Planung bietet sich also im Vorfeld an, damit man zeit- und ressourcensparend von einem Cache zum Nächsten kommt. Der Kontakt mit den Ownern bescherte uns schon im Vorfeld Tipps, welche Caches man zusammen von einem Parkplatz aus, erledigen kann und welche Reihenfolge am sinnvollsten ist.

Und so ging es für uns am 1.Advent früh bei winterlichen Temperaturen, aber blauem Himmel und Sonnenschein, auf einen Tagesausflug gen Osten. Im Gepäck zwei prall gefüllte Powerbanks und zwei Thermoskannen. Start sollte nämlich sinnvollerweise “Let´s play #9” werden. Das ist der einzige Cache dieser Serie, zu dem ihr außer einer Powerbank weitere Hilfsmittel benötigt. Nämlich 500ml über 80°C heißes und 500ml unter 10°C kaltes Wasser. Wer jetzt verduzt schaut, ja, uns ging es ebenso. Da wir eine dreiviertel Stunde Fahrzeit vor uns hatten, füllte ich zu Hause sprudelnd kochendes Wasser in eine Thermoskanne. In eine weitere kam Wasser, welches ich die letzte Nacht im Kühlschrank aufbewahrt hatte, versetzt mit einer Ladung Eiswürfel. Da wir ja nicht genau wussten, was uns erwartete und wir Sorge hatten, das das heiße Wasser bei den herrschenden Außentemperaturen zu schnell abkühlen könnte, hatte Maecky1978 noch seinen Esbit-Kocher und Kochgeschirr im Schlepptau. Man weiß ja nie. 😉

An den Parkkoordinaten angekommen, welche ihr in den meisten Fällen aus dem Checker erfahrt, ist als erstes ein Schlüssel zu suchen, welcher sich nicht lange vor uns verstecken konnte. Dort erfuhren wir auch den finalen Ort des Caches. Und so ging es, bewaffnet mit den Thermosflaschen und dem Schlüssel zum Ziel unserer Begierde. Was genau ihr mit den Flüssigkeiten machen müsst, spoilern wir jetzt nicht. Nur, das ein gutes Gefühl für Temperatur und ein weiteres kleines Gefäß von Vorteil sind. Wir hatten auf der Thermosflasche einen Trinkbecher als Deckel, welcher sich als überaus praktisch erwies. Gesamt fünfmal müsst ihr die gestellte Aufgabe erfüllen und plopp … fällt Euch das Logbuch in die Hände. Oder zu Boden 😄, aber beim nächsten Cache der Serie werdet ihr schlauer sein.

Danach könnt ihr im wahrsten Sinne des Wortes noch die Nummer #10 der Runde spielen. Das Auto muss dazu nur ein paar Meter bewegt werden.
Da wir unseren Weg so sinnvoll wie möglich gestalten wollten, entschieden wir uns zur #12 und #6 zu fahren, welche am weitesten entfernt von unserem Wohnort liegen und uns im Verlauf weiter Richtung Heimat zu arbeiten. Wir nutzten für beide Caches den Parkplatz der Nummer 12 und liefen zuerst zum “Let´s play #6”, bei welchem ich Euch Schreibzeug oder eine Notizapp empfehle. Auch wenn die Aufgabe erstmal machbar klingt, so war ich ihr doch dreimal nicht gewachsen und freute mich am Ende über die Notizen von Maecky. Nummer 12 der Serie macht ihrem Namen wieder alle Ehre. Werdet Dancing Cacher. Spaß ist defintiv gesichert.

an der #10
meine Solarpowerbank war heute eine gute Wahl
auf dem Weg zu Nummer #6
verkabeln
KOnzentration
Frostiges
Maecky in Startpostion – 3,2,1 …. Dancing 🙂
ich lege mich oft mit Brombeeren an – und verliere

Weiter ging es beim “Let´s play #13” , bei welchem uns der Owner samt tierischer Begleitung überraschte. Hier konnten Maecky und puppilein ihr Merkvermögen testen, während ich mit einem netten Smalltalk und dem Streicheln der Fellnase beschäftigt war.

Und schon konnte es für uns weitergehen. Nummer #1 und der Multi 3.1 waren das nächste Ziel. Zwischenzeitlich war auch LilaWölkchen zu uns gestoßen, welche bis dahin noch beruflicher Tätigkeit nachgehen musste. Sie kam auch sofort am Minimulti zum Einsatz und konnte ihre Geschicklichkeit und Schnelligkeit unter Beweis stellen. So ging es zügig weiter zum “Let´s play #1”, an welchem Maecky und puppielein ihre sportlichen Fähigkeiten gleich mehrfach einsetzen. Auch hier durfte final wieder gespielt und in Erinnerungen geschwelgt werden.

Das Wetter meinte es mehr als gut mit uns und so lies die Dämmerung auf sich warten und wir konnten uns noch in ein oder zwei Abenteuer stürzen. Also ging es für uns als nächstes zum “Let´s play #2”. Auch hier durfte wieder ein Klassiker gespielt werden, um an das Logbuch zu gelangen. Ziemlich cool gewählt fanden wir auch die Örtlichkeiten. Keine langen Wege vom angegebenen Parkplatz und so versteckt, das die Behausungen keiner großartiger Muggelgefahr ausgesetzt sind und man ganz ungestört, die gestellten Aufgaben erledigen kann.

Langsam dämmerte es und da wir den Abend auf dem Wilsdruffer Weihachtsmarkt bei einem Event des Let´s Play- Owners ausklingen lassen wollten, setzten wir uns nur noch die Nummer #4 als Ziel. Nachdem die Cachermobile abgestellt waren, unternahmen wir einen kleinen Waldspaziergang und konnten auch hier die Behausung samt “Spielzeug” schnell finden. LilaWölkchen meisterte die Aufgabe wieder sehr professionell und so stehen wir nun in 9 von 14 “Let´s play” – Logbüchern.

Inzwischen kam die Dunkelheit recht schnell und so ging es für uns ins Stadtinnere zum “Lichterfest”, welches am 30.11. und 01.12.2024 stattfand. Nachdem wir den idyllischen kleinen Markt mit seinem wunderschönen Baum erkundet, den ein oder anderen Glühwein probiert und uns mit Spezialitäten gestärkt hatten, begann auch schon das Event. Vor dem alten Rathaus versammelte sich eine beachtliche Menge an Geocachern und fachsimpelte bis 19 Uhr das Feuerwerk begann. Alles in Allem war es ein toller Tag mit sehr außergewöhnlichen und empfehlenswerten Caches. Auch wenn ihr von weiter her anreist, wird sich ein Besuch der “Let´s play´s” von walkaholic und seinem Team lohnen. Wir sagen Danke für das Austüfteln, Bauen und Warten dieser Highlights und kommen für die fünf fehlenden Caches der Serie und anderer Perlen der Owner bald wieder.

das alte Rathaus
ein echt schöner Baum
Blick ins Getümmel
Weihnachtsstimmung
das Eventlogbuch
unser Erinnerungsstück
Let’s Play the Audio 😀

Müsst ihr vielleicht in nächster Zeit einen LP-Liebhaber beschenken und wisst nicht wie? Im nächsten Beitrag zeige ich Euch, wie ich das Problem neulich gelöst habe. Bis dahin wünsche ich Euch eine besinnliche Weihnachtszeit, Eure Chaos_Schnecke Tina

Motorenöl & Tagebaurest

24. November 2024 um 15:39

Auch wenn ich in der kalten Jahreszeit nicht so gern urbexe, so ergab sich vor ein paar Tagen die Möglichkeit endlich einmal wieder in unserer Lieblingsformation einen der vielen Lost Place Caches zu besuchen, welche noch auf unserer ToDo Liste warten. Und so ging es zum wiederholten Male an den Geiseltalsee, dessen Umland für Urbexer und auch für LP-Cacher ein reines Eldorado darstellt. Recht neu sind hier drei Caches vom Owner Char_miL zu finden, welcher erst seit zwei Jahren unser Hobby teilt. Los ging es für uns an den Parkkordinaten “des Chemikers”. Das Rätsel hatte Maecky1978 zu Hause in Rekordgeschwindigkeit gelöst und so erfuhren wir im Checker, wie und womit es für uns weiter gehen sollte. Von den Cachermobilen aus, muss gepeilt werden und dann ging es zu Fuß in das nur ein paar hundert Meter entfernte Zielgebiet. Und da standen wir. Auf dem Gelände eines Mineralölwerkes, inmitten unzähliger Tanks und farbenfroher Graffiti. Nachdem die Umgebung ein wenig gescannt wurde und die ersten Bilder geschossen waren, gings an das Suchen der ersten Station.

Da wir zum einen nicht spoilern wollen und zum anderen auch nicht können, möchte ich das, was Euch erwartet ein wenig zusammen fassen. Ihr folgt über mehrere Stationen einer schlüssigen Geschichte und werdet dabei über das Gelände geführt. Die meisten unserer Vorfinder waren nach 1,5 bis 2h am Ziel. Für uns war der Cachespaß relativ schnell zu Ende, da wir an einer sehr frühen Station den Hinweisen nicht folgen konnten und sich beim Suchen in alle Richtungen plötzlich das Finale zeigte. Im Nachhinein denke ich, es ist der Streckenführung geschuldet und vielleicht der Unerfahrenheit des Owners. Tatsächlich würde ich den Spaß nochmal deaktivieren und neu aufbauen. Wenn dann noch ein größeres und vielleicht aufwendigeres Finalversteck warten würde, für das es wirklich reichlich Versteckmöglichkeiten gäbe, würde das ein echter Tipp für Cacher werden, die Lost Places so lieben, wie wir. Wahrscheinlich würde dann sogar ein Kalender benötigt, was vermutlich schon passieren könnte, wenn das Wetter wieder besser wird. Wir hatten unerwarteterweise Glück und waren erstmal allein. Und so erkundeten wir in aller Ruhe und ohne Ablenkung die Überreste des einst riesigen Betriebes.

Das Gelände und der Owner haben aber noch mehr zu bieten. Und so stiegen wir wieder in unsere Autos und fuhren zum wirklich luxeriösen Parkplatz des Multis “Die Fackel (Mini- LP)”. Dieser mutete irgendwie an, als stünden wir auf dem oberen Deck eines Parkhauses mitten in einer Einöde. Von hier sah man sie schon, die einstige Fackel des Mineralöwerkes. Zu Fuß ging es zum Objekt der Begierde. Tatsächlich passierte hier exakt das Gleiche wie beim Chemiker. Mit den Hinweisen aus dem Listing im Hinterkopf schauten wir uns die Umgebung an und fanden …. das Finale. Da fast zeitgleich der erste Hinweis gefunden wurde, spielten wir die drei Stationen dann trotzdem. Sie sind wirklich gut gemacht, aber durch die Nähe zueinander und die Cacherautobahnen ist es wahrscheinlich, das man eher zum Ziel kommt, als erwünscht. Auch hier würde ich eine Überarbeitung empfehlen. Der Ort ist auf alle Fälle mega und bietet reichlich Potenzial. Ich hätte auch eine Idee 😉, falls der Owner Interesse hat.

Und weiter ging es auf dem Gelände zum Tradi “Der alte Wagon (Mini-LP)”. Wenn man zu einem Tradi geht, erwartet man auch einen Tradi, oder? Und so verhedderten wir uns, wie vermutlich schon einige vor uns. Denn am vermeintlichen Hinweis suchten wir natürlich eine Dose. Und so ist der Waggon von unten nun um eine Schicht Dreck ärmer und die Klamotten von ein paar von uns, um eine ordentliche grün braune Schicht reicher. Der Kabeldesigner hatte schließlich den richtigen Blick und so konnte er uns vollkommen sauber den finalen Tipp zur Bixx geben. Das war dann eine Aufgabe, welche für puppielein wie gemacht war und so erreichten wir als Gruppe fünf Tage nach Veröffentlichung immerhin noch einen dritten Platz unter den Erstfindern. Ein Tradi ist das für mich aber nicht und auch die Terrainwertung sollte meiner Meinung nach höher sein.

Ich finde es super, das hier drei Caches entstanden sind, welche auf dieses interessante Gelände locken. Wen die Geschichte interessiert, der findet bei Wikipedia eine wirklich spannende und ausführliche Erklärung zum Mineralölwerk Lützkendorf, welches von 1939 bis 1996 betrieben wurde.

Wir hatten mittlerweile ein mittleschweres Hungergefühl entwickelt. Schon zu Hause hatte ich einen Platz für unser Picknick der anderen Art auserkoren. An einem Parkplatz an der Seebrücke des Geiseltalsees wollten wir gemeinsam die ca, 3000 Kalorien aus einer Einmannpackung der Bundeswehr testen. Wie das ausging, erzähle ich Euch im nächsten Blogbeitrag.

Danach widmeten wir uns noch dem Virtual “Marina Braunsbedra”. Dafür müsst ihr einen Aussichtsturm besteigen und die Seebrücke besuchen. Dort könnt ihr auch gleich den Tradi “Seebrücke Braunsbedra” mit signieren, welcher mich sehr an einen Besuch in der weißen Stadt am Meer, Heiligendamm, erinnerte. Es wehte bei unserem Besuch eine steife Brise und es war nicht wirklich angenehm am Wasser, aber im Sommer ist der einstige Tagebau für einen Ausflug oder eine Paddeltour sehr zu empfehlen.

Allen Urbexern und Nutzern des Lost Place Club´s kann ich die Gegend wirklich ans Herz legen. Hier kann man fast schon von Spot zu Spot laufen und auch mal ein verlängertes Abenteuerwochenende verbringen. Vielleicht mit ein paar EPA´s zur Versorgung im Gepäck? 🙃 Ob es empfehlenswert ist, erfahrt ihr beim nächsten Mal. Einen gemütlichen Start in die Vorweihnachtszeit wünscht Euch, Eure Chaos_Schnecke Tina

Kost und Logis im LP-Kino

23. November 2025 um 20:30

Lange von mir erwartet, war es vergangenes Wochenende endlich soweit. Das GIFF-Event im alten Erzgebirgsbad Thalheim stand an. Da für uns schon bei Listingeröffnung klar war, das wir die Übernachtungsmöglichkeit nutzen werden, ging es als erstes an Packen. Zelt, Luftmatratze, zwei Schlafsäcke, zwei Klappstühle, belegte Brötchen fürs Frühstück, unsere „Unterwegstassen“ und das war es schon, was fürs Eventwochenende nötig war. Gegen 15:30 Uhr kamen wir an der uns wohlbekannten Location an.
Tatsächlich verbinde ich einige Erinnerungen mit dem Bad. Als es noch in Betrieb war, war es für mich und meine damals noch kleine Tochter ein beliebtes Ausflugsziel. Vor drei Jahren hatten maecky1978 und ich dann das erste Mal die Gelegenheit, im Rahmen der Kunstausstellung „Begehungen“, das inzwischen verlassene Spaßbad zu besuchen und zu fotografieren.

Ein paar Fotos von August 2022

Heute sollten sich nun hier irgendwie alle unsere Hobbys verbinden. Geocachen, urbexen, outdoor, fotografieren und eine gute Zeit haben. Vor Ort zahlten wir unseren Eintritt von 5 Euro pro Person und unsere bestellten Portionen Schwimmbadessen: Nudeln mit Wurstgulasch und Käse für ebenfalls 5 Euro. Wir erhielten als Eintrittsnachweis jeder ein Ansteckschild, auf das wir unsere Cachernamen schrieben. Das fand ich eine schöne Idee, denn neben dem Erkennen für´s Orgateam, das wir Eintritt bezahlt hatten, konnte man so auch mal bei den anderen Anwesenden „schlunzen“, um wen es sich denn so handelte.
Im Anschluss ging es zur ehemaligen Sauna, in der unsere Freunde schon ihr Quartier aufgeschlagen hatten. Hinter dem Tresen entstand nach wenigen Minuten unser Nachtlager. Gleich nebenan, in der ehemaligen Dampfsauna befand sich das „Logbuch“. Im Stockdunkel hies es sich mit UV-Stiften an den kleinen Mosaiksteinchen der Wand zu verewigen.

Wenig später ging es für uns schon zur Führung durch die Technikanlagen des Bades. Der ehemalige Technikverantwortliche und jetzige Hausmeister führte mit viel Fachwissen und wirklich tollen Anekdoden aus der Zeit des Badebetriebes durch den Keller. Sehr realistisch und nachvollziehbar nahm er uns mit zu witzigen Begebenheiten, einem Chlorgasalarm, dem Ziehen des Stöpsels nach dem letzten Badebetrieb oder dem Tag danach, an dem er plötzlich ganz allein in dem großen Areal stand. Zudem bekam man einen wirklich verständlichen Einblick in die technischen Abläufe solch einer Anlage.

Unsere Klappstühle standen für die GIFF-Vorführung 18 Uhr schon im Schwimmbecken bereit. Bis dahin blieb noch Zeit unsere bestellten Portionen Schwimmbadessen abzuholen und in Ruhe zu geniesen. Hier ein großes Lob an die Orga. Es gab kaum Wartezeiten, durch die Bezahlung am Einlass und die Ausgabe der Essenmarken ging es reibungslos vom Nudel-, über den Wurstgulasch-, zum Käseverantwortlichen 😀. Danach nahmen wir im 25m Becken Platz, die Orga machte es uns mit Teelichtern am Beckenrand gemütlich und sogar ein Popcorn-Verkäufer lief durch die Reihen. Die Filmchen liefen los und manche wurden mit Applaus und Jubel bedacht. Mein ungeschlagener Favorit: Die Schweiz. Nun werde ich wohl bei jeder Bastelei im Wald an den kleinen Arbeiter hinter den Kulissen denken und wohl keinen TB mit Kuscheltier mehr mitnehmen. 😂

Die Wartetzeit auf die Vorführung der „Local Heroes“ verkürzten wir uns mit einem Glühwein und ein paar Plaudereien. Und dann ging es auch schon los. Eine schön gemachte Fotoshow nahm uns alle mit auf die Abenteuer, welche wir tagtäglich mit unseren Hobby erleben. Viele Teilnehmer hatten Fotos eingereicht und so gab es eine bunt gemischte Auswahl von Bildern. Sobald sich jemand erkannte oder es Erinnerungen zu regionalen Events gab, war Jubel im Schwimmbecken zu hören. Auch ich hatte ein paar Bilder eingereicht und maecky1978 hat mir die Freude bereitet, unseren Beitrag für die Zukunft festzuhalten:

Unser Beitrag zu local heroes

Danach fand noch die Wahl des Zaunkönigs 2025 statt. Bereits letztes Jahr hatten wir den zugehörigen Cache besucht und unsere Loglatte an den Zaun geschraubt. Zu diesem wirklich tollen Cache gab es hier damals den Bericht „Der Wink mit dem Zaunpfahl“ . Im Rahmen des GIFF-Events wurde wieder einmal die schönste Zaunslatte gekürt. Der Titel ging, für viele sicher nicht überaschend, an ein vom Team Zensationell angebrachtes nagelneues Exemplar am Zaun. Im Anschluss wurde das übrig gebliebene Nudelkontigent vom Orgateam freigegeben, einer Stärkung für die nun startende Aftershowparty stand somit nichts mehr im Wege. Ausgelassen wurde getanzt und gefeiert und erst sehr sehr weit nach Mitternacht waren alle Verrückten in ihren Zelten und auf ihren Isomatten angekommen.

Nach einer kleinen Mütze Schlaf, so gegen 7:30 Uhr kamen so nach und nach alle aus ihren Nachtlagern gekrochen. Die Sachen wurden gepackt und bei wunderschönem Sonnenschein in die Cachermobile verräumt. Zurück im LP-Bad wartetet die Orga schon mit einer bunten Mischung blubbernder Kaffeemaschinen und dem restlichen Kuchenangebot auf uns. LilaWölkchen und ich nahmen uns noch der Labs im Haus an. Außerdem wartete noch ein Bonus und ein Klettercache unter dem Schwimmhallendach auf uns. 10 Uhr startete zudem der CITO zum GIFF Event. Ganz nach dem Motto „viele Hände, schnelles Ende“ wurden Tische und Stühle geschleppt, Wildwuchs im Außenbereich geschnitten, die genutzten Becken gewienert und der Müll entfernt. Bekommt man die Möglichkeit für ein so tolles Event, dann muss man einfach alles hinterlassen, wie man es vorgefunden hat. Oder eben ein bisschen besser. 🥰

Als Abschluss konnten wir bei wunderschönem Sonnenschein noch ein paar Lostplacebilder vom Gelände schießen.

Bevor es nach Hause ging blieb uns nur Dankeschön zu sagen. Bei einer herzlichen Verabschiedung von Steffen vom Team Thalheim verabredeten wir uns für einen kleinen nachträglichen Austausch und so stellte ich ein paar Tage später ein paar Fragen, die mir und vielleicht auch Euch auf der Seele brannten:

Wieviel Teilnehmer hattet ihr denn?
Wir hatten 285 Gäste.

Wieviele Nudeln habt ihr gekocht und bekommen wir das Rezept der wahnsinnig leckeren Soße?
Unser Freund Torsten von Tonys Partyservice hat 300 Portionen Nudeln gekocht. War ne ganz schöne Mammutaufgabe, aber er hat es wie immer super hingebekommen. Das Soßenrezept muss ich erst mal erfragen.  😆

Welche Kosten hattet ihr bzw. welche kommen auf Euch zu?
Alle Kosten können wir noch nicht genau beziffern. Wir hatten aber Ausgaben für Versicherung, Dixis, DJ, eine große Leinwand, Strom und Wasser, sowie verschiedenes Verbrauchsmaterial wie Luftballons, Anstecker, Badekappen usw. Die Treppe ins Becken hat uns Gerüstbau Laupert gesponsert. Das Gebäude hat uns die Stadt kostenlos überlassen. Das uns das ermöglicht wurde, dafür sind wir besonders dankbar.

Der Bürgermeister hat ja kurz vorbeigeschaut. Wie haben er und der nette Herr von den Technikführungen denn auf uns verrücktes Völkchen reagiert?
Bürgermeister Nico Dittmann hat selbst schon einige unserer Caches gemacht und kennt die Szene ein wenig. Hausmeister Bert Meier war begeistert von dem großen Interesse an den Führungen durch die Badtechnik und hat 4 Stunden ununterbrochen geredet. 🙂

Im Außengelände ist mir aufgefallen, das der Umkleidebereich im Vergleich zum Kunstfestival 2022 komplett erneuert wurde. Gibt es Pläne für das Freizeitbad?
Das Gelände wiederzubeleben, liegt unserem Bürgermeister sehr am Herzen. So wurde das Nebengebäude mit Duschen und Toiletten schon saniert und ein anderer Teil zu Umkleiden und Sanitärtrakt für das benachbarte Waldstadion umgebaut. Im Außenbereich sollen Volleyballfelder und ein Wasserspielplatz entstehen. Auch das Schwimmbecken in der Halle, sowie die Erneuerung der Sauna stehen mit auf dem Plan.

Ich habe nur positives Feedback gehört und auch wir waren komplett begeistert. Können wir vielleicht auf eine Wiederholung hoffen?
Uns allen hat es riesig Spaß gemacht, das Event zu organisieren und viele bekannte Gesichter mal wieder zu sehen. Die Idee ist aufgekeimt, das im nächsten Jahr als Mega zu wiederholen. Mal sehen was daraus wird und ob es durch eventuelle Umbauarbeiten überhaupt möglich ist.

Ganz lieben Dank von mir an Steffen für die Antworten. Besonders die letzte Auskunft macht uns richtig große Hoffnung auf 2026 und ein weiteres verrücktes Wochenende in diesem besonderen Lost Place. Und alle, die diesmal vielleicht den Weg gescheut haben, sollten das Team Thalheim im Blick behalten. Mit etwas Glück bietet sich im kommenden Jahr eine zweite Chance.

Die Audio zum GIFF

Worum es das nächste Mal geht, kann ich noch nicht so genau sagen. Es wird also diesmal eine Überraschung für uns Alle werden. Ich wünsche Euch auf alle Fälle einen schönen Start in die Vorweihnachtszeit mit tollen Events und weihnachtlichen Verstecken. Liebe Grüße Eure Chaos_Schnecke Tina

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chaosschnecke

Kost und Logis im LP-Kino

23. November 2025 um 20:30

Lange von mir erwartet, war es vergangenes Wochenende endlich soweit. Das GIFF-Event im alten Erzgebirgsbad Thalheim stand an. Da für uns schon bei Listingeröffnung klar war, das wir die Übernachtungsmöglichkeit nutzen werden, ging es als erstes an Packen. Zelt, Luftmatratze, zwei Schlafsäcke, zwei Klappstühle, belegte Brötchen fürs Frühstück, unsere “Unterwegstassen” und das war es schon, was fürs Eventwochenende nötig war. Gegen 15:30 Uhr kamen wir an der uns wohlbekannten Location an.
Tatsächlich verbinde ich einige Erinnerungen mit dem Bad. Als es noch in Betrieb war, war es für mich und meine damals noch kleine Tochter ein beliebtes Ausflugsziel. Vor drei Jahren hatten maecky1978 und ich dann das erste Mal die Gelegenheit, im Rahmen der Kunstausstellung “Begehungen”, das inzwischen verlassene Spaßbad zu besuchen und zu fotografieren.

Ein paar Fotos von August 2022

Heute sollten sich nun hier irgendwie alle unsere Hobbys verbinden. Geocachen, urbexen, outdoor, fotografieren und eine gute Zeit haben. Vor Ort zahlten wir unseren Eintritt von 5 Euro pro Person und unsere bestellten Portionen Schwimmbadessen: Nudeln mit Wurstgulasch und Käse für ebenfalls 5 Euro. Wir erhielten als Eintrittsnachweis jeder ein Ansteckschild, auf das wir unsere Cachernamen schrieben. Das fand ich eine schöne Idee, denn neben dem Erkennen für´s Orgateam, das wir Eintritt bezahlt hatten, konnte man so auch mal bei den anderen Anwesenden “schlunzen”, um wen es sich denn so handelte.
Im Anschluss ging es zur ehemaligen Sauna, in der unsere Freunde schon ihr Quartier aufgeschlagen hatten. Hinter dem Tresen entstand nach wenigen Minuten unser Nachtlager. Gleich nebenan, in der ehemaligen Dampfsauna befand sich das “Logbuch”. Im Stockdunkel hies es sich mit UV-Stiften an den kleinen Mosaiksteinchen der Wand zu verewigen.

Wenig später ging es für uns schon zur Führung durch die Technikanlagen des Bades. Der ehemalige Technikverantwortliche und jetzige Hausmeister führte mit viel Fachwissen und wirklich tollen Anekdoden aus der Zeit des Badebetriebes durch den Keller. Sehr realistisch und nachvollziehbar nahm er uns mit zu witzigen Begebenheiten, einem Chlorgasalarm, dem Ziehen des Stöpsels nach dem letzten Badebetrieb oder dem Tag danach, an dem er plötzlich ganz allein in dem großen Areal stand. Zudem bekam man einen wirklich verständlichen Einblick in die technischen Abläufe solch einer Anlage.

Unsere Klappstühle standen für die GIFF-Vorführung 18 Uhr schon im Schwimmbecken bereit. Bis dahin blieb noch Zeit unsere bestellten Portionen Schwimmbadessen abzuholen und in Ruhe zu geniesen. Hier ein großes Lob an die Orga. Es gab kaum Wartezeiten, durch die Bezahlung am Einlass und die Ausgabe der Essenmarken ging es reibungslos vom Nudel-, über den Wurstgulasch-, zum Käseverantwortlichen 😀. Danach nahmen wir im 25m Becken Platz, die Orga machte es uns mit Teelichtern am Beckenrand gemütlich und sogar ein Popcorn-Verkäufer lief durch die Reihen. Die Filmchen liefen los und manche wurden mit Applaus und Jubel bedacht. Mein ungeschlagener Favorit: Die Schweiz. Nun werde ich wohl bei jeder Bastelei im Wald an den kleinen Arbeiter hinter den Kulissen denken und wohl keinen TB mit Kuscheltier mehr mitnehmen. 😂

Die Wartetzeit auf die Vorführung der “Local Heroes” verkürzten wir uns mit einem Glühwein und ein paar Plaudereien. Und dann ging es auch schon los. Eine schön gemachte Fotoshow nahm uns alle mit auf die Abenteuer, welche wir tagtäglich mit unseren Hobby erleben. Viele Teilnehmer hatten Fotos eingereicht und so gab es eine bunt gemischte Auswahl von Bildern. Sobald sich jemand erkannte oder es Erinnerungen zu regionalen Events gab, war Jubel im Schwimmbecken zu hören. Auch ich hatte ein paar Bilder eingereicht und maecky1978 hat mir die Freude bereitet, unseren Beitrag für die Zukunft festzuhalten:

Unser Beitrag zu local heroes

Danach fand noch die Wahl des Zaunkönigs 2025 statt. Bereits letztes Jahr hatten wir den zugehörigen Cache besucht und unsere Loglatte an den Zaun geschraubt. Zu diesem wirklich tollen Cache gab es hier damals den Bericht “Der Wink mit dem Zaunpfahl” . Im Rahmen des GIFF-Events wurde wieder einmal die schönste Zaunslatte gekürt. Der Titel ging, für viele sicher nicht überaschend, an ein vom Team Zensationell angebrachtes nagelneues Exemplar am Zaun. Im Anschluss wurde das übrig gebliebene Nudelkontigent vom Orgateam freigegeben, einer Stärkung für die nun startende Aftershowparty stand somit nichts mehr im Wege. Ausgelassen wurde getanzt und gefeiert und erst sehr sehr weit nach Mitternacht waren alle Verrückten in ihren Zelten und auf ihren Isomatten angekommen.

Nach einer kleinen Mütze Schlaf, so gegen 7:30 Uhr kamen so nach und nach alle aus ihren Nachtlagern gekrochen. Die Sachen wurden gepackt und bei wunderschönem Sonnenschein in die Cachermobile verräumt. Zurück im LP-Bad wartetet die Orga schon mit einer bunten Mischung blubbernder Kaffeemaschinen und dem restlichen Kuchenangebot auf uns. LilaWölkchen und ich nahmen uns noch der Labs im Haus an. Außerdem wartete noch ein Bonus und ein Klettercache unter dem Schwimmhallendach auf uns. 10 Uhr startete zudem der CITO zum GIFF Event. Ganz nach dem Motto “viele Hände, schnelles Ende” wurden Tische und Stühle geschleppt, Wildwuchs im Außenbereich geschnitten, die genutzten Becken gewienert und der Müll entfernt. Bekommt man die Möglichkeit für ein so tolles Event, dann muss man einfach alles hinterlassen, wie man es vorgefunden hat. Oder eben ein bisschen besser. 🥰

Als Abschluss konnten wir bei wunderschönem Sonnenschein noch ein paar Lostplacebilder vom Gelände schießen.

Bevor es nach Hause ging blieb uns nur Dankeschön zu sagen. Bei einer herzlichen Verabschiedung von Steffen vom Team Thalheim verabredeten wir uns für einen kleinen nachträglichen Austausch und so stellte ich ein paar Tage später ein paar Fragen, die mir und vielleicht auch Euch auf der Seele brannten:

Wieviel Teilnehmer hattet ihr denn?
Wir hatten 285 Gäste.

Wieviele Nudeln habt ihr gekocht und bekommen wir das Rezept der wahnsinnig leckeren Soße?
Unser Freund Torsten von Tonys Partyservice hat 300 Portionen Nudeln gekocht. War ne ganz schöne Mammutaufgabe, aber er hat es wie immer super hingebekommen. Das Soßenrezept muss ich erst mal erfragen.  😆

Welche Kosten hattet ihr bzw. welche kommen auf Euch zu?
Alle Kosten können wir noch nicht genau beziffern. Wir hatten aber Ausgaben für Versicherung, Dixis, DJ, eine große Leinwand, Strom und Wasser, sowie verschiedenes Verbrauchsmaterial wie Luftballons, Anstecker, Badekappen usw. Die Treppe ins Becken hat uns Gerüstbau Laupert gesponsert. Das Gebäude hat uns die Stadt kostenlos überlassen. Das uns das ermöglicht wurde, dafür sind wir besonders dankbar.

Der Bürgermeister hat ja kurz vorbeigeschaut. Wie haben er und der nette Herr von den Technikführungen denn auf uns verrücktes Völkchen reagiert?
Bürgermeister Nico Dittmann hat selbst schon einige unserer Caches gemacht und kennt die Szene ein wenig. Hausmeister Bert Meier war begeistert von dem großen Interesse an den Führungen durch die Badtechnik und hat 4 Stunden ununterbrochen geredet. 🙂

Im Außengelände ist mir aufgefallen, das der Umkleidebereich im Vergleich zum Kunstfestival 2022 komplett erneuert wurde. Gibt es Pläne für das Freizeitbad?
Das Gelände wiederzubeleben, liegt unserem Bürgermeister sehr am Herzen. So wurde das Nebengebäude mit Duschen und Toiletten schon saniert und ein anderer Teil zu Umkleiden und Sanitärtrakt für das benachbarte Waldstadion umgebaut. Im Außenbereich sollen Volleyballfelder und ein Wasserspielplatz entstehen. Auch das Schwimmbecken in der Halle, sowie die Erneuerung der Sauna stehen mit auf dem Plan.

Ich habe nur positives Feedback gehört und auch wir waren komplett begeistert. Können wir vielleicht auf eine Wiederholung hoffen?
Uns allen hat es riesig Spaß gemacht, das Event zu organisieren und viele bekannte Gesichter mal wieder zu sehen. Die Idee ist aufgekeimt, das im nächsten Jahr als Mega zu wiederholen. Mal sehen was daraus wird und ob es durch eventuelle Umbauarbeiten überhaupt möglich ist.

Ganz lieben Dank von mir an Steffen für die Antworten. Besonders die letzte Auskunft macht uns richtig große Hoffnung auf 2026 und ein weiteres verrücktes Wochenende in diesem besonderen Lost Place. Und alle, die diesmal vielleicht den Weg gescheut haben, sollten das Team Thalheim im Blick behalten. Mit etwas Glück bietet sich im kommenden Jahr eine zweite Chance.

Die Audio zum GIFF

Worum es das nächste Mal geht, kann ich noch nicht so genau sagen. Es wird also diesmal eine Überraschung für uns Alle werden. Ich wünsche Euch auf alle Fälle einen schönen Start in die Vorweihnachtszeit mit tollen Events und weihnachtlichen Verstecken. Liebe Grüße Eure Chaos_Schnecke Tina

Ein starkes Team…

09. November 2025 um 18:41

… kennt keine Grenzen. Genau dieser Spruch fasst das Gefühl nach einem CITO zusammen, von welchem ich Euch heute hier berichten möchte.
Bereits im Sommer hatte ich die Idee, in diesem Jahr einmal selbst ein CITO-Event zu veranstalten. Müll sammeln kam für mich als Idee nicht in Frage, es sollte mal etwas Anderes sein. Etwas was es so vielleicht noch nicht gab und was die Cacherschaft der Umgebung mal wieder begeistert. Ein kurzer Gedankenaustausch mit Susi oder auch LilaWölkchen brachte mich auf die Idee einfach mal beim NABU in Chemnitz unsere Hilfe anzubieten. Die Antwort fiel anders als erwartet aus und ist für mich noch heute ein Mysterium. Meine Anfrage wurde freundlich mit der Aussage beantwortet, das man sich eine Hilfsaktion gut vorstellen könne, vorausgesetzt, wir wären alle unter 28 Jahre alt. 🤔 Ähm ja, oder besser nein. Sind wir nicht, auch wenn man uns das natürlich nicht ansieht 😜. Der nette Herr versicherte mir, ebenfalls älter zu sein, unser Angebot aber dennoch mit in die nächste Dienstberatung zu nehmen und sich in ein paar Tagen zu melden. Naja was soll ich sagen, entweder hat der Herr eine andere Vorstellung von ein paar Tagen oder er wird sich wohl nie bei mir melden. Ich gehe mittlerweile von Letzterem aus.
Aufgeben war allerdings noch nie meine Stärke und so wagte ich beim NABU-Burgstädt einen neuen Versuch. Die dortige Vorstandsvorsitzende, Frau Denise Weigelt, war sofort begeistert von meiner Idee. Nach etwas Überlegung erzählte sie mir von einem Apfellehrpfad mit angrenzenden NaturNahGärten, in welchen dringend Hilfe benötigt würde.
Wie in vielen Vereinen ist auch hier eine Überalterung der Mitglieder traurige Realität. Hilfe in Form von körperlicher Arbeit ist kaum möglich oder wenn, dann nur durch wenige Mitglieder eine zeitaufwendige Angelegenheit. Ich war begeistert von der Aufgabe, die so gar nicht nach einem dieser Müllsammeltreffen klang und so verabredeten wir uns zu einer Besichtigung vor Ort.
Um ehrlich zu sein, war ich mir beim ersten Anblick nicht sicher, ob diese Aufgabe zu bewältigen sein würde, aber annehmen wollte ich die Herausforderung auf alle Fälle. Hier musste quadratmeterweise Unkraut gezogen, eine große Blühwiese teilweise gemäht, meterhohe Hecken und Bäume beschnitten und Stauden zurückgeschnitten werden. Das alles mit dem Gedanken im Kopf für die hier lebenden Insekten, Vögel und Kleintiere Winterquartiere zu erhalten und zu schaffen. Zugegeben hatte ich ein wenig Angst, ob mein Listing die Geocacher der Umgebung nicht eher abschrecken würde. Nach einem gemütlichen Spaziergang mit Müllzange und Gesprächen nebenbei, klang das hier so gar nicht. Zudem war mit einem Einsatz am 01.November auch die Gefahr, nicht so tolles Wetter zu erwischen. Wir wollten helfen, das stand fest, mit wieviel Leuten und welcher Einsatzbereitschaft wir an den Start gehen würden, das stand allerdings in den Sternen.

Zu Hause kreisten meine Gedanken darum, wie ich es für die Teilnehmer so ansprechend wie möglich gestalten konnte. Neben einem ehrlichen Listing kam ich so auf die Idee eines Grillevents im Nachgang. Außerdem wollte ich auf dem angrenzenden Apfellehrpfad ein LabAdventure mit einem Bonus erstellen. Als Dankeschön für die Hilfe sollten diese Caches zwischen Haupt- und Nachevent veröffentlich werden. Und so entstanden so nach und nach das Cito 🌳🐝Ab durch die Hecke – der erste Streich🐝🌳, das Nachevent 🌳🍺Ab durch die Hecke – quatschen & stärken 🌭🌳, der Labcache „Ab durch die Hecke – 🍎 Der Apfellehrpfad 🍎„, sowie der zugehörige Bonus. Dazu fuhren wir noch mehrfach zum Lehrpfad, sammelten Fragen, schossen Bilder für die Lab-Punkte und suchten eine passende Stelle für die Bonusbehausung.

Nach und nach trudelten ein paar Anmeldungen ein. Die Sicherheit nicht ganz allein da zu stehen war beruhigend und doch hatte ich weiterhin meine Bedenken. Die schob ich aber zur Seite und widmete mich stattdessen den Vorbereitungen zweier praktischer Logmöglichkeiten für die Events und der Organisation von Heckenschere, Rasentrimmer, Scheren und Schaufeln aus dem heimischen Garten. Ein paar Tage vorher erreichten mich ein paar Anfragen, was noch gebraucht würde und so war ich sicher das wir am Eventtag mit genug Werkzeug ausgerüstet sein würden. Zudem besorgten liebe Cacherfreunde die Bratwürstchen fürs Grillevent und die Anfahrt von Bier und Brause, was für mich eine große Hilfe bei der Vorbereitung war.
Und dann war er da, der Tag der Tage. Als hätten wir es bestellt, schien die Sonne bei 15 Grad von einem strahlend blauen Himmel herunter. Mit einem voll beladenen Auto ging es zuerst zum Bäcker die Brötchen für 50 Roster & Steaks besorgen und dann zum Eventort. Zusammen mit zwei NABU-Mitgliedern begann die Vorbereitung. Pünktlich um 10 Uhr standen neun Geocacher am Einsatzort. In diesem Moment war ich nicht ganz so böse, denn so musste ich meine Eröffnungsrede vor einem nicht allzugroßen Publikum halten 😉.

So nach und nach trudelten allerding immer mehr Helfer ein und unser Wunder nahm seinen Lauf. Sogar drei Geocacher aus dem Nachbarland Tschechien hatten sich zu uns gesellt, Die Damen vom NABU erklärten der Truppe was zu tun war, Ronny oder auch puppielein übernahm die Koordination und teilte zwei Teams auf die beiden Gärten auf. Es dauerte nicht lange und die Lokalität verwandelte sich in einen Ameisenhaufen. Überall wurde gezupft, geschnitten, gemäht, gesenst und geräumt. Der vom NABU organisierte Grünschnittcontainer musste immer wieder bearbeitet werden und reichte dennoch nicht aus. Es war einfach unglaublich zu sehen, wie Hand in Hand gearbeitet wurde, wie sich die Flächen veränderten und wieviel Spaß wir alle dabei hatten. Nach drei Stunden schauten wir alle auf eine wunderschöne kleine Sensation und konnten es selbst kaum glauben. Der NABU war voll des Lobes und der Dankbarkeit und sichtlich berührt über den Enthusiasmus und die Zusammenarbeit einer eigentlich willkürlich zusammen gekommenen Truppe.

Nun hieß es für mich als Dankeschön den Lab zu öffnen und auch der Reviewer hielt Wort und veröffentlichte den Bonus um 13 Uhr. Während die Helfer zum Apfellehrpfad pilgerten, warfen wir den Grill an und stellten die Sitzgelegenheiten. Passend zum Thema hatte ich zwei „Logbücher“ in Form von Vogelfutterstellen zur Verfügung gestellt. Diese wurden, nachdem alle sich verewigt hatten, noch in den Bäumen verteilt und wir genossen ein tolles Nachevent mit Leckerem vom Grill und vielen schönen Gesprächen bei wunderschönem Sonnenschein. Nebenbei schauten wir Alle immer wieder schwer beeindruckt auf das, was uns da als Team gelungen war.

Für mich am Schönsten war das Lob über das Event der anderen Art und die Bitte, so etwas öfter zu veranstalten. Jeder Einzelne versprach mir, auch in den Logs, beim nächsten Mal wieder am Start zu sein. Auch der NABU Burgstädt würde sich darüber bestimmt freuen. Hier nochmal ein riesiges Danke an alle, die hier so fleißig geholfen und richtig gut harmoniert haben. Wir sind so unglaublich stark und können soviel erreichen, wenn wir zusammenhalten. ❤

Nächstes Wochenende werden wir im Rahmen eines GIFF-Events in einem Lost Place übernachten. Ich bin schon ein bisschen aufgeregt und werde Euch natürlich hier berichten. Bis dahin bleibt gesund und munter, Eure Chaos_Schnecke Tina 🐌

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chaosschnecke

Ein starkes Team…

09. November 2025 um 18:41

… kennt keine Grenzen. Genau dieser Spruch fasst das Gefühl nach einem CITO zusammen, von welchem ich Euch heute hier berichten möchte.
Bereits im Sommer hatte ich die Idee, in diesem Jahr einmal selbst ein CITO-Event zu veranstalten. Müll sammeln kam für mich als Idee nicht in Frage, es sollte mal etwas Anderes sein. Etwas was es so vielleicht noch nicht gab und was die Cacherschaft der Umgebung mal wieder begeistert. Ein kurzer Gedankenaustausch mit Susi oder auch LilaWölkchen brachte mich auf die Idee einfach mal beim NABU in Chemnitz unsere Hilfe anzubieten. Die Antwort fiel anders als erwartet aus und ist für mich noch heute ein Mysterium. Meine Anfrage wurde freundlich mit der Aussage beantwortet, das man sich eine Hilfsaktion gut vorstellen könne, vorausgesetzt, wir wären alle unter 28 Jahre alt. 🤔 Ähm ja, oder besser nein. Sind wir nicht, auch wenn man uns das natürlich nicht ansieht 😜. Der nette Herr versicherte mir, ebenfalls älter zu sein, unser Angebot aber dennoch mit in die nächste Dienstberatung zu nehmen und sich in ein paar Tagen zu melden. Naja was soll ich sagen, entweder hat der Herr eine andere Vorstellung von ein paar Tagen oder er wird sich wohl nie bei mir melden. Ich gehe mittlerweile von Letzterem aus.
Aufgeben war allerdings noch nie meine Stärke und so wagte ich beim NABU-Burgstädt einen neuen Versuch. Die dortige Vorstandsvorsitzende, Frau Denise Weigelt, war sofort begeistert von meiner Idee. Nach etwas Überlegung erzählte sie mir von einem Apfellehrpfad mit angrenzenden NaturNahGärten, in welchen dringend Hilfe benötigt würde.
Wie in vielen Vereinen ist auch hier eine Überalterung der Mitglieder traurige Realität. Hilfe in Form von körperlicher Arbeit ist kaum möglich oder wenn, dann nur durch wenige Mitglieder eine zeitaufwendige Angelegenheit. Ich war begeistert von der Aufgabe, die so gar nicht nach einem dieser Müllsammeltreffen klang und so verabredeten wir uns zu einer Besichtigung vor Ort.
Um ehrlich zu sein, war ich mir beim ersten Anblick nicht sicher, ob diese Aufgabe zu bewältigen sein würde, aber annehmen wollte ich die Herausforderung auf alle Fälle. Hier musste quadratmeterweise Unkraut gezogen, eine große Blühwiese teilweise gemäht, meterhohe Hecken und Bäume beschnitten und Stauden zurückgeschnitten werden. Das alles mit dem Gedanken im Kopf für die hier lebenden Insekten, Vögel und Kleintiere Winterquartiere zu erhalten und zu schaffen. Zugegeben hatte ich ein wenig Angst, ob mein Listing die Geocacher der Umgebung nicht eher abschrecken würde. Nach einem gemütlichen Spaziergang mit Müllzange und Gesprächen nebenbei, klang das hier so gar nicht. Zudem war mit einem Einsatz am 01.November auch die Gefahr, nicht so tolles Wetter zu erwischen. Wir wollten helfen, das stand fest, mit wieviel Leuten und welcher Einsatzbereitschaft wir an den Start gehen würden, das stand allerdings in den Sternen.

Zu Hause kreisten meine Gedanken darum, wie ich es für die Teilnehmer so ansprechend wie möglich gestalten konnte. Neben einem ehrlichen Listing kam ich so auf die Idee eines Grillevents im Nachgang. Außerdem wollte ich auf dem angrenzenden Apfellehrpfad ein LabAdventure mit einem Bonus erstellen. Als Dankeschön für die Hilfe sollten diese Caches zwischen Haupt- und Nachevent veröffentlich werden. Und so entstanden so nach und nach das Cito 🌳🐝Ab durch die Hecke – der erste Streich🐝🌳, das Nachevent 🌳🍺Ab durch die Hecke – quatschen & stärken 🌭🌳, der Labcache “Ab durch die Hecke – 🍎 Der Apfellehrpfad 🍎“, sowie der zugehörige Bonus. Dazu fuhren wir noch mehrfach zum Lehrpfad, sammelten Fragen, schossen Bilder für die Lab-Punkte und suchten eine passende Stelle für die Bonusbehausung.

Nach und nach trudelten ein paar Anmeldungen ein. Die Sicherheit nicht ganz allein da zu stehen war beruhigend und doch hatte ich weiterhin meine Bedenken. Die schob ich aber zur Seite und widmete mich stattdessen den Vorbereitungen zweier praktischer Logmöglichkeiten für die Events und der Organisation von Heckenschere, Rasentrimmer, Scheren und Schaufeln aus dem heimischen Garten. Ein paar Tage vorher erreichten mich ein paar Anfragen, was noch gebraucht würde und so war ich sicher das wir am Eventtag mit genug Werkzeug ausgerüstet sein würden. Zudem besorgten liebe Cacherfreunde die Bratwürstchen fürs Grillevent und die Anfahrt von Bier und Brause, was für mich eine große Hilfe bei der Vorbereitung war.
Und dann war er da, der Tag der Tage. Als hätten wir es bestellt, schien die Sonne bei 15 Grad von einem strahlend blauen Himmel herunter. Mit einem voll beladenen Auto ging es zuerst zum Bäcker die Brötchen für 50 Roster & Steaks besorgen und dann zum Eventort. Zusammen mit zwei NABU-Mitgliedern begann die Vorbereitung. Pünktlich um 10 Uhr standen neun Geocacher am Einsatzort. In diesem Moment war ich nicht ganz so böse, denn so musste ich meine Eröffnungsrede vor einem nicht allzugroßen Publikum halten 😉.

So nach und nach trudelten allerding immer mehr Helfer ein und unser Wunder nahm seinen Lauf. Sogar drei Geocacher aus dem Nachbarland Tschechien hatten sich zu uns gesellt, Die Damen vom NABU erklärten der Truppe was zu tun war, Ronny oder auch puppielein übernahm die Koordination und teilte zwei Teams auf die beiden Gärten auf. Es dauerte nicht lange und die Lokalität verwandelte sich in einen Ameisenhaufen. Überall wurde gezupft, geschnitten, gemäht, gesenst und geräumt. Der vom NABU organisierte Grünschnittcontainer musste immer wieder bearbeitet werden und reichte dennoch nicht aus. Es war einfach unglaublich zu sehen, wie Hand in Hand gearbeitet wurde, wie sich die Flächen veränderten und wieviel Spaß wir alle dabei hatten. Nach drei Stunden schauten wir alle auf eine wunderschöne kleine Sensation und konnten es selbst kaum glauben. Der NABU war voll des Lobes und der Dankbarkeit und sichtlich berührt über den Enthusiasmus und die Zusammenarbeit einer eigentlich willkürlich zusammen gekommenen Truppe.

Nun hieß es für mich als Dankeschön den Lab zu öffnen und auch der Reviewer hielt Wort und veröffentlichte den Bonus um 13 Uhr. Während die Helfer zum Apfellehrpfad pilgerten, warfen wir den Grill an und stellten die Sitzgelegenheiten. Passend zum Thema hatte ich zwei “Logbücher” in Form von Vogelfutterstellen zur Verfügung gestellt. Diese wurden, nachdem alle sich verewigt hatten, noch in den Bäumen verteilt und wir genossen ein tolles Nachevent mit Leckerem vom Grill und vielen schönen Gesprächen bei wunderschönem Sonnenschein. Nebenbei schauten wir Alle immer wieder schwer beeindruckt auf das, was uns da als Team gelungen war.

Für mich am Schönsten war das Lob über das Event der anderen Art und die Bitte, so etwas öfter zu veranstalten. Jeder Einzelne versprach mir, auch in den Logs, beim nächsten Mal wieder am Start zu sein. Auch der NABU Burgstädt würde sich darüber bestimmt freuen. Hier nochmal ein riesiges Danke an alle, die hier so fleißig geholfen und richtig gut harmoniert haben. Wir sind so unglaublich stark und können soviel erreichen, wenn wir zusammenhalten. ❤

Nächstes Wochenende werden wir im Rahmen eines GIFF-Events in einem Lost Place übernachten. Ich bin schon ein bisschen aufgeregt und werde Euch natürlich hier berichten. Bis dahin bleibt gesund und munter, Eure Chaos_Schnecke Tina 🐌

Termin bei Theo

31. Juli 2023 um 17:17

Wer auf besondere Caches steht und auch lange Wartezeiten und große Fahrstrecken in Kauf nimmt, um die ultimative Herausforderung anzunehmen, dem ist sicher schon einige Monate der Cache https://coord.info/GCA6MNY “Der Fall des Professors Theo von Zettlitz” bekannt. Wir erfuhren von einem Freund drei Wochen nach Veröffentlichung von diesem neuen Highlight. Natürlich war der Antrieb, das Eingangsrätsel zu lösen groß und nach etwas Hin und Her stand dem Kalenderzugang nichts mehr im Wege. Damit tat sich das nächste Problem auf. Ein paar wenige freie Termine mit den Dienstplänen von vier schichtarbeitenden Menschen zu vereinbaren, war schon die erste wirklich große Herausforderung. Am Ende stand Dienstag der 25.Juli 2023 mit einer Startzeit von 14:15 Uhr zu Buche. An dieser Stelle ein Hinweis, an Alle, die noch keinen Termin haben, sich das Abenteuer aber nicht entgehen lassen wollen. Ende August / Anfang September schalten die Owner ein neues Zeitfenster frei. Dann können wieder Termine ab Oktober gebucht werden. Von nun an stand Warten auf dem Plan und der klare Wille Spoilerbilder im Status von Vorcachern, die sich eventuell in unseren WhatsApp-Kontakten befinden, zu umgehen. Das gelang uns zu 100%, wir konnten vollkommen unvoreingenommen ans Werk gehen.
Ungefähr zwei Wochen vor unserem Termin stand dann fest, das unsere geplanten Mitstreiter leider den Broterwerb, dem Hobby vorziehen müssen und wir uns der Aufgabe, die Welt zu retten, wohl allein stellen müssen. Ich bin ehrlich, obwohl wir schon einige Dosen dieser Art zu zweit gut lösen konnten, zweifeln wir immer ersteinmal, ob es für uns allein machbar ist. Es wäre schon extrem deprimierend eine Gesamtstrecke von 500 km zu fahren, um dann zu scheitern. Also überlegten wir hin und her, fragten die und den und dort und da, aber Jeder hatte leider schon andere Pläne.
Schließlich entschieden wir uns für einen Aufruf in einer WA-Gruppe und tatsächlich hatte ein uns vollkommen unbekanntes Pärchen Zeit und Lust uns zu begleiten. Noch dazu gleich im Nachbarstadtteil wohnhaft, entschieden wir auch diesem, für uns neuen, Vorhaben eine Chance zu geben.
Bewaffnet mit Proviant, UV-Lampen und allem was im Listing verlangt wurde, ging es letzten Dienstag auf die Autobahn. Da wir 2,5 Stunden Puffer bei der Anfahrt eingeplant hatten, konnten wir vorher noch einen Cache in Thüringen angehen. Leider machte dieser uns mehr Probleme, als gedacht und kostete uns mehr Zeit, als veranschlagt. Der Termin war laut unserem Navi dennoch zu halten. Vorerst. Mit zunehmender Fahrstrecke und gefühlt der 20. Umleitung verflog unsere Zuversicht. Uns war klar, das wir das nicht mehr schaffen können. Mit ein paar Schweißperlen auf der Stirn schrieb ich den Ownern, ob es möglich wäre, die Startzeit etwas nach hinten zu verlegen. Vollkommen unkompliziert und schnell wie der Blitz, reagierten diese und wir bekamen eine Stunde nach Termin einen neuen Startcode. Nun wieder mit etwas Zeitpuffer kamen wir im idyllischen Dorf an und konnten noch unsere Mägen füllen und zwei Tradis in der Nähe finden. Pünktlich auf die Minute starteten wir an den Koords, um den Fall Theo von Zettlitz zu lösen.

die beiden Kommissare, Inspektor Braun und Dr. Salb

Gerade als wir in die Geschichte eintauchen wollten, sprach mich eine Dorfbewohnermuggelin an:

“Sind Sie wegen dem … hier!”

“Ja” 😀

“Also ich hätte da mal eine Frage und weil ich Sie gerade treffe…., wir hier im Dorf wir wissen von dem …. und wir sind beeindruckt, das jeden Tag neue Leute in unser Dorf kommen.”

“Ja, das ist sicher schon etwas verstörend, oder?” 😀

“Eigentlich nicht, alle sind furchtbar nett, aber wir fragen uns schon Monate, wie sie Alle denn hierher finden.”

“Ach so, na das kann ich Ihnen erklären. Also wir sind Geocacher, wir suchen eigentlich Verstecke im Wald. So ähnlich einer Schnitzeljagd. Dafür gibt es eine Website im Netz, auf der man für einen kleinen Obolus Mitglied sein muss. Manchmal gibt es ganz besondere solcher Verstecke, da muss man sich einen Eintrag in einem Kalender sichern, um es finden zu können. So einer ist das hier. Zwei Teams können am Tag starten, wir sind jetzt 250 km angereist und sicher fahren Viele noch viel weiter dafür”

😲“Oh, das ist ja interessant. Gut, das ich Sie angesprochen habe.”

“Gerne, nun können Sie im Dorf Allen berichten, wie das Alles zusammenhängt und das wir schon ziemlich nette Leute sind”

“Ja, das werde ich auf jeden Fall, vielen Dank und noch viel Spaß heute”

“Danke, den werden wir haben und Ihnen einen schönen Tag noch”

Die Dame war echt überglücklich endlich etwas schlauer zu sein und wir konnten uns, einer guten Tat sicher, endlich der Aufklärung des Falls und der Rettung der Welt widmen. Dies gelang uns. Mit viel “OOOOH”, “Oahr”, “kuckt mal”, “Ist das geil”, “wie kommt man auf sowas?”, “unglaublich”, “uuuuh” und und und bestritten wir unsere Mission und konnten Dank Erfahrung in vierfacher Stärke und starkem Willen, alle Aufgaben meistern und uns zum Logbuch vorarbeiten. Nach exakt vier Stunden, wie im Listing vorveranschlagt, standen wir mit großen Augen am Final und ein paar Minuten später im Logbuch. Auch die vorhandene Spendenbox konnte Dank hinterlegtem paypal-Link etwas aufgefüllt werden. Eine Herzensangelegenheit, wenn man so eine Hammerleistung sieht. Location, Geschichte, Stationen, Ausstattung, alles in Allem GENIAL und definitv ein Werk von “Geisteskranken”. DANKE!

stolz präsentieren wir hier unseren Log !
Dieses Banner ziert nun unser Profil ☺

Ich hoffe, auch ohne Fotos und nähere Hinweise, habe ich Eure Lust auf dieses Abenteuer geweckt. Hier sollte man, wie eigentlich immer in solchen Fällen, vollkommen unvorbereitet ans Werk gehen. Die Heimfahrt war geprägt vom Making of und den Bildern, wie so etwas entsteht und was alles dazu gehört. Danke an dieser Stelle auch an unsere Mitstreiter, es war toll und hat uns gefreut. Ich hoffe, es folgen in den nächsten Jahren noch einige ähnliche Projekte. Ob von den Geisteskranken, Team Zensationell oder oder oder. Wir würden uns freuen. 💚

Das nächste Mal nehme ich Euch mit in unser Kajak, zu einer Cachetour auf der weißen Elster in Sachsen-Anhalt.

Bis dahin, seid lieb gegrüßt, Eure Chaos_Schnecke 🐌

Lost in MV – ein Update

26. Oktober 2025 um 13:02

Wahrscheinlich gibt es keinen Geocacher in Deutschland, der es nicht inzwischen mindestens einmal gehört hat. Am 18. Juli 2026 wird es eine 4.Auflage des legendären Mega´s „Lost in MV“ geben. Und da beginnt schon meine Geschichte um die neuesten Ereignisse um dieses Event. Legendär …. Warum ist diese Veranstaltung schon seit vielen Jahren in aller Munde und wie erreichte sie diesen Kultstatus? Tatsächlich ist das mit die größte Frage, die das Orgateam rund um Christian aka Nordish by Nature derzeit beschäftigt. Ein Mysterium, welches ich persönlich nicht beantworten kann, da ich auch nur lobende Worte gehört, aber selbst noch nicht teilgenommen habe.
Jetzt, da ich gerade diese Zeilen tippe, stehen knapp 1030 Will Attends zu Buche und sicher gibt es den ein oder anderen, welcher die Zusage nur auf Grund des Hören-Sagens abgegeben hat. Was Euch in etwa in welcher Umgebung erwartet, hat mir Christian vor ein paar Tagen verraten. Als das Listing mit dem einprägsamen GC-Code GCBB0BB das Licht der Welt erblickte, ich dies kommentierte und teilte, meldete sich Christian bei mir. Er bot mir an, das Orgateam auf seiner Reise in den Monaten der Planung und Organisation zu begleiten. Natürlich machte ich einen gefühlten Luftsprung, denn als Lostplacefan, Technikliebhaberin und Geschichtsinteressierte mit einer ausgeprägten Liebe zur Ostsee war das so ziemlich das Coolste was mir passieren konnte.
Und so darf ich Euch heute die ersten Informationen rund um das „Lost in MV – 4 EVER“ mit Euch teilen. Wie schon die drei letzten Ausgaben des Events werden wir auf dem Gelände des Technikvereins Pütnitz e.V. zusammenkommen. Auf fast 12.000 Quadratmetern Hallenfläche soll hier die technische Entwicklung der ehemaligen Ostblockstaaten vorgestellt werden und so nicht in Vergessenheit geraten. Damit sind wir schon bei der ersten meiner Meinung nach sehr wichtigen Information. In der heutigen Zeit werden solche Vereine gern politisiert und in eine unschöne Ecke gedrängt. Auch wenn momentan Kriege herrschen und hier vor Ort natürlich auch Militättechnik ein großes Thema ist, geht es hier rein um die technische Geschichte und die Entwicklungen der damaligen Zeit. Wer damit ein Problem hat, die Geschehnisse damals und heute nicht neutral und mit ausreichend Abstand betrachten kann und die Menschen hinter dem Verein oder dem Event in einen unverhältnismäßigen Bezug zu heutigen politischen Geschehnissen bringt, der sollte einen Besuch ausreichend hinterfragen. Wir Alle wollen eine schöne Zeit mit tollen Erlebnissen, viel Motorenlärm, beeindruckenden Maschinen, Benzin- und Dieselgeruch auf einem geschichtsträchtigen LostPlace.

Netzabdeckung
Wer schon einmal auf dem ehemaligen Fliegerhorst Pütnitz war, der weiß vielleicht, das Internet hier keine Selbstverständlichkeit ist. Seit „Lost in MV 2“ gibt es Mobilfunk in Ansätzen, aber in keinster Weise stabil und flächendeckend. Auf dem Gelände befindet sich ein mobiler Funkmast mit Stromaggregat. Ob und wie dieser zuverlässig funktioniert, wird sich zeigen. Aber auch wenn wir Geocacher ohne Netz meist aufgeschmissen sind, so wird dies der Veranstaltung mit ihren Angeboten in einmaliger Umgebung mit Sicherheit keinen Abbruch tun.

Campingmöglichkeiten
Vor Ort besteht von Freitag, dem 17.07. bis Sonntag, dem 19.07.2026 die Möglichkeit mit Zelt, Wohnmobil oder Wohnwagen auf dem Gelände unterzukommen. Dafür stehen befestigte und unbefestigte Plätze zur Verfügung. Im Hinterkopf solltet ihr behalten, das ihr weder einen Trinkwasser- noch einen Stromanschluss bekommen könnt, Brauchwasser ist aber verfügbar. Das Gelände ist von Freitag bis Sonntag mittag geöffnet und kann rund um die Uhr betreten, sowie verlassen werden.

Helfer
Wie Christian mir versicherte, gibt es schon jede Menge Anfragen von Geocachern, welche für die verschiedensten anfallenden Tätigkeiten ihre Hilfe angeboten haben. Speziell ist bei diesem Event, das Helfer auch für Nachtschichten benötigt werden. Natürlich könnt ihr immer noch gern beim Orgateam anfragen, wenn ihr gern einer der Heinzelmännchen sein möchtet, welche diese Veranstaltung für uns alle zu einem Erlebnis werden lassen.

Buchungen & Merchandise
Für einige geplante Programmpunkte, Coins und Co wird es natürlich eine Website und einen Shop geben. Der Internetauftritt wird vorraussichtlich noch 2025 an den Start gehen, mit dem Shop ist Anfang 2026 zu rechnen. Nicht alle angebotenen Veranstaltungen werden im Voraus buchbar sein. Leider wurde in der Vergangenheit gerade mit preiswerten Angeboten die Erfahrung gemacht, das Buchungen nicht wahrgenommen wurden und so Plätze für andere Interessierte leer blieben. Dies gilt es zu verhindern.

Aber was haben sich die Organisatoren um Christian für Euch ausgedacht? Natürlich wird hier und heute nicht alles verraten, aber ein bisschen neugierig möchten wir Euch schon machen. Neben dem Hauptevent sind so einige Sideevents geplant. Am Freitag Abend könnte so zum Beispiel ein Lagerfeuer mit Livemusik stattfinden. Dies ist allerdings an die dann geltende Waldbrandwarnstufe gebunden. Am Samstag starten die ersten Verrückten schon um 6:30 Uhr zum Frühsport in den Tag. Kein geringerer als Signal wird Euer Übungsleiter sein. Ohne große Pause gehts danach zum Frühstück in einem der riesigen Hangars , bei denen Euch neben hunderten anderen Geocachern Berge von Brötchen und Rührei erwarten. Am Sonntag wird dann ganz traditionell mit einem CITO unser aller Müll vom Gelände beräumt.
Neben diesen, schon ziemlich cool klingenden Erlebnissen, könnt ihr noch viel mehr Abenteuer erleben. Neben den üblichen Labcaches, warten Workshops und ein nachts stattfindender Light Painting Kurs auf Euch. Das Thema Geocaching wird natürlich behandelt werden und wie schon verraten, wird auch Signal zugegen sein.
Ansonsten wird „Lost in MV – 4 EVER“ ganz im Zeichen der Elemente Luft-Erde-Wasser stehen. So könnt ihr Euch mit der Antonow An-2 , dem größten einmotorigen Doppeldecker der Welt, in die Lüfte über dem Flugplatz Pütnitz erheben. Neben anderen Fahrzeugen wird ein 40 Tonnen Panzer die Erde unter Euch zum Vibrieren bringen. Und im Bodden werdet ihr einen Schwimmpanzer in Aktion erleben können. Wo auch immer ihr an diesen Tagen auf dem Gelände unterwegs sein werdet, Motorensound und Kraftstoffgeruch werden Euch begleiten.

Da wir uns ja direkt am Bodden befinden sind auch Aktionen auf dem Wasser geplant. Solltet ihr also ein Kajak, ein SUP oder einen anderen schwimmbaren Untersatz besitzen, so sollte er an diesem Wochenende unbedingt Teil Eurer Ausrüstung sein. Es ist nämlich geplant aus schwimmbaren Untersätzen auf dem Wasser den Schriftzug „LOST IN MV“ zu stellen und mit einer Drohne für die Ewigkeit festzuhalten. Mit etwas Glück, kommt nicht gerade der bereits erwähnte Schwimmpanzer 😄. Und da wir vom Gelände in Richtung Westen über das Wasser schauen, hoffen wir auf ein oder zwei wunderschöne Sonnenuntergänge, welche wir alle zusammen zum Beispiel mit einem Bier am Grill geniesen können.

Vieles, wie unter Anderem das Abendprogramm und ein Feuerwerk oder eine Lasershow, sind noch in der Planung. Reichlich Programmpunkte sollen entstehen, so viele, das sie wahrscheinlich nicht alle für Jeden machbar sind. Es soll immer Bewegung auf dem Gelände und für Jeden etwas Interessantes dabei sein.

Den GIGA-Status zu erreichen ist übrigens kein Ziel der Orga und selbst, wenn die Will Attents ein GIGA rechtfertigen würden, so kann es ja dennoch als Mega stattfinden. Was die Anmeldungen allerdings beeinflussen ist der Finanzplan der Organisatoren. Dieser wächst nämlich mit den Teilnehmern. Eine vernünftige Einstellung wie ich finde, denn je mehr Leute das Event erleben möchten und natürlich auch in irgendeiner Form Geld einbringen, desto mehr kann den Leuten auch geboten werden.

Um zum Ausgangspunkt des heutigen Berichts zurückzukehren, ich könnte mir schon vorstellen, woher diese Mund-zu-Mund Propaganda der Events auf dem Fliegerhorst Pütnitz kommt. Es ist wohl einfach diese außergewöhnliche Mischung aus Location, Umgebung, Lost Place, Abenteuer und Technik und ein paar verrückten Geocachern, welche genau dort solch eine Veranstaltung in ihre Hände nehmen. Dafür sagen ich und sicher auch alle Anderen jetzt schon einmal DANKESCHÖN ❤. Wenn ihr, die ihr schon einmal an einem der bereits stattgefundenen „Lost in MV“ teilgenommen habt, den Organisatoren ihre brennende Frage, woher diese Vorfreude auf die vierte Version kommt, aus Eurer Sicht beantworten könnt, dann würden wir uns über Kommentare zum Beitrag sehr freuen.

Am kommenden Wochenende veranstalten wir ein CITO, auf dem es einmal nicht um Müll sammeln geht. Wie es gelaufen ist und wie wir Geocacher an vielen Stellen unsere Hilfe anbieten können, darüber erzähle ich Euch das nächste Mal. Bis dahin, seid lieb gegrüßt, Eure Chaos-Schnecke Tina 🐌

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chaosschnecke

CF 442 – Hinterhältiges Micro-Ping-Pong

20. Oktober 2025 um 20:06
Heute kein Yin und Yang sondern Ping und Pong. Die Wichtelpost startet wieder, Reviewer werden zum Spielen aufgefordert und Groundspeak verschlimmbessert mal wieder 🙂 Dafür kommt ein geliebtes Tool unter neuer Führung zurück. Viel Spass beim Hören. Aktuelles aus der Szene:   Interview mit dem Rucksackabenteuer Hinterhältigste Micro Geocaches Wichteln per Post Reviewer-Ping-Pong Zeitzer Zerfall Internet […]

Lost in MV – ein Update

26. Oktober 2025 um 13:02

Wahrscheinlich gibt es keinen Geocacher in Deutschland, der es nicht inzwischen mindestens einmal gehört hat. Am 18. Juli 2026 wird es eine 4.Auflage des legendären Mega´s “Lost in MV” geben. Und da beginnt schon meine Geschichte um die neuesten Ereignisse um dieses Event. Legendär …. Warum ist diese Veranstaltung schon seit vielen Jahren in aller Munde und wie erreichte sie diesen Kultstatus? Tatsächlich ist das mit die größte Frage, die das Orgateam rund um Christian aka Nordish by Nature derzeit beschäftigt. Ein Mysterium, welches ich persönlich nicht beantworten kann, da ich auch nur lobende Worte gehört, aber selbst noch nicht teilgenommen habe.
Jetzt, da ich gerade diese Zeilen tippe, stehen knapp 1030 Will Attends zu Buche und sicher gibt es den ein oder anderen, welcher die Zusage nur auf Grund des Hören-Sagens abgegeben hat. Was Euch in etwa in welcher Umgebung erwartet, hat mir Christian vor ein paar Tagen verraten. Als das Listing mit dem einprägsamen GC-Code GCBB0BB das Licht der Welt erblickte, ich dies kommentierte und teilte, meldete sich Christian bei mir. Er bot mir an, das Orgateam auf seiner Reise in den Monaten der Planung und Organisation zu begleiten. Natürlich machte ich einen gefühlten Luftsprung, denn als Lostplacefan, Technikliebhaberin und Geschichtsinteressierte mit einer ausgeprägten Liebe zur Ostsee war das so ziemlich das Coolste was mir passieren konnte.
Und so darf ich Euch heute die ersten Informationen rund um das “Lost in MV – 4 EVER” mit Euch teilen. Wie schon die drei letzten Ausgaben des Events werden wir auf dem Gelände des Technikvereins Pütnitz e.V. zusammenkommen. Auf fast 12.000 Quadratmetern Hallenfläche soll hier die technische Entwicklung der ehemaligen Ostblockstaaten vorgestellt werden und so nicht in Vergessenheit geraten. Damit sind wir schon bei der ersten meiner Meinung nach sehr wichtigen Information. In der heutigen Zeit werden solche Vereine gern politisiert und in eine unschöne Ecke gedrängt. Auch wenn momentan Kriege herrschen und hier vor Ort natürlich auch Militättechnik ein großes Thema ist, geht es hier rein um die technische Geschichte und die Entwicklungen der damaligen Zeit. Wer damit ein Problem hat, die Geschehnisse damals und heute nicht neutral und mit ausreichend Abstand betrachten kann und die Menschen hinter dem Verein oder dem Event in einen unverhältnismäßigen Bezug zu heutigen politischen Geschehnissen bringt, der sollte einen Besuch ausreichend hinterfragen. Wir Alle wollen eine schöne Zeit mit tollen Erlebnissen, viel Motorenlärm, beeindruckenden Maschinen, Benzin- und Dieselgeruch auf einem geschichtsträchtigen LostPlace.

Netzabdeckung
Wer schon einmal auf dem ehemaligen Fliegerhorst Pütnitz war, der weiß vielleicht, das Internet hier keine Selbstverständlichkeit ist. Seit “Lost in MV 2” gibt es Mobilfunk in Ansätzen, aber in keinster Weise stabil und flächendeckend. Auf dem Gelände befindet sich ein mobiler Funkmast mit Stromaggregat. Ob und wie dieser zuverlässig funktioniert, wird sich zeigen. Aber auch wenn wir Geocacher ohne Netz meist aufgeschmissen sind, so wird dies der Veranstaltung mit ihren Angeboten in einmaliger Umgebung mit Sicherheit keinen Abbruch tun.

Campingmöglichkeiten
Vor Ort besteht von Freitag, dem 17.07. bis Sonntag, dem 19.07.2026 die Möglichkeit mit Zelt, Wohnmobil oder Wohnwagen auf dem Gelände unterzukommen. Dafür stehen befestigte und unbefestigte Plätze zur Verfügung. Im Hinterkopf solltet ihr behalten, das ihr weder einen Trinkwasser- noch einen Stromanschluss bekommen könnt, Brauchwasser ist aber verfügbar. Das Gelände ist von Freitag bis Sonntag mittag geöffnet und kann rund um die Uhr betreten, sowie verlassen werden.

Helfer
Wie Christian mir versicherte, gibt es schon jede Menge Anfragen von Geocachern, welche für die verschiedensten anfallenden Tätigkeiten ihre Hilfe angeboten haben. Speziell ist bei diesem Event, das Helfer auch für Nachtschichten benötigt werden. Natürlich könnt ihr immer noch gern beim Orgateam anfragen, wenn ihr gern einer der Heinzelmännchen sein möchtet, welche diese Veranstaltung für uns alle zu einem Erlebnis werden lassen.

Buchungen & Merchandise
Für einige geplante Programmpunkte, Coins und Co wird es natürlich eine Website und einen Shop geben. Der Internetauftritt wird vorraussichtlich noch 2025 an den Start gehen, mit dem Shop ist Anfang 2026 zu rechnen. Nicht alle angebotenen Veranstaltungen werden im Voraus buchbar sein. Leider wurde in der Vergangenheit gerade mit preiswerten Angeboten die Erfahrung gemacht, das Buchungen nicht wahrgenommen wurden und so Plätze für andere Interessierte leer blieben. Dies gilt es zu verhindern.

Aber was haben sich die Organisatoren um Christian für Euch ausgedacht? Natürlich wird hier und heute nicht alles verraten, aber ein bisschen neugierig möchten wir Euch schon machen. Neben dem Hauptevent sind so einige Sideevents geplant. Am Freitag Abend könnte so zum Beispiel ein Lagerfeuer mit Livemusik stattfinden. Dies ist allerdings an die dann geltende Waldbrandwarnstufe gebunden. Am Samstag starten die ersten Verrückten schon um 6:30 Uhr zum Frühsport in den Tag. Kein geringerer als Signal wird Euer Übungsleiter sein. Ohne große Pause gehts danach zum Frühstück in einem der riesigen Hangars , bei denen Euch neben hunderten anderen Geocachern Berge von Brötchen und Rührei erwarten. Am Sonntag wird dann ganz traditionell mit einem CITO unser aller Müll vom Gelände beräumt.
Neben diesen, schon ziemlich cool klingenden Erlebnissen, könnt ihr noch viel mehr Abenteuer erleben. Neben den üblichen Labcaches, warten Workshops und ein nachts stattfindender Light Painting Kurs auf Euch. Das Thema Geocaching wird natürlich behandelt werden und wie schon verraten, wird auch Signal zugegen sein.
Ansonsten wird “Lost in MV – 4 EVER” ganz im Zeichen der Elemente Luft-Erde-Wasser stehen. So könnt ihr Euch mit der Antonow An-2 , dem größten einmotorigen Doppeldecker der Welt, in die Lüfte über dem Flugplatz Pütnitz erheben. Neben anderen Fahrzeugen wird ein 40 Tonnen Panzer die Erde unter Euch zum Vibrieren bringen. Und im Bodden werdet ihr einen Schwimmpanzer in Aktion erleben können. Wo auch immer ihr an diesen Tagen auf dem Gelände unterwegs sein werdet, Motorensound und Kraftstoffgeruch werden Euch begleiten.

Da wir uns ja direkt am Bodden befinden sind auch Aktionen auf dem Wasser geplant. Solltet ihr also ein Kajak, ein SUP oder einen anderen schwimmbaren Untersatz besitzen, so sollte er an diesem Wochenende unbedingt Teil Eurer Ausrüstung sein. Es ist nämlich geplant aus schwimmbaren Untersätzen auf dem Wasser den Schriftzug “LOST IN MV” zu stellen und mit einer Drohne für die Ewigkeit festzuhalten. Mit etwas Glück, kommt nicht gerade der bereits erwähnte Schwimmpanzer 😄. Und da wir vom Gelände in Richtung Westen über das Wasser schauen, hoffen wir auf ein oder zwei wunderschöne Sonnenuntergänge, welche wir alle zusammen zum Beispiel mit einem Bier am Grill geniesen können.

Vieles, wie unter Anderem das Abendprogramm und ein Feuerwerk oder eine Lasershow, sind noch in der Planung. Reichlich Programmpunkte sollen entstehen, so viele, das sie wahrscheinlich nicht alle für Jeden machbar sind. Es soll immer Bewegung auf dem Gelände und für Jeden etwas Interessantes dabei sein.

Den GIGA-Status zu erreichen ist übrigens kein Ziel der Orga und selbst, wenn die Will Attents ein GIGA rechtfertigen würden, so kann es ja dennoch als Mega stattfinden. Was die Anmeldungen allerdings beeinflussen ist der Finanzplan der Organisatoren. Dieser wächst nämlich mit den Teilnehmern. Eine vernünftige Einstellung wie ich finde, denn je mehr Leute das Event erleben möchten und natürlich auch in irgendeiner Form Geld einbringen, desto mehr kann den Leuten auch geboten werden.

Um zum Ausgangspunkt des heutigen Berichts zurückzukehren, ich könnte mir schon vorstellen, woher diese Mund-zu-Mund Propaganda der Events auf dem Fliegerhorst Pütnitz kommt. Es ist wohl einfach diese außergewöhnliche Mischung aus Location, Umgebung, Lost Place, Abenteuer und Technik und ein paar verrückten Geocachern, welche genau dort solch eine Veranstaltung in ihre Hände nehmen. Dafür sagen ich und sicher auch alle Anderen jetzt schon einmal DANKESCHÖN ❤. Wenn ihr, die ihr schon einmal an einem der bereits stattgefundenen “Lost in MV” teilgenommen habt, den Organisatoren ihre brennende Frage, woher diese Vorfreude auf die vierte Version kommt, aus Eurer Sicht beantworten könnt, dann würden wir uns über Kommentare zum Beitrag sehr freuen.

Am kommenden Wochenende veranstalten wir ein CITO, auf dem es einmal nicht um Müll sammeln geht. Wie es gelaufen ist und wie wir Geocacher an vielen Stellen unsere Hilfe anbieten können, darüber erzähle ich Euch das nächste Mal. Bis dahin, seid lieb gegrüßt, Eure Chaos-Schnecke Tina 🐌

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