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Lost in MV – News & Fakten

03. April 2026 um 05:05

Noch reichlich 100 Tage trennen uns vom wohl ersehntesten Termin der meisten Geocacher in diesem Jahr. Zeit Euch mit News und Fakten die Wartezeit ein wenig zu verkürzen, Euch weiter neugierig zu machen und natürlich auf dem Laufenden zu halten.

Starten wir doch einfach mit ein paar interessanten Zahlen. Zum Zeitpunkt meines Tippens stehen 1650 Will Attents zu Buche. Da man in der Regel von 1,6 Teilnehmern je Account ausgeht, sprechen wir hier von aktuell etwa 2640 zu erwartenden Besuchern. Davon haben 1100 ihr Ticket bereits gebucht.
Ähnlich verrückt sieht es mit den Übernachtungen aus. Um eine Planung zu ermöglichen, müssen natürlich Zahlen zu Grunde gelegt werden. Und so hat die Orga sich ziemlich stattliche 300 Übernachtungsmöglichkeiten als Zahl gesetzt. 300 Zelte, Autos, Wohnmobile und Campinganhänger, welche Platz, ein Mindestmaß an Infrastruktur und jede Menge Organisation benötigen. Von diesen Plätzen sind derzeit über 90% belegt.
Weiter geht es mit dem Frühstücksangebot. Auch hier muss natürlich eine Planmenge aufgerufen werden. Jeder, der schon einmal Gäste bewirtet hat, weiß, wie essentiell hier eine vernünftige Planung ist. Schließlich möchte man zufriedene und satte Besucher. ☺ 600 Frühstücker wurden angesetzt, eine Zahl, die man sich irgendwie kaum vorstellen kann, bei genauerer Betrachtung in einer riesigen Flugzeughalle, aber doch ein sehr beeindruckendes Bild ergibt. Auch hier sind bereits jetzt 85% der Plätze weg.
Natürlich möchte ich Euch mit diesen Fakten vermitteln, wie sehr sich die Community auf dieses Wochenende in Pütnitz freut. Aber auch, was für eine organisatorische Höchstleistung die Orga sich da für uns auf die Schultern lädt. Schließlich sprechen wir hier nicht von einer Eventagentur, welche mit Fachleuten jeden Tag nichts Anderes macht, sondern von ein paar motivierten Geocachern, welche neben ihrer Familie, ihrer Arbeit und allen Herausforderungen des Alltags diese Veranstaltung stemmen. Um dies zur Zufriedenheit aller Besucher, einen reibungslosen Ablauf und einem entspannten Wochenende für Alle zu tun, müssen die Gegebenheiten natürlich im Blick behalten werden.
Und hier kommt nun ihr ins Spiel. Eure Buchungen sind enorm wichtig, um einschätzen zu können, wie es die nächsten Monate mit der Arbeit des Orgateams weiter geht, welche Aufgaben auf sie zukommen und was eventuell noch einmal neu bewertet werden muss. So kann durchaus mehr Platz für Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden, wenn der Bedarf dazu besteht. Dies muss natürlich überlegt werden, da es mit Kosten und anderem Mehraufwand verbunden ist. Eine Entscheidung hierüber kann sich nur aus Buchungszahlen ableiten. Ähnlich sieht es mit dem Frühstücksangebot aus. Mitte Juni wird die Möglichkeit der Buchung des Frühstücksangebotes vorraussichtlich aus dem Eventshop verschwinden. Einfach um dem Caterer eine Planungssicherheit und allen Frühstückern ein ausreichendes Buffet zu bieten. Wenn ihr also sicher seid, das ihr am Event teilnehmt, dann bucht bitte Eure Eintrittstickets, eventuelle Übernachtungsstellplätze und das Frühstück. Ihr helft damit der Orga enorm die Entwicklung der Besucher frühzeitig zu erkennen und die Planung darauf auszurichten.

ein bisschen Vorfreude in Bildern…

maecky1978 und ich werden im Juni bereits nach Ribnitz-Damgarten reisen und dort unseren Urlaub verbringen. Eigentlich wollte ich für Euch die Gegend erkunden, erkunden, was ihr dort unbedingt gesehen und welche Caches ihr besucht haben müsst. Mittlerweile denke ich, außer für ein Paar Eventbesucher, welche eher anreisen oder länger bleiben, wird dieses Vorhaben nicht interessant sein. Während auf anderen Events die Umgegend meist erkundet wird, werden wohl in Pütnitz die meisten Besucher sicher auf dem Gelände bleiben. Denn die Orga hat sich eine Menge einfallen lassen, Eure Zeit zu einem Erlebnis werden zu lassen. Und da wären wir beim Thema Workshops.

Da wäre zum Einen der Lightpainting – Workshop, welcher bereits am Freitag Abend 21 Uhr mit bis zu 20 Teilnehmern stattfinden wird. Hier könnt ihr lernen, wie mit Hilfe von langer Belichtungszeit, bewegten Lichtquellen und Dunkelheit, Objekte magisch inszeniert werden können.

Lightpainting Foto: Website Lost in MV

An allen drei Tagen könnt ihr mit geoclimbing.de auf dem Gelände hoch hinaus. Ihr habt erste Erfahrungen im Klettern, dem Umgang mit der Ausrüstung und Lust Eure Fähighkeiten zu erweitern und einen einzigartigen Ausblick auf das Eventgelände zu geniesen? Dann seid ihr bei diesem Workshop sicher an der richtigen Adresse.

Geoclimbing Foto: Website Lost in MV

Tipps, Tricks und Wissenwertes über das Leben und Überleben in freier Natur bietet Euch das Lost Outdoor Camp by OUT.VIVA. Egal ob beim Campen, beim Wandern oder natürlich beim Geocachen, wer weiß, wie man draußen mit wenigen, aber effektiven Mitteln zurecht kommt, ist nie schlecht beraten.

OUT.VIVA Foto: Website Lost in MV

Natürlich soll auch die Region nicht zu kurz kommen und so könnt ihr Euch am Freitag und Samstag Euer eigenes Schmuckstück schleifen. Bernstein, auch das Gold des Meeres genannt, fasziniert seit Jahrtausenden die Menschheit. Sogar heilende und schützende Kräfte werden ihm zugesprochen.

Bernsteinschleifen Foto: Website Lost in MV

Ebenfalls regional und kreativ geht es weiter. Freitag und Samstag könnt ihr Euch ein ganz persönliches Andenken aus Treibholz, Muscheln, Seeglas und Steinen basteln. Alles was ihr dazu braucht hat Meerchen Kunst, die ihr auch bei Instagram findet, für Euch dabei.

Basteln mit Strandfunden Foto: ChatGPT 😉

Auch die Kiddies werden natürlich beschäftigt werden. In der Rubrik Workshops wird es eine Coin-Bastelwerkstatt geben. Zum Thema Kinder hat sich die Orga übrigens so einiges einfallen lassen, worüber wir aber zu einem späteren Zeitpunkt berichten. Gesagt sei ersteinmal soviel: Es wird dem Cachernachwuchs nicht langweilig werden 🙃

Als letztes Workshop-Angebot zum jetzigen Zeitpunkt wartet ein, wie ich persönlich finde, ganz besonderes Angebot auf alle Lost Place- und Fotografieliebhaber. Volker Grünwold, ein leidenschaftlicher Fotograf mit einem riesigen Wissensschatz, einem begnadeten Blick für beeindruckende Motive und einer Galerie in der Hansestadt Stralsund, weiht Euch ein in die Geheimnisse der Lostplacefotografie. Es wird jeweils zwei Kurse für Handyfotografen und Besitzer von professionellerer Ausrüstung geben. 10 bis 15 Personen können pro Workshop teilnehmen.

Lostplace-Fotogtafie Foto: Leinwand-Galerie-G

Ist etwas dabei, was ihr unbedingt erleben möchtet? Seit wenigen Stunden sind die ersten Angebote auf der Event-Website zur Buchung freigegeben. Zögert nicht zu lange, alle Angebote sind natürlich in ihrer Teilnehmerzahl begrenzt, um allen Teilnehmern eine gute Zeit zu ermöglichen.

Für Euch ist nichts dabei oder ihr habt gute Ideen für weitere Angebote? Die Orga freut sich über jeden Vorschlag und die Herausforderung der Umsetzung. Schließlich seid ihr ja die Hauptakteure, die dieses Wochenende zu einem Erlebnis werden lassen. Also scheut Euch nicht die Orga hier 📬 zu kontaktieren und Eure Ideen einzubringen.

Mit einem Schnappschuss von mir und Siggi aus meinem Onlinemeeting mit Christian aus der Lost in MV 4 ever-Orga, verabschiede ich mich heute von Euch. Ich wünsche Euch ein schönes Osterfest, das der Frühling endlich Einzug hält und viele neue Abenteuer. Bis bald, Eure Chaos-Schnecke Tina 🐌

👂

Folgt uns gern auf WA,
Wir freuen uns auf Euch 🫶

20251115_123712

chaosschnecke

Lost in MV – News & Fakten

03. April 2026 um 05:05

Noch reichlich 100 Tage trennen uns vom wohl ersehntesten Termin der meisten Geocacher in diesem Jahr. Zeit Euch mit News und Fakten die Wartezeit ein wenig zu verkürzen, Euch weiter neugierig zu machen und natürlich auf dem Laufenden zu halten.

Starten wir doch einfach mit ein paar interessanten Zahlen. Zum Zeitpunkt meines Tippens stehen 1650 Will Attents zu Buche. Da man in der Regel von 1,6 Teilnehmern je Account ausgeht, sprechen wir hier von aktuell etwa 2640 zu erwartenden Besuchern. Davon haben 1100 ihr Ticket bereits gebucht.
Ähnlich verrückt sieht es mit den Übernachtungen aus. Um eine Planung zu ermöglichen, müssen natürlich Zahlen zu Grunde gelegt werden. Und so hat die Orga sich ziemlich stattliche 300 Übernachtungsmöglichkeiten als Zahl gesetzt. 300 Zelte, Autos, Wohnmobile und Campinganhänger, welche Platz, ein Mindestmaß an Infrastruktur und jede Menge Organisation benötigen. Von diesen Plätzen sind derzeit über 90% belegt.
Weiter geht es mit dem Frühstücksangebot. Auch hier muss natürlich eine Planmenge aufgerufen werden. Jeder, der schon einmal Gäste bewirtet hat, weiß, wie essentiell hier eine vernünftige Planung ist. Schließlich möchte man zufriedene und satte Besucher. ☺ 600 Frühstücker wurden angesetzt, eine Zahl, die man sich irgendwie kaum vorstellen kann, bei genauerer Betrachtung in einer riesigen Flugzeughalle, aber doch ein sehr beeindruckendes Bild ergibt. Auch hier sind bereits jetzt 85% der Plätze weg.
Natürlich möchte ich Euch mit diesen Fakten vermitteln, wie sehr sich die Community auf dieses Wochenende in Pütnitz freut. Aber auch, was für eine organisatorische Höchstleistung die Orga sich da für uns auf die Schultern lädt. Schließlich sprechen wir hier nicht von einer Eventagentur, welche mit Fachleuten jeden Tag nichts Anderes macht, sondern von ein paar motivierten Geocachern, welche neben ihrer Familie, ihrer Arbeit und allen Herausforderungen des Alltags diese Veranstaltung stemmen. Um dies zur Zufriedenheit aller Besucher, einen reibungslosen Ablauf und einem entspannten Wochenende für Alle zu tun, müssen die Gegebenheiten natürlich im Blick behalten werden.
Und hier kommt nun ihr ins Spiel. Eure Buchungen sind enorm wichtig, um einschätzen zu können, wie es die nächsten Monate mit der Arbeit des Orgateams weiter geht, welche Aufgaben auf sie zukommen und was eventuell noch einmal neu bewertet werden muss. So kann durchaus mehr Platz für Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden, wenn der Bedarf dazu besteht. Dies muss natürlich überlegt werden, da es mit Kosten und anderem Mehraufwand verbunden ist. Eine Entscheidung hierüber kann sich nur aus Buchungszahlen ableiten. Ähnlich sieht es mit dem Frühstücksangebot aus. Mitte Juni wird die Möglichkeit der Buchung des Frühstücksangebotes vorraussichtlich aus dem Eventshop verschwinden. Einfach um dem Caterer eine Planungssicherheit und allen Frühstückern ein ausreichendes Buffet zu bieten. Wenn ihr also sicher seid, das ihr am Event teilnehmt, dann bucht bitte Eure Eintrittstickets, eventuelle Übernachtungsstellplätze und das Frühstück. Ihr helft damit der Orga enorm die Entwicklung der Besucher frühzeitig zu erkennen und die Planung darauf auszurichten.

ein bisschen Vorfreude in Bildern…

maecky1978 und ich werden im Juni bereits nach Ribnitz-Damgarten reisen und dort unseren Urlaub verbringen. Eigentlich wollte ich für Euch die Gegend erkunden, erkunden, was ihr dort unbedingt gesehen und welche Caches ihr besucht haben müsst. Mittlerweile denke ich, außer für ein Paar Eventbesucher, welche eher anreisen oder länger bleiben, wird dieses Vorhaben nicht interessant sein. Während auf anderen Events die Umgegend meist erkundet wird, werden wohl in Pütnitz die meisten Besucher sicher auf dem Gelände bleiben. Denn die Orga hat sich eine Menge einfallen lassen, Eure Zeit zu einem Erlebnis werden zu lassen. Und da wären wir beim Thema Workshops.

Da wäre zum Einen der Lightpainting – Workshop, welcher bereits am Freitag Abend 21 Uhr mit bis zu 20 Teilnehmern stattfinden wird. Hier könnt ihr lernen, wie mit Hilfe von langer Belichtungszeit, bewegten Lichtquellen und Dunkelheit, Objekte magisch inszeniert werden können.

Lightpainting Foto: Website Lost in MV

An allen drei Tagen könnt ihr mit geoclimbing.de auf dem Gelände hoch hinaus. Ihr habt erste Erfahrungen im Klettern, dem Umgang mit der Ausrüstung und Lust Eure Fähighkeiten zu erweitern und einen einzigartigen Ausblick auf das Eventgelände zu geniesen? Dann seid ihr bei diesem Workshop sicher an der richtigen Adresse.

Geoclimbing Foto: Website Lost in MV

Tipps, Tricks und Wissenwertes über das Leben und Überleben in freier Natur bietet Euch das Lost Outdoor Camp by OUT.VIVA. Egal ob beim Campen, beim Wandern oder natürlich beim Geocachen, wer weiß, wie man draußen mit wenigen, aber effektiven Mitteln zurecht kommt, ist nie schlecht beraten.

OUT.VIVA Foto: Website Lost in MV

Natürlich soll auch die Region nicht zu kurz kommen und so könnt ihr Euch am Freitag und Samstag Euer eigenes Schmuckstück schleifen. Bernstein, auch das Gold des Meeres genannt, fasziniert seit Jahrtausenden die Menschheit. Sogar heilende und schützende Kräfte werden ihm zugesprochen.

Bernsteinschleifen Foto: Website Lost in MV

Ebenfalls regional und kreativ geht es weiter. Freitag und Samstag könnt ihr Euch ein ganz persönliches Andenken aus Treibholz, Muscheln, Seeglas und Steinen basteln. Alles was ihr dazu braucht hat Meerchen Kunst, die ihr auch bei Instagram findet, für Euch dabei.

Basteln mit Strandfunden Foto: ChatGPT 😉

Auch die Kiddies werden natürlich beschäftigt werden. In der Rubrik Workshops wird es eine Coin-Bastelwerkstatt geben. Zum Thema Kinder hat sich die Orga übrigens so einiges einfallen lassen, worüber wir aber zu einem späteren Zeitpunkt berichten. Gesagt sei ersteinmal soviel: Es wird dem Cachernachwuchs nicht langweilig werden 🙃

Als letztes Workshop-Angebot zum jetzigen Zeitpunkt wartet ein, wie ich persönlich finde, ganz besonderes Angebot auf alle Lost Place- und Fotografieliebhaber. Volker Grünwold, ein leidenschaftlicher Fotograf mit einem riesigen Wissensschatz, einem begnadeten Blick für beeindruckende Motive und einer Galerie in der Hansestadt Stralsund, weiht Euch ein in die Geheimnisse der Lostplacefotografie. Es wird jeweils zwei Kurse für Handyfotografen und Besitzer von professionellerer Ausrüstung geben. 10 bis 15 Personen können pro Workshop teilnehmen.

Lostplace-Fotogtafie Foto: Leinwand-Galerie-G

Ist etwas dabei, was ihr unbedingt erleben möchtet? Seit wenigen Stunden sind die ersten Angebote auf der Event-Website zur Buchung freigegeben. Zögert nicht zu lange, alle Angebote sind natürlich in ihrer Teilnehmerzahl begrenzt, um allen Teilnehmern eine gute Zeit zu ermöglichen.

Für Euch ist nichts dabei oder ihr habt gute Ideen für weitere Angebote? Die Orga freut sich über jeden Vorschlag und die Herausforderung der Umsetzung. Schließlich seid ihr ja die Hauptakteure, die dieses Wochenende zu einem Erlebnis werden lassen. Also scheut Euch nicht die Orga hier 📬 zu kontaktieren und Eure Ideen einzubringen.

Mit einem Schnappschuss von mir und Siggi aus meinem Onlinemeeting mit Christian aus der Lost in MV 4 ever-Orga, verabschiede ich mich heute von Euch. Ich wünsche Euch ein schönes Osterfest, das der Frühling endlich Einzug hält und viele neue Abenteuer. Bis bald, Eure Chaos-Schnecke Tina 🐌

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Wir freuen uns auf Euch 🫶

Spontane 1200km zum Eismeer

01. März 2026 um 15:16

Anfang Februar diesen Jahres erreichte uns, womit wir uns auch beschäftigten, immer wieder die Nachricht der zugefroreren Ostsee. Dieses Phänomen tritt nicht häufig auf. Nach einer kompletten Vereisung im Winter 1986/ 1987 kam das erst dreimal wieder vor. Im Winter 1995/1996, 2011 und 2018. Wann also wäre die nächste Möglichkeit dieses Naturschauspiel zu sehen? Spontan jetzt, dachten wir uns. Natürlich überlegten wir kurz. Von Chemnitz aus ist es schon ein ziemlich verrücktes und spritintensives Abenteuer. Wegen beruflicher und privater Verpflichtungen blieb uns nur ein einziger Tag: der 15. Februar 2026.
Ein paar Tage vorher schaute ich auf ein paar Webcams am Ostseestrand. Zum Beispiel in Warnemünde. Leider sah es dort so gar nicht nach Eismärchen aus. Als Landratte mit Mittelsgebirgshintergrund blieb mir nur die Möglichkeit einen Einheimischen nach dem richtigen Reiseziel an der Küste zu fragen. Sofort kam mir das Orgateam des diesjährigen Megaevents „Lost in MV 4 ever“ in den Sinn. Auf meine Nachfrage erfuhr ich, das wir Ostküsten wählen müssten, Stralsund, Rügen und Prerow wären vereist. Ein Blick auf die Webcam der Gorch Fock bestätigte die Information und weckte riesige Vorfreude in uns.

Webcam „Gorch Fock“ am 14.02.26 morgens

Und so stand unser Ziel Stralsund fest, denn mit einem Anfahrtsweg von 530km in ca.fünf Stunden war dies die „kürzeste“ Entfernung. Und so startete unsere spontane Reise zum Eismeer am 15.02.26 um 4:18 Uhr bei minus 2 Grad in Chemnitz. Und bis auf 2 kurze Pausen ging es ohne Unterbrechnungen, aber mit einem schönen Sonnenaufgang an die Küste.

Gegen 9:16 Uhr standen wir bei minus 9 Grad, himmelblauem wolkenlosen Himmel und strahlendem Sonnenschein an der Gorch Fock in Stralsund, schauten in die weiße Weite und konnten unser Glück kaum fassen.

Vier Stunden blieben uns, bis wir die Heimfahrt wieder antreten mussten und diese wollten wir so gut als möglich nutzen. Schon zu Hause hatte ich mich wie immer ein wenig vorbereitet, natürlich in dem Wissen, das wir nicht alles schaffen würden. Aber lieber zu viele mögliche Vorhaben, als zu wenig. Und so starteten wir mit dem „Gorch Fock (I) Virtual“. Hier heißt es nicht nur ein Foto schießen. Nachdem ihr ein nicht allzu schweres Puzzle zusammensetzen müsst, heißt es noch drei Stationen aufzusuchen und Fragen zu beantworten. Erst die daraus entstehende Mailadresse und ein Foto von Euch oder einem persönlichen Gegenstand berechtigt Euch zum Log. Danach erledigten wir die „Wartungsrunde im Hafen“, ein Lab-Adventure, welches ebenfalls mit nicht ganz so einfachen Fragen daher kommt. Nicht weit von einem Labstandort entfernt, könnt ihr den Tradi „Speicherstadt Stralsund“ finden. Dieser Cache liegt seit August 2008 und hat durch seine touristenfreundliche Örtlichkeit seitdem fast 12.300 Funde. Er ist übrigens ein Werk des Owners „lexparka“, welcher sehr aufwendige und beeintruckende Caches in dieser Region legt. Ich hoffe noch dieses Jahr ein paar davon besuchen und Euch hier darüber berichten zu können. Für uns ging es weiter zum Tradi „Fischfutter“. Mit seiner Terrainwertung von 4 an der Kaimauer, kann man sich schon denken, wohin die Reise geht. Und so stieg maecky1978 beherzt über die Befestigung die Leiter hinunter und befreite die Dose zum Loggen aus ihrer Halterung. Normalerweise hängt man als Cacher hier über der plätschernden Ostsee, heute konnte man sehr entspannt darauf stehen.

Terrain 4 & Tina vs. Kormoran
gefunden: „Speicherstadt Stralsund“
vereister Blick nach Hiddensee

Und wenn man einmal in Stralsund ist, bietet sich ein Ausflug zur Insel Rügen natürlich an. Und so ging es für uns über den 1937 fertiggestellten Rügendamm und die Ziegelgrabenbrücke. Die Zugbrücke ist 133m lang und führt von Stralsund zur Insel Dänholm und weiter zur Insel Rügen. Diese erste Strelasundquerung ist über die alte B96 befahrbar, die Bahnstrecke Stralsund-Sassnitz führt darüber, ebenso ein Fuß- und ein Radweg. Seit 2007 verbindet die neue Strelasundquerung über 4,1 km Stralsund mit der Insel Rügen. Die Schrägseilbrücke mit ihren 128m hohen Stahlträgern entlastet den alten Rügendamm und gilt als modernes Wahrzeichen. Über sie führte uns aber erst unsere Rückfahrt.

Alte und neue Strelasundquerung (Bild: Reiseland Rügen)

Aber zurück zum alten Rügendamm und der Insel Dänholm, Hier findet ihr auch den ein oder anderen interessanten Cache. Wir hatten unsere neue Leiter im Gepäck und wagten uns so an den zu Hause bereits gelösten Mystie „Das heißt AUF und nicht IN Rügen“. Auf unserer Liste standen noch einige weitere Caches auf der Insel Dänholm. Geschafft haben wir sie leider nicht mehr, dennoch möchte ich Euch noch zwei ans Herz legen. Da wäre zum einen der Tradi „Sternschanze Dänholm, welcher Euch in die Nähe eines Marinemuseums lockt, Euch ein bisschen Inselgeschichte vermittelt und für den ihr ebenfalls eine Leiter benötigt. Auch sehr spannend klingt das Listing des Tradi´s „Blick auf Stralsund“, bei welchem ihr Euch sportlich und ein wenig ungewöhnlich zum Log bewegen müsst. Für uns ging es nun noch auf einen kurzen Abstecher nach Altefähr auf Rügen, um den Blick noch einmal umzukehren. Schauten wir erst von Stralsund über das Eis auf Altefähr, blickten wir nun genau entgegen gesetzt.

Einsatz unserer neuen Leiter
Altefähr auf Rügen
das war eine unserer besten Spontanitäten 😍

Zurück ging es über die neue Strelasundquerung wieder nach Stralsund. Da sich langsam Hunger breit machte und bei einem Spontanbesuch der Ostsee natürlich nur Fisch in Frage kommt, ging es auf die Suche nach einem Imbissangebot. Und so fanden wir zu einem Fischkutter im Stralsunder Hafen. Hier liegt der „Backfischkönig“ und wartet mit unglaublich leckeren Fischspezialitäten auf Euch. Für uns gab es Fish & Chips, für welche ich sofort wieder losfahren würde. 😋

neue Strelasundquerung
beim Backfischkönig

Inzwischen war es 13 Uhr geworden und wahnsinnig glücklich das Abenteuer angetreten zu haben, ging es für uns wieder heimwärts. Gegen 18 Uhr standen wir mit ca. 1200 km mehr auf dem Tacho wieder in Chemnitz.
maecky1978 hat unsere Zeit in einem tollen Video zusammengefasst. Hier 👆🏻 könnt ihr auch live beim Klettern über die Kaimauer oder den Leitereinsatz dabei sein.
Im Juni kommen wir für zwei Wochen zurück zu unserer geliebten Ostsee und hoffen auf viele Cacheabenteuer, über welche wir Euch hier berichten können.

Webcam „Gorch Fock“ am 01.03.26 … Das Eis ist weg, der Frühling unterwegs ❤
👂

Bis zum nächsten Mal wünsche ich Euch viel Sonnenschein, die Vorfreude auf den Frühling und viele Cacheabenteuer. Bis bald, Eure Chaos_Schnecke Tina 🐌

20260215_093158

chaosschnecke

Spontane 1200km zum Eismeer

01. März 2026 um 15:16

Anfang Februar diesen Jahres erreichte uns, womit wir uns auch beschäftigten, immer wieder die Nachricht der zugefroreren Ostsee. Dieses Phänomen tritt nicht häufig auf. Nach einer kompletten Vereisung im Winter 1986/ 1987 kam das erst dreimal wieder vor. Im Winter 1995/1996, 2011 und 2018. Wann also wäre die nächste Möglichkeit dieses Naturschauspiel zu sehen? Spontan jetzt, dachten wir uns. Natürlich überlegten wir kurz. Von Chemnitz aus ist es schon ein ziemlich verrücktes und spritintensives Abenteuer. Wegen beruflicher und privater Verpflichtungen blieb uns nur ein einziger Tag: der 15. Februar 2026.
Ein paar Tage vorher schaute ich auf ein paar Webcams am Ostseestrand. Zum Beispiel in Warnemünde. Leider sah es dort so gar nicht nach Eismärchen aus. Als Landratte mit Mittelsgebirgshintergrund blieb mir nur die Möglichkeit einen Einheimischen nach dem richtigen Reiseziel an der Küste zu fragen. Sofort kam mir das Orgateam des diesjährigen Megaevents “Lost in MV 4 ever” in den Sinn. Auf meine Nachfrage erfuhr ich, das wir Ostküsten wählen müssten, Stralsund, Rügen und Prerow wären vereist. Ein Blick auf die Webcam der Gorch Fock bestätigte die Information und weckte riesige Vorfreude in uns.

Webcam “Gorch Fock” am 14.02.26 morgens

Und so stand unser Ziel Stralsund fest, denn mit einem Anfahrtsweg von 530km in ca.fünf Stunden war dies die “kürzeste” Entfernung. Und so startete unsere spontane Reise zum Eismeer am 15.02.26 um 4:18 Uhr bei minus 2 Grad in Chemnitz. Und bis auf 2 kurze Pausen ging es ohne Unterbrechnungen, aber mit einem schönen Sonnenaufgang an die Küste.

Gegen 9:16 Uhr standen wir bei minus 9 Grad, himmelblauem wolkenlosen Himmel und strahlendem Sonnenschein an der Gorch Fock in Stralsund, schauten in die weiße Weite und konnten unser Glück kaum fassen.

Vier Stunden blieben uns, bis wir die Heimfahrt wieder antreten mussten und diese wollten wir so gut als möglich nutzen. Schon zu Hause hatte ich mich wie immer ein wenig vorbereitet, natürlich in dem Wissen, das wir nicht alles schaffen würden. Aber lieber zu viele mögliche Vorhaben, als zu wenig. Und so starteten wir mit dem “Gorch Fock (I) Virtual”. Hier heißt es nicht nur ein Foto schießen. Nachdem ihr ein nicht allzu schweres Puzzle zusammensetzen müsst, heißt es noch drei Stationen aufzusuchen und Fragen zu beantworten. Erst die daraus entstehende Mailadresse und ein Foto von Euch oder einem persönlichen Gegenstand berechtigt Euch zum Log. Danach erledigten wir die “Wartungsrunde im Hafen”, ein Lab-Adventure, welches ebenfalls mit nicht ganz so einfachen Fragen daher kommt. Nicht weit von einem Labstandort entfernt, könnt ihr den Tradi “Speicherstadt Stralsund” finden. Dieser Cache liegt seit August 2008 und hat durch seine touristenfreundliche Örtlichkeit seitdem fast 12.300 Funde. Er ist übrigens ein Werk des Owners “lexparka”, welcher sehr aufwendige und beeintruckende Caches in dieser Region legt. Ich hoffe noch dieses Jahr ein paar davon besuchen und Euch hier darüber berichten zu können. Für uns ging es weiter zum Tradi “Fischfutter”. Mit seiner Terrainwertung von 4 an der Kaimauer, kann man sich schon denken, wohin die Reise geht. Und so stieg maecky1978 beherzt über die Befestigung die Leiter hinunter und befreite die Dose zum Loggen aus ihrer Halterung. Normalerweise hängt man als Cacher hier über der plätschernden Ostsee, heute konnte man sehr entspannt darauf stehen.

Terrain 4 & Tina vs. Kormoran
gefunden: “Speicherstadt Stralsund”
vereister Blick nach Hiddensee

Und wenn man einmal in Stralsund ist, bietet sich ein Ausflug zur Insel Rügen natürlich an. Und so ging es für uns über den 1937 fertiggestellten Rügendamm und die Ziegelgrabenbrücke. Die Zugbrücke ist 133m lang und führt von Stralsund zur Insel Dänholm und weiter zur Insel Rügen. Diese erste Strelasundquerung ist über die alte B96 befahrbar, die Bahnstrecke Stralsund-Sassnitz führt darüber, ebenso ein Fuß- und ein Radweg. Seit 2007 verbindet die neue Strelasundquerung über 4,1 km Stralsund mit der Insel Rügen. Die Schrägseilbrücke mit ihren 128m hohen Stahlträgern entlastet den alten Rügendamm und gilt als modernes Wahrzeichen. Über sie führte uns aber erst unsere Rückfahrt.

Alte und neue Strelasundquerung (Bild: Reiseland Rügen)

Aber zurück zum alten Rügendamm und der Insel Dänholm, Hier findet ihr auch den ein oder anderen interessanten Cache. Wir hatten unsere neue Leiter im Gepäck und wagten uns so an den zu Hause bereits gelösten Mystie “Das heißt AUF und nicht IN Rügen”. Auf unserer Liste standen noch einige weitere Caches auf der Insel Dänholm. Geschafft haben wir sie leider nicht mehr, dennoch möchte ich Euch noch zwei ans Herz legen. Da wäre zum einen der Tradi “Sternschanze Dänholm, welcher Euch in die Nähe eines Marinemuseums lockt, Euch ein bisschen Inselgeschichte vermittelt und für den ihr ebenfalls eine Leiter benötigt. Auch sehr spannend klingt das Listing des Tradi´s “Blick auf Stralsund”, bei welchem ihr Euch sportlich und ein wenig ungewöhnlich zum Log bewegen müsst. Für uns ging es nun noch auf einen kurzen Abstecher nach Altefähr auf Rügen, um den Blick noch einmal umzukehren. Schauten wir erst von Stralsund über das Eis auf Altefähr, blickten wir nun genau entgegen gesetzt.

Einsatz unserer neuen Leiter
Altefähr auf Rügen
das war eine unserer besten Spontanitäten 😍

Zurück ging es über die neue Strelasundquerung wieder nach Stralsund. Da sich langsam Hunger breit machte und bei einem Spontanbesuch der Ostsee natürlich nur Fisch in Frage kommt, ging es auf die Suche nach einem Imbissangebot. Und so fanden wir zu einem Fischkutter im Stralsunder Hafen. Hier liegt der “Backfischkönig” und wartet mit unglaublich leckeren Fischspezialitäten auf Euch. Für uns gab es Fish & Chips, für welche ich sofort wieder losfahren würde. 😋

neue Strelasundquerung
beim Backfischkönig

Inzwischen war es 13 Uhr geworden und wahnsinnig glücklich das Abenteuer angetreten zu haben, ging es für uns wieder heimwärts. Gegen 18 Uhr standen wir mit ca. 1200 km mehr auf dem Tacho wieder in Chemnitz.
maecky1978 hat unsere Zeit in einem tollen Video zusammengefasst. Hier 👆🏻 könnt ihr auch live beim Klettern über die Kaimauer oder den Leitereinsatz dabei sein.
Im Juni kommen wir für zwei Wochen zurück zu unserer geliebten Ostsee und hoffen auf viele Cacheabenteuer, über welche wir Euch hier berichten können.

Webcam “Gorch Fock” am 01.03.26 … Das Eis ist weg, der Frühling unterwegs ❤
👂

Bis zum nächsten Mal wünsche ich Euch viel Sonnenschein, die Vorfreude auf den Frühling und viele Cacheabenteuer. Bis bald, Eure Chaos_Schnecke Tina 🐌

Ein Bunkerabenteuer

10. September 2023 um 16:22

Aller paar Monate finden sich ein paar verrückte Menschen zusammen und begeben sich auf der Suche nach außergewöhnlichen Caches in meist dunkle, staubige und enge Locations. So auch am gestrigen Samstag. LilaWölkchen, Maecky1978, Jeti92, der Kabeldesigner und mich zog es zu einem geschichtsträchtigen Ort im tschechischen  Česká Kamenice (Böhmisch Kamnitz) im »Rabštejnské údolí« (Rabsteiner Tal). In einem von vier riesigen Bunkern findet ihr die Letterbox https://coord.info/GC28G7E “Underground”.  Nachdem das Cachemobil abgestellt war, ging es auf einen kurzen Marsch durch den märchenhaften Wald mit den beeindruckenden Sandsteinfelsen und plötzlich standen wir vor der Öffnung in den Untergrund.

der Weg in den Untergrund
Blick aus dem Untergrund
hilft nix, da müssen wir durch 🙂
Blick nach draußen
Auf dem Weg zum Einstieg

Nachdem für jeden Einzelnen eine Einstiegsmöglichkeit gefunden war, (ja, das ist stark abhängig von Umfang, Größe und Gelenkigkeit 😆 und ich bin bei so etwas ein echter Körperklaus) ging es in die Dunkelheit. Vor uns eröffnete sich ein gefühlt endloses Stollensystem, was von Hand in den Sandstein getrieben schien. Immer neue  lange Gänge mit Betonsockeln, auf denen wohl einmal große Tanks gestanden hatten, erschienen im Licht unserer Taschenlampen. Dazwischen ab und zu kleine Räume, deren Bedeutung nicht immer zu erkennen war.

Im Cachelisting findet ihr eine Wegbeschreibung, welcher ihr folgen müsst, um am Ende das schwarze Ungeheuer zu finden, in dessen Bauch sich das Logbuch versteckt. Gemeint ist ein 55m langer Tank, welcher, dem Geruch nach zu urteilen, wohl einmal Benzin enthielt. Im Netz habe ich ein altes Foto gefunden und die Aufschrift übersetzt. Brennbar und  Kraftstoff steht in kyrillischer  Schrift auf der Front.

Finaltank, Bild von sachsenschiene.net
Übersetzung Beschriftung

Also geht es nun IM Bunker noch IN einen Tank und da wiederum ganz ans Ende. Es ist übrigens der einzige Tank, der im Bunker noch vollständig zu finden ist. Einer wurde teilweise und alle Anderen vollständig zerlegt, demontiert und entfernt.

Im und am Tank

Nach einem längeren Aufenthalt am Final bemerkte man immer stärker den Benzingeruch. Nach über 30 Jahren ohne Nutzung, verwundert mich das immer wieder. Dies ist uns nämlich schon desöfteren in Bunkern aufgefallen, in denen Benzin gelagert wurde. Also nutzten wir den nicht weit entfernten Ausgang um ein wenig Frischluft zu tanken und nach dem Start des zweiten Caches zu schauen, den wir uns vorgenommen hatten. Und wir hatten Glück. Der Mystie https://coord.info/GC7Z12H “Werk H – Routinekontrolle [LP]”  kann genau hier gestartet und für den Rückweg genutzt werden. Tatsächlich fragten wir uns an dieser Stelle, wieso wir uns durch den Zugangsspalt am Beginn gequält hatten, wo hier doch ein ganzes Tor offen steht. Die finale Lage der Mysteriedose erklärt die Reihenfolge aber und natürlich ist so ein großer offener Zugang wesentlich unspektakulärer 😆 und weniger was zum angeben 🤣.

das Licht tritt ans Licht 😀
Einer, der ehemals fünf Zugänge

Wieder zurück im Dunkel, begaben wir uns auf die Spuren der Geschichte zum Mystie. Jede Station konnte recht zügig gefunden werden und so standen wir nach ziemlich genau zwei Stunden wieder vor unserer Einstiegsstelle und der Herausforderung zurück ins Tageslicht.

Die Dose selbst, findet ihr im Wald an einem idyllischen Bächlein auf dem Weg zurück zum Parkplatz. Dreckig, glücklich und mit zwei Favoritenpunkten weniger, kamen wir wieder an den Parkkordinaten an. Wie fast immer nach solchen Abenteuern stöberte ich noch ein wenig in der Geschichte und konnte dazu noch Einiges finden.

Bereits 1942 entstand hier ein Rüstungsstandort in einer enteigneten Textilfabrik. Nach etlichen Luftangriffen auf Bremen verlagerte die “Weser-Flugzeugbau GmbH Bremen” ihre Produktion hierher. Im Frühjahr 1944 fanden erste geologische Erkundungen statt und bereits im August desselben Jahres begann man mit dem Bau von unterirdischen Produktionsanlagen. Mittlerweile arbeiteten an diesem Standort ca. 6000 Zwangsarbeiter, KZ Häftlinge aus Flossenburg und Dachau, sowie Kriegsgefangene. Allein das “Werk H”, in dem sich beide von uns besuchten Caches befinden, sollte eine Größe von 40.000 Quadratmetern bekommen, wurde aber nie fertiggestellt. Immerhin könnt ihr hier ca. 3km Gänge erkunden. Nach Kriegsende bis 1957 wurden in den Bunkern Lebensmittel gelagert, danach wurde Werk H durch die ZGSS (Zentralgruppe Sowjetischer Streitkräfte) zum Tanklager umgebaut. Es entstanden 12 Tanks mit einer Länge zwischen 30 und 100 Metern in denen ca. 7,5 Millionen Liter Benzin, Diesel und Kerosin gelagert wurden. Nach dem Abzug der Sowjets übernahm eine tschechische Ölgesellschaft das Objekt. Eine geplante Modernisierung fand jedoch nie statt und so wurden 10 der 12 Tanks abgebaut und entsorgt. Beim Zerteilen der Objekte mit Schweißbrennern und Trennscheiben brannte die Isolierschicht ab, was fast alle Wände im Bunker mit Ruß schwärzte. Heute verewigen sich an diesen Stellen die Urbexer, Geocacher und Besucher.

Rußgeschwärzte Stollenwände

Ein Tank, der, welcher das Letterboxfinal beherbergt, ist noch orginal erhalten. Bei einem anderen wurde die Front entfernt. Vom Rest sieht man jeweils nur noch die Betonsockel. Alles zusammen vermittelt dem Besucher aber sehr gut in welchen Dimensionen hier gelagert wurde. Wenn ihr Bunker mögt, Euch Geschichte interessiert und sich Euch die Möglichkeit eines Besuches bietet, dann kann ich Euch dieses Abenteuer nur empfehlen.

Tank ohne Front
Betonsock
Im Tankinneren

Nach unserem Abenteuer kam der Kabeldesigner noch auf eine, für mich ausgefallene Idee. Er liest nämlich nicht gern bzw. hat keine Zeit dafür. Deshalb möchte er die Beiträge gern von mir vorgelesen bekommen. Natürlich möchte ich kein Podcast werden, aber hier findet ihr den Beitrag das erste mal als Audio, denn wahrscheinlich gibt es noch einige weitere Lesefaule 😉

Ganz in der Nähe befindet sich eine bedoste Flugzeugabsturzstelle. Dahin entführe ich Euch das nächste Mal. Bis dahin, eine schöne Zeit, Eure Chaos_Schnecke Tina

Challenge angenommen

19. Januar 2025 um 14:12

Schon einige Zeit fiel uns ein interessantes Gelände an der A72 im Vogtland auf, wenn wir diese gen Westen fuhren. Irgendwann schaute ich einmal etwas genauer auf die Karte und mir fiel direkt vor Ort ein interessanter Challengecache vom mir nicht ganz unbekannten Owner huberteff ins Auge. Solltet ihr noch nichts von einer Challenge gehört haben, hier eine kurze Erklärung. Solch ein Cache erscheint immer als Rätsel auf der Karte, liegt aber an den gelisteten Koordinaten. Um ihn als Fund zu loggen, müsst ihr die geforderte Aufgabe, die Euch der Owner stellt, erfüllt haben. Diese können ganz unterschiedlich, von sehr anspruchsvoll bis einfach sein. So sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Es kann gefordert sein, eine bestimmte Anzahl von Klettercaches gefunden zu haben, eine bestimmte Anzahl an Tagen in Folge gecacht zu haben oder eine gewisse Cacheart beispielsweise 100x gefunden zu haben. Oder, oder, oder. Im Listing ist meist der Link zum Challenge Checker von Projekt GC eingearbeitet, über welchen ihr prüfen könnt, ob ihr die Herausforderung bereits bestanden habt oder nicht. In unserem Fall, dem Cache “Get Lost – LP Challenge Cache” besteht die Aufgabe darin insgesamt 100 Geocaches mit dem Atribut”verlassenes Gebäude” gefunden zu haben. Suchen, finden und signieren könnt ihr die Dose natürlich jederzeit. Solange ihr die gestellte Aufgabe noch nicht erfüllt habt, besteht die Möglichkeit mittels einer Bemerkung zu loggen. Gefunden loggt ihr in diesem Fall erst, wenn der Challenge Checker Euch grünes Licht gibt. Und so sah es zum Zeitpunkt unseres Besuches auf unseren Profilen aus:

Maecky1978 fehlen noch 11 LP-Attribute
Ich erfülle die Anforderungen

Und so begaben wir uns an diesem sonnigen, aber sehr kalten Januartag zu dieser Dose. Wie im Cache angegeben, muss kein eingezäuntes Gelände zum Finden und Signieren betreten werden und es ist auch nicht erforderlich dieses Gelände zu erkunden. Aber wenn man mal da ist…😉 und es einen offenen Zugang gibt, dann begeben wir uns natürlich gern auf Abenteuertour.

GC Karte
gefunden und signiert
Luftbild – Internetfund

Wie wir im Nachhinein erfuhren, gibt es wohl einen neuen Besitzer, welcher Besucher auf seinem Gelände nicht so gern sieht. Er hat und das ist uns auch aufgefallen, Räume gesichert und verschlossen. Da wir uns generell auf fremden Grundstücken immer wie Gäste verhalten, ist es natürlich eine klare Sache, das soetwas respektiert und nicht betreten wird. Generell ist unser Anspruch immer, nichts als Fotos und Eindrücke mitzunehmen und nichts als unsere Fußspuren zu hinterlassen. Da bei unserem Besuch ein bisschen Schnee lag, war letzteres diesmal sogar wörtlich zu nehmen.
Los ging es im größten Komplex, welcher in einer Hälfte wohl einmal Hotelzimmer und in der anderen das Restaurant beherbergt hat.

Danach kämpften wir uns durch ein paar lichtere Dornenhecken zu einem der wirklich stark eingewachsenen Bungalows, welche sicher einst als Kinderferienlager dienten. Das Reh, welches uns ganz zu Beginn unseres Besuches über den Weg lief, scheint wohl hier zu wohnen. Zumindest fanden wir unzählige Spuren. Wie auch von wahrscheinlich einem Waschbär.

Weiter ging es vorbei an einer Art Garagen und Versorgungsräumen zum Heizhaus, auf dem der weithin sichtbare Schornstein mit dem Schriftzug “HOTEL” prankt. Hinter dem ehemaligen Restaurant findet man noch kleinere Gebäude mit einer Sauna, einem Aufenthaltsraum, einer Kegelbahn und vermutlich einer Bücherei.

Auf dem gesamten Gelände ist Vorsicht geboten, in der Erde tun sich immer wieder Löcher auf, da Kanaldeckel fehlen oder einfach neben den Schächten liegen. Nicht immer kann man das in der Wiese sofort erkennen. Generell muss ich sagen, habe ich auf einem LP Gelände selten soviel Spuren von Diebstahl gesehen. Hier fehlen quadratmeterweise Fußbodenplatten, Fliesen, Holzpaneele und sogar Treppenstufen. Was noch übrig war, ist dem Vandalismus zum Opfer gefallen, wurde eingeschlagen, zertreten oder zertrümmert. Immer wieder ein trauriger Anblick für uns. Finden konnten wir noch ein paar nicht ganz schlechte Graffiti, welche das triste Grau etwas auflockerten.

Beim Verlassen des Geländes fiel mir noch eine Wäscheleine auf. Wie lange mag sie wohl hier schon ungenutzt ihr Dasein fristen und auf dem Fußmarsch zum Auto eröffnete sich uns ein schöner Blick auf die Talsperre Pirk. Der Blick, welcher dem Hotel “Am See”, den Namen gab, unter dem man das Gelände im Internet immer mal wieder findet.

Blick zur Talsperre
arbeitslose Wäscheleine

Zuhause recherchierte ich ein wenig und konnte in Erfahrung bringen, das das Gelände zu DDR-Zeiten als Ferienheim und Kinderferienlager für die Mitarbeiter eines Espenhainer Betriebes genutzt wurde. Danach, wohl bis 2006, hatte es noch als Hotel und Raststätte geöffnet. Seither setzt Leerstand, Diebstahl und Vandalismus dem Gelände zu. Auch wenn es für mich schwer vorstellbar ist, so wünsche ich dem Ort, das wieder bessere Zeiten kommen mögen. Vielleicht mit Hilfe des neuen Eigentümers.
Bei meiner Recherches stieß ich auf einige alte Ansichtskarten und sogar ein Motiv, welches ich zufällig fast im gleichen Winkel fotografiert habe. Dies Alles möchte ich Euch hier natürlich nicht vorenhalten.

Internetfunde
Fotovergleich
Audioherausforderung 😁

Das nächste Mal stelle ich Euch einen Owner vor, welcher in Treuen und Umgebung wirklich einzigartige Caches legt. Großen und kleinen Geocachern wird hier defintiv ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Außerdem plant er für 2025 ein Event, welches vielleicht in Eurem Kalender landen sollte. Bis dahin, seid lieb gegrüßt von Eurer Chaos_Schnecke Tina

PS: Ich freue mich über ein Abo meines WhatsApp Kanals 🥂https://whatsapp.com/channel/0029Vazmmlt47Xe79maMkV1f

Auf schmaler Spur von Wernigerode zum Brocken

08. Februar 2026 um 16:55

Wer im Harz unterwegs ist, der muss natürlich auch auf dem höchsten Gipfel von Deutschlands Norden, dem Brocken, gewesen sein. Wir begaben uns zu diesem Zweck auf die Schiene, fuhren von Wernigerode zum Brocken mit der Schmalspurbahn und nahmen unterwegs und auch etwas abseits noch ein paar Geocachingabenteuer mit.
Seit 1899 dampft die schmalspurige Brockenbahn mit Unterbrechungen zum Brocken. Der zweite Weltkrieg hatte Schäden an den Gleisanlagen hinterlassen und so lag die Bahn bis 1949 still. 1950 fanden in Schierke die deutschen Wintersportmeisterschaften statt, was die Wiederaufnahme des Bahnbetriebes und die Errichtung des zusätzlichen Haltepunktes Eckerloch zur Folge hatte. Dieser zusätzliche Stopp wurde allerdings sofort nach dem Ende der Meisterschaften wieder aufgegeben. Schon seit Kriegsende waren auf dem Brocken die Grenztruppe der DDR und Soldaten der Sowjetunion stationiert, eine Fahrt zum Brocken war nur mit Passierschein möglich. Und auch diese Möglichkeit endete mit dem Mauerbau 1961. Der Personenverkehr zwischen Schierke und dem Brocken wurde eingestellt, es verkehrten fortan nur Güterzüge mit Oel, Kohle und Baumaterial ins Sperrgebiet.
6000 Demonstranten, welche nach dem Fall der deutschen Mauer, zu einer Sternwanderung aus verschiedenen Orten auf den Brocken aufbrachen, erzwangen am 03.Dezember 1989 friedlich die Öffnung des Brockenplateaus. Gegen 12:45 Uhr gaben die DDR-Grenztruppen dem Druck der Menschenmassen nach und öffneten das Tor der 3,60m hohen Mauer rund um den Gipfel, welches zu diesem Zeitpunkt noch immer als Sperrgebiet galt.

03.12.89 Am Tor zum Sperrgebiet (Quelle: Harzkurier)
Demonstranten Sternenwanderung (Quelle: NDR)

Seit 1991 verkehrt nun auch wieder die Brockenbahn zum Gipfel. Und trotz der wirklich preisintensiven Fahrt von mittlerweile 65 Euro pro Person hin und zurück, wollten wir die Bahn und den so geschichtsträchtigen Berg genau auf diese Weise erkunden.
Und so starteten wir in Wernigerode unser Abenteuer Schmalspurbahn mit dem Virtual „Schmalspur-Paparazzi 3“. Am Aussichtsplateau auf dem Hauptbahnhof der Harzer Schmalspurbahnen müsst ihr eine Aufgabe erfüllen und Euch mit der Antwort Euren „Fundschein“ sichern, der Euch zum Loggen des Caches berechtigt.

Unsere Fundscheine 😃

Hier startete nun auch unsere zweistündige Fahrt zum 1.142 m hohen Brocken. Über die Bahnhöfe Westerntor, Hochschule, Hasserode, Steinerne Renne, Drei Annen Hohne und Schierke kämpft sich die Dampflok zum Ziel. Durch Wälder, welche sich gerade vom Borkenkäferbefall erholen, durch einen Tunnel, vorbei an durch Waldbrände gezeichnete Flächen. Das beim Start noch sonnige Wetter wich nach und nach einer Waschküche. Bei rund 300 Nebeltagen mit Sichtweiten unter 50m im Jahr und nur 6 Tagen mit über 100 km Fernsicht auf dem Brocken war das für uns aber keine Überraschung.

Oben angekommen absolvierten wir nur ein paar Labpunkte, den Virtual „Wolkenhäuschen und Goethe“, sowie den über 21 Jahre alten Webcamcache „1.Brocken*Cam*“. Zugegebenermaßen sind wir keine Freunde von Menschenmassen und Touristenanhäufungen. Dennoch gönnten wir uns ein Mittagessen beim Brockenwirt am Bahnhof, schauten uns auf dem Plateau um und konnten sogar ein paar Minuten mit ein wenig Sonne und Sicht geniesen.

Die Rückfahrt verbrachten wir auf der Plattform des Waggons, da die Bahn heillos überfüllt war. Dies war aber keineswegs unangenehm. Zwar ein wenig windig und kalt, hatten wir aber den vollen Genuss bester Sicht und keinen unnötigen Körperkontakt zu anderen Passagieren. 😁 Zudem konnte maecky1978 unsere Fahrt wunderbar für sein Video einfangen, welches ihr hier findet.

Wieder in Wernigerode angekommen, solltet ihr Euch unbedingt die gläserne Manufaktur der Harzer Schmalspurbahn anschauen. Hier kann man hautnah bei Reparaturen der Dampflokomotiven dabei sein, viel zur Technik erfahren und auch an einer Werkstattführung teilnehmen. Zudem gibt es im Außenbereich für den Cachernachwuchs einen Dampflokspielplatz. Ganz in der Nähe könnt ihr auch den ziemlich geschickt getarnten Tradi „Die gläserne Dampflokwerkstatt der HSB“ versuchen aus seinem Versteck zu locken.

Den nächsten Stopp machten wir am Bahnhof Westerntor. Der Tradi „Schmalspur-Paprazzi 1“ lockte uns mit seinen vielen Favoritenpunkten hierher. Nachdem wir die Ebene gewechselt und die schön gemachte Dose signiert hatten, machten wir noch einen Abstecher in den wunderschönen alten Bahnhof und können das auch Jedem, der hier ist, nur empfehlen.

Zum Abschluss zog es uns auf eine kleine Wanderung zu einem Kurzmulti. Auf dem Weg zum Cache „Bahnunglück“ kommt ihr zudem an einer interessanten Stempelstelle der Harzer Wandernadel vorbei. Hier findet ihr nämlich die Wasserkunst Thumkuhlental. Dabei handelt es sich um eine originalgetreu nachgebaute Wasserkunst mit Wasserrad, Feldgestänge und Pumpenturm, wie sie früher im Bergbau eingesetzt wurde.

Noch ein bisschen bergan und ihr steht an der Stelle des Bahnunglücks, welches sich am 06.Juli 1927 hier ereignete. Durch starke Regenfälle wurde der Bahndamm der hier befindlichen Brücke unterspült. Die Lok, sowie zwei Wagen stürzten in die Tiefe und rissen sechs Menschen mit in den Tod. Die Lok wurde hier an Ort und Stelle verschrottet und ein Gedenkstein errichtet. Hier findet ihr alle Antworten, welche Euch zum Finale des Multis, einem kleinen LP, bringen. Wir hatten hier glücklicherweise noch genug Zeit im Gepäck, studierten am Handy den Fahrplan der Brockenbahn und warteten. Hier befindet sich wirklich ein sehr guter Foto- und Videopunkt für Dampflokfreunde. Auch hierzu möchte ich Euch wieder ein Video von maecky1978 empfehlen, welches Euch unter anderem mit zur Wasserkunst, zum Bahnunglück und zu tollen Blicken auf die fahrende Brockenbahn nimmt.

👂

Worum es das nächste Mal geht, ist auch für mich selbst noch eine Überraschung. Bis dahin kommt aber auf alle Fälle weiter gut durch den Winter und seid lieb gegrüßt von Eurer Chaos_Schnecke Tina

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chaosschnecke

Auf schmaler Spur von Wernigerode zum Brocken

08. Februar 2026 um 16:55

Wer im Harz unterwegs ist, der muss natürlich auch auf dem höchsten Gipfel von Deutschlands Norden, dem Brocken, gewesen sein. Wir begaben uns zu diesem Zweck auf die Schiene, fuhren von Wernigerode zum Brocken mit der Schmalspurbahn und nahmen unterwegs und auch etwas abseits noch ein paar Geocachingabenteuer mit.
Seit 1899 dampft die schmalspurige Brockenbahn mit Unterbrechungen zum Brocken. Der zweite Weltkrieg hatte Schäden an den Gleisanlagen hinterlassen und so lag die Bahn bis 1949 still. 1950 fanden in Schierke die deutschen Wintersportmeisterschaften statt, was die Wiederaufnahme des Bahnbetriebes und die Errichtung des zusätzlichen Haltepunktes Eckerloch zur Folge hatte. Dieser zusätzliche Stopp wurde allerdings sofort nach dem Ende der Meisterschaften wieder aufgegeben. Schon seit Kriegsende waren auf dem Brocken die Grenztruppe der DDR und Soldaten der Sowjetunion stationiert, eine Fahrt zum Brocken war nur mit Passierschein möglich. Und auch diese Möglichkeit endete mit dem Mauerbau 1961. Der Personenverkehr zwischen Schierke und dem Brocken wurde eingestellt, es verkehrten fortan nur Güterzüge mit Oel, Kohle und Baumaterial ins Sperrgebiet.
6000 Demonstranten, welche nach dem Fall der deutschen Mauer, zu einer Sternwanderung aus verschiedenen Orten auf den Brocken aufbrachen, erzwangen am 03.Dezember 1989 friedlich die Öffnung des Brockenplateaus. Gegen 12:45 Uhr gaben die DDR-Grenztruppen dem Druck der Menschenmassen nach und öffneten das Tor der 3,60m hohen Mauer rund um den Gipfel, welches zu diesem Zeitpunkt noch immer als Sperrgebiet galt.

03.12.89 Am Tor zum Sperrgebiet (Quelle: Harzkurier)
Demonstranten Sternenwanderung (Quelle: NDR)

Seit 1991 verkehrt nun auch wieder die Brockenbahn zum Gipfel. Und trotz der wirklich preisintensiven Fahrt von mittlerweile 65 Euro pro Person hin und zurück, wollten wir die Bahn und den so geschichtsträchtigen Berg genau auf diese Weise erkunden.
Und so starteten wir in Wernigerode unser Abenteuer Schmalspurbahn mit dem Virtual “Schmalspur-Paparazzi 3”. Am Aussichtsplateau auf dem Hauptbahnhof der Harzer Schmalspurbahnen müsst ihr eine Aufgabe erfüllen und Euch mit der Antwort Euren “Fundschein” sichern, der Euch zum Loggen des Caches berechtigt.

Unsere Fundscheine 😃

Hier startete nun auch unsere zweistündige Fahrt zum 1.142 m hohen Brocken. Über die Bahnhöfe Westerntor, Hochschule, Hasserode, Steinerne Renne, Drei Annen Hohne und Schierke kämpft sich die Dampflok zum Ziel. Durch Wälder, welche sich gerade vom Borkenkäferbefall erholen, durch einen Tunnel, vorbei an durch Waldbrände gezeichnete Flächen. Das beim Start noch sonnige Wetter wich nach und nach einer Waschküche. Bei rund 300 Nebeltagen mit Sichtweiten unter 50m im Jahr und nur 6 Tagen mit über 100 km Fernsicht auf dem Brocken war das für uns aber keine Überraschung.

Oben angekommen absolvierten wir nur ein paar Labpunkte, den Virtual “Wolkenhäuschen und Goethe”, sowie den über 21 Jahre alten Webcamcache “1.Brocken*Cam*”. Zugegebenermaßen sind wir keine Freunde von Menschenmassen und Touristenanhäufungen. Dennoch gönnten wir uns ein Mittagessen beim Brockenwirt am Bahnhof, schauten uns auf dem Plateau um und konnten sogar ein paar Minuten mit ein wenig Sonne und Sicht geniesen.

Die Rückfahrt verbrachten wir auf der Plattform des Waggons, da die Bahn heillos überfüllt war. Dies war aber keineswegs unangenehm. Zwar ein wenig windig und kalt, hatten wir aber den vollen Genuss bester Sicht und keinen unnötigen Körperkontakt zu anderen Passagieren. 😁 Zudem konnte maecky1978 unsere Fahrt wunderbar für sein Video einfangen, welches ihr hier findet.

Wieder in Wernigerode angekommen, solltet ihr Euch unbedingt die gläserne Manufaktur der Harzer Schmalspurbahn anschauen. Hier kann man hautnah bei Reparaturen der Dampflokomotiven dabei sein, viel zur Technik erfahren und auch an einer Werkstattführung teilnehmen. Zudem gibt es im Außenbereich für den Cachernachwuchs einen Dampflokspielplatz. Ganz in der Nähe könnt ihr auch den ziemlich geschickt getarnten Tradi “Die gläserne Dampflokwerkstatt der HSB” versuchen aus seinem Versteck zu locken.

Den nächsten Stopp machten wir am Bahnhof Westerntor. Der Tradi “Schmalspur-Paprazzi 1” lockte uns mit seinen vielen Favoritenpunkten hierher. Nachdem wir die Ebene gewechselt und die schön gemachte Dose signiert hatten, machten wir noch einen Abstecher in den wunderschönen alten Bahnhof und können das auch Jedem, der hier ist, nur empfehlen.

Zum Abschluss zog es uns auf eine kleine Wanderung zu einem Kurzmulti. Auf dem Weg zum Cache “Bahnunglück” kommt ihr zudem an einer interessanten Stempelstelle der Harzer Wandernadel vorbei. Hier findet ihr nämlich die Wasserkunst Thumkuhlental. Dabei handelt es sich um eine originalgetreu nachgebaute Wasserkunst mit Wasserrad, Feldgestänge und Pumpenturm, wie sie früher im Bergbau eingesetzt wurde.

Noch ein bisschen bergan und ihr steht an der Stelle des Bahnunglücks, welches sich am 06.Juli 1927 hier ereignete. Durch starke Regenfälle wurde der Bahndamm der hier befindlichen Brücke unterspült. Die Lok, sowie zwei Wagen stürzten in die Tiefe und rissen sechs Menschen mit in den Tod. Die Lok wurde hier an Ort und Stelle verschrottet und ein Gedenkstein errichtet. Hier findet ihr alle Antworten, welche Euch zum Finale des Multis, einem kleinen LP, bringen. Wir hatten hier glücklicherweise noch genug Zeit im Gepäck, studierten am Handy den Fahrplan der Brockenbahn und warteten. Hier befindet sich wirklich ein sehr guter Foto- und Videopunkt für Dampflokfreunde. Auch hierzu möchte ich Euch wieder ein Video von maecky1978 empfehlen, welches Euch unter anderem mit zur Wasserkunst, zum Bahnunglück und zu tollen Blicken auf die fahrende Brockenbahn nimmt.

👂

Worum es das nächste Mal geht, ist auch für mich selbst noch eine Überraschung. Bis dahin kommt aber auf alle Fälle weiter gut durch den Winter und seid lieb gegrüßt von Eurer Chaos_Schnecke Tina

Vom Konsum-Bierchen zum Stasi-Bunker

01. Februar 2026 um 13:28

Natürlich zog es uns in unserem Harz-Urlaub auch an die vergessenen und staubigen Orte, welche aber immer viel zu erzählen haben. In der Nähe von Wernigerode, genauer gesagt in Nöschenrode, befand sich viele Jahre eine Gastwirtschaft. Bereits 1471 als Schleifmühle erbaut, begann mit dem Fremdenverkehr im Harz die gastronomische Geschichte des Anwesens mit dem Namen „Storchmühle“. 1934 erwarb Rudolf Kindermann, ein Magdeburger Industrieller, das Gelände. Er baute es zu einer bedeutenden Ausflugs- und Vergnügungsgaststätte aus, welche auch bei der Prominenz der damaligen Zeit durchaus beliebt war. An das Gelände angeschlossen gab es einen kleinen Tiergarten, Palmen und andere exotische Kübelpflanzen. Im Winter war die Gastwirtschaft geschlossen, die kälteempfindlichen Pflanzen überwinterten in Gewächshäusern des Wernigeröder Schlosses.

Eindrücke der damaligen Zeit (Quelle: Die Storchmühle im Internet)

Nach dem Krieg und der unvermeidlichen Enteignung übernahm die Konsum-Genossenschaft der DDR die Bewirtschaftung. Um 1970 herum wurden die Gebäude in drei Bauabschnitten zeitgemäß umgebaut und bis zur Wende weiterhin gastronomisch genutz.

Die Konsumzeit (Quellen: Die Storchmühle im Internet und DDR-Postkartenmuseum)

Wie bei so vielen geschichtsträchtigen Orten begann mit dem Ende der DDR auch das Ende dieses wunderschönes Ortes. Verfall und Vandalismus folgten. Seit 2009 existiert auf dem Gelände der Multicache „LPC Storchmühle“. Leider sind die Stationen nicht mehr komplett spielbar, durch einen Hint, kann man das Finale aber dennoch problemlos finden. Und so gaben wir uns erstmal ganz der Erkundung des doch recht großen Geländes hin. Besonders eindrucksvoll war der riesige Speisesaal mit seinen runden Öffnungen in der Decke und den ehemals großen Glasfronten. Die Vorstellung, wie lichtdurchflutet dieser Raum einmal gewesen sein muss, fällt nicht schwer. Im Außenbereich entdeckt man zwischen starker Vegetation immer wieder kleine Eindrücke, wie schön es wohl hier einmal gewesen sein muss. Auf verschiedenen Ebenen gab es wahrscheinlich Sitzgelegenheiten und auch einen SB-Imbiss findet man im jetzigen Dschungel. Auch wenn die Stationen des 16 Jahre alten Multis nicht mehr komplett in Ordnung sind, so ist dieser Oldscool LP Cache und dieses geschichtsträchtige Gelände doch immer noch einen Besuch wert.

Noch war unser LostPlace Hunger für diesen Tag nicht gestillt und so ging es ins nur 10 Autominuten entfernte Büchenberg. Hier befindet sich der Multi „Bunker LP-09“. Nachdem ihr die erste Station an den Parkkoordinaten gelöst habt, geht es auf einen kleinen Spaziergang zur ehemaligen Führungsstelle in Kriegs- und Krisensituationen. Über 100 Bunker dieses Typs wurden in den 60er Jahren in der DDR gebaut, um für eventuelle Kriegsfälle vorbereitet zu sein. Die Wände bestehen aus 30 cm Stahlbeton, die Nutzfläche beträgt ca. 140qm. Weitere Infos zu diesem Bunkertyp findet ihr im Listing und auf dieser Webseite. Sobald ihr in den Tiefen verschwunden seid, heißt es Taschenlampen an und die geforderten Informationen suchen. Habt ihr alles gefunden, könnt ihr es Euch auf einer Couch im Bunker gemütlich machen und die finalen Koordinaten errechnen. Ein wirklich empfehlenswertes kleines Abenteuer.
Wenn ihr nun noch Lust auf ein paar bewegte Bilder habt, dann kann ich Euch das Video von maecky1978 über unseren Tag in Wernigerode, der Storchmühle und dem Bunker empfehlen.Schaut doch mal auf seinem Youtube-Kanal vorbei. Über einen Like oder ein Abo würden wir uns ebenfalls sehr freuen.

👂

Das nächste Mal kommen alle Liebhaber der Brockenbahn auf ihre Kosten. Neben einer Fahrt zum Brocken haben wir auch noch den ein oder anderen thematisch passenden Cache gefunden. Bis dahin, bleibt gesund, Eure Chaos_Schnecke Tina 🐌

IMG-20250924-WA0072

chaosschnecke

Vom Konsum-Bierchen zum Stasi-Bunker

01. Februar 2026 um 13:28

Natürlich zog es uns in unserem Harz-Urlaub auch an die vergessenen und staubigen Orte, welche aber immer viel zu erzählen haben. In der Nähe von Wernigerode, genauer gesagt in Nöschenrode, befand sich viele Jahre eine Gastwirtschaft. Bereits 1471 als Schleifmühle erbaut, begann mit dem Fremdenverkehr im Harz die gastronomische Geschichte des Anwesens mit dem Namen “Storchmühle”. 1934 erwarb Rudolf Kindermann, ein Magdeburger Industrieller, das Gelände. Er baute es zu einer bedeutenden Ausflugs- und Vergnügungsgaststätte aus, welche auch bei der Prominenz der damaligen Zeit durchaus beliebt war. An das Gelände angeschlossen gab es einen kleinen Tiergarten, Palmen und andere exotische Kübelpflanzen. Im Winter war die Gastwirtschaft geschlossen, die kälteempfindlichen Pflanzen überwinterten in Gewächshäusern des Wernigeröder Schlosses.

Eindrücke der damaligen Zeit (Quelle: Die Storchmühle im Internet)

Nach dem Krieg und der unvermeidlichen Enteignung übernahm die Konsum-Genossenschaft der DDR die Bewirtschaftung. Um 1970 herum wurden die Gebäude in drei Bauabschnitten zeitgemäß umgebaut und bis zur Wende weiterhin gastronomisch genutz.

Die Konsumzeit (Quellen: Die Storchmühle im Internet und DDR-Postkartenmuseum)

Wie bei so vielen geschichtsträchtigen Orten begann mit dem Ende der DDR auch das Ende dieses wunderschönes Ortes. Verfall und Vandalismus folgten. Seit 2009 existiert auf dem Gelände der Multicache “LPC Storchmühle”. Leider sind die Stationen nicht mehr komplett spielbar, durch einen Hint, kann man das Finale aber dennoch problemlos finden. Und so gaben wir uns erstmal ganz der Erkundung des doch recht großen Geländes hin. Besonders eindrucksvoll war der riesige Speisesaal mit seinen runden Öffnungen in der Decke und den ehemals großen Glasfronten. Die Vorstellung, wie lichtdurchflutet dieser Raum einmal gewesen sein muss, fällt nicht schwer. Im Außenbereich entdeckt man zwischen starker Vegetation immer wieder kleine Eindrücke, wie schön es wohl hier einmal gewesen sein muss. Auf verschiedenen Ebenen gab es wahrscheinlich Sitzgelegenheiten und auch einen SB-Imbiss findet man im jetzigen Dschungel. Auch wenn die Stationen des 16 Jahre alten Multis nicht mehr komplett in Ordnung sind, so ist dieser Oldscool LP Cache und dieses geschichtsträchtige Gelände doch immer noch einen Besuch wert.

Noch war unser LostPlace Hunger für diesen Tag nicht gestillt und so ging es ins nur 10 Autominuten entfernte Büchenberg. Hier befindet sich der Multi “Bunker LP-09”. Nachdem ihr die erste Station an den Parkkoordinaten gelöst habt, geht es auf einen kleinen Spaziergang zur ehemaligen Führungsstelle in Kriegs- und Krisensituationen. Über 100 Bunker dieses Typs wurden in den 60er Jahren in der DDR gebaut, um für eventuelle Kriegsfälle vorbereitet zu sein. Die Wände bestehen aus 30 cm Stahlbeton, die Nutzfläche beträgt ca. 140qm. Weitere Infos zu diesem Bunkertyp findet ihr im Listing und auf dieser Webseite. Sobald ihr in den Tiefen verschwunden seid, heißt es Taschenlampen an und die geforderten Informationen suchen. Habt ihr alles gefunden, könnt ihr es Euch auf einer Couch im Bunker gemütlich machen und die finalen Koordinaten errechnen. Ein wirklich empfehlenswertes kleines Abenteuer.
Wenn ihr nun noch Lust auf ein paar bewegte Bilder habt, dann kann ich Euch das Video von maecky1978 über unseren Tag in Wernigerode, der Storchmühle und dem Bunker empfehlen.Schaut doch mal auf seinem Youtube-Kanal vorbei. Über einen Like oder ein Abo würden wir uns ebenfalls sehr freuen.

👂

Das nächste Mal kommen alle Liebhaber der Brockenbahn auf ihre Kosten. Neben einer Fahrt zum Brocken haben wir auch noch den ein oder anderen thematisch passenden Cache gefunden. Bis dahin, bleibt gesund, Eure Chaos_Schnecke Tina 🐌

Zeitreise in Goslar

25. Januar 2026 um 13:35

Schon im Vorfeld unseres Urlaubes im Harz, las ich immer wieder Goslar als Empfehlung im Netz. Da wir nicht weit entfernt unsere Unterkunft gebucht hatten, wurde dieser Tipp natürlich mit Hilfe der Geocaching-Karte in Angriff genommen.
Und so führte uns unser erster Ausflug zur Kaiserpfalz. Zwischen 1040 und 1050 unter Kaiser Heinrich dem Dritten erbaut, ist sie heute das größte und bedeutendste Bauwerk des 11. Jahrhunderts in Deutschland. Vor dem imposanten Gebäudekomplex stehend, war ich schon sehr beeindruckt von der Schönheit der damaligen Bauweise. Der Virtual „Die Kaiserpfalz“ stellt Euch vor drei Aufgaben, welche auf dem Gelände erledigt werden müssen, um die Logbedingungen zu erfüllen. Zum Beispiel müsst ihr ein Foto schießen, bei welchem Euch die Spitze der Pickelhaube eines Reiters in den Finger sticht. 😀 Nebenbei könnt ihr auch das Labadventure „Treffen sich mehrere … an der Kaiserpfalz“ plus dazugehörigen Bonus absolvieren.

Die Kaiserpfalz

Neugierig auf soviel uralte Stadtgeschichte geworden, entdeckte ich auf der Karte eine Letterbox ganz nach meinem Geschmack. Bei „Frankenberg“ besteht Eure Aufgabe darin, Euch anhand von Bildern über 10 Stationen zum Finale zu kämpfen. Auf insgesamt 3 km gehts durch die ehemalige Wohngegend der Bergarbeiter des nahegelegenen Rammelsberges. Durch enge wunderschöne Gassen geht ihr auf die Suche nach Bildern an Häusern, besonderen Türklinken oder Ornamenten. Wir hatten das Glück, unterwegs einen super netten Goslarer zu treffen, der unser Interesse an den Gebäuden bemerkte, uns ein bisschen Stadtgeschichte erzählte und ein paar besondere Fotopunkte empfahl. Auch wenn das Finale dann eher unspektulär daher kam, fand ich diese Zeitreise durch das Bergarbeiterviertel einfach wundervoll.

Auf den Spuren der Rammelsberger Bergleute und einer Letterbox 😊

Auf dem Rückweg schauten wir noch bei der wunderschönen Pfarrkirche der Frankenberger Bergleute vorbei und suchten im angrenzenden Park den Tradi „Kloster Frankenberg“. Die Kirche wurde im 12.Jahrhundert auf dem höchsten Punkt der Stadt errichtet. Die unzähligen aufeinandergeschichten Feldsteine bringen einen ins Staunen und zeigen welche beeindruckenden handwerklichen Fähigkeiten die Menschen früher besessen haben müssen.

Ebenfalls auf dem Weg zurück, könnt ihr in der Nähe eines sehr interessanten Ortes noch einen Tradi finden. Der Name „Das Stammhaus der Familie Siemens“ verrät schon, worum es sich hierbei handelt. Das 1692-1693 errichtete Fachwerkhaus versetzte mich auf eine Art und Weise in eine andere Zeit, wie noch kein Gebäude vorher. Die Art der Fenster, der verbaute geschmiedete Stahl, das wunderschöne uralte Tor und die mittlerweile schiefen und schrägen Balken … was wäre, könnten diese 338 Jahre alten Mauern sprechen? Der Bauherr war der Kaufmann und Stadthauptmann Hans Siemens. Bis auf eine Epoche von 138 Jahren war und ist dieses Gebäude bis heute im Familienbesitz der Unternehmerfamilie.

Für uns ging es noch ein bisschen in die Altstadt von Goslar, welche natürlich noch weitere Caches für Euch bereithält. Wir liesen hier allerdings nur die wunderschönen Gebäude und das Flair auf uns wirken und schossen ein paar Bilder.

Da wir nun schon das Leben der Bergleute außerhalb ihrer Arbeitsstätte kannten, war der Besuch des Bergwerkes Rammelsberg natürlich auch ein Muss. Den Weg hinauf zum Berg verkürzen Euch die drei Tradis „Auf dem Weg zum Rammelberg 1-3“. Als einziges Bergwerk der Welt war das Erzbergwerk 1000 Jahre in Betrieb. Im Sommer 1988 wurde es geschlossen und 1992 zum UNESCO Weltkulturerbe. Heute ist es ein Museum und bietet unzählige Einblicke in das Leben der Bergleute während seiner langen Geschichte. Wir erkundeten das Gelände, die alten Anlagen und die wirklich sehr gut gemachten Museen mit dem einfachsten Ticket für 10 Euro pro Person auf eigene Faust und haben das nicht bereut.

Im Anschluss ging es noch auf eine kleine Wanderung zum Mystie „Wim Orca“, welchen wir an einem Abend in unserer Unterkunft gelöst hatten. Das Rätsel hat uns riesigen Spaß gemacht und auch das Finale ist wirklich schön und den Fußmarsch auf alle Fälle wert. Unterwegs kamen wir am Herzberger Teich vorbei, einem für das Bergwerk gebauten Wasserspeicher und konnten auf unserem Weg noch die Tradis „Wasserfall Wintertal“ und „Forstbrücke im Wintertal“ signieren.

Rund um den Herzberger Teich

Zum Abschluss möchte ich Euch noch einen Virtual empfehlen, welchen ihr auf der Karte im Eingangsbereich des Bergwerks Rammelsberg finden könnt. Bei „Weltkulturerbe im Harz“ müsst ihr als Logbedingung an drei Weltkulturerbe-Stellen ein Bild mit dem aktuellen Datum und Euren Cachernamen machen. Dazu geht es natürlich zum Bergwerk Rammelsberg, einem alten Bergmannshaus im Stadtviertel Frankenberg und ein paar Kilometer entfernt zur Huttaler Widerwaage, einem Teil der Oberharzer Wasserwirtschaft. Letzteres ist ein augeklügelt angelegtes Netz aus Teichen und Gräben, welche das Wasser aus den Gruben fern hielten und es gleichzeitig in Energie umwandelten. Für Sammler der Harzer Wandernadel gibt es am Bergwerk und an der Huttaler Widerwaage auch noch einen Belohnungsstempel.

Unsere Logbilder 📸
👂

Das nächste Mal geht es in den Osten des Harzes. In Wernigerode und Umgebung wird es mal wieder sehr staubig, ein wenig modrig, aber geschichtlich sehr interessant 😉. Bis dahin bleibt gesund und neugierig, Eure Chaos_Schnecke Tina 🐌

IMG-20250921-WA0054

chaosschnecke

Zeitreise in Goslar

25. Januar 2026 um 13:35

Schon im Vorfeld unseres Urlaubes im Harz, las ich immer wieder Goslar als Empfehlung im Netz. Da wir nicht weit entfernt unsere Unterkunft gebucht hatten, wurde dieser Tipp natürlich mit Hilfe der Geocaching-Karte in Angriff genommen.
Und so führte uns unser erster Ausflug zur Kaiserpfalz. Zwischen 1040 und 1050 unter Kaiser Heinrich dem Dritten erbaut, ist sie heute das größte und bedeutendste Bauwerk des 11. Jahrhunderts in Deutschland. Vor dem imposanten Gebäudekomplex stehend, war ich schon sehr beeindruckt von der Schönheit der damaligen Bauweise. Der Virtual “Die Kaiserpfalz” stellt Euch vor drei Aufgaben, welche auf dem Gelände erledigt werden müssen, um die Logbedingungen zu erfüllen. Zum Beispiel müsst ihr ein Foto schießen, bei welchem Euch die Spitze der Pickelhaube eines Reiters in den Finger sticht. 😀 Nebenbei könnt ihr auch das Labadventure “Treffen sich mehrere … an der Kaiserpfalz” plus dazugehörigen Bonus absolvieren.

Die Kaiserpfalz

Neugierig auf soviel uralte Stadtgeschichte geworden, entdeckte ich auf der Karte eine Letterbox ganz nach meinem Geschmack. Bei “Frankenberg” besteht Eure Aufgabe darin, Euch anhand von Bildern über 10 Stationen zum Finale zu kämpfen. Auf insgesamt 3 km gehts durch die ehemalige Wohngegend der Bergarbeiter des nahegelegenen Rammelsberges. Durch enge wunderschöne Gassen geht ihr auf die Suche nach Bildern an Häusern, besonderen Türklinken oder Ornamenten. Wir hatten das Glück, unterwegs einen super netten Goslarer zu treffen, der unser Interesse an den Gebäuden bemerkte, uns ein bisschen Stadtgeschichte erzählte und ein paar besondere Fotopunkte empfahl. Auch wenn das Finale dann eher unspektulär daher kam, fand ich diese Zeitreise durch das Bergarbeiterviertel einfach wundervoll.

Auf den Spuren der Rammelsberger Bergleute und einer Letterbox 😊

Auf dem Rückweg schauten wir noch bei der wunderschönen Pfarrkirche der Frankenberger Bergleute vorbei und suchten im angrenzenden Park den Tradi “Kloster Frankenberg”. Die Kirche wurde im 12.Jahrhundert auf dem höchsten Punkt der Stadt errichtet. Die unzähligen aufeinandergeschichten Feldsteine bringen einen ins Staunen und zeigen welche beeindruckenden handwerklichen Fähigkeiten die Menschen früher besessen haben müssen.

Ebenfalls auf dem Weg zurück, könnt ihr in der Nähe eines sehr interessanten Ortes noch einen Tradi finden. Der Name “Das Stammhaus der Familie Siemens” verrät schon, worum es sich hierbei handelt. Das 1692-1693 errichtete Fachwerkhaus versetzte mich auf eine Art und Weise in eine andere Zeit, wie noch kein Gebäude vorher. Die Art der Fenster, der verbaute geschmiedete Stahl, das wunderschöne uralte Tor und die mittlerweile schiefen und schrägen Balken … was wäre, könnten diese 338 Jahre alten Mauern sprechen? Der Bauherr war der Kaufmann und Stadthauptmann Hans Siemens. Bis auf eine Epoche von 138 Jahren war und ist dieses Gebäude bis heute im Familienbesitz der Unternehmerfamilie.

Für uns ging es noch ein bisschen in die Altstadt von Goslar, welche natürlich noch weitere Caches für Euch bereithält. Wir liesen hier allerdings nur die wunderschönen Gebäude und das Flair auf uns wirken und schossen ein paar Bilder.

Da wir nun schon das Leben der Bergleute außerhalb ihrer Arbeitsstätte kannten, war der Besuch des Bergwerkes Rammelsberg natürlich auch ein Muss. Den Weg hinauf zum Berg verkürzen Euch die drei Tradis “Auf dem Weg zum Rammelberg 1-3”. Als einziges Bergwerk der Welt war das Erzbergwerk 1000 Jahre in Betrieb. Im Sommer 1988 wurde es geschlossen und 1992 zum UNESCO Weltkulturerbe. Heute ist es ein Museum und bietet unzählige Einblicke in das Leben der Bergleute während seiner langen Geschichte. Wir erkundeten das Gelände, die alten Anlagen und die wirklich sehr gut gemachten Museen mit dem einfachsten Ticket für 10 Euro pro Person auf eigene Faust und haben das nicht bereut.

Im Anschluss ging es noch auf eine kleine Wanderung zum Mystie “Wim Orca”, welchen wir an einem Abend in unserer Unterkunft gelöst hatten. Das Rätsel hat uns riesigen Spaß gemacht und auch das Finale ist wirklich schön und den Fußmarsch auf alle Fälle wert. Unterwegs kamen wir am Herzberger Teich vorbei, einem für das Bergwerk gebauten Wasserspeicher und konnten auf unserem Weg noch die Tradis “Wasserfall Wintertal” und “Forstbrücke im Wintertal” signieren.

Rund um den Herzberger Teich

Zum Abschluss möchte ich Euch noch einen Virtual empfehlen, welchen ihr auf der Karte im Eingangsbereich des Bergwerks Rammelsberg finden könnt. Bei “Weltkulturerbe im Harz” müsst ihr als Logbedingung an drei Weltkulturerbe-Stellen ein Bild mit dem aktuellen Datum und Euren Cachernamen machen. Dazu geht es natürlich zum Bergwerk Rammelsberg, einem alten Bergmannshaus im Stadtviertel Frankenberg und ein paar Kilometer entfernt zur Huttaler Widerwaage, einem Teil der Oberharzer Wasserwirtschaft. Letzteres ist ein augeklügelt angelegtes Netz aus Teichen und Gräben, welche das Wasser aus den Gruben fern hielten und es gleichzeitig in Energie umwandelten. Für Sammler der Harzer Wandernadel gibt es am Bergwerk und an der Huttaler Widerwaage auch noch einen Belohnungsstempel.

Unsere Logbilder 📸
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Das nächste Mal geht es in den Osten des Harzes. In Wernigerode und Umgebung wird es mal wieder sehr staubig, ein wenig modrig, aber geschichtlich sehr interessant 😉. Bis dahin bleibt gesund und neugierig, Eure Chaos_Schnecke Tina 🐌

Sachsengott Krodo, Elfenecke & Jungbrunnen

04. Januar 2026 um 18:06

Zuersteinmal möchte ich Euch Allen ein glückliches und gesundes neues Jahr wünschen. Ein Jahr voller Abenteuer und Erlebnisse in denen ihr schöne Erinnerungen schafft. Es war ruhig in den letzten Wochen hier im Blog. Mein Privatleben war das letzte Vierteljahr mehr als turbulent und kräftezehrend. Nicht die richtige Zeit um sich hier mit freiem Kopf und viel Kreativität neuen Berichten zu widmen. Ich hoffe jetzt zieht wieder ein wenig mehr Normalität und Alltag in meinem Leben ein und neuen Blogbeiträgen steht nichts im Wege.

Im September 2025 verbrachten wir 14 Tage im Harz. Unsere Erlebnisse möchte ich natürlich gern mit Euch teilen und so habe ich mich entschlossen Euch heute mit auf unseren Ausflug ins wunderschöne Bad Harzburg zu nehmen.
Unser Tag sollte mit einer Seilbahnfahrt auf den Großen Burgberg starten. Vor Ort erhielten wir das Angebot eines Kombitickets für Seilbahnfahrt, Baumwipfelpfad und 5D-Kino, welches wir gern buchten. Zuerst ging es für uns ins 5D-Kino, welches ich Euch nur wärmstens empfehlen kann. Dieses Erlebnis wird mir wohl lange in Erinnerung bleiben. Die tolle Geschichte, die wunderschönen Bühnenbilder und das einmalige Gefühl mitten im Geschehen zu sein, sind wirklich erwähnenswert und nach ein paar Minuten flauem Gefühl im Magen konnte ich die Vorstellung auch in vollen Zügen auskosten.

Ein paar Protagonisten des 5D-Films „Hickhack um die Harzburg“

Danach ging es auf die etwa 3-minütige Fahrt mit der 1929 erbauten Seilbahn auf den 483 Meter hohen Großen Burgberg. Fast lautlos schwebt die Gondel über den Kronen der Bäume und lässt Euch weit über den schönen Nationalpark blicken. Oben angekommen ging es für uns als Erstes zur Canossa-Säule auf dem Aussichtsplateau des Berges. Hier könnt ihr das geforderte Bild für den Virtual „Burgberg Bad Harzburg“ schießen und die Aussicht über Bad Harzburg und die angrenzenden weiten Wälder geniesen.

die Seilbahn
Canossa-Obelisk

Danach machten wir uns auf, zur Erkundung des Berges und der Überbleibsel der ehemaligen Harzburg. Gut geeignet, um einen ersten Überblick zu bekommen, war dafür der AdventureLab „Die Harzburg auf dem Burgberg“. Neugierig auf Alles was es da oben zu entdecken gibt, nahmen wir die Herausforderung an und begaben uns auf die 14 Stationen des Multicaches „Burg und Besinnung“. Der erste Teil führt Euch über den großen Burgberg, zeigt Euch die einstigen Burganlagen und bringt Euch die Geschichte näher. So steht ihr unter anderem irgendwann vor einer, wie ich finde ziemlich coolen, stählernen Statue des Sachsengottes KRODO. Diese wurde 2007 durch den Förderverein mit Hilfe von Spendengeldern hier errichtet. In vorchristlicher Zeit soll hier schon einmal eine KRODO-Statue gestanden und die vier Elemente des Lebens Sonne, Erde, Wind und Wasser symbolisiert haben. Im Rahmen der Christanisierung um 780 nach Christus soll Karl der Große diese zerstören lassen haben. Wir hatten wieder einmal großes Glück mit dem Wetter und so eröffnete sich uns sogar ein Blick auf den Brocken.

Der zweite Teil des Multi´s führt Euch auf den angrenzenden Sachsenberg. Über ca. 1,7 km geht es auf dem Themenweg an wunderschöne Plätze, welche zu Ruhe und Einkehr einladen. Habt ihr alle Werte richtig ermittelt, steht einem Log nichts im Wege. In jedem Fall lasst ihr Euch hier auf eine wunderschöne, nicht ganz leichte Wanderung ein, welche sich wirklich lohnt. Es eröffnen sich tolle Aussichten und die Möglichkeit die Ruhe und Schönheit der Natur in vollen Zügen zu erleben.

Eindrücke vom Besinnungsweg

Mittlerweile war es ziemlich spät geworden und die Zeit reichte nicht mehr für unseren Besuch des Baumwipfelpfades. Nach der Seilbahntalfahrt fragten wir deshalb einfach das Personal, ob wir unser gebuchtes Angebot auch auf den nächsten Tag verschieben könnten. Dies war kein Problem und wir erhielten Karten für den Baumwipfelpfad am Folgetag. Den Zeitfaktor sollte man bei einem Besuch des großen Burgberges wirklich nicht außer Acht lassen. Es gibt einfach wirklich viel zu sehen und zu erleben.
Und so beschlossen wir am kommenden Tag wiederzukommen und unseren Tag am Radauwasserfall ganz in der Nähe ausklingen zu lassen. Etwa 2km von Bad Harzburg entfernt befindet sich dieser malerische Wasserfall . Über eine steile Felsklippe stürzt das Wasser etwa 22m in die Tiefe. Der Name des Naturschauspiels lässt einen hohen Geräuschpegel vermuten. Tatsächlich hört man zwar das Wasser, aber nicht so, das es solch einen Namen rechtfertigen würde. Stattdessen geht der Name auf das Flüsschen Radau zurück, aus welchem seit 1859 Wasser abgezeigt und dekorativ über den Felsen geleitet wird. So wurde damals ein Ausflugsziel für die zunehmende Zahl an Kurgästen und Urlaubern in der Nähe von Bad Harzburg geschaffen. Während ihr vor der Felswand steht und den Anblick wirken lasst, könnt ihr die Fragen zum Earthcache „Der Radau-Wasserfall“ beantworten.

Für uns ging es also einen Tag später nocheinmal nach Bad Harzburg. Unser erstes Ziel war der Baumwipfelpfad, welcher sich seit 2015 unterhalb des großes Burgberges über die Baumkronen schlängelt und an 50 Stellen Wissenswertes zum Thema Wald bereithält. Am Ende befindet sich seit 2020 die Baumschwebebahn. Mit 12-15 km kann man fast lautlos in sanften Serpentinen die ca. 1000m vom großen Burgberg hinab zum Baumwipfelpfad schweben. Bei unserem nächsten Besuch wird das sicher in die ToDo-Liste aufgenommen. Auf dem Rückweg konnten wir noch die Tradis „Waldkirche im Kalten Tal“ und „Die Wiese im Kalten Tal“ finden und signieren.

Natürlich wollten wir noch ein bisschen mehr von dem wunderschönen Ort sehen und so verschlug es uns in die Innenstadt zum Jungbrunnen. Der Brunnen erzählt mit seinen witzigen Figuren, welche der Metallgestalter Jochen Müller aus Quedlinburg schuf, vom Jugendwahn und der Unsinnigkeit und der Komik dahinter. Es gibt rund um das Wasserspiel viel zu entdecken und hier könnt ihr Euch auch auf die Suche nach den Antworten zum Adventure „Hugo auf der Suche nach der ewigen Jugend“ machen.

Inzwischen war es Nachmittag geworden und der lockte uns auf Kaffee und Kuchen zu einem weiteren interessanten Ziel in Bad Harzburg. Dem Café Winuwuk.  Am Waldrand der Elfenecke, einem Gebiet zwischen Breitenberg und dem Elfenstein befinden sich zwei Gebäude, welchen einem Glauben machen, im Land der Gnome, Elfen und Feen angekommen zu sein. Die Kunstausstellung Sonnenhof und das Kaffeehaus Winuwuk. Auch innen erwartet Euch eine wirklich märchenhafte Einrichtung, leckerer Kaffee und hausgemachter Kuchen. Für uns gab es an diesem Tag Rhabarber-Schmand-Kuchen mit einer Baiserhaube. Fabelhaft war er, aber etwas anderes hätten wir hier auch nicht erwartet. Nur ein paar Schritte entfernt könnt ihr zudem noch den Tradi „Winuwuk“ finden.

Solltet ihr auch mal nach Bad Harzburg kommen oder es jetzt sogar planen, so könnte ihr ganz nebenbei auch das Adventure „Die merkwürdigen Labs im Harz“ spielen. An allen fünf benötigten Punkten sind wir heute in diesem Bericht schon ganz zufällig vorbeigekommen.
Zum Abschluss des Tages ging es für uns noch 13 Fahrminuten entfernt zur Verlobungsinsel ins Okertal. Einen Cache gibt es dort noch nicht, aber wahre Naturschönheit und eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel. Wir waren gefesselt von dieser schönen Stelle und saßen lange auf den Steinen am Ufer und genossen den wilden Harz.
Wer nun gern noch ein paar bewegte Bilder zu unseren zwei wunderschönen Tagen in Bad Harzburg sehen möchte, für den hat maecky1978 auch noch unseren Tag in zwei Teilen auf seinem Youtube Kanal veröffentlicht. Teil 1 nimmt Euch mit auf den Großen Burgberg und den Besinnungsweg, Teil 2 zum Baumwipfelpfad, dem Café Winuwuk und der Verlobungsinsel. Und natürlich würde er sich auch über ein Abo mächtig freuen.

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Wir bleiben im Harz und so nehme ich Euch das nächste Mal mit nach Goslar. Zu einer tollen Letterbox und so allerlei alter interessanter Stadtgeschichte. Bis dahin eine schöne Zeit, Eure Chaos-Schnecke Tina 🐌

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chaosschnecke

Sachsengott Krodo, Elfenecke & Jungbrunnen

04. Januar 2026 um 18:06

Zuersteinmal möchte ich Euch Allen ein glückliches und gesundes neues Jahr wünschen. Ein Jahr voller Abenteuer und Erlebnisse in denen ihr schöne Erinnerungen schafft. Es war ruhig in den letzten Wochen hier im Blog. Mein Privatleben war das letzte Vierteljahr mehr als turbulent und kräftezehrend. Nicht die richtige Zeit um sich hier mit freiem Kopf und viel Kreativität neuen Berichten zu widmen. Ich hoffe jetzt zieht wieder ein wenig mehr Normalität und Alltag in meinem Leben ein und neuen Blogbeiträgen steht nichts im Wege.

Im September 2025 verbrachten wir 14 Tage im Harz. Unsere Erlebnisse möchte ich natürlich gern mit Euch teilen und so habe ich mich entschlossen Euch heute mit auf unseren Ausflug ins wunderschöne Bad Harzburg zu nehmen.
Unser Tag sollte mit einer Seilbahnfahrt auf den Großen Burgberg starten. Vor Ort erhielten wir das Angebot eines Kombitickets für Seilbahnfahrt, Baumwipfelpfad und 5D-Kino, welches wir gern buchten. Zuerst ging es für uns ins 5D-Kino, welches ich Euch nur wärmstens empfehlen kann. Dieses Erlebnis wird mir wohl lange in Erinnerung bleiben. Die tolle Geschichte, die wunderschönen Bühnenbilder und das einmalige Gefühl mitten im Geschehen zu sein, sind wirklich erwähnenswert und nach ein paar Minuten flauem Gefühl im Magen konnte ich die Vorstellung auch in vollen Zügen auskosten.

Ein paar Protagonisten des 5D-Films “Hickhack um die Harzburg”

Danach ging es auf die etwa 3-minütige Fahrt mit der 1929 erbauten Seilbahn auf den 483 Meter hohen Großen Burgberg. Fast lautlos schwebt die Gondel über den Kronen der Bäume und lässt Euch weit über den schönen Nationalpark blicken. Oben angekommen ging es für uns als Erstes zur Canossa-Säule auf dem Aussichtsplateau des Berges. Hier könnt ihr das geforderte Bild für den Virtual “Burgberg Bad Harzburg” schießen und die Aussicht über Bad Harzburg und die angrenzenden weiten Wälder geniesen.

die Seilbahn
Canossa-Obelisk

Danach machten wir uns auf, zur Erkundung des Berges und der Überbleibsel der ehemaligen Harzburg. Gut geeignet, um einen ersten Überblick zu bekommen, war dafür der AdventureLab “Die Harzburg auf dem Burgberg”. Neugierig auf Alles was es da oben zu entdecken gibt, nahmen wir die Herausforderung an und begaben uns auf die 14 Stationen des Multicaches “Burg und Besinnung”. Der erste Teil führt Euch über den großen Burgberg, zeigt Euch die einstigen Burganlagen und bringt Euch die Geschichte näher. So steht ihr unter anderem irgendwann vor einer, wie ich finde ziemlich coolen, stählernen Statue des Sachsengottes KRODO. Diese wurde 2007 durch den Förderverein mit Hilfe von Spendengeldern hier errichtet. In vorchristlicher Zeit soll hier schon einmal eine KRODO-Statue gestanden und die vier Elemente des Lebens Sonne, Erde, Wind und Wasser symbolisiert haben. Im Rahmen der Christanisierung um 780 nach Christus soll Karl der Große diese zerstören lassen haben. Wir hatten wieder einmal großes Glück mit dem Wetter und so eröffnete sich uns sogar ein Blick auf den Brocken.

Der zweite Teil des Multi´s führt Euch auf den angrenzenden Sachsenberg. Über ca. 1,7 km geht es auf dem Themenweg an wunderschöne Plätze, welche zu Ruhe und Einkehr einladen. Habt ihr alle Werte richtig ermittelt, steht einem Log nichts im Wege. In jedem Fall lasst ihr Euch hier auf eine wunderschöne, nicht ganz leichte Wanderung ein, welche sich wirklich lohnt. Es eröffnen sich tolle Aussichten und die Möglichkeit die Ruhe und Schönheit der Natur in vollen Zügen zu erleben.

Eindrücke vom Besinnungsweg

Mittlerweile war es ziemlich spät geworden und die Zeit reichte nicht mehr für unseren Besuch des Baumwipfelpfades. Nach der Seilbahntalfahrt fragten wir deshalb einfach das Personal, ob wir unser gebuchtes Angebot auch auf den nächsten Tag verschieben könnten. Dies war kein Problem und wir erhielten Karten für den Baumwipfelpfad am Folgetag. Den Zeitfaktor sollte man bei einem Besuch des großen Burgberges wirklich nicht außer Acht lassen. Es gibt einfach wirklich viel zu sehen und zu erleben.
Und so beschlossen wir am kommenden Tag wiederzukommen und unseren Tag am Radauwasserfall ganz in der Nähe ausklingen zu lassen. Etwa 2km von Bad Harzburg entfernt befindet sich dieser malerische Wasserfall . Über eine steile Felsklippe stürzt das Wasser etwa 22m in die Tiefe. Der Name des Naturschauspiels lässt einen hohen Geräuschpegel vermuten. Tatsächlich hört man zwar das Wasser, aber nicht so, das es solch einen Namen rechtfertigen würde. Stattdessen geht der Name auf das Flüsschen Radau zurück, aus welchem seit 1859 Wasser abgezeigt und dekorativ über den Felsen geleitet wird. So wurde damals ein Ausflugsziel für die zunehmende Zahl an Kurgästen und Urlaubern in der Nähe von Bad Harzburg geschaffen. Während ihr vor der Felswand steht und den Anblick wirken lasst, könnt ihr die Fragen zum Earthcache “Der Radau-Wasserfall” beantworten.

Für uns ging es also einen Tag später nocheinmal nach Bad Harzburg. Unser erstes Ziel war der Baumwipfelpfad, welcher sich seit 2015 unterhalb des großes Burgberges über die Baumkronen schlängelt und an 50 Stellen Wissenswertes zum Thema Wald bereithält. Am Ende befindet sich seit 2020 die Baumschwebebahn. Mit 12-15 km kann man fast lautlos in sanften Serpentinen die ca. 1000m vom großen Burgberg hinab zum Baumwipfelpfad schweben. Bei unserem nächsten Besuch wird das sicher in die ToDo-Liste aufgenommen. Auf dem Rückweg konnten wir noch die Tradis “Waldkirche im Kalten Tal” und “Die Wiese im Kalten Tal” finden und signieren.

Natürlich wollten wir noch ein bisschen mehr von dem wunderschönen Ort sehen und so verschlug es uns in die Innenstadt zum Jungbrunnen. Der Brunnen erzählt mit seinen witzigen Figuren, welche der Metallgestalter Jochen Müller aus Quedlinburg schuf, vom Jugendwahn und der Unsinnigkeit und der Komik dahinter. Es gibt rund um das Wasserspiel viel zu entdecken und hier könnt ihr Euch auch auf die Suche nach den Antworten zum Adventure “Hugo auf der Suche nach der ewigen Jugend” machen.

Inzwischen war es Nachmittag geworden und der lockte uns auf Kaffee und Kuchen zu einem weiteren interessanten Ziel in Bad Harzburg. Dem Café Winuwuk.  Am Waldrand der Elfenecke, einem Gebiet zwischen Breitenberg und dem Elfenstein befinden sich zwei Gebäude, welchen einem Glauben machen, im Land der Gnome, Elfen und Feen angekommen zu sein. Die Kunstausstellung Sonnenhof und das Kaffeehaus Winuwuk. Auch innen erwartet Euch eine wirklich märchenhafte Einrichtung, leckerer Kaffee und hausgemachter Kuchen. Für uns gab es an diesem Tag Rhabarber-Schmand-Kuchen mit einer Baiserhaube. Fabelhaft war er, aber etwas anderes hätten wir hier auch nicht erwartet. Nur ein paar Schritte entfernt könnt ihr zudem noch den Tradi “Winuwuk” finden.

Solltet ihr auch mal nach Bad Harzburg kommen oder es jetzt sogar planen, so könnte ihr ganz nebenbei auch das Adventure “Die merkwürdigen Labs im Harz” spielen. An allen fünf benötigten Punkten sind wir heute in diesem Bericht schon ganz zufällig vorbeigekommen.
Zum Abschluss des Tages ging es für uns noch 13 Fahrminuten entfernt zur Verlobungsinsel ins Okertal. Einen Cache gibt es dort noch nicht, aber wahre Naturschönheit und eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel. Wir waren gefesselt von dieser schönen Stelle und saßen lange auf den Steinen am Ufer und genossen den wilden Harz.
Wer nun gern noch ein paar bewegte Bilder zu unseren zwei wunderschönen Tagen in Bad Harzburg sehen möchte, für den hat maecky1978 auch noch unseren Tag in zwei Teilen auf seinem Youtube Kanal veröffentlicht. Teil 1 nimmt Euch mit auf den Großen Burgberg und den Besinnungsweg, Teil 2 zum Baumwipfelpfad, dem Café Winuwuk und der Verlobungsinsel. Und natürlich würde er sich auch über ein Abo mächtig freuen.

👂

Wir bleiben im Harz und so nehme ich Euch das nächste Mal mit nach Goslar. Zu einer tollen Letterbox und so allerlei alter interessanter Stadtgeschichte. Bis dahin eine schöne Zeit, Eure Chaos-Schnecke Tina 🐌

Lasst die Spiele beginnen

08. Dezember 2024 um 17:41

Vor ein paar Tagen ging es für uns in die Umgebung von Wilsdruff. Dort findet ihr eine nicht unerheblich favorisierte Cacheserie von Familie walkaholic, welche wir schon vom LP-Multi “Der letzte Russe” kennen.
Insgesamt warten momentan 14 Büchsen der etwas ausgefalleneren Art auf Euch. Die meisten sind Mysteries, welche ihr im Vorfeld zu Hause lösen solltet. Der Name der Serie “Lets play” ist hierbei Programm. Mit Hilfe von Umschreibungen sind Spiele zu errätseln, welche ihr dann auch vor Ort wieder findet. Manchmal müsst ihr auch einfach Fragen beantworten, welche zum Thema am Versteckort passen. Die Serie ist keine Runde im klassischen Sinne. Sie liegt um den Ort Wilsdruff verstreut und muss somit mit Hilfe des Cachermobils angegangen werden. Eine Planung bietet sich also im Vorfeld an, damit man zeit- und ressourcensparend von einem Cache zum Nächsten kommt. Der Kontakt mit den Ownern bescherte uns schon im Vorfeld Tipps, welche Caches man zusammen von einem Parkplatz aus, erledigen kann und welche Reihenfolge am sinnvollsten ist.

Und so ging es für uns am 1.Advent früh bei winterlichen Temperaturen, aber blauem Himmel und Sonnenschein, auf einen Tagesausflug gen Osten. Im Gepäck zwei prall gefüllte Powerbanks und zwei Thermoskannen. Start sollte nämlich sinnvollerweise “Let´s play #9” werden. Das ist der einzige Cache dieser Serie, zu dem ihr außer einer Powerbank weitere Hilfsmittel benötigt. Nämlich 500ml über 80°C heißes und 500ml unter 10°C kaltes Wasser. Wer jetzt verduzt schaut, ja, uns ging es ebenso. Da wir eine dreiviertel Stunde Fahrzeit vor uns hatten, füllte ich zu Hause sprudelnd kochendes Wasser in eine Thermoskanne. In eine weitere kam Wasser, welches ich die letzte Nacht im Kühlschrank aufbewahrt hatte, versetzt mit einer Ladung Eiswürfel. Da wir ja nicht genau wussten, was uns erwartete und wir Sorge hatten, das das heiße Wasser bei den herrschenden Außentemperaturen zu schnell abkühlen könnte, hatte Maecky1978 noch seinen Esbit-Kocher und Kochgeschirr im Schlepptau. Man weiß ja nie. 😉

An den Parkkoordinaten angekommen, welche ihr in den meisten Fällen aus dem Checker erfahrt, ist als erstes ein Schlüssel zu suchen, welcher sich nicht lange vor uns verstecken konnte. Dort erfuhren wir auch den finalen Ort des Caches. Und so ging es, bewaffnet mit den Thermosflaschen und dem Schlüssel zum Ziel unserer Begierde. Was genau ihr mit den Flüssigkeiten machen müsst, spoilern wir jetzt nicht. Nur, das ein gutes Gefühl für Temperatur und ein weiteres kleines Gefäß von Vorteil sind. Wir hatten auf der Thermosflasche einen Trinkbecher als Deckel, welcher sich als überaus praktisch erwies. Gesamt fünfmal müsst ihr die gestellte Aufgabe erfüllen und plopp … fällt Euch das Logbuch in die Hände. Oder zu Boden 😄, aber beim nächsten Cache der Serie werdet ihr schlauer sein.

Danach könnt ihr im wahrsten Sinne des Wortes noch die Nummer #10 der Runde spielen. Das Auto muss dazu nur ein paar Meter bewegt werden.
Da wir unseren Weg so sinnvoll wie möglich gestalten wollten, entschieden wir uns zur #12 und #6 zu fahren, welche am weitesten entfernt von unserem Wohnort liegen und uns im Verlauf weiter Richtung Heimat zu arbeiten. Wir nutzten für beide Caches den Parkplatz der Nummer 12 und liefen zuerst zum “Let´s play #6”, bei welchem ich Euch Schreibzeug oder eine Notizapp empfehle. Auch wenn die Aufgabe erstmal machbar klingt, so war ich ihr doch dreimal nicht gewachsen und freute mich am Ende über die Notizen von Maecky. Nummer 12 der Serie macht ihrem Namen wieder alle Ehre. Werdet Dancing Cacher. Spaß ist defintiv gesichert.

an der #10
meine Solarpowerbank war heute eine gute Wahl
auf dem Weg zu Nummer #6
verkabeln
KOnzentration
Frostiges
Maecky in Startpostion – 3,2,1 …. Dancing 🙂
ich lege mich oft mit Brombeeren an – und verliere

Weiter ging es beim “Let´s play #13” , bei welchem uns der Owner samt tierischer Begleitung überraschte. Hier konnten Maecky und puppilein ihr Merkvermögen testen, während ich mit einem netten Smalltalk und dem Streicheln der Fellnase beschäftigt war.

Und schon konnte es für uns weitergehen. Nummer #1 und der Multi 3.1 waren das nächste Ziel. Zwischenzeitlich war auch LilaWölkchen zu uns gestoßen, welche bis dahin noch beruflicher Tätigkeit nachgehen musste. Sie kam auch sofort am Minimulti zum Einsatz und konnte ihre Geschicklichkeit und Schnelligkeit unter Beweis stellen. So ging es zügig weiter zum “Let´s play #1”, an welchem Maecky und puppielein ihre sportlichen Fähigkeiten gleich mehrfach einsetzen. Auch hier durfte final wieder gespielt und in Erinnerungen geschwelgt werden.

Das Wetter meinte es mehr als gut mit uns und so lies die Dämmerung auf sich warten und wir konnten uns noch in ein oder zwei Abenteuer stürzen. Also ging es für uns als nächstes zum “Let´s play #2”. Auch hier durfte wieder ein Klassiker gespielt werden, um an das Logbuch zu gelangen. Ziemlich cool gewählt fanden wir auch die Örtlichkeiten. Keine langen Wege vom angegebenen Parkplatz und so versteckt, das die Behausungen keiner großartiger Muggelgefahr ausgesetzt sind und man ganz ungestört, die gestellten Aufgaben erledigen kann.

Langsam dämmerte es und da wir den Abend auf dem Wilsdruffer Weihachtsmarkt bei einem Event des Let´s Play- Owners ausklingen lassen wollten, setzten wir uns nur noch die Nummer #4 als Ziel. Nachdem die Cachermobile abgestellt waren, unternahmen wir einen kleinen Waldspaziergang und konnten auch hier die Behausung samt “Spielzeug” schnell finden. LilaWölkchen meisterte die Aufgabe wieder sehr professionell und so stehen wir nun in 9 von 14 “Let´s play” – Logbüchern.

Inzwischen kam die Dunkelheit recht schnell und so ging es für uns ins Stadtinnere zum “Lichterfest”, welches am 30.11. und 01.12.2024 stattfand. Nachdem wir den idyllischen kleinen Markt mit seinem wunderschönen Baum erkundet, den ein oder anderen Glühwein probiert und uns mit Spezialitäten gestärkt hatten, begann auch schon das Event. Vor dem alten Rathaus versammelte sich eine beachtliche Menge an Geocachern und fachsimpelte bis 19 Uhr das Feuerwerk begann. Alles in Allem war es ein toller Tag mit sehr außergewöhnlichen und empfehlenswerten Caches. Auch wenn ihr von weiter her anreist, wird sich ein Besuch der “Let´s play´s” von walkaholic und seinem Team lohnen. Wir sagen Danke für das Austüfteln, Bauen und Warten dieser Highlights und kommen für die fünf fehlenden Caches der Serie und anderer Perlen der Owner bald wieder.

das alte Rathaus
ein echt schöner Baum
Blick ins Getümmel
Weihnachtsstimmung
das Eventlogbuch
unser Erinnerungsstück
Let’s Play the Audio 😀

Müsst ihr vielleicht in nächster Zeit einen LP-Liebhaber beschenken und wisst nicht wie? Im nächsten Beitrag zeige ich Euch, wie ich das Problem neulich gelöst habe. Bis dahin wünsche ich Euch eine besinnliche Weihnachtszeit, Eure Chaos_Schnecke Tina

Motorenöl & Tagebaurest

24. November 2024 um 15:39

Auch wenn ich in der kalten Jahreszeit nicht so gern urbexe, so ergab sich vor ein paar Tagen die Möglichkeit endlich einmal wieder in unserer Lieblingsformation einen der vielen Lost Place Caches zu besuchen, welche noch auf unserer ToDo Liste warten. Und so ging es zum wiederholten Male an den Geiseltalsee, dessen Umland für Urbexer und auch für LP-Cacher ein reines Eldorado darstellt. Recht neu sind hier drei Caches vom Owner Char_miL zu finden, welcher erst seit zwei Jahren unser Hobby teilt. Los ging es für uns an den Parkkordinaten “des Chemikers”. Das Rätsel hatte Maecky1978 zu Hause in Rekordgeschwindigkeit gelöst und so erfuhren wir im Checker, wie und womit es für uns weiter gehen sollte. Von den Cachermobilen aus, muss gepeilt werden und dann ging es zu Fuß in das nur ein paar hundert Meter entfernte Zielgebiet. Und da standen wir. Auf dem Gelände eines Mineralölwerkes, inmitten unzähliger Tanks und farbenfroher Graffiti. Nachdem die Umgebung ein wenig gescannt wurde und die ersten Bilder geschossen waren, gings an das Suchen der ersten Station.

Da wir zum einen nicht spoilern wollen und zum anderen auch nicht können, möchte ich das, was Euch erwartet ein wenig zusammen fassen. Ihr folgt über mehrere Stationen einer schlüssigen Geschichte und werdet dabei über das Gelände geführt. Die meisten unserer Vorfinder waren nach 1,5 bis 2h am Ziel. Für uns war der Cachespaß relativ schnell zu Ende, da wir an einer sehr frühen Station den Hinweisen nicht folgen konnten und sich beim Suchen in alle Richtungen plötzlich das Finale zeigte. Im Nachhinein denke ich, es ist der Streckenführung geschuldet und vielleicht der Unerfahrenheit des Owners. Tatsächlich würde ich den Spaß nochmal deaktivieren und neu aufbauen. Wenn dann noch ein größeres und vielleicht aufwendigeres Finalversteck warten würde, für das es wirklich reichlich Versteckmöglichkeiten gäbe, würde das ein echter Tipp für Cacher werden, die Lost Places so lieben, wie wir. Wahrscheinlich würde dann sogar ein Kalender benötigt, was vermutlich schon passieren könnte, wenn das Wetter wieder besser wird. Wir hatten unerwarteterweise Glück und waren erstmal allein. Und so erkundeten wir in aller Ruhe und ohne Ablenkung die Überreste des einst riesigen Betriebes.

Das Gelände und der Owner haben aber noch mehr zu bieten. Und so stiegen wir wieder in unsere Autos und fuhren zum wirklich luxeriösen Parkplatz des Multis “Die Fackel (Mini- LP)”. Dieser mutete irgendwie an, als stünden wir auf dem oberen Deck eines Parkhauses mitten in einer Einöde. Von hier sah man sie schon, die einstige Fackel des Mineralöwerkes. Zu Fuß ging es zum Objekt der Begierde. Tatsächlich passierte hier exakt das Gleiche wie beim Chemiker. Mit den Hinweisen aus dem Listing im Hinterkopf schauten wir uns die Umgebung an und fanden …. das Finale. Da fast zeitgleich der erste Hinweis gefunden wurde, spielten wir die drei Stationen dann trotzdem. Sie sind wirklich gut gemacht, aber durch die Nähe zueinander und die Cacherautobahnen ist es wahrscheinlich, das man eher zum Ziel kommt, als erwünscht. Auch hier würde ich eine Überarbeitung empfehlen. Der Ort ist auf alle Fälle mega und bietet reichlich Potenzial. Ich hätte auch eine Idee 😉, falls der Owner Interesse hat.

Und weiter ging es auf dem Gelände zum Tradi “Der alte Wagon (Mini-LP)”. Wenn man zu einem Tradi geht, erwartet man auch einen Tradi, oder? Und so verhedderten wir uns, wie vermutlich schon einige vor uns. Denn am vermeintlichen Hinweis suchten wir natürlich eine Dose. Und so ist der Waggon von unten nun um eine Schicht Dreck ärmer und die Klamotten von ein paar von uns, um eine ordentliche grün braune Schicht reicher. Der Kabeldesigner hatte schließlich den richtigen Blick und so konnte er uns vollkommen sauber den finalen Tipp zur Bixx geben. Das war dann eine Aufgabe, welche für puppielein wie gemacht war und so erreichten wir als Gruppe fünf Tage nach Veröffentlichung immerhin noch einen dritten Platz unter den Erstfindern. Ein Tradi ist das für mich aber nicht und auch die Terrainwertung sollte meiner Meinung nach höher sein.

Ich finde es super, das hier drei Caches entstanden sind, welche auf dieses interessante Gelände locken. Wen die Geschichte interessiert, der findet bei Wikipedia eine wirklich spannende und ausführliche Erklärung zum Mineralölwerk Lützkendorf, welches von 1939 bis 1996 betrieben wurde.

Wir hatten mittlerweile ein mittleschweres Hungergefühl entwickelt. Schon zu Hause hatte ich einen Platz für unser Picknick der anderen Art auserkoren. An einem Parkplatz an der Seebrücke des Geiseltalsees wollten wir gemeinsam die ca, 3000 Kalorien aus einer Einmannpackung der Bundeswehr testen. Wie das ausging, erzähle ich Euch im nächsten Blogbeitrag.

Danach widmeten wir uns noch dem Virtual “Marina Braunsbedra”. Dafür müsst ihr einen Aussichtsturm besteigen und die Seebrücke besuchen. Dort könnt ihr auch gleich den Tradi “Seebrücke Braunsbedra” mit signieren, welcher mich sehr an einen Besuch in der weißen Stadt am Meer, Heiligendamm, erinnerte. Es wehte bei unserem Besuch eine steife Brise und es war nicht wirklich angenehm am Wasser, aber im Sommer ist der einstige Tagebau für einen Ausflug oder eine Paddeltour sehr zu empfehlen.

Allen Urbexern und Nutzern des Lost Place Club´s kann ich die Gegend wirklich ans Herz legen. Hier kann man fast schon von Spot zu Spot laufen und auch mal ein verlängertes Abenteuerwochenende verbringen. Vielleicht mit ein paar EPA´s zur Versorgung im Gepäck? 🙃 Ob es empfehlenswert ist, erfahrt ihr beim nächsten Mal. Einen gemütlichen Start in die Vorweihnachtszeit wünscht Euch, Eure Chaos_Schnecke Tina

Kost und Logis im LP-Kino

23. November 2025 um 20:30

Lange von mir erwartet, war es vergangenes Wochenende endlich soweit. Das GIFF-Event im alten Erzgebirgsbad Thalheim stand an. Da für uns schon bei Listingeröffnung klar war, das wir die Übernachtungsmöglichkeit nutzen werden, ging es als erstes an Packen. Zelt, Luftmatratze, zwei Schlafsäcke, zwei Klappstühle, belegte Brötchen fürs Frühstück, unsere „Unterwegstassen“ und das war es schon, was fürs Eventwochenende nötig war. Gegen 15:30 Uhr kamen wir an der uns wohlbekannten Location an.
Tatsächlich verbinde ich einige Erinnerungen mit dem Bad. Als es noch in Betrieb war, war es für mich und meine damals noch kleine Tochter ein beliebtes Ausflugsziel. Vor drei Jahren hatten maecky1978 und ich dann das erste Mal die Gelegenheit, im Rahmen der Kunstausstellung „Begehungen“, das inzwischen verlassene Spaßbad zu besuchen und zu fotografieren.

Ein paar Fotos von August 2022

Heute sollten sich nun hier irgendwie alle unsere Hobbys verbinden. Geocachen, urbexen, outdoor, fotografieren und eine gute Zeit haben. Vor Ort zahlten wir unseren Eintritt von 5 Euro pro Person und unsere bestellten Portionen Schwimmbadessen: Nudeln mit Wurstgulasch und Käse für ebenfalls 5 Euro. Wir erhielten als Eintrittsnachweis jeder ein Ansteckschild, auf das wir unsere Cachernamen schrieben. Das fand ich eine schöne Idee, denn neben dem Erkennen für´s Orgateam, das wir Eintritt bezahlt hatten, konnte man so auch mal bei den anderen Anwesenden „schlunzen“, um wen es sich denn so handelte.
Im Anschluss ging es zur ehemaligen Sauna, in der unsere Freunde schon ihr Quartier aufgeschlagen hatten. Hinter dem Tresen entstand nach wenigen Minuten unser Nachtlager. Gleich nebenan, in der ehemaligen Dampfsauna befand sich das „Logbuch“. Im Stockdunkel hies es sich mit UV-Stiften an den kleinen Mosaiksteinchen der Wand zu verewigen.

Wenig später ging es für uns schon zur Führung durch die Technikanlagen des Bades. Der ehemalige Technikverantwortliche und jetzige Hausmeister führte mit viel Fachwissen und wirklich tollen Anekdoden aus der Zeit des Badebetriebes durch den Keller. Sehr realistisch und nachvollziehbar nahm er uns mit zu witzigen Begebenheiten, einem Chlorgasalarm, dem Ziehen des Stöpsels nach dem letzten Badebetrieb oder dem Tag danach, an dem er plötzlich ganz allein in dem großen Areal stand. Zudem bekam man einen wirklich verständlichen Einblick in die technischen Abläufe solch einer Anlage.

Unsere Klappstühle standen für die GIFF-Vorführung 18 Uhr schon im Schwimmbecken bereit. Bis dahin blieb noch Zeit unsere bestellten Portionen Schwimmbadessen abzuholen und in Ruhe zu geniesen. Hier ein großes Lob an die Orga. Es gab kaum Wartezeiten, durch die Bezahlung am Einlass und die Ausgabe der Essenmarken ging es reibungslos vom Nudel-, über den Wurstgulasch-, zum Käseverantwortlichen 😀. Danach nahmen wir im 25m Becken Platz, die Orga machte es uns mit Teelichtern am Beckenrand gemütlich und sogar ein Popcorn-Verkäufer lief durch die Reihen. Die Filmchen liefen los und manche wurden mit Applaus und Jubel bedacht. Mein ungeschlagener Favorit: Die Schweiz. Nun werde ich wohl bei jeder Bastelei im Wald an den kleinen Arbeiter hinter den Kulissen denken und wohl keinen TB mit Kuscheltier mehr mitnehmen. 😂

Die Wartetzeit auf die Vorführung der „Local Heroes“ verkürzten wir uns mit einem Glühwein und ein paar Plaudereien. Und dann ging es auch schon los. Eine schön gemachte Fotoshow nahm uns alle mit auf die Abenteuer, welche wir tagtäglich mit unseren Hobby erleben. Viele Teilnehmer hatten Fotos eingereicht und so gab es eine bunt gemischte Auswahl von Bildern. Sobald sich jemand erkannte oder es Erinnerungen zu regionalen Events gab, war Jubel im Schwimmbecken zu hören. Auch ich hatte ein paar Bilder eingereicht und maecky1978 hat mir die Freude bereitet, unseren Beitrag für die Zukunft festzuhalten:

Unser Beitrag zu local heroes

Danach fand noch die Wahl des Zaunkönigs 2025 statt. Bereits letztes Jahr hatten wir den zugehörigen Cache besucht und unsere Loglatte an den Zaun geschraubt. Zu diesem wirklich tollen Cache gab es hier damals den Bericht „Der Wink mit dem Zaunpfahl“ . Im Rahmen des GIFF-Events wurde wieder einmal die schönste Zaunslatte gekürt. Der Titel ging, für viele sicher nicht überaschend, an ein vom Team Zensationell angebrachtes nagelneues Exemplar am Zaun. Im Anschluss wurde das übrig gebliebene Nudelkontigent vom Orgateam freigegeben, einer Stärkung für die nun startende Aftershowparty stand somit nichts mehr im Wege. Ausgelassen wurde getanzt und gefeiert und erst sehr sehr weit nach Mitternacht waren alle Verrückten in ihren Zelten und auf ihren Isomatten angekommen.

Nach einer kleinen Mütze Schlaf, so gegen 7:30 Uhr kamen so nach und nach alle aus ihren Nachtlagern gekrochen. Die Sachen wurden gepackt und bei wunderschönem Sonnenschein in die Cachermobile verräumt. Zurück im LP-Bad wartetet die Orga schon mit einer bunten Mischung blubbernder Kaffeemaschinen und dem restlichen Kuchenangebot auf uns. LilaWölkchen und ich nahmen uns noch der Labs im Haus an. Außerdem wartete noch ein Bonus und ein Klettercache unter dem Schwimmhallendach auf uns. 10 Uhr startete zudem der CITO zum GIFF Event. Ganz nach dem Motto „viele Hände, schnelles Ende“ wurden Tische und Stühle geschleppt, Wildwuchs im Außenbereich geschnitten, die genutzten Becken gewienert und der Müll entfernt. Bekommt man die Möglichkeit für ein so tolles Event, dann muss man einfach alles hinterlassen, wie man es vorgefunden hat. Oder eben ein bisschen besser. 🥰

Als Abschluss konnten wir bei wunderschönem Sonnenschein noch ein paar Lostplacebilder vom Gelände schießen.

Bevor es nach Hause ging blieb uns nur Dankeschön zu sagen. Bei einer herzlichen Verabschiedung von Steffen vom Team Thalheim verabredeten wir uns für einen kleinen nachträglichen Austausch und so stellte ich ein paar Tage später ein paar Fragen, die mir und vielleicht auch Euch auf der Seele brannten:

Wieviel Teilnehmer hattet ihr denn?
Wir hatten 285 Gäste.

Wieviele Nudeln habt ihr gekocht und bekommen wir das Rezept der wahnsinnig leckeren Soße?
Unser Freund Torsten von Tonys Partyservice hat 300 Portionen Nudeln gekocht. War ne ganz schöne Mammutaufgabe, aber er hat es wie immer super hingebekommen. Das Soßenrezept muss ich erst mal erfragen.  😆

Welche Kosten hattet ihr bzw. welche kommen auf Euch zu?
Alle Kosten können wir noch nicht genau beziffern. Wir hatten aber Ausgaben für Versicherung, Dixis, DJ, eine große Leinwand, Strom und Wasser, sowie verschiedenes Verbrauchsmaterial wie Luftballons, Anstecker, Badekappen usw. Die Treppe ins Becken hat uns Gerüstbau Laupert gesponsert. Das Gebäude hat uns die Stadt kostenlos überlassen. Das uns das ermöglicht wurde, dafür sind wir besonders dankbar.

Der Bürgermeister hat ja kurz vorbeigeschaut. Wie haben er und der nette Herr von den Technikführungen denn auf uns verrücktes Völkchen reagiert?
Bürgermeister Nico Dittmann hat selbst schon einige unserer Caches gemacht und kennt die Szene ein wenig. Hausmeister Bert Meier war begeistert von dem großen Interesse an den Führungen durch die Badtechnik und hat 4 Stunden ununterbrochen geredet. 🙂

Im Außengelände ist mir aufgefallen, das der Umkleidebereich im Vergleich zum Kunstfestival 2022 komplett erneuert wurde. Gibt es Pläne für das Freizeitbad?
Das Gelände wiederzubeleben, liegt unserem Bürgermeister sehr am Herzen. So wurde das Nebengebäude mit Duschen und Toiletten schon saniert und ein anderer Teil zu Umkleiden und Sanitärtrakt für das benachbarte Waldstadion umgebaut. Im Außenbereich sollen Volleyballfelder und ein Wasserspielplatz entstehen. Auch das Schwimmbecken in der Halle, sowie die Erneuerung der Sauna stehen mit auf dem Plan.

Ich habe nur positives Feedback gehört und auch wir waren komplett begeistert. Können wir vielleicht auf eine Wiederholung hoffen?
Uns allen hat es riesig Spaß gemacht, das Event zu organisieren und viele bekannte Gesichter mal wieder zu sehen. Die Idee ist aufgekeimt, das im nächsten Jahr als Mega zu wiederholen. Mal sehen was daraus wird und ob es durch eventuelle Umbauarbeiten überhaupt möglich ist.

Ganz lieben Dank von mir an Steffen für die Antworten. Besonders die letzte Auskunft macht uns richtig große Hoffnung auf 2026 und ein weiteres verrücktes Wochenende in diesem besonderen Lost Place. Und alle, die diesmal vielleicht den Weg gescheut haben, sollten das Team Thalheim im Blick behalten. Mit etwas Glück bietet sich im kommenden Jahr eine zweite Chance.

Die Audio zum GIFF

Worum es das nächste Mal geht, kann ich noch nicht so genau sagen. Es wird also diesmal eine Überraschung für uns Alle werden. Ich wünsche Euch auf alle Fälle einen schönen Start in die Vorweihnachtszeit mit tollen Events und weihnachtlichen Verstecken. Liebe Grüße Eure Chaos_Schnecke Tina

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chaosschnecke

Kost und Logis im LP-Kino

23. November 2025 um 20:30

Lange von mir erwartet, war es vergangenes Wochenende endlich soweit. Das GIFF-Event im alten Erzgebirgsbad Thalheim stand an. Da für uns schon bei Listingeröffnung klar war, das wir die Übernachtungsmöglichkeit nutzen werden, ging es als erstes an Packen. Zelt, Luftmatratze, zwei Schlafsäcke, zwei Klappstühle, belegte Brötchen fürs Frühstück, unsere “Unterwegstassen” und das war es schon, was fürs Eventwochenende nötig war. Gegen 15:30 Uhr kamen wir an der uns wohlbekannten Location an.
Tatsächlich verbinde ich einige Erinnerungen mit dem Bad. Als es noch in Betrieb war, war es für mich und meine damals noch kleine Tochter ein beliebtes Ausflugsziel. Vor drei Jahren hatten maecky1978 und ich dann das erste Mal die Gelegenheit, im Rahmen der Kunstausstellung “Begehungen”, das inzwischen verlassene Spaßbad zu besuchen und zu fotografieren.

Ein paar Fotos von August 2022

Heute sollten sich nun hier irgendwie alle unsere Hobbys verbinden. Geocachen, urbexen, outdoor, fotografieren und eine gute Zeit haben. Vor Ort zahlten wir unseren Eintritt von 5 Euro pro Person und unsere bestellten Portionen Schwimmbadessen: Nudeln mit Wurstgulasch und Käse für ebenfalls 5 Euro. Wir erhielten als Eintrittsnachweis jeder ein Ansteckschild, auf das wir unsere Cachernamen schrieben. Das fand ich eine schöne Idee, denn neben dem Erkennen für´s Orgateam, das wir Eintritt bezahlt hatten, konnte man so auch mal bei den anderen Anwesenden “schlunzen”, um wen es sich denn so handelte.
Im Anschluss ging es zur ehemaligen Sauna, in der unsere Freunde schon ihr Quartier aufgeschlagen hatten. Hinter dem Tresen entstand nach wenigen Minuten unser Nachtlager. Gleich nebenan, in der ehemaligen Dampfsauna befand sich das “Logbuch”. Im Stockdunkel hies es sich mit UV-Stiften an den kleinen Mosaiksteinchen der Wand zu verewigen.

Wenig später ging es für uns schon zur Führung durch die Technikanlagen des Bades. Der ehemalige Technikverantwortliche und jetzige Hausmeister führte mit viel Fachwissen und wirklich tollen Anekdoden aus der Zeit des Badebetriebes durch den Keller. Sehr realistisch und nachvollziehbar nahm er uns mit zu witzigen Begebenheiten, einem Chlorgasalarm, dem Ziehen des Stöpsels nach dem letzten Badebetrieb oder dem Tag danach, an dem er plötzlich ganz allein in dem großen Areal stand. Zudem bekam man einen wirklich verständlichen Einblick in die technischen Abläufe solch einer Anlage.

Unsere Klappstühle standen für die GIFF-Vorführung 18 Uhr schon im Schwimmbecken bereit. Bis dahin blieb noch Zeit unsere bestellten Portionen Schwimmbadessen abzuholen und in Ruhe zu geniesen. Hier ein großes Lob an die Orga. Es gab kaum Wartezeiten, durch die Bezahlung am Einlass und die Ausgabe der Essenmarken ging es reibungslos vom Nudel-, über den Wurstgulasch-, zum Käseverantwortlichen 😀. Danach nahmen wir im 25m Becken Platz, die Orga machte es uns mit Teelichtern am Beckenrand gemütlich und sogar ein Popcorn-Verkäufer lief durch die Reihen. Die Filmchen liefen los und manche wurden mit Applaus und Jubel bedacht. Mein ungeschlagener Favorit: Die Schweiz. Nun werde ich wohl bei jeder Bastelei im Wald an den kleinen Arbeiter hinter den Kulissen denken und wohl keinen TB mit Kuscheltier mehr mitnehmen. 😂

Die Wartetzeit auf die Vorführung der “Local Heroes” verkürzten wir uns mit einem Glühwein und ein paar Plaudereien. Und dann ging es auch schon los. Eine schön gemachte Fotoshow nahm uns alle mit auf die Abenteuer, welche wir tagtäglich mit unseren Hobby erleben. Viele Teilnehmer hatten Fotos eingereicht und so gab es eine bunt gemischte Auswahl von Bildern. Sobald sich jemand erkannte oder es Erinnerungen zu regionalen Events gab, war Jubel im Schwimmbecken zu hören. Auch ich hatte ein paar Bilder eingereicht und maecky1978 hat mir die Freude bereitet, unseren Beitrag für die Zukunft festzuhalten:

Unser Beitrag zu local heroes

Danach fand noch die Wahl des Zaunkönigs 2025 statt. Bereits letztes Jahr hatten wir den zugehörigen Cache besucht und unsere Loglatte an den Zaun geschraubt. Zu diesem wirklich tollen Cache gab es hier damals den Bericht “Der Wink mit dem Zaunpfahl” . Im Rahmen des GIFF-Events wurde wieder einmal die schönste Zaunslatte gekürt. Der Titel ging, für viele sicher nicht überaschend, an ein vom Team Zensationell angebrachtes nagelneues Exemplar am Zaun. Im Anschluss wurde das übrig gebliebene Nudelkontigent vom Orgateam freigegeben, einer Stärkung für die nun startende Aftershowparty stand somit nichts mehr im Wege. Ausgelassen wurde getanzt und gefeiert und erst sehr sehr weit nach Mitternacht waren alle Verrückten in ihren Zelten und auf ihren Isomatten angekommen.

Nach einer kleinen Mütze Schlaf, so gegen 7:30 Uhr kamen so nach und nach alle aus ihren Nachtlagern gekrochen. Die Sachen wurden gepackt und bei wunderschönem Sonnenschein in die Cachermobile verräumt. Zurück im LP-Bad wartetet die Orga schon mit einer bunten Mischung blubbernder Kaffeemaschinen und dem restlichen Kuchenangebot auf uns. LilaWölkchen und ich nahmen uns noch der Labs im Haus an. Außerdem wartete noch ein Bonus und ein Klettercache unter dem Schwimmhallendach auf uns. 10 Uhr startete zudem der CITO zum GIFF Event. Ganz nach dem Motto “viele Hände, schnelles Ende” wurden Tische und Stühle geschleppt, Wildwuchs im Außenbereich geschnitten, die genutzten Becken gewienert und der Müll entfernt. Bekommt man die Möglichkeit für ein so tolles Event, dann muss man einfach alles hinterlassen, wie man es vorgefunden hat. Oder eben ein bisschen besser. 🥰

Als Abschluss konnten wir bei wunderschönem Sonnenschein noch ein paar Lostplacebilder vom Gelände schießen.

Bevor es nach Hause ging blieb uns nur Dankeschön zu sagen. Bei einer herzlichen Verabschiedung von Steffen vom Team Thalheim verabredeten wir uns für einen kleinen nachträglichen Austausch und so stellte ich ein paar Tage später ein paar Fragen, die mir und vielleicht auch Euch auf der Seele brannten:

Wieviel Teilnehmer hattet ihr denn?
Wir hatten 285 Gäste.

Wieviele Nudeln habt ihr gekocht und bekommen wir das Rezept der wahnsinnig leckeren Soße?
Unser Freund Torsten von Tonys Partyservice hat 300 Portionen Nudeln gekocht. War ne ganz schöne Mammutaufgabe, aber er hat es wie immer super hingebekommen. Das Soßenrezept muss ich erst mal erfragen.  😆

Welche Kosten hattet ihr bzw. welche kommen auf Euch zu?
Alle Kosten können wir noch nicht genau beziffern. Wir hatten aber Ausgaben für Versicherung, Dixis, DJ, eine große Leinwand, Strom und Wasser, sowie verschiedenes Verbrauchsmaterial wie Luftballons, Anstecker, Badekappen usw. Die Treppe ins Becken hat uns Gerüstbau Laupert gesponsert. Das Gebäude hat uns die Stadt kostenlos überlassen. Das uns das ermöglicht wurde, dafür sind wir besonders dankbar.

Der Bürgermeister hat ja kurz vorbeigeschaut. Wie haben er und der nette Herr von den Technikführungen denn auf uns verrücktes Völkchen reagiert?
Bürgermeister Nico Dittmann hat selbst schon einige unserer Caches gemacht und kennt die Szene ein wenig. Hausmeister Bert Meier war begeistert von dem großen Interesse an den Führungen durch die Badtechnik und hat 4 Stunden ununterbrochen geredet. 🙂

Im Außengelände ist mir aufgefallen, das der Umkleidebereich im Vergleich zum Kunstfestival 2022 komplett erneuert wurde. Gibt es Pläne für das Freizeitbad?
Das Gelände wiederzubeleben, liegt unserem Bürgermeister sehr am Herzen. So wurde das Nebengebäude mit Duschen und Toiletten schon saniert und ein anderer Teil zu Umkleiden und Sanitärtrakt für das benachbarte Waldstadion umgebaut. Im Außenbereich sollen Volleyballfelder und ein Wasserspielplatz entstehen. Auch das Schwimmbecken in der Halle, sowie die Erneuerung der Sauna stehen mit auf dem Plan.

Ich habe nur positives Feedback gehört und auch wir waren komplett begeistert. Können wir vielleicht auf eine Wiederholung hoffen?
Uns allen hat es riesig Spaß gemacht, das Event zu organisieren und viele bekannte Gesichter mal wieder zu sehen. Die Idee ist aufgekeimt, das im nächsten Jahr als Mega zu wiederholen. Mal sehen was daraus wird und ob es durch eventuelle Umbauarbeiten überhaupt möglich ist.

Ganz lieben Dank von mir an Steffen für die Antworten. Besonders die letzte Auskunft macht uns richtig große Hoffnung auf 2026 und ein weiteres verrücktes Wochenende in diesem besonderen Lost Place. Und alle, die diesmal vielleicht den Weg gescheut haben, sollten das Team Thalheim im Blick behalten. Mit etwas Glück bietet sich im kommenden Jahr eine zweite Chance.

Die Audio zum GIFF

Worum es das nächste Mal geht, kann ich noch nicht so genau sagen. Es wird also diesmal eine Überraschung für uns Alle werden. Ich wünsche Euch auf alle Fälle einen schönen Start in die Vorweihnachtszeit mit tollen Events und weihnachtlichen Verstecken. Liebe Grüße Eure Chaos_Schnecke Tina

Ein starkes Team…

09. November 2025 um 18:41

… kennt keine Grenzen. Genau dieser Spruch fasst das Gefühl nach einem CITO zusammen, von welchem ich Euch heute hier berichten möchte.
Bereits im Sommer hatte ich die Idee, in diesem Jahr einmal selbst ein CITO-Event zu veranstalten. Müll sammeln kam für mich als Idee nicht in Frage, es sollte mal etwas Anderes sein. Etwas was es so vielleicht noch nicht gab und was die Cacherschaft der Umgebung mal wieder begeistert. Ein kurzer Gedankenaustausch mit Susi oder auch LilaWölkchen brachte mich auf die Idee einfach mal beim NABU in Chemnitz unsere Hilfe anzubieten. Die Antwort fiel anders als erwartet aus und ist für mich noch heute ein Mysterium. Meine Anfrage wurde freundlich mit der Aussage beantwortet, das man sich eine Hilfsaktion gut vorstellen könne, vorausgesetzt, wir wären alle unter 28 Jahre alt. 🤔 Ähm ja, oder besser nein. Sind wir nicht, auch wenn man uns das natürlich nicht ansieht 😜. Der nette Herr versicherte mir, ebenfalls älter zu sein, unser Angebot aber dennoch mit in die nächste Dienstberatung zu nehmen und sich in ein paar Tagen zu melden. Naja was soll ich sagen, entweder hat der Herr eine andere Vorstellung von ein paar Tagen oder er wird sich wohl nie bei mir melden. Ich gehe mittlerweile von Letzterem aus.
Aufgeben war allerdings noch nie meine Stärke und so wagte ich beim NABU-Burgstädt einen neuen Versuch. Die dortige Vorstandsvorsitzende, Frau Denise Weigelt, war sofort begeistert von meiner Idee. Nach etwas Überlegung erzählte sie mir von einem Apfellehrpfad mit angrenzenden NaturNahGärten, in welchen dringend Hilfe benötigt würde.
Wie in vielen Vereinen ist auch hier eine Überalterung der Mitglieder traurige Realität. Hilfe in Form von körperlicher Arbeit ist kaum möglich oder wenn, dann nur durch wenige Mitglieder eine zeitaufwendige Angelegenheit. Ich war begeistert von der Aufgabe, die so gar nicht nach einem dieser Müllsammeltreffen klang und so verabredeten wir uns zu einer Besichtigung vor Ort.
Um ehrlich zu sein, war ich mir beim ersten Anblick nicht sicher, ob diese Aufgabe zu bewältigen sein würde, aber annehmen wollte ich die Herausforderung auf alle Fälle. Hier musste quadratmeterweise Unkraut gezogen, eine große Blühwiese teilweise gemäht, meterhohe Hecken und Bäume beschnitten und Stauden zurückgeschnitten werden. Das alles mit dem Gedanken im Kopf für die hier lebenden Insekten, Vögel und Kleintiere Winterquartiere zu erhalten und zu schaffen. Zugegeben hatte ich ein wenig Angst, ob mein Listing die Geocacher der Umgebung nicht eher abschrecken würde. Nach einem gemütlichen Spaziergang mit Müllzange und Gesprächen nebenbei, klang das hier so gar nicht. Zudem war mit einem Einsatz am 01.November auch die Gefahr, nicht so tolles Wetter zu erwischen. Wir wollten helfen, das stand fest, mit wieviel Leuten und welcher Einsatzbereitschaft wir an den Start gehen würden, das stand allerdings in den Sternen.

Zu Hause kreisten meine Gedanken darum, wie ich es für die Teilnehmer so ansprechend wie möglich gestalten konnte. Neben einem ehrlichen Listing kam ich so auf die Idee eines Grillevents im Nachgang. Außerdem wollte ich auf dem angrenzenden Apfellehrpfad ein LabAdventure mit einem Bonus erstellen. Als Dankeschön für die Hilfe sollten diese Caches zwischen Haupt- und Nachevent veröffentlich werden. Und so entstanden so nach und nach das Cito 🌳🐝Ab durch die Hecke – der erste Streich🐝🌳, das Nachevent 🌳🍺Ab durch die Hecke – quatschen & stärken 🌭🌳, der Labcache „Ab durch die Hecke – 🍎 Der Apfellehrpfad 🍎„, sowie der zugehörige Bonus. Dazu fuhren wir noch mehrfach zum Lehrpfad, sammelten Fragen, schossen Bilder für die Lab-Punkte und suchten eine passende Stelle für die Bonusbehausung.

Nach und nach trudelten ein paar Anmeldungen ein. Die Sicherheit nicht ganz allein da zu stehen war beruhigend und doch hatte ich weiterhin meine Bedenken. Die schob ich aber zur Seite und widmete mich stattdessen den Vorbereitungen zweier praktischer Logmöglichkeiten für die Events und der Organisation von Heckenschere, Rasentrimmer, Scheren und Schaufeln aus dem heimischen Garten. Ein paar Tage vorher erreichten mich ein paar Anfragen, was noch gebraucht würde und so war ich sicher das wir am Eventtag mit genug Werkzeug ausgerüstet sein würden. Zudem besorgten liebe Cacherfreunde die Bratwürstchen fürs Grillevent und die Anfahrt von Bier und Brause, was für mich eine große Hilfe bei der Vorbereitung war.
Und dann war er da, der Tag der Tage. Als hätten wir es bestellt, schien die Sonne bei 15 Grad von einem strahlend blauen Himmel herunter. Mit einem voll beladenen Auto ging es zuerst zum Bäcker die Brötchen für 50 Roster & Steaks besorgen und dann zum Eventort. Zusammen mit zwei NABU-Mitgliedern begann die Vorbereitung. Pünktlich um 10 Uhr standen neun Geocacher am Einsatzort. In diesem Moment war ich nicht ganz so böse, denn so musste ich meine Eröffnungsrede vor einem nicht allzugroßen Publikum halten 😉.

So nach und nach trudelten allerding immer mehr Helfer ein und unser Wunder nahm seinen Lauf. Sogar drei Geocacher aus dem Nachbarland Tschechien hatten sich zu uns gesellt, Die Damen vom NABU erklärten der Truppe was zu tun war, Ronny oder auch puppielein übernahm die Koordination und teilte zwei Teams auf die beiden Gärten auf. Es dauerte nicht lange und die Lokalität verwandelte sich in einen Ameisenhaufen. Überall wurde gezupft, geschnitten, gemäht, gesenst und geräumt. Der vom NABU organisierte Grünschnittcontainer musste immer wieder bearbeitet werden und reichte dennoch nicht aus. Es war einfach unglaublich zu sehen, wie Hand in Hand gearbeitet wurde, wie sich die Flächen veränderten und wieviel Spaß wir alle dabei hatten. Nach drei Stunden schauten wir alle auf eine wunderschöne kleine Sensation und konnten es selbst kaum glauben. Der NABU war voll des Lobes und der Dankbarkeit und sichtlich berührt über den Enthusiasmus und die Zusammenarbeit einer eigentlich willkürlich zusammen gekommenen Truppe.

Nun hieß es für mich als Dankeschön den Lab zu öffnen und auch der Reviewer hielt Wort und veröffentlichte den Bonus um 13 Uhr. Während die Helfer zum Apfellehrpfad pilgerten, warfen wir den Grill an und stellten die Sitzgelegenheiten. Passend zum Thema hatte ich zwei „Logbücher“ in Form von Vogelfutterstellen zur Verfügung gestellt. Diese wurden, nachdem alle sich verewigt hatten, noch in den Bäumen verteilt und wir genossen ein tolles Nachevent mit Leckerem vom Grill und vielen schönen Gesprächen bei wunderschönem Sonnenschein. Nebenbei schauten wir Alle immer wieder schwer beeindruckt auf das, was uns da als Team gelungen war.

Für mich am Schönsten war das Lob über das Event der anderen Art und die Bitte, so etwas öfter zu veranstalten. Jeder Einzelne versprach mir, auch in den Logs, beim nächsten Mal wieder am Start zu sein. Auch der NABU Burgstädt würde sich darüber bestimmt freuen. Hier nochmal ein riesiges Danke an alle, die hier so fleißig geholfen und richtig gut harmoniert haben. Wir sind so unglaublich stark und können soviel erreichen, wenn wir zusammenhalten. ❤

Nächstes Wochenende werden wir im Rahmen eines GIFF-Events in einem Lost Place übernachten. Ich bin schon ein bisschen aufgeregt und werde Euch natürlich hier berichten. Bis dahin bleibt gesund und munter, Eure Chaos_Schnecke Tina 🐌

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chaosschnecke

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